moin,
stimmt schon... als aussenstehender weiss man zuwenig, um eine "richtige" entscheidung zu treffen.
fuer ihre entscheidung spricht:
die beziehung war hinueber, das zusammenbleiben war - wie schon gesagt - eine mischung aus phlegma und schwierigem wohnungsmarkt in rhein-main.
die beziehung war AUCH hinueber, weil er auf ihre kosten lebte und wenig anstrengungen machte, die situation zu verbessern.
seitdem er im krankenhaus ist, tyrannisiert er sein umfeld: die aerzte haben alle keine ahnung, die schwestern nehmen seine krankheit nicht ernst. von seinen mitpatienten laesst er sich quasi feiern, weil er die hoechsten dosen morphine und die hammerhaerteste chemo bekommen hat. seiner noch-lebensgefaehrtin, die ihn taeglich besucht hat, wirft er andauernd vor, sie wuerde nicht genug verstaendnis fuer ihn haben.. konkreter wird er nicht... ich kann IHN verstehen: die aussichtslosigkeit seiner situation laesst alle moeglichen reaktionen und erklaerungen zu.
ich habe ihn auch nehrfach besucht: er erzaehlte mir permanent, was ihm schmerzt, was er fuer treatments bekommt. o.k. beim ersten mal hat mich das interessiert, beim fuenften mal dann nicht mehr, und ich habe ihm auch deutlich gesagt, dass es mir irgendwo abgeht... und siehe da, wir konnten entspannt ueber andere dinge sprechen..
leider hat sie die kraft nicht, diese gespraeche umzubiegen...
aus dem krankenhaus konnte sie dann wenigstens verschwinden, sich entziehen... wenn er aber ab heute nachmittag zu hause ist, wird das die hoelle, wenn er sich nicht gruendlich in der birne geaendert hat...
gruss
kuddel