Asthma und schwanger?

Hallo, liebe www-ler,

ich habe seit meinem 12. Lebensjahr Asthma, das seit 5 Jahren mit Pulmicort Turbohaler und Singulair Tabletten behandelt wird. In den Packungsbeilagen steht, dass man die Medikamente in der Schwangerschaft nicht nehmen sollte. Das heißt also: Entweder man darf nicht schwanger werden, man unterbricht solange die Therapie und läuft Gefahr, seine Gesundheit zu gefährden oder man risikiert es, schwanger zu werden und das Leben des Kindes zu gefährden.

Was meint ihr?

Grüßlis
Anna

Hallo Anna!

Das ist ausschließlich mit Deinem Arzt (u. mit dem Partner) zu besprechen. Es ist eine viel zu wichtige Entscheidung, die man Fremde nicht überlassen soll. Die Entscheidung liegt an Dir.

Ansonsten denke ich, der Arzt wird Dir was empfehlen/raten, je nach Schweregrad Deines Asthmas. Unter Berücksichtigung, natürlich von Deiner Wunsch Mutter zu werden. Und zu guter Letzt wird er Dir, vermutlich, darauf hinweisen, welche Risiken D eine Entscheidung (für oder gegen Schwangerschaft) mit sich bringt.

Eine sehr gute Freundin von mir wollte nichts sehnlicher, wie Mutter sein. Das problem war/ist, daß bei ihr eine Niere nicht mehr funktioniert und die andere nur sehr eingeschränkt. Gottlob bekam sie eine transplantierte Niere. Doch gerade deshalb muß sie solange sie lebt, immunschwächenden Medikamente nehmen. Trotzdem entschied sie sich dafür, eine Schwangerschaft zu riskieren. Nach mehrmaligen Versuche, wurde sie schwanger und nun ist sie überglückliche Mutter eines richtig süßen Mädchens. Nur jetzt muß sie alle 2 Tage, jeweils 9 Std lang zur Dialyse. Ihre Entscheidung hat sie nicht bereut.

Schöne Grüße
Helena

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Hallo,
ich würde mir in Anbetracht der unterschiedlichen Behandlungsmethoden und der heute auf dem Markt befindlichen Vielzahl von Medikamenten, keine Sorge diesbzgl. machen. Eine Bekannte von mir hat während der Schwangerschaft einen Inhalator mit einem kurzwirkenden beta2 Mimetika (sozusagen ein kurz-wirkendes Spiropent) nach ärztlicher Absprache verwendet. Ich kann mir auch vorstellen, daß das Risiko eines Medikaments vom Schwangerschaftsabschnitt abhängt und die Gesamtzeit durch unterschiedliche Behandlungsmethoden mit minimalen Risiko überbrückt werden kann.

Gruss
Enno