vor einiger Zeit hatte ich erst eine Phlebothrombose, die aufgrund dutzender, völlig inkompetenter Ärzte zu einer Lungenembolie nebst längerem Aufenthalt in der Intensivstation wurde. Es ist dann eine genetisch bedingte APC-Resistenz (heterozygot) festgestellt worden.
Nach einer 6-monatigen Heparin-Therapie lebe ich jetzt schon länger ganz ohne Arznei. Mir macht allerdings die ständige Angst zu schaffen, die mich bei jedem Zipperlein in meinen Beinen befällt. Es könnte ja wieder eine Thrombose sein. Nun ist es wieder so weit, ich habe ziehende Schmerzen im Oberschenkel. Es kann kein Muskelkater und auch keine Zerrung sein.
Nach vielem hin und her grübeln wollte ich eine Thrombose per Doppler-Sono ausschließen lassen. In den in Frage kommenden Arztpraxen mag man mir aber frühestens in zwei Wochen einen Termin geben. Ist das denn zu Fassen? Bis dahin wäre es natürlich schon viel zu Spät.
Frage: Wie ernst soll ich diese Schmerzen nehmen? Die Untersuchung würde ca. 10 Minuten dauern. Warum kommt man mit so einer Vorgeschichte nicht einfach mal zwischendurch dran? Soll ich den Montag blau machen und so lange beim Internisten im Wartezimmer sitzenbleiben, bis man sich meiner erbarmt? Metafrage: Wieso redet man von Ärzteschwemme, wenn alle Wartezimmer aus den Nähten platzen?
ist vielleicht gesundheitspolitisch nicht korrekt aber an Deiner Stelle würde ich mich einfach als Notfall in die (Not) Aufnahme des Krankenhauses begeben in dem die Diagnose gestellt wurde.
Angesichts der Grunderkrankung wirst Du da sicher ernst genommen.
Wenn alles ok ist gehst Du wieder heim und wenn nicht bist Du gleich am richtigen Ort.
ist vielleicht gesundheitspolitisch nicht korrekt aber an
Deiner Stelle würde ich mich einfach als Notfall in die (Not)
Aufnahme des Krankenhauses begeben in dem die Diagnose
gestellt wurde.
Angesichts der Grunderkrankung wirst Du da sicher ernst
genommen.
Wenn alles ok ist gehst Du wieder heim und wenn nicht bist Du
gleich am richtigen Ort.
Hallo,
danke für den Hinweis, aber mit Notaufnahmen (insbesondere in dem KH) habe ich noch miesere Erfahrungen, als bei niedergelassenen Ärzten. In der Notaufnahme hat man mich ja trotz schwerer Lungenembolie als Simulanten oder Querulanten oder was auch immer wieder nach Hause geschickt. Nach stundenlanger Wartezeit. Und das an drei verschiedenen Krankenhäusern. Erst Nummero vier hat mich aufgenommen.
Aber nicht etwa, um mich zu untersuchen (über das übliche EKG und Blutdruck hinaus), oder wenigstens ein Schmerzmittel zu geben (ich konnte zu dem Zeitpunkt aufgrund der Sekundärerkrankungen schwere Lungenen- und Rippenfellentzündung weder sitzen, noch stehen noch liegen – es war grauenhaft), sondern (und das sagte der Arzt wörtlich!) weil ich Privatpatient und in der Station noch ein Bett frei war.
Untersucht wurde ich erst, nachdem ich mich eine weitere Nacht rumgequält hatte, am nächsten Morgen. Spiral-CT und ab die Post auf die Intensivstation. „Huch, da haben Sie aber Glück gehabt. Rechter Lungenflügel ganz weg, linker Unterlappen ebenfalls. Leider hat das Herz ein bisschen was abbekommen …“
Leider kann man in Deutschland keine Ärzte verklagen. Aber ich komme ins schwätzen
Ich habe die Schmerzen ignoriert und es geht mir schon wieder besser. Wenn’s ne neue Embolie wird, werd ich’s ja merken. Für ein Ultraschall ist es jetzt wohl zu spät.