ähnliches Thema war schon mal hier
Hallo Christiane,
diesen Monat gab es hier schon einmal eine Frage zu RR-Messgeräten:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Noch etwas zu den verschieden Messgeräten zur Messung am:
- Finger
- Handgelenk
- Oberarm
Die Geräte selbst sind alle gut und messgenau.
Fehler entstehen bei falscher Handhabung und bei peripheren Durchblutungsstörungen des Patienten:
daher wird die Fingermessung meistens nur z. B. in Kinderkliniken im Liegen angewendet.
Die Unterarmmessung ist durchaus in Ordnung, wenn der Patient kreislaufbedingt gesund ist und die Messung auf Herzhöhe durchführt.
Bei Patienten mit Durchblutungsstörungen ist nur die Oberarmmessung sinnvoll und führt zu reproduzierbaren Werten.
Ob man ein elektronisches oder ein manuelles Gerät wählt, ist reine Geschmackssache. Ich habe jahrelang bei x Patienten täglich manuell gemessen (jede Kollegin hatte ihr eigenes Stethoskop) und wir empfanden dann die elektronischen Geräte als eine Erleichterung bei der Arbeit.
Im Bezug auf die Richtigkeit ändert das elektronische Gerät nach Eichung bei Herstellung seine Messgenauigkeit nicht, während das Manometer des manuellen Gerätes alle 2 Jahre zum Eichamt geschickt werden muss zur Nachjustierung, das Interessante aber ist, dass dies längst nicht jeder macht…
Wichtig ist natürlich bei Vielfachmessungen beim elektron. Gerät, dass man stets frische, geladene Akkus bereit hält (evt. kleines Ladegerät anschaffen).
Die Manschette muss richtig positioniert werden, damit das darin befindliche Mikrofon auf der Innenseite der Armbeuge über der Arterie aufsitzt, denn auch das kann zu Error-Meldungen führen.
Wird dagegen manuell gemessen, sitzt die Manschette höher am Oberarm, da ja hierbei das verwendete Stethoskop das Mikrofon ersetzt.
Für Laien ist ein elektronisches Gerät wesentlich unkomplizierter in der Anwendung, man muss nur die Gebrauchsanweisung genau befolgen.
Jeder der mit der manuellen Messung beginnt, muss erst das „richtige Hören lernen“
, interessant ist es schon, wenn man durch das Stethoskop verstärkt den Pulsschlag beim Ablassen des Druckes am Manometer zu hören beginnt, was dann bei Erreichen des unteren Druckwertes wieder verschwindet.
Gruß, Renate
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