ich habe zwei Bandscheibenvorfälle an der Halswirbelsäule, die vor einem viertel Jahr starke Beschwerden verursachten, jetzt aber durch Behandlung mit Kortisonspritzen schmerzfrei sind.
Wird der Schmerz wahrscheinlich wiederkommen? der Vorfall ist ja wohl noch da, oder? ( MRT wurde gemacht )
Kann man vorbeugend etwas machen,dami das nicht wiederkommt, Übungen zum Muskelaufbau oder so etwas? Gibt da wohl was, was man alleine zuhause machen kann, ohne teures Fitnessstudio?
vorweg, ich bin keine Expertin, hab nur ein paar Leute im Freundes- und Familienkreis, die ein ähnliches Problem hatten. Dass die Spritzen den Schmerz dauerhaft nehmen, wage ich zu bezweifeln, denn da wird ja nichts an den Ursachen der Schmerzen getan.
Joggen halte ich für eher schädlich, weil das doch auf die Gelenke und Stauzonen, also auch auf die Bandscheiben gehen kann. Wie wär’s mit Walking, oder sogar Nordic Walking? Letzeres wurde in meiner Umgebung bei Wirbelsäulenproblemen von ärztlicher Seite empfohlen.
Mit gezieltem Training zur Muskelkräftigung kann man grundsätzlich einiges tun - wie es im Halswirbelbereich aussieht, weiß ich nicht, meine Leute hatten das tiefer. Aber: Ich würde dringend anraten, solche Übungen niemals ohne entsprechende Therapeuten zu machen. Hier in Innsbruck gibt es ein Fitnessstudio, das direkt an eine Orthopädenpraxis angehängt ist, mit auch medizinisch ausgebildetem Personal, das den Trainingsablauf ständig kontrolliert. Vielleicht gibt es so etwas auch bei Dir in der Gegend? Mit falschen Übungen bzw. falsch ausgeführten Bewegungen kannst Du Dir die Wirbelsäule noch zusätzlich heftig ruinieren. Und da reichen schon minimale Abweichungen vom eigentlichen Bewegungsablauf. So eine Therapie kostet Geld (einiges mehr als das normale Studio), aber sie ist durch hometrining nich ersetzbar und kann wirklich helfen. Wenn Du es Dir finanziell leisten kannst, sollte es Dir den Aufwand wert sein. Ich wünsche Dir, dass es so ist.
üblicherweise bleibt man von dem akuten schmerz verschont. was sich aber durch veränderte haltung und veränderte muskulatur bilden kann sind verspannungen.
der vorfall bleibt bestehen-bildet sich aber normalerweise im laufe der jahre zurück.
vorbeugung gibt es-ich nenn sie mal ausgleichsbewegungen.
das ist wie mit (meinem) bankkonto: man kann nicht nur abheben-man muss auch mal wieder was einzahlen. )
ein einfaches programm mit guter beschreibung findet sich z.b. in Robin McKenzie „Behandle deinen Nacken selbst“. Wurde extra für patienten geschrieben.
ein koordinations- und kraftausdauertraining für die tiefe/stabilisierende muskulatur der halswirbelsäule wäre zusätzlich sehr empfehlenswert. das wirkt bei der lendenwirbelsäule wunder und wird gerade an der hws auch untersucht.
joggen mit korrekter kopfhaltung (und aufrechtem brustkorb) ist kein problem.
tschüss
matthias
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Elisabeth, leider haben wir sowas feines hier nicht, und wenn könnte ich es mir niemals leisten. Deshalb fragte ich ja hier nach Möglichkeiten ohne Studio.
Ich denke eben, ich habe nur die Alternative entweder gar nichts zu machen oder selbst was zu versuchen.
Dass joggen so schädlich sein soll höre ich immer wieder, mag es aber nicht glauben. Mit entsprechenden Laufschuhen ist es ein sehr gesunder Ausdauersport. (NordicWalking wäre überhaupt nicht mein Ding, dann gehe ich doch gleich spazieren, was ich auch übrigens gerne tue. Nur ohne es walking zu nennen und ohne Stöcke. Aber wenn es jemandem gefällt, ungesund ist’s sicher nicht.)
nur schnell was zum Nordic Walking - mit normalem „Spazierengehen“ ist das nicht zu vergleichen, weil gerade durch die langen Stöcke viel mehr Muskelpartien im ganzen Körper trainiert werden. Vergleichbar den Crosstrainern im Fitnessstudio. Dass es was Komisches hat, so durch die Landschaft zu hampeln, seh ich ein )
Hast Du einen Physiotherapeuten in der Nähe, der Dir eventuell Übungen wenigstens mal zeigen könnte? Klar gibt es auch Bücher oder so zu dem Thema, aber mir wäre das schon zu riskant, das völlig ohne Kontrolle zu machen. Vielleicht hilft es ja auch, es sich einfach einmal von jemandem, der sich auskennt, zeigen zu lassen und die Übungen einmal unter Anleitung durchzuführen, auch wenn es bei ein zwei mal bleibt?
Ich wünsch Dir alles Gute und dass Du etwas für Dich findest, was Dir hilft.
Lieben Gruß,
Elisabeth
Hallo zusammen!
Ich kann nur unterstützen, was Matthias geschrieben hat. Habe selbst einen HWS-Bandscheibenvorfall und mir dieses Buch gekauft, nachdem meine Physiotherapeuting mit mir „so komische Übungen“ gemacht hatte, die allerdings wunderbar geholfen haben. Sie hat mit mir schon die Übungen aus dem McKenzie-Buch gemacht. Ich mache sie nun selbstständig regelmäßig und habe kaum noch Probleme. Auch gehe ich 3-4x die Woche joggen, allerdings auf Waldboden.
Gruß
Quirli