Liebe Wissende,
eine gute Freundin von mir hat ein grosses Problem :
Sie ist ziemlich depressiv und hat in diesem Jahr mehrere Schicksalsschläge erlitten. (Männer haben sie verlassen, Abtreibung, Mutter hat sich abgewendet) Sie ist deshalb auch schon in therapeutischer Behandlung und schluckt jede Menge Psychopharmaka. Aber darum geht es hier nicht direkt.
Sie hat seit ca. 9 Monaten zwei Katzen, und seit ca. 2 Monaten hat sie Probleme beim Luftholen, als ob etwas auf den Bronchien liegt. Die sind aber frei, daher wurde sie zum Hautarzt geschickt, der einen Allergietest gemacht hat. Das Urteil : Katzenallergie. Die Katzen sind es aber die, ihr überhaupt noch den Halt geben, weiterzuleben. Wenn sie die abgibt, habe ich die konkrete Angst, dass sie ihr Leben beendet.
Meine Fragen jetzt an euch :
- kann es sein, dass sie zwar allergisch gegen Katzen ist, die Luftprobleme aber woanders herrühren ? Lohnt es, einen zweiten Arzt zu befragen ?
- gibt es Medikamente (Schulmedizin/Homöopathie), um das zu lindern ?
- was würde passieren, wenn sie so weitermacht, also die Katzen nicht abgibt ?
Vielen Dank,
Gruss Hans-Jürgen
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Hallo Hans-Jürgen,
es tut mir leid, dass es Deiner Freundin so schlecht geht! Und an Dich ein dickes Lob, dass Du ihr in dieser schweren Zeit ein so guter Freund bist!
Ich glaube eigentlich nicht, dass man diese Allergie umgehen kann, vor allem, da sie ja durch einen A-Test bestätigt wurde! Da brauchst Du meiner Meinung nach keinen weiteren Arzt! Natürlich ist es sehr schlimm, wenn ihr einziger Lebensinhalt wegfallen würde - aber könnte man nicht auf einen anderen ausweichen, vielleicht Hasen oder so??? Meine Schwester hat auch eine Katzenallergie, Hasen und Meerschweinchen sind aber kein Problem, da der Auslöser bei den Katzen im Speichel liegt, den sie beim Sichputzen aufs Fell abgeben. Ihr ist auch nicht geholfen, wenn sie ständig wegen der Katzen krank wird! Oder erkundige Dich mal, ob es nicht Katzenrassen gibt, die eine andere Speichelzusammensetzung haben, die vielleicht ungefährlich ist! Vielleicht liegt es auch nur an der Rasse!
Ich wünsche Euch alles alles Gute und grüße Euch ganz herzlich,
Sonja
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Hallo,
- kann es sein, dass sie zwar allergisch gegen Katzen ist, die
Luftprobleme aber woanders herrühren ? Lohnt es, einen zweiten
Arzt zu befragen ?
Es lohnt sich immer, bei solch problematischer Sachlage einen zweiten Arzt aufzusuchen. Ich habe laut Allergietest auch eine Katzenallergie und besitze seit Jahren zwei Katzen ohne die geringsten Probleme. Allergien haben immer auch mit Stress zu tun. Wenn es deiner Freundin mental wieder besser geht, kann es durchaus sein, dass die Symptome abklingen. Wie gesagt: es KANN sein. Wie heißt es doch: die Lage ist verzweifelt, aber nicht hoffnungslos.
- gibt es Medikamente (Schulmedizin/Homöopathie), um das zu
lindern ?
Hier tut sich natürlich ein riesiges Experimentierfeld auf
Für einige Zeit könnte es mit rezeptfreien Antihistaminika gehen (zB Cetirizin ratiopharm, Lisino o.ä). Die sollten aber nur ein paar Wochen lang eingenommen werden. Vor allem sollte dazu vorher der Arzt befragt werden, da sie ja noch andere Medikamente nimmt. Eine Hyposensibilisierung ist in der derzeitigen Situation wohl kaum durchzustehen.
- was würde passieren, wenn sie so weitermacht, also die
Katzen nicht abgibt ?
Das kann im schlimmsten Fall bis zum Asthma führen. Es ist hier wirklich nicht möglich, eine gültige Aussage zu machen, da ja beide Möglichkeiten (Katzen abgeben / Katzen behalten) nicht unerhebliche Risiken bergen.
Gruss, Niels
Hallo,
es gibt teilweise durchaus funktionierende Ansätze Katzenallergiker durch gezielten Kontakt mit dem Allergen (z.B. als s.c. Injektion) zu de-/hyposensibilisieren. Bevor sie die Tiere „abschafft“, würde ich das versuchen.
Gruss
Enno
Hallo Hans-Jürgen,
ich habe seit ca. 15 Jahren Katzen und seit ca. 10 Jahren eine Katzenallergie, die zu chronischem Asthma geführt hat.
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zuerst einmal per Bluttest eindeutig feststellen lassen, ob eine Katzenallergie vorliegt. Normalerweise geht es nicht gleich mit Asthma los, sondern es treten Symptome wie Niesen, Augentränen und -jucken auf.
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weitere Allergene ausschließen (Hausstaub, Schimmelpilze, etc.) Nur weil der Pricktest nicht ausschlägt, heißt das nicht, dass keine Allergie vorliegt. Ich habe z.B. beim Pricktest kein/kaum Ergebnis bei Katzen.
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wenn feststeht, dass eine Katzenallergie die Ursache der Atembeschwerden ist, kann man folgendes tun, um die Sache in den Griff zu bekommen:
- jeden Tag staubsaugen
- Katzen jeden Tag bürsten
- Teppich raus, Laminat/Parkett/Linoleum rein
- und jetzt das wichtigste: KEINE KATZEN IM BETT/SCHLAFZIMMER! So hat der Körper die Möglichkeit, sich nachts zu erholen. Das ist wirklich immens wichtig, anders klappt es nicht.
Mit dieser Taktik und einem guten Allergiemedikament (+ evtl. Asthmaspray etc.) sollte das ganze zu managen sein. Parallel eventuell eine Hyposensibilisierung (Krankenkasse zahlt i.d.R. nicht, wenn man das Tier hält, gegen das man allergisch ist).
Wichtig: Asthma und Allergien verschlimmern sich bei Streß!
Es ist ein Märchen, dass bestimmte Katzenrassen/-farben weniger Allergien auslösen als andere. Es ist allerdings korrekt, dass man als Allergiker auf einzelne Katzen mehr oder weniger stark allergisch reagiert. Dies dürfte für Deine Freundin aber irrelevant sein, es sei denn sie will soviele Katzen ausprobieren, bis eine weniger allergene dabei ist 
Gruß & viel Erfolg,
Myriam
mit den Allergenen Satan, Luzifer und Greta
http://www.napfsuelze.de
Hallo Hans-Jürgen,
auch von mir,
- zuerst einmal per Bluttest eindeutig feststellen lassen, ob
eine Katzenallergie vorliegt. Normalerweise geht es nicht
gleich mit Asthma los, sondern es treten Symptome wie Niesen,
Augentränen und -jucken auf.
bei mir war es genauso wie bei deiner Freundin. Ich bekam gleich Asthma, absolut kein Niesen, kein Jucken, nix - nur jede Nacht Asthma-Anfälle. Heute lebe ich räumlich von den Katzen (meiner Tochter) getrennt und kann inzwischen ohne jegliche Symptome ein paar Stunden mit ihnen verbringen. Aber die Zeit mit Asthmaspray war ätzend. Der Homöopath hatte mir eine Therapie vorgeschlagen, aber bei weitem keine 100% Erfolgschance versprechen können. Man kann es nur versuchen! Aber wenn es die eigenen Tiere sind, sollte man das sicherlich.
Gruß
Gerry
Hallo Hans-Jürgen,
bei „ernsten Erkrankungen“, die dazu vielleicht noch große medizinische Eingriffe nach sich ziehen könnten ist es nie falsch eine zweite Meinung einzuholen.
Andererseits halte ich einen Allergietest normalerweise für ausreichend aussagekräftig und die Fehlerquote für nicht so hoch daß man ihn unbedingt wiederholen müßte. Letztlich setzt man da auch an einem falschen Punkt an.
Nicht-behandelte Allergien zeigen sich oftmals durch tränende Augen, Juckreiz in der Nase, etc. Bleibt das Problem unbehandelt kommt es gerne zu einem „Etagenwechsel“, vom Kopf wandern die Beschwerden Richtung Lunge - man hat Dir schon mehrfach erzählt daß Asthma entstehen kann.
Hyposensibilisierungen ziehen sich über Jahre, wenn sie erfolgreich sind und Mittel, die man insbesondere Pollenallergikern in den Sommermonaten gibt sind nur für begrenzte zeitliche Einsatzdauer gedacht.
Nicht zuletzt aus diesen Gründen sagt mein Gefühl daß die Katzenallergie ein „Nebenkriegsschauplatz“ ist. Nichts gegen Katzen, aber Psychopharmaka und Katzen sollten nicht der Faden sein an dem möglicherweise das Leben Deiner Freundin hängt.
Mein Eindruck ist daß, wenn sie in einem so labilen Zustand ist, andere psychotherapeuthische Geschütze aufgefahren werden müssen.
Obwohl sicher auch eine Lösung für das Katzenallergie-Problem gefunden werden muß bin ich der Meinung daß vor allem der schlechte seelische Zustand der Frau einer sehr viel intensiveren Betreuung bedarf als das bisher der Fall ist. Vielleicht hast Du eine Möglichkeit Schritte in dieser Richtung zu initiieren…?
Alles Gute,
MecFleih
Hi
Ich habe laut Allergietest auch eine
Katzenallergie und besitze seit Jahren zwei Katzen ohne die
geringsten Probleme.
Ich hatte über Jahre heftigste Reaktionen der oberen Atemwege und Augen, aber dann trotzdem durch Freundin 2 Katzen. Interessant: nach 2-3 Monaten Triefaugen und Röcheln liessen die Reaktionen nach. Nur bei den 2en. Auf andere hab ioch weiterhin genauso reagiert. Selbst-Hyposensibilisierung?
vor 4 Jahren hab ich mal ne Hyposensibilisierung angefangen, aus Schlampigkeit nur EINE Gräserpollen etc Periode mitgemacht (allerdings auch tierhaare) und obwohl es immer heisst man muss das 3 Jahre durchziehen… ich kann seitdem (der 3tte Sommer nun) stundenlang auf Wiesen liegen und halte es auch ab und an mit Katzenviechern aus, was vorher nicht möglich war. Von Walnüssen schwellen aber immer noch meine Schleimhäute an und ich bekomme Schluckbeschwerden und Pusteln im Mund.
HH
Hi,
sorry nur ganz kurz, hab die anderen Beiträge auch nicht gelesen…
Hält sie an diesen Katzen fest, so sie denn allegisch wäre, oder könnte sie sich damit anfreunden, evtl andere Katzen zu nehmen, denn diese Art Allergie richtet sich auf Fellbeschaffenheit und Speichel.
Gegen langhaarige Katzen wäre sie dann mit ziemlicher Sicherheit nicht allergisch.
Gruß
Maja