Runder Fleck auf Haut

Hallo!
Ich habe seit etwa 2 Tagen am linken Unterarm eine merkwürdige Stelle.
Dort hat sich ein runder Kreis gebildet, etwa so groß wie ein 1 Pfennig-Stück. Der Kreis ist außen knallrot, innen ist die Hautfarbe normal, dafür schuppt die Stelle aber und juckt hin und wieder.
Was kann das sein?
Galli

Hallo Galli,

könnte es sein, daß du einen Zeckenbiss hattest? Vielleicht hast du die Zecke auch unbemerkt weggekratzt. Falls das der Fall war, dann solltest du schleunigst zum Arzt und dich auf Borreliose testen lassen. Borrelien werden von Zecken übertragen. Mit Antibiotika kann das gut behandelt werden.
Weitere Infos dazu hier:
http://www.netdoktor.de/krankheiten/Fakta/Borreliose…

Viele Grüße
Eva

Borreliose
Hallo
Die gleiche Idee hatte ich auch sofort .ich habe lange im Krankenhaus gelegen ,wegen Borreliose und das fing auch so an. Schnell nen Test machen lassen und in drei MOnaten nochmal. damit ist nicht zu scherzen.

Gruss
Kosmokatze

Aber wie kann ich unbemerkt eine Zecke am Unterarm haben?
Das würde ich doch auf jeden Fall merken!!
Die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenbisses ist doch nicht sehr groß…
Habe zwar 2 Hunde, die die Viecher mit rein geschleppt haben könnten, aber unterm Pulli, und dann unbemerkt? Zecken lassen sich doch auch nicht einfach so weg kratzen, wenn sie einmal festgebissen sind…
Oder??

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Hi,

das hört sich für mich nach einem Pilz an…Microsporum zB. ist einer, der solche Symptome hervorruft. Stichwort Mikrosporie

Zum Vergleichen:
http://www.m-ww.de/krankheiten/hautkrankheiten/mikro…
http://www.hauttierarzt.de/hautzoonosenpilz.html
http://www.dermnetnz.org/index.html

Gruß
Maja

Hallohalli, Galli,

Doch, genau das kann passieren: du bemerkst es nicht sofort, wenn du eine Zecke hast, es fängt an zu jucken, du kratzt und weil das Tier noch sehr klein ist, kratzt du es raus/ab, ohne es zu merken.

Also ab zum Arzt, es lohnt das Risiko nicht!

Gruß
Burkh

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Sorry,
bei diesem Link
http://www.dermnetnz.org/index.html

nach „Tinea corporis“ suchen. Das letzte Bild rechts unten meinte ich zum Anschauen.

Gruß
Maja

Doch…
…ich hab auch keine Zecke gesehen bei mir und es hat länger gedauert ,bis überhaupt jemand drauf kam ,dass es eine Zecke gewesen sein könnte. Sie bleiben nicht immer ,bis sie fett gesaugt sind. UNd wenn du Hunde hast…

Also schnell.

Kosmokatze

Microsporie
…wird von Katzen übertragen,fällt unter meldepflichtige Krankeheiten ,ist sehr selten und macht grosse Wasserblasen auf der Haut.

Gruss

Kosmokatze (die keine Microsporie überträgt )

Hi Kosmokatze,

…wird von Katzen übertragen,fällt unter meldepflichtige
Krankeheiten ,ist sehr selten und macht grosse Wasserblasen
auf der Haut.

Auszug aus dem von mir geposteten ersten Link:

"Bei Mikrosporie und Trichophytie handelt es sich um Dermatophytosen, also Hautpilzerkrankungen, die durch verschiedene Gattungen von hornliebenden Fadenpilzen, den sog. Dermatophyten, hervorgerufen werden. Die Pilze werden in erster Linie von Tieren auf den Menschen übertragen, weiterhin kann eine Infektion von Mensch zu Mensch oder über kontaminierte Gegenstände stattfinden.

Betroffen ist die Hornschicht der Haut und die Haare, wo sich kleine, gerötete, juckende Stellen mit einem dunkleren Randwall ringförmig ausbreiten und landkartenartig zusammenfließen können. Auf behaarter Haut führt die Pilzinfektion außerdem zum Abbrechen der Haare und zur Entstehung haararmer Areale. Die Diagnose wird mit Hilfe einer speziellen Lampe, dem „Wood-Licht“, und Pilzkulturen gestellt. Die Erkrankung erfordert eine gründliche äußerliche wie auch innerliche Behandlung mit Antipilzmitteln (Antimykotika); werden die Pilze nicht gänzlich ausgerottet, kommt es schnell zu Rückfällen.

Nach der Behandlung heilen die Hauterscheinungen in der Regel spurlos ab, ebenso wachsen abgebrochene Haare zumeist vollständig nach. Eine Ausnahme ist der Favus. Dieses durch den Pilz Trichophython schönleinii ausgelöste Krankheitsbild verursacht oft dauerhaften Haarverlust.

Allgemeines
In den meisten Fällen von Mikrosporie und Trichophytie, die in deutschen Arztpraxen behandelt werden, sind vom Tier übertragene Hautpilze, sog. zoophile Dermatophyten, die Ursache. Die primären Infektionsquellen für die Mikrosporie sind hierzulande Hunde und Katzen.

Man nennt solche vom Tier übertragenen Erkrankungen Zoonosen. Den von Tieren übertragenen, also zoophilen, Dermatophyten stehen die anthropophilen Arten gegenüber, also solche, die nur von Mensch zu Mensch übertragen werden. In einer Umfrage bei hautärztlichen Praxen und Kliniken in Deutschland im Jahre 1998 überwogen die hochgradig krankheitserregenden und extrem ansteckenden zoophilen Arten gegenüber den weit harmloseren anthropophilen Dermatophyten bei einem Verhältnis von 4 : 1.

Gründe für diese Dominanz der tierischen Erreger liegen zum einen in der Vorliebe der Deutschen für Haustiere, zum anderen in ihrer Reiselust, besonders in die mediterranen „Mikrosporieländer“. So finden beispielsweise die aus dem Süden eingeschleppten Urlaubskeime Microsporum canis und Trichophyton mentagrophytes im haustierreichen Deutschland optimale Bedingungen für ihre weitere Verbreitung.

Aber auch viele der anthropophilen Pilzarten werden durch Einwanderung eingeschleppt. Diese Erreger, in erster Linie Trichophytonarten, stammen bevorzugt aus anderen westeuropäischen Ländern, aber auch aus Afrika oder den USA. Wegen der wesentlich geringeren Aggressivität dieser Erreger zeigen deren „Importeure“ häufig keine oder nur eine geringe Symptomatik, die Infektion wird oft über Jahre hinweg übersehen. Während die zoophilen Arten am Haar aufsitzen und dadurch eine entsprechend deutliche Symptomatik in den angrenzenden Bereichen auslösen, sind die meisten anthropophilen Dermatophyten innerhalb des Haares lokalisiert. Dies begünstigt die Verschleppung durch völlig symptomfreie Träger.

Hautpilz beim Tier
Häufige Erreger von Hautpilzerkrankungen bei Kleintieren wie Hund und Katze, aber auch bei größeren Haustieren wie Pferden, sind: Microsporum canis, Microsporum gypseum und Trichophyton mentagrophytes. Neben dem Direktkontakt von Tier zu Tier überträgt sich die Infektion auch indirekt über kontaminierte Gegenstände (Käfige, Bürsten, Kämme, Decken) oder über Parasiten wie Flöhe und Milben. Die Hautpilze sind in Hornmaterial mehrere Tage bis Wochen lebensfähig. Heimtückischerweise zeigen infizierte Tiere, insbesondere Katzen, oft keinerlei Symptome, stellen aber dennoch eine Ansteckungsquelle für den Menschen dar.

Definition
Mikrosporie und Trichophytie sind Dermatomykosen (Hautpilzerkrankungen), die durch eine Infektion mit Dermatophyten der Gattung Microsporum (M. audouinii, M. canis, M. gypseum) bzw. Trichophyton hervorgerufen werden. Bei der Trichophytie unterscheidet man die oberflächliche Form, die überall am Körper in Form sich rundlich ausbreitender entzündlicher Herde auftreten kann, von der tiefen, die in erster Linie den behaarten Kopf und den Bartbereich betrifft und zu Knoten und Abszessen führt.

Ursachen
Die Erreger der von Mikrosporie und Trichophytie gehören zu den sog. Dermatophyten. Dermatophyten sind Fadenpilze, welche neben den Hefe- und Schimmelpilzen für den weitaus größten Teil menschlicher Hautpilzerkrankungen verantwortlich sind. Sie sind keratinophil (hornliebend), d.h. sie befallen die verhornten Teile der Haut, die Nägel und die Haare. Der Überbegriff für die von ihnen verursachten Pilzinfektionen ist Tinea, ergänzt durch die Bezeichnung des jeweils befallenen Körperteils, z.B. Tinea capitis für den Befall des Kopfes, Tinea barbae für den des Bartes oder Tinea corporis für Rumpfbefall. Dermatophyten bedingen in der Regel keine Systeminfektionen, auch die Schleimhäute befallen sie im Gegensatz zu den Hefen nicht.

Entsprechend ihrer Bezeichnung wird die Mikrosporie von Dermatophyten der Gattung Microsporum, die Trichophytie von solchen der Gattung Trichophyton verursacht.

Häufigkeit
Die von Dermatophyten ausgelösten Hautpilzerkrankungen sind insgesamt recht häufig. Für die Mikrosporie wird in Deutschland derzeit eine Häufigkeit von etwa 10.000 Fällen pro Jahr angenommen.

Symptome
Bei Hautkontakt befällt der Pilz die toten Hornschuppen und die Hornschicht der Haut. In behaarten Bereichen gelangt er innerhalb von etwa zwei Tagen in die Haarbälge an die Haarwurzeln, wo er dann mit den Haaren wächst. Im Bereich der Haarwurzel entwickelt sich eine entzündliche Schwellung, die Haare verlieren ihre mechanische Stabilität und brechen an der Hautoberfläche ab. Es werden nur lebende, wachsende Haare befallen, tote Haare können nicht infiziert werden. Zu einem kompletten Haarausfall kann es dann durch bakterielle Sekundärinfektionen der Haarbälge (Follikulitis) kommen.

Die befallenen Hautareale zeigen das typische klinische Erscheinungsbild der „Ringflechte“, kleine, gerötete, juckende Stellen, die sich ringförmig ausbreiten. Sie sind mehr oder weniger rund und mit einem dunkleren Randwall scharf begrenzt. Auf behaarter Haut sind die betroffenen Stellen zusätzlich haararm bis haarlos bzw. zeigen das typische Bild in gleichmäßiger Höhe abgebrochener Haare, ein Bild, das auch als „abgemähte Wiese“ bezeichnet wird. Durch das Zusammenfließen mehrerer Herde kann ein landkartenartiges Bild entstehen.

Man kann innerhalb des Herdes verschiedene Zonen beobachten. Der rote Randwall entsteht durch die entzündliche Reaktion der Haut auf Stoffwechselprodukte der Pilze. Dieser Bereich ist infektiös. Im Zentrum der Herde findet sich die Zone, die in Abheilung begriffen ist. Sie weist eine stärkere Pigmentierung und Schuppung auf, in behaarten Bereichen oft auch bereits nachwachsende Haare.

Mikrosporie
Ein häufiger von Pelztieren auf Kinder übertragener Pilz ist Microsporum canis, der gängigste Hautpilz bei Katzen. Die von ihm verursachte Mikrosporie tritt heute noch in kleinen Epidemien auf. Auf der Haut der Betroffenen zeigt sich die typische Ringstruktur. Bei Befall des Kopfhaares zeigen sich Herde mit gleichmäßig in einer Höhe abgebrochenen Haaren. Die Kopfhaut darunter wirkt durch eine feine Schuppung wie bestäubt. Von den aktuell geschätzten 10.000 Mikrosporiefällen pro Jahr wird etwa jede 50. Infektion von einer Tinea capitis begleitet.

Typischerweise sind die Hauterscheinungen in erster Linie an den Stellen zu beobachten, an denen direkter Tierkontakt bestand. Häufig sind auch mehrere Kinder betroffen, da alle mit dem gleichen Tier Kontakt hatten. Es gilt dann sorgfältig nachzuvollziehen, welches Tier die Infektionsquelle darstellt."

Gruß
Maja