Wo ist Deine Frage???
Wo ist Deine Frage???
Na ,Judith,was hälst Du von folgender Antwort auf „nichtbestehender“ Frage???
Es ist bestimmt sehr schlimm für den,den es hier betrifft!!!
Das Ewing-Sarkom ist ein sehr seltener Tumor, der jedoch in den Blickpunkt des onkologischen Interesses gelangt ist, seit seine Prognose unter Chemotherapie sich dramatisch verbessert hat. Die Ansichten zu seiner Histogenese waren lange Zeit strittig. Es wurde eine Herkunft von unreifen Retikulumzellen, myogenen Zellen, Endothelzellen und undifferenzierten Mesenchymzellen diskutiert. Auch auf eine mögliche neuroektodermale Genese ist immer wieder hingewiesen worden. Überzeugende Argumente hierfür wurden jedoch erst in den letzten Jahren vorgelegt, nachdem sich herausgestellt hat, daß das Ewing-Sarkom und der maligne periphere neuroektodermale Tumor eine gemeinsame Chromosomentranslokation aufweisen t(11;22). Mittlerweile wurde diese Hypothese durch zahlreiche zellbiologische Untersuchungen erhärtet. Offensichtlich gibt es fließende Übergänge von den Ewing-Sarkomen zu malignen peripheren neuroektodermalen Tumoren mit eindeutiger neuraler Differenzierung. Die histologische Differentialdiagnostik des Ewing-Sarkoms wurde durch immunhistologische Methoden verbessert. Eine Abgrenzung gegen Lymphome (Leucocyte common antigen, B- und T-Marker) und embryonale Rhabdomyosarkome (Muskelspezifisches Aktin, Desmin) ist so meist problemlos möglich. Darüber hinaus stehen jetzt Antikörper gegen das MIC 2-Protein zur Verfügung, das vorzugsweise im Ewing-Sarkom exprimiert wird. Eine wesentliche Bereicherung hat die Diagnostik des Ewing-Sarkoms und des malignen peripheren neuroektodermalen Tumors dadurch erfahren, daß die spezifische Chromosomentranslokation t(11;22) auch molekularbiologisch nachweisbar ist. Im Gegensatz zum zytogenetischen Nachweis ist es hierfür nicht erforderlich, Zellkulturen anzulegen.