Zyste im Gallenblaseneingang ?!?

Hallo :smile:

Bei mir wurde vor 2 Jahren eine Zyste im Bereich der Leber/Gallenblase festgestellt. Innerhalb des letzten jahres ist sie um 1cm im Durchmesser gewachsen (inzwischen also 7 cm im Durchmesser).
Sie liegt wohl im Bereich des Gallenblaseneingangs, aber es ist nicht klar ob sie mit Gallenflüssigkeit gefüllt ist oder nicht.
seit einiger Zeit hab ich ein leichtes ziehen an der Seite. Soll ich mich operieren lassen und wenn ja, kann mir jemand sagen, ob ich dafür in´s Krankenhaus muss und wie lange die Genesung dauert etc. ???

MfG
Karin

Hallo,

Zysten des Gallenganges sollten immer operiert werden, da es zur häufigeren Gallengangssteinbildung in diese Zysten kommen kann. Zusätzlich können die Zysten in seltenen Fällen bösartig werden. Wenn diese Zysten sehr gross sind, ist die Operation sehr viel schwieriger als bei einer kleinen Zyste, so dass man auch aus diesem Grund operieren sollte.
Die Liegedauer im Krankenhaus würde ich zwischen 2 und 3 Wochen schätzen und die Arbeitsunfähigkeit insgesamt 6-8 Wochen.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. J. Sauer

Hallo :smile:

Also als erstes mal „Danke schön“ für die Info, auch wenn sie mich nicht wirklich begeistert, logischerweise :smile:

Ich hätte jetzt noch eine Frage: Ich hab mal versucht mich zu informieren, aber es gibt so viele verschiede Arten der Operationen, dass ich garnicht mehr weiß, wozu was gehört.
Könnten sie mir vielleicht sagen welche das bei mir wohl sein würde ??? Damit ich mich mal näher informieren könnte ?!?
Würde mich sehr freuen!

MfG
Karin

Nochwas :smile:
Also ich hab hier noch was von ner CT gefunden.


Klinische Angangen/Indikation: Gro0er zystischer Leberhilusprozeß.

Der Leberhilus und Pankreaskopfbereich wird eingenommen durch eine ovaläre, max. 5,5 cm im Durchmesser großer Herdbildung mit zarter Wandbegrenzung und liquiden Binnenstrukturen. Eine weitere, 1 cm im Durchmesser große Herdbildung liegt ventral im angrenzenden Leberparenchym.
Weitgehend kontrahierte Gallenblase.

In den übrigen Abschnitten homogene Schnittflächen der parenchymatösen
Oberbauch- und oberen Retroperitonealorgane.

Beurteilung:

Im Leberhilus und Pankreaskopfbereich liegt eine 5,5 cm im Durchmesser große zystische Herdbildung. In differentialdiagnostischer Hinsicht kann es sich um eine Pankreaskopfzyste, um eine Choledochuszyste, eine Choledochozele oder
ein Choledochusdivertikel handeln. Kein Hinweis auf eine resultierende
Aufstauung der Gallenwege. Eine weiter, 1 cm im Durchmesser große Zyste liegt im ventralen Leberparenchym. Weitere zystische Herdbildungen im Bereich der Nieren oder des Pankreas sind nicht festzustellen.


Das ist der Befund vom CT am 31.07.00. Wär schön, wenn mir den jemand mal übersetzen könnte.

MfG
Karin

Hallo Karin,

Kollege Sauer hat ja schon zum Procedere alles geschrieben.
Ich persönlich finde es nicht gut, dass hier private Befunde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden - eine e-Mail mit der Frage um eine mögliche Beantwortung wäre hier sicher der bessere Weg gewesen.

Also ich hab hier noch was von ner CT gefunden.


Klinische Angangen/Indikation: Gro0er zystischer
Leberhilusprozeß.

Eine Zyste ist ein Flüssigkeitsgefüllter abgekapselter Prozeß. Der Leberhilus ist der Bereich der Leber, in den die Gefäße einstrahlen.

Der Leberhilus und Pankreaskopfbereich wird eingenommen durch
eine ovaläre, max. 5,5 cm im Durchmesser großer Herdbildung
mit zarter Wandbegrenzung und liquiden Binnenstrukturen. Eine
weitere, 1 cm im Durchmesser große Herdbildung liegt ventral
im angrenzenden Leberparenchym.
Weitgehend kontrahierte Gallenblase.

Im Bereich der Lebergefäße, in dessen Nachbarschaft der Kopf der Bauchspeicheldrüse liegt, befindet sich dieser Flüssigkeitsverhalt. Die Wand ist nicht verdickt (was ansonsten ein Zeichen einer Entzündung/eines Infektes sein kann) und die (höchstwahrscheinlich) gemessenen Dichtewerte im Inneren dieser Zyste haben Wasseräquivalente Werte - typisch für eine Zyste.
Eine weitere kleine Zyste liegt in der Leber in Richtung zur Bauchdecke hin.
–Übrigens haben viele Patienten Leber-/Nierenzysten, ohne dieses zu wissen. Es ist eben so und in den allermeisten Fällen komplikationslos.
Die Gallenblase ist funktionell klein und nicht vergrößert.

In den übrigen Abschnitten homogene Schnittflächen der
parenchymatösen
Oberbauch- und oberen Retroperitonealorgane.

Keine weiteren Auffälligkeiten in den dargestellten Bauchorganen.

Beurteilung:

Im Leberhilus und Pankreaskopfbereich liegt eine 5,5 cm im
Durchmesser große zystische Herdbildung. In
differentialdiagnostischer Hinsicht kann es sich um eine
Pankreaskopfzyste, um eine Choledochuszyste, eine
Choledochozele oder
ein Choledochusdivertikel handeln. Kein Hinweis auf eine
resultierende
Aufstauung der Gallenwege. Eine weiter, 1 cm im Durchmesser
große Zyste liegt im ventralen Leberparenchym. Weitere
zystische Herdbildungen im Bereich der Nieren oder des
Pankreas sind nicht festzustellen.

s.o.


Das ist der Befund vom CT am 31.07.00. Wär schön, wenn mir den
jemand mal übersetzen könnte.

MfG
Karin

Gruß, Jürgen

und wenn man´s merkt???
Hallo :smile:

erstmal danke für deine Übersetzung.
Also Du schreibst die meisten merken das nicht mal, ich weiß nich ob ich es merke oder es mir einbilde, da ich momentan auch nen ziemlich dicken Husten habe.
Am rechten unteren Rippenbogen (verständlich???) haben ich seit einiger Zeit ein leichtes ziehen, das wird inzwischen auch schonmal stärker und hält auch länger an als vor zwei drei monaten. Fühlt sich irgendwie so an (gerade wenn ich sitze) als wenn ich was einquetsche. Ist ziemlich doof zu beschreiben.
Woher weiß ich denn jetzt ob das gefährlich ist oder nicht, bzw. ob es gefährlich werden kann oder nicht ???

MfG
Karin

Hallo Karin,

diese Aussage bezieht sich auf die Leber-/Nierenzysten (wie ich ja auch geschrieben habe).
Man merkt/spürt die Zysten nicht - sie sind einfach da und werden oft als Zufallsbefund diagnostiziert.
Anders sieht die Sache aus, wenn sich Komplikationen ergeben, beispielsweise die Laborwerte auf eine Unterfunktion der Nieren hindeuten, so dass die Nierenzysten eine Veränderung der Retentionswerte verursachen KÖNNEN.
Zu Deinem spezifischen Problem kann und will ich hier gar nichts sagen. Wenn Du derartige Probleme hast, mußt Du Dich mal bei Deinem Internisten vorstellen, der zuerst mal eine Sonographie machen kann, gefolgt von (wenn nötig) einer Computertomographie.

Gruß, Jürgen

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Nabend nochmal :smile:

ok, dann sag ich erstmal danke und werd mal schaun, was mein doc mir rät, hätte ja sein können, dass du mir vielleicht schonmal so was verraten kannst :smile:

gruß
Karin

Hallo Karin,

diese Aussage bezieht sich auf die Leber-/Nierenzysten (wie
ich ja auch geschrieben habe).
Man merkt/spürt die Zysten nicht - sie sind einfach da und
werden oft als Zufallsbefund diagnostiziert.
Anders sieht die Sache aus, wenn sich Komplikationen ergeben,
beispielsweise die Laborwerte auf eine Unterfunktion der
Nieren hindeuten, so dass die Nierenzysten eine Veränderung
der Retentionswerte verursachen KÖNNEN.
Zu Deinem spezifischen Problem kann und will ich hier gar
nichts sagen. Wenn Du derartige Probleme hast, mußt Du Dich
mal bei Deinem Internisten vorstellen, der zuerst mal eine
Sonographie machen kann, gefolgt von (wenn nötig) einer
Computertomographie.

Gruß, Jürgen

…ich kenne 1 Lottozahl von der nächsten Ziehung - kannst Du mir die anderen 5 nennen ?

Gruß, Jürgen

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