Hilfe, meine 12-jährige Nichte leidet unter einem Teil von ADS.
Es ist manchmal nicht mit anzusehen wie sie sich aufführt. Homöopathische Sachen schlagen nur immer kurzzeitig an. Mein Bruder
hat sich jetzt für Ritalin entschieden. Ich habe da so meine Bedenken wegen den Nebenwirkungen. Die Nichte bekommt derzeit eine Ergotherapie,
aber das hilft auch nicht so richtig. Hat jemand Erfahrung damit?
Hallo,
ist für dieses Brett eher ungewöhnlich meine Antwort, aber ich habe in diesen Bereichen schon einiges an Erfahrung.
Das mit dem Ritalin würde ich mir schnell und reiflich überlegen, dieses flux wieder abzusetzen. Denn es hinterlässt Schäden, die nicht oder nur sehr schwierig wieder gut zu machen sind.
Habt Ihr Euch schon einmal mit dem Thema Indigo-Kinder beschäftigt? Diese reagieren u.a. so wie Deine Nichte. Meine Empfehlung wäre: Ritalin weg und erst mal in der Literatur über die Indigo-Kinder etwas recherchieren, bzw. sich mit Gleichgesinnten zusammen zu tun. Es gibt viel mehr als man denkt. Leider ist dieses Thema noch nicht allzu weit verbreitet.
Falls Du Hilfestellung benötigst oder Fragen hast, sende mir bitte ein Mail.
Ich wünsche Euch allen die Kraft und Weisheit für die richtige Entscheidung!
Gela
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Hallo,
Laienfrage (bzgl. Ritalin bei ADS) - ist es denn üblich das Zeug überhaupt wieder abzusetzen ? Mir kommt die Entscheidung eher dauerhaft vor.
Gruss
Enno
Hallo Enno,
absetzen ist kein Problem.
Vorteil von Ritalin: man merkt, ob das Kind die Tablette heute morgen hatte oder ob nicht.
Es kann deshalb durchaus Sinn machen, ein Kind fuer wenige Tage oder Wochen Ritalin zu geben, die Wirksamkeit zu testen und dann zu entscheiden.
Viele praktizieren Ritalingabe so, dass es waehrend dem WE oder waehrend der Ferien (Kurz- und Langzeit) nicht verabreicht wird.
Ritalin wirkt nur (im gewuenschten Sinn) fuer mehrere Stunden. Danach fehlt der Effekt. Es wirkt auch nur, wenn die Diagnose richtig ist. Bei einem Kind, das kein ADS hat, wirkt Ritalin - wenn ueberhaupt bemerkbar - als Aufputschmittel. Daher wird jede verantwortungsvolle Ritalingabe Zeiten einschliessen, in denen total darauf verzichtet wird, um bei erneuter Gabe zu testen, ob die Wirkung noch besteht (z.B. 4-6 Wochen zu Schuljahranfang absetzen). Ausserdem wirkt Ritalin mit zunehmendem Alter nicht mehr, d.h. irgendwann, im Allgemeinen so um 16 Jahre herum, wird zwangsweise wegen Wirkungslosigkeit abgesetzt.
Gruesse, Elke
Danke,
Ausserdem wirkt Ritalin mit zunehmendem Alter nicht mehr, d.h. irgendwann, im
Allgemeinen so um 16 Jahre herum, wird zwangsweise wegen Wirkungslosigkeit abgesetzt.
das bezieht sich auf ADS „Jugendliche“, nicht auf den Normalo, der den Kaffeeersatz sucht *g* ? Ist das wirklich eine Frage des Alters oder eher eine der Einnahmedauer (letzteres könnte ich sofort nachvollziehen) ?
Gruss
Enno
Hallo Enno,
(schreiben wir heute ping-pong gegeneinander ?
)
das bezieht sich auf ADS „Jugendliche“, nicht auf den Normalo,
der den Kaffeeersatz sucht *g* ?
richtig
Ist das wirklich eine Frage
des Alters oder eher eine der Einnahmedauer (letzteres könnte
ich sofort nachvollziehen) ?
Nein, bezieht sich auf das Alter. Irgendwas aendert sich im Hirn
von Jugendlichen -> Erwachsenen und dann wirkt das Zeug einfach nicht
mehr so, wie es bei Kindern mit ADS wirkt. Viele Kinder wachsen ja
aus ADS raus (frueher dachte man, alle, aber dem ist nicht so, das
weiss man inzwischen), irgendetwas scheint sich als mit zunehmender
Reife im Hirn zu aendern.
Was die Wirkungslosigkeit ab einem gewissen Alter betrifft, ist es
voellig egal, ob ein Kind bereits ab dem 6. Lebensjahr
Ritalin bekommt oder erst am dem 12.
Der Koerper gewoehnt sich nicht an Ritalin, d.h. man muss nicht nach
laengerem Gebrauch die Dosis erhoehen. Der einzige Grund die Dosis
zu erhoehen liegt an der zunehmenden Groesse bzw. dem Gewicht des Kindes.
Gruesse, Elke
Hallo Enni
Als betroffener vater befasse ich mich schon länger mit diuesem Thema
Führende ADS Psychologen und Psychiater haben in einer Konsenserklärung unter anderenm geschrieben, dass „ADS Kinder einschwächerer und etwas anderer Stoffwechsel haben, als die Nornmgruppe“. Leider haben diese Ärzte nicht geschrieben, wie der zusammenhang dazu ist, auch weil die Hintergründe nicht Ihrem Fachgebiet entsprechen.
Neuere Forschungserkenntnisse scheinen die Ursachen dieser stoffwechselstörungen zu einem grossen Teil herausgefunden zu haben. Eine entsprechende Behandlung dieser organischen Störungen/Belastungen „normalisiert“ die Kinder zum grossen Teil.
Da aber die Ursachen nicht bei jedem Kind genau die gleichen sind, kann ich Dir auxch nicht sagen, wie seine persönliche Theraapie wäre. Mehrheitlich kommt man aber ôhne Mediklamente aus und wenn es trotzdem ein Medikament braucht, dann nur vorübergehend, bis die organische Belastung behoben ist. Der Vorteil dieser Therapie ist, dass sie einerseits die Ursachen bekämpft (was Ritalin nicht macht) und andererseits auch sonst gut für die Gesundheit des Kindes ist (manchmal haben die Kinder ja zusätzlich noch andere Problemchen zb mit der Verdaaung oder dem Stuhlgang).
Das einzige was ich dir anbieten kann ist ein Fragebogen, aufgrund dessen, man Indizien ablesen kann, wo es liegen könnte und die man dann konkret allenfalls untersuchen kann. Wenn u so ein Fragebogen möchtest, mail mich einfach an
Gruss
Beat
Kenn ich
Huhu Enni,
mein Sohn soll auch unter dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) leiden. Auch er soll die minimale Dosis Ritalin erhalten. Ich habe mich daraufhin schlau gemacht über dieses Medikament. In manchen Ländern ist es ganz verboten (etwa in Italien). In Deutschland darf es nicht an Kinder unter 6 Jahren oder an Erwachsene vergeben werden. Im Tierversuch zeigten Versuchsmäuse nach schon lang beendeter Untersuchung plötzlich Parkinson-Symptome. Letzteres ist gar nicht so überraschend, setzt Ritalin doch „irgendwie“ beim Dopamin-Haushalt im Gehirn an. Die exakte Wirkungsweise von Ritalin konnte mir bisher niemand aufzeigen, sie scheint unbekannt zu sein! Auch wurden Entwicklungsstörungen des Gehirns beobachtet.
Die Psychologin sagte, wir versuchen mal das Ritalin, und wenn es hilft, dann hat mein Sohn ADS … Purer Schwachsinn, denn ich habe mittlerweile rausgefunden, dass Ritalin bei fast allen Menschen „beruhigend“ und konzentrationsfördernd wirkt.
Langer Rede kurzer Sinn: In mein Kind kommt kein Nanogramm Ritalin!
Da gab es auch einen Artikel in einer Tageszeitung mit dem Titel „Das späte Zittern des Zappelphilipps“, in Anspielung auf die Parkinson-Erkrankung. Diesen Artikel findest du unter:
http://user.sireconnect.de/regina.konrad/index.html
Daher mein Rat, hör nicht auf die Psychologen oder Ärzte. So viele ADS-Kinder, wie wir angeblich haben sollen, kann es gar nicht geben! Es ist noch nicht mal erwiesen, dass ADS eine Krankheit ist.
Viele Grüße
Stefan
Hallo Enni,
ich kann verstehen, wie Du Dich fühlen mußt, wenn Du mit ansehen mußt, wie sich Deine Nichte manchmal verhält. Als ich während meines Studiums ein Praktikum in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gemacht habe, habe ich häufig ADS-Kinder gesehen. Es war schon herzerweichend anzusehen, welches Schicksal diese Kinder zum Teil haben, obwohl sie doch nichts dafür können und viele ganz liebe kleine Persönlichkeiten sind.
Was Ritalin anbelangt, so kann ich Dir aus dem, was ich weiß, versichern, daß es kein Teufelszeug ist. Das mit der Parkinson-Geschichte ist reichlich übertrieben. Bedenke doch bitte: Ich als Psychologe betrachte tierexperimentell gewonnene Erkenntnisse für den Menschen als nützlich. Also ist es für mich ein Warnhinweis, wenn sich solche Auswirkungen von Ritalin bei Mäusen gezeigt haben sollen. Das heißt, das man darüber mehr forschen muß. Denn erstens sind Mäuse keine Menschen und zweitens ist viel zu wenig darüber bekannt, als daß man sagen könnte, daß Ritalin generell zum Parkinson-Syndrom führt.
Vor ein paar Wochen habe ich einen Vortrag eines Neuropädiaters der Universität Kiel zum Thema ADS besucht. Diesen Vortrag habe ich im Psychologie-Brett zusammengefaßt. Er ist wahrscheinlich auch für Dich interessant, weil der Neuropädiater auch etwas über Ritalin gesagt hat und auch über die Parkinson-Geschichte befragt wurde. Du kannst das Posting hier nachlesen:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Zum Schluß möchte ich Dir eine ernstgemeinte Empfehlung geben: Dein Erschrecken über das Verhalten Deiner Nichte zeigt Dir doch, daß Deine Nichte sehr wahrscheinlich eine ernsthafte Störung hat. Diese Störung läßt sich nicht mit solchen Dingen wie homoöpathischen Mitteln oder Ergotherapie allein behandeln. Ritalin ist kein Heilmittel für ADS, aber es kann die Beschwerden deutlich lindern. Nicht bei allen Kindern, aber bei vielen. Du solltest abwägen, ob es im Interesse des Kindes nicht besser ist, bei einer solchen Störung über Deinen Schatten zu springen und dem Kind eine Chance für ein unkomplizierteres Leben zu geben. Risiken und offene Fragen gibt es immer und niemand kann Bedenken vollständig ausräumen. Ich bin nicht für einen breitgestreuten Ritalin-Einsatz. Ich bin aber dafür, Kindern, die sehr unter ADS leiden, diese Chance, die Ritalin ihnen geben kann, trotz möglicher Risiken zu geben. Wahrscheinlich hat sich Dein Bruder das dabei gedacht, als er sich seiner Tochter zuliebe für den Behandlungsversuch mit Ritalin entschieden hat. Ich denke, daß wir diese Entscheidung respektieren sollten.
Gruß,
Oliver Walter
Hallo Stefan,
Die Psychologin sagte, wir versuchen mal das Ritalin, und wenn
es hilft, dann hat mein Sohn ADS … Purer Schwachsinn,
nein.
denn
ich habe mittlerweile rausgefunden, dass Ritalin bei fast
allen Menschen „beruhigend“ und konzentrationsfördernd wirkt.
das stimmt nicht. Auf ein Kind, das nicht ADS hat, wirkt
Ritalin aufputschend.
Dass es viele Falschdiagnosen gibt, ist unbestritten. Aber
Ritalin ist das meist-erforschte Medikament (in Bezug auf
Nebenwirkungen) in der Kinderheilkunde. Weil es schon lange
benutzt wird (seit den 50ern - deshalb gibt es Langzeitstudien)
und weil es eben immer wieder umstritten ist.
Was Parkinsons betrifft, verweise ich auf Olivers Posting.
Gruesse, Elke
Ritalin?
Hallo!
Also eines ist Ritalin nicht: Ursachenbeseitigung!
Die Ursache ist individuell verschieden und muss bei
jedem Kind aufs neue herausgefunden werden.
Hier einige Ursachen die in Betracht kommen:
*Linkshändigkeit nicht beachtet (Kind muss mit rechts schreiben)
*Hochbegabung ( IQ >130)
*Mutter hat während der Schwangerschaft geraucht
*GEN-defekt, der die Glutathion-Konjugation unmöglich macht
*Latente Allergien, meist auf Lebensmittelzusätze
*Wohngifte
*Übertolerante Immunlage (erkennbar an der Blutgruppe AB+)bei
gleichzeitiger Giftexposition
*meistens findet man 2-3 Ursachen gleichzeitig
Jede einzelne der hier aufgezeigten Ursachen ist sehr leicht und
mit wenig Zeit und Geld feststellbar.
Wenn Psychologen, Psychiater und Lehrer besser ausgebildet würden,
dann bräuchte es keine kranken Kinder zu geben. Kinder sind schwach
und wehrlos und eignen sich hervorragend als Versuchskaninchen.
Die Pharmaindustrie macht Milliardenumsätze während die Kinder
immer weniger (!) und immer kränker werden!
Ein Skandal!
Gruß
Oliver-Michael
Dass es viele Falschdiagnosen gibt, ist unbestritten. Aber
Ritalin ist das meist-erforschte Medikament (in Bezug auf
Nebenwirkungen) in der Kinderheilkunde. Weil es schon lange
benutzt wird (seit den 50ern - deshalb gibt es
Langzeitstudien)
und weil es eben immer wieder umstritten ist.Was Parkinsons betrifft, verweise ich auf Olivers Posting.
Gruesse, Elke
Huhu 
Was die Wirkung von Ritalin auf „gesunde“ Kinder angeht, habe ich schon viel Widersprüchliches gelesen. Die einen sagen das, die anderen sagen das. Die Mehrzahl der Meinungen sagt, dass Ritalin auf alle Menschen beruhigend wirkt. Aufputschend wirkt es nur in den ersten Tagen der Medikation, weil sich der Körper noch an die Kokain-ähnliche Wirkung gewöhnen muss:
http://www.macalester.edu/~psych/whathap/UBNRP/add/w…
Ritalin ist hinsichtlich seiner Nebenwirkungen (Parkinson, langsamere Verknüpfung der Nervenzellen untereinander) tatsächlich gut erforscht. Nur leider kennt man immer noch nicht den genauen Wirkmechanismus im Gehirn. Man weiß nur, was das Ritalin macht (Dopamin), man weiß aber nicht, wie Ritalin dies macht.
Außerdem fällt auf, dass ADS fast ausschließlich Jungen befällt. Mädchen sind fast nie betroffen:
http://www.ads-kritik.de/MaedchenBild.htm
Für mich ist Ritalin nichts anderes als eine riesige Inszenierung der Pharma-Industrie!
Viele Grüße
Stefan
Huhu Oliver 
Was Ritalin anbelangt, so kann ich Dir aus dem, was ich weiß,
versichern, daß es kein Teufelszeug ist. Das mit der
Parkinson-Geschichte ist reichlich übertrieben.
Findest du das wirklich übertrieben? Wie oft wurden Expiremente an Mäusen gemacht im Vergleich zu dem Großexperiment an Kindern, das momentan weltweit läuft? Ich traue mich gar nicht, die Fälle von Parkinson am Menschen hochzurechnen …
Bedenke doch
bitte: Ich als Psychologe betrachte tierexperimentell
gewonnene Erkenntnisse für den Menschen als nützlich.
Bedenke bitte, dass ein Psychologe nur die „äußeren“ Wirkungen von Ritalin sehen kann. Die „inneren“ Wirkungen auf mikrobiologischer Ebene werden von Biologen und Neurologen erforscht. Daher sollten deren Erkenntnisse bei der Einschätzung der Nebenwirkungen eines Medikamentes nicht misachtet werden.
Also ist
es für mich ein Warnhinweis, wenn sich solche Auswirkungen von
Ritalin bei Mäusen gezeigt haben sollen. Das heißt, das man
darüber mehr forschen muß.
Und trotzdem befürwortest du die Gabe von Ritalin beim jetzigen Stand der Forschung?
Denn erstens sind Mäuse keine Menschen
Stimmt, ihr Gehirn ist nicht so komplex wie das des Menschen …
und zweitens ist viel zu wenig darüber bekannt, als
daß man sagen könnte, daß Ritalin generell zum
Parkinson-Syndrom führt.
Selbst wenn es nur in 1% der Fälle zu Parkinson führt, gehört es in meinen Augen vom Markt genommen und verboten (wie in Italien).
Ritalin ist kein Heilmittel für ADS, aber es kann
die Beschwerden deutlich lindern. Nicht bei allen Kindern,
aber bei vielen.
Warum also dann Ritalin geben? Soweit ich weiß, ist ADS bei Erwachsenen nur extrem selten bekannt. Offensichtlich heilt diese „Krankheit“ also fast immer von alleine aus. Sollte man zur Bekämpfung der Symtpome das Kind der Risiken aussetzen, die Ritalin im Tierversuch gezeigt hat?
Du solltest abwägen, ob es im Interesse des
Kindes nicht besser ist, bei einer solchen Störung über Deinen
Schatten zu springen und dem Kind eine Chance für ein
unkomplizierteres Leben zu geben.
Hmmm, sollte die Nichte nicht die geringste Dosierung an Ritalin bekommen? Der Fall ist also höchstens ein ganz leichter! Erst recht sollte daher die Gabe von Ritalin mehrfach überdacht werden.
Wahrscheinlich hat sich Dein Bruder das dabei
gedacht, als er sich seiner Tochter zuliebe für den
Behandlungsversuch mit Ritalin entschieden hat. Ich denke, daß
wir diese Entscheidung respektieren sollten.
Du glaubt gar nicht, wie meine Frau und ich von der Psychologin und auch von unserem Kinderarzt „überzeugt“ worden sind, wie toll das Ritalin wirkt! Ich bin jedoch Physiker und habe meine Doktorarbeit über funktionelle spektroskopische Kernspin-Tomographie geschrieben. Daher habe ich mich informiert, sogar meine damaligen Profs zu dem Thema befragt. Ja ich habe meinen Sohn sogar im Kernspin-Tomographen gehabt um die Metaboliten-Konzentrationen zu messen. Alles bestens! Vermutlich hat hier eine ähnliche Gehirnwäsche stattgefunden wie auch bei meiner Frau und mir stattfinden sollte …
Viele Grüße
Stefan
Hallo Stefan,
es ist übertrieben, weil falsch, daß Ritalin beim Menschen Parkinson verursacht. Wie Prof. Stephani referierte und so wie es auch mir bekannt ist, gibt es keinen Beweis dafür, daß Ritalin beim Menschen Parkinson verursacht. Gerade, weil Du erwähnst, daß Du wissenschaftlich ausgebildet bist, solltest Du es besser wissen, auf welcher Grundlage man Aussagen welcher Art machen kann. Statt dessen …
Ich traue mich gar nicht, die Fälle von Parkinson am Menschen
hochzurechnen …
… kommst Du mit Polemik. Was Du damit als Horrorszenario an die Wand malst, ist nicht einmal in Ansätzen erkennbar. Als verantwortlich handelnder Wissenschaftler würde man schreiben, daß es bisher zu wenig Erkenntnisse über die Langzeitfolgen der Ritalin-Medikation gibt und deshalb ein Risiko besteht.
Bei welchem Medikament gibt es kein Risiko? Selbst wenn es nachgewiesene Langzeitnebenwirkungen gäbe, die Parkinson ähneln würden, dann wäre es immer noch eine Frage der Risiko-Nutzen-Abwägung, so wie es beim Einsatz von beispielsweise Neuroleptika ist. Dein Standpunkt ist schlicht unausgewogen.
Was Du zu den Fachkompetenzen eines Psychologen schreibst,
Bedenke bitte, dass ein Psychologe nur die „äußeren“ Wirkungen
von Ritalin sehen kann.
ist bedauerlich. Ein guter Psychologe kennt sich auch in Physiologie und speziell Neurophysiologie aus.
Die „inneren“ Wirkungen auf mikrobiologischer Ebene werden von
Biologen und Neurologen erforscht. Daher sollten deren Erkenntnisse
bei der Einschätzung der Nebenwirkungen eines Medikamentes nicht
misachtet werden.
Es gibt bloß, so weit ich weiß, keine ausreichende Grundlage für Deinen Standpunkt.
Und trotzdem befürwortest du die Gabe von Ritalin beim
jetzigen Stand der Forschung?
Ja, so wie ich die Gabe von Neuroleptika befürworte, obwohl ich weiß, welche erschütternden Langzeitfolgen diese Medikamente haben können. Laß ich den Patienten jetzt mit 100%iger Wahrscheinlichkeit leiden oder in ein paar Jahren mit 15-20%iger? Es ist eine Risiko-Nutzen-Abwägung.
Denn erstens sind Mäuse keine Menschen
Stimmt, ihr Gehirn ist nicht so komplex wie das des Menschen
…
… was sowohl für oder gegen den Einsatz von Ritalin sprechen kann.
Selbst wenn es nur in 1% der Fälle zu Parkinson führt, gehört
es in meinen Augen vom Markt genommen und verboten (wie in
Italien).
Dann würdest Du auch die Neuroleptika vom Markt nehmen, denn die führen mit viel größerer Wahrscheinlichkeit zu schweren und unheilbaren Bewegungsstörungen, manche sogar manchmal zum Tod. Oder nimm andere Medikamente. Es ist gleichgültig, welche Du nimmst. Jedes Medikament hat Risiken. Wenn wir alle Medikamente mit möglichen und nachgewiesenen Risiken vom Markt nehmen würden, dann würde die Folge - nein, nicht die Verminderung des Leidens sein, sondern das größte Massensterben in der Geschichte der Menschheit. Medizin ist schwieriger, Stefan, als Du Dir vorstellst.
Warum also dann Ritalin geben?
Das habe ich geschrieben. Es besteht eine gute Chance, daß dieses Medikament Leiden vermindert und das Leben von Kindern unkomplizierter macht.
Soweit ich weiß, ist ADS bei
Erwachsenen nur extrem selten bekannt. Offensichtlich heilt
diese „Krankheit“ also fast immer von alleine aus.
Das dachte man früher. Denn die „Krankheit“ heilt nicht bei allen „aus“. Sie ändert oft nur ihre Form.
Sollte man zur Bekämpfung der Symtpome das Kind der Risiken
aussetzen, die Ritalin im Tierversuch gezeigt hat?
Auf der Grundlage meines und des Wissens der Experten, die ich bisher gehört und gelesen habe: ein klares Ja. Ritalin kann und sollte in begründeten Fällen verschrieben werden.
Hmmm, sollte die Nichte nicht die geringste Dosierung an
Ritalin bekommen? Der Fall ist also höchstens ein ganz
leichter!
Davon steht nichts in dem Ausgangsposting, daß der Fall ein leichter ist. Ich bitte Dich: Als wissenschaftlich Ausgebildeter solltest Du Deine Schlußfolgerungen besser aufgrund der Fakten ziehen und nicht aufgrund Deiner emotionalen Erregung, weil Du Vater eines ADS-Kindes bist.
Erst recht sollte daher die Gabe von Ritalin mehrfach überdacht
werden.
Jede Gabe eines Medikamentes sollte überlegt erfolgen.
Du glaubt gar nicht, wie meine Frau und ich von der
Psychologin und auch von unserem Kinderarzt „überzeugt“ worden
sind, wie toll das Ritalin wirkt! Ich bin jedoch Physiker und
habe meine Doktorarbeit über funktionelle spektroskopische
Kernspin-Tomographie geschrieben. Daher habe ich mich
informiert, sogar meine damaligen Profs zu dem Thema befragt.
Ja ich habe meinen Sohn sogar im Kernspin-Tomographen gehabt
um die Metaboliten-Konzentrationen zu messen. Alles bestens!
Seit wann beweist ein Fall, daß es in der gesamten Population so ist wie in dem einen Fall?
Überlege, wie Du Dich verhältst: Im Fall der Mäuse extrapolierst Du unsichere Befunde auf den Menschen und behauptest, es werde genau so stattfinden. Im Fall Deines Sohnes extrapolierst Du auf die gesamte Population von ADS-Kindern. Durch nichts ist das, was Du schreibst, gerechtfertigt.
Solltest Du nicht auch als Privatmann und Vater Deines Sohnes bei Deinen Schlüssen dasjenige bedenken, was Du als Wissenschaftler beachtest, und nicht hauptsächlich emotional handeln? Dafür haben wir doch nicht unsere Ausbildungen gemacht, damit wir im Privatleben alles vergessen, was wir beruflich für richtig halten.
Vermutlich hat hier eine ähnliche Gehirnwäsche stattgefunden
wie auch bei meiner Frau und mir stattfinden sollte …
Überzeugen kannst Du damit niemanden, der nachdenkt.
Gruß,
Oliver Walter
Hallo,
Ritalin ist hinsichtlich seiner Nebenwirkungen (Parkinson,
langsamere Verknüpfung der Nervenzellen untereinander)
tatsächlich gut erforscht.
das ist falsch. Die Behauptung, Ritalin verursache beim Menschen Parkinson, ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Siehe z.B.
http://www.swisstox.net/de/news_d.php?st_lang_key=de…
Selbst auf den Seiten, auf die Du hinweist, steht:
„The fact that MP [Methylphenidat, der Wirkstoff von Ritalin] is approved by the FDA for human consumption implies that side-effects are not severe enough to off-set the beneficial aspects of MP treatment for individuals with ADD/ADHD.“
Wessen ideologische Propaganda betreibst Du hier eigentlich?
Gruß,
Oliver Walter
Hallo,
das ist falsch. Die Behauptung, Ritalin verursache beim
Menschen Parkinson, ist wissenschaftlich nicht bewiesen.
Schreib’ das nicht mir, beschwere dich bei den Wissenschaftlern, die diese Ergebnisse gewonnen haben 
Glaub mir, liber Oliver, ich habe sehr viel Zeit mit Recherchen über Ritalin verbracht. Zeig mir bitte erstmal eine Studie, die belegt, dass ADS-Kinder nur auf Grund von Ritalin später als Erwachsene von ADS geheilt sind. ADS, sofern es eine Krankheit ist, verschwindet völlig von alleine, wenn man älter wird.
Wessen ideologische Propaganda betreibst Du hier eigentlich?
Lieber Olli, nur weil ihr Psychologen nicht wisst, wie ihr den ADS-Kindern mit normalen Mitteln beikommt, wollt ihr sie mit Chemikalien vollpumpen. Die Studien zeigen sehr wohl, wie schädlich Ritalin ist! Eher bist du es, der hier der Propaganda-Maschine der Pharma-Lobby zum Opfer gefallen bist!
Glücklicherweise gibt es vorsichtige Eltern, die sich informieren, bevor sie ihrem Kind diese Droge Ritalin geben.
Viele Grüße
Stefan
Hallo Stefan,
es ist übertrieben, weil falsch, daß Ritalin beim Menschen
Parkinson verursacht.
Im Tierversuch geschieht genau dies. Daher solltest du die Beweislast nicht umkehren. Vielmehr muss man jetzt annehmen, dass Ritalin auch beim Menschen Parkinson verursacht. Erst wenn eine Studie dies entkräften sollte, kann man wieder behaupten, dass Ritalin für den Menschen im Hinblick auf Parkinson harmlos ist!
Wie Prof. Stephani referierte und so wie
es auch mir bekannt ist, gibt es keinen Beweis dafür, daß
Ritalin beim Menschen Parkinson verursacht.
Es gibt auch keinen Beweis, dass es beim Menschen KEIN Parkinson verursacht. Wohl aber gibt es Hinweise darauf, dass dies bei Tieren geschieht!
Gerade, weil Du
erwähnst, daß Du wissenschaftlich ausgebildet bist, solltest
Du es besser wissen, auf welcher Grundlage man Aussagen
welcher Art machen kann.
Genau! Ich nehme die Ergebnisse der Tierversuche ernst. Du sagst, sie seien nicht auf den Menschen übertragbar. Wer ist also hier unwissenschaftlich? Wenn die Ergebnisse an Tieren nicht auf den Menschen übertragbar sind, warum quält man dann die Tiere und misbraucht sie für solche Versuche?
Ich traue mich gar nicht, die Fälle von Parkinson am Menschen
hochzurechnen …… kommst Du mit Polemik. Was Du damit als Horrorszenario an
die Wand malst, ist nicht einmal in Ansätzen erkennbar.
Ja, kann ja auch noch nicht, weil die Ritalin-Kinder von heute ja noch nicht erwachsen sind. Wir können in 20 bis 30 Jahren nochmal darüber diskutieren, ob Ritalin zu Parkinson führt oder nicht.
Als
verantwortlich handelnder Wissenschaftler würde man schreiben,
daß es bisher zu wenig Erkenntnisse über die Langzeitfolgen
der Ritalin-Medikation gibt und deshalb ein Risiko besteht.
Ja, da stimme ich dir zu! Und genau deswegen sollte man keinem Kind Ritalin geben, so lange die Langzeitfolgen nicht besser erforscht sind. Wie gesagt, es gibt auch Länder, die mit ihrer Bevölkerung vorsichtiger umgehen und Ritalin verboten haben! Das ist sicher nicht ohne Grund geschehen!
Bei welchem Medikament gibt es kein Risiko? Selbst wenn es
nachgewiesene Langzeitnebenwirkungen gäbe, die
Parkinson ähneln würden, dann wäre es immer noch eine Frage
der Risiko-Nutzen-Abwägung, so wie es beim Einsatz von
beispielsweise Neuroleptika ist.
Wie du selber geschrieben hast, bekämpft Ritalin in keiner Weise die Ursache von ADS, sondern lindert nur die Symptome. Die Kinder werden also ruhig gestellt, damit sie den Erwachsenen weniger Arbeit machen! Ein Medikament, das nur der Ruhigstellung dient, ohne die Ursachen zu bekämpfen, sollte überhaupt nur mit großer Vorsicht gegeben werden. Besonders dann, wenn weder die mikrobiologische Wirkungsweise bekannt ist, noch verlässliche Ergebnisse von Langzeitstudien vorliegen!
Dein Standpunkt ist schlicht unausgewogen.
Das findest du. Ich halte deinen Standpunkt für eine Gefährdung unserer Kinder!
Was Du zu den Fachkompetenzen eines Psychologen schreibst,
Bedenke bitte, dass ein Psychologe nur die „äußeren“ Wirkungen
von Ritalin sehen kann.ist bedauerlich. Ein guter Psychologe kennt sich auch in
Physiologie und speziell Neurophysiologie aus.
Interessant, ich wusste gar nicht, dass Psychologen in der Entwicklung von Medikamenten eine so bedeutende Rolle einnehmen. Ich dachte bisher immer, das wäre eine Domäne von Biologen, Medizinern und Chemikern.
Es gibt bloß, so weit ich weiß, keine ausreichende Grundlage
für Deinen Standpunkt.
Dazu sage ich jetzt nichts mehr. Wer will denn den Kindern Ritalin geben, obowhl verlangsamte Netzwerkbildung im Gehirn und Parkinson-Symptome im Tierversuch aufgetreten sind? Erstmal muss jetzt gezeigt werden, dass dies beim Menschen nicht auftritt …
Ja, so wie ich die Gabe von Neuroleptika befürworte, obwohl
ich weiß, welche erschütternden Langzeitfolgen diese
Medikamente haben können. Laß ich den Patienten jetzt mit
100%iger Wahrscheinlichkeit leiden oder in ein paar Jahren mit
15-20%iger? Es ist eine Risiko-Nutzen-Abwägung.
Das erklärt einiges. Du scheinst sehr abgehärtet zu sein, was die Vergiftung von Menschen mit Medikamenten angeht. Nur muss man dazu sagen, dass diese Menschen wirklich sehr krank sind und dass sich ihre Krankheit von alleine nicht bessert. Dagegen heilt ADS völlig aus!
Es ist schon ein seltsamer Zufall, dass Erwachsene Ritalin nicht einnehmen dürfen (s. Beipackzettel) und dass es bei Erwachsenen auch keine ADS-Fälle gibt …
Selbst wenn es nur in 1% der Fälle zu Parkinson führt, gehört
es in meinen Augen vom Markt genommen und verboten (wie in
Italien).Dann würdest Du auch die Neuroleptika vom Markt nehmen, denn
die führen mit viel größerer Wahrscheinlichkeit zu schweren
und unheilbaren Bewegungsstörungen, manche sogar manchmal zum
Tod. Oder nimm andere Medikamente. Es ist gleichgültig, welche
Du nimmst. Jedes Medikament hat Risiken.
Die armen Menschen, die damit vollgepumpt werden, können sich ja oft gar nicht dagegen wehren. Bei Ritalin hingegen hat man die Möglichkeit, einfach „nein“ zu sagen!
Das habe ich geschrieben. Es besteht eine gute Chance, daß
dieses Medikament Leiden vermindert und das Leben von Kindern
unkomplizierter macht.
Das ist ein wichtiger Punkt! Ritalin macht das Leben von Kindern unkomplizierter. Besonders für die Erwachsenen, die mit „zappeligen“ Kindern nicht umgehen können! Wo sollen denn die ganzen ADS-Kinder in der aktuellen jungen Generation herkommen? Warum hatte unsere Generation kein ADS, und die unserer Eltern? Ein Krankheitserreger ist es ja offenbar nicht, sondern wohl nur eine Entwicklungsstörung des Gehirns. Seltsam, dass die gerade jetzt unsere Kinder befällt …
Soweit ich weiß, ist ADS bei
Erwachsenen nur extrem selten bekannt. Offensichtlich heilt
diese „Krankheit“ also fast immer von alleine aus.Das dachte man früher. Denn die „Krankheit“ heilt nicht bei
allen „aus“. Sie ändert oft nur ihre Form.
Tut mir leid, das klingt irgendwie so, als wärst du ein Psychologe auf der Suche nach Kundschaft …
Auf der Grundlage meines und des Wissens der Experten, die ich
bisher gehört und gelesen habe: ein klares Ja. Ritalin kann
und sollte in begründeten Fällen verschrieben werden.
In begründeten, schweren Fällen mag das der Nutzen das Risiko wirklich überwiegen. Aber Ritalin scheint mittlerweile als Standardmittel für zappelige Kinder etabliert zu sein: „Wir geben mal Ritalin und schauen, wie das Kind drauf reagiert.“
Ich bitte Dich: Als wissenschaftlich
Ausgebildeter solltest Du Deine Schlußfolgerungen besser
aufgrund der Fakten ziehen und nicht aufgrund Deiner
emotionalen Erregung, weil Du Vater eines ADS-Kindes bist.
Ich bin nicht Vater eines ADS-Kindes. Eine Psychologin hat ein paar Tests gemacht und dann beschlossen, dass mein Sohn ADS haben soll. Ein anderer Psychologe kommt zu einem völlig anderen Ergebnis. Und was ist unwissenschaftlicher? Die Ergebnisse von Tierversuchen zu ignorieren oder die Ergebnisse von Tierversuchen ernst zu nehmen?
Überlege, wie Du Dich verhältst: Im Fall der Mäuse
extrapolierst Du unsichere Befunde auf den Menschen und
behauptest, es werde genau so stattfinden.
Wenn man die Tierversuche rechtfertigen möchte, dann muss man ihre Ergebnisse auch ernst nehmen …
Im Fall Deines
Sohnes extrapolierst Du auf die gesamte Population von
ADS-Kindern.
Ich habe gar nicht auf die gesampte Population extrapoliert. Ich habe gesagt, wie es bei meinem Sohn war, sonst nichts. Hoffentlich hast du die Vorträge über Ritalin etwas aufmerksamer verfolgt. Ansonsten kannst du in meinen Links ja nochmal alles nachlesen 
Solltest Du nicht auch als Privatmann und Vater Deines Sohnes
bei Deinen Schlüssen dasjenige bedenken, was Du als
Wissenschaftler beachtest, und nicht hauptsächlich emotional
handeln?
Das habe ich! Alle sagten, mit Ritalin geht es meinem Kind besser. Also war ich schon drauf und dran, mein Kind zu vergiften. Dann hat mir mein Kopf gesagt, dass ich mich besser nochmal informiere. Und das Ergebnis der Entscheidungsfindung ist, dass mein Kind kein Ritalin bekommen wird!
Vermutlich hat hier eine ähnliche Gehirnwäsche stattgefunden
wie auch bei meiner Frau und mir stattfinden sollte …Überzeugen kannst Du damit niemanden, der nachdenkt.
Vielleicht kann ich aber jemanden überzeugen, der vor denkt und nicht erst wartet, bis es für seine Kinder zu spät ist!
Viele Grüße
Stefan.
Hi Stefan,
Glaub mir, liber Oliver, ich habe sehr viel Zeit mit
Recherchen über Ritalin verbracht. Zeig mir bitte erstmal eine
Studie, die belegt, dass ADS-Kinder nur auf Grund von Ritalin
später als Erwachsene von ADS geheilt sind. ADS, sofern es
eine Krankheit ist, verschwindet völlig von alleine, wenn man
älter wird.
glaub mir, jeder Erwachsene mit ADD wird diese Deine Worte mit Entsetzen lesen! Klar gibt es auch Kinder bzw Jugendliche, die aus ADD ‚rauswachsen‘, klar gibt es Erwachsene mit (meist unbehandeltem und unerkanntem) ADD, die mit ihren Eigenarten gelernt haben, umzugehen. Aber erzaehl doch bitte keinem Menschen, dass Erwachsene kein ADD haben koennen!
Ich hab vor kurzem nen Buch gelesen, ‚Driven to Distraction‘. Absolut empfehlenswert. Auf Deutsch ‚Zwanghaft zerstreut‘. Der (amerikanische)Autor behandelt ADDler, viele auch mit Ritalin, und sehr viele Erwachsene, und hat auch selbst ADD. Sehr viele interessante Berichte ueber Erwachsene, deren Lebensqualitaet durch Ritalin SEHR verbessert wurde. Aber auch sonst sehr, sehr interessant zu lesen.
Ueber Ritalin kann ich leider nichts sagen, weil ich mich damit nicht auskenne, aber meine Laienmeinung waere (wie auch in anderen Faellen): erhoehte Lebensqualitaet vs Risiken abwiegen.
Wenn ein Kind sich ‚daneben‘ benimmt, sollte ihm nicht Ritalin gegeben werden, damit es die Eltern nicht mehr so nervt. Sollte das Kind aber extrem unter ADD LEIDEN, muss man sich entscheiden, ob man es weiter leiden laesst, oder eine Besserung seelisch und physisch einen solchen Unterschied in der ‚Lebensqualitaet‘ macht, dass es fast unverantwortbar waere, es weiter leiden zu lassen. In dem Fall wuerde ich das Risiko eingehen. Es besteht ein RISIKO (was ich nicht unterschaetzen will) auf Parkinsons etc, nicht eine GARANTIE.
Gruss, Isabel
Hi Stefan,
Glaub mir, liber Oliver, ich habe sehr viel Zeit mit
Recherchen über Ritalin verbracht. Zeig mir bitte erstmal eine
Studie, die belegt, dass ADS-Kinder nur auf Grund von Ritalin
später als Erwachsene von ADS geheilt sind. ADS, sofern es
eine Krankheit ist, verschwindet völlig von alleine, wenn man
älter wird.glaub mir, jeder Erwachsene mit ADD wird diese Deine Worte mit
Entsetzen lesen! Klar gibt es auch Kinder bzw Jugendliche, die
aus ADD ‚rauswachsen‘, klar gibt es Erwachsene mit (meist
unbehandeltem und unerkanntem) ADD, die mit ihren Eigenarten
gelernt haben, umzugehen. Aber erzaehl doch bitte keinem
Menschen, dass Erwachsene kein ADD haben koennen!
Mit ADD kenne ich mich nicht aus. Die Psychologin hat mir erklärt, dass nach ein paar Jahren Ritalin-Gabe mein Sohn geheilt sein würde. Ansonsten müsste ich warten, in der Pubertät ginge ADS von alleine weg. Ich kann also nicht sagen, dass aus dem Zappeln als Kind das Zerstreutsein als Erwachsener wird. Ist da überhaupt schon mal ein Zusammenhang festgestellt worden?
Theoretisch müsste ich mich da jetzt reinhängen und rumsuchen. Aber da meine Frau und ich uns ja schon gegen Ritalin für unser Kind entschieden haben, sehe ich dafür eigentlich kein Notwenidgeit mehr.
Ich hab vor kurzem nen Buch gelesen, ‚Driven to Distraction‘.
Absolut empfehlenswert. Auf Deutsch ‚Zwanghaft zerstreut‘. Der
(amerikanische)Autor behandelt ADDler, viele auch mit Ritalin,
und sehr viele Erwachsene, und hat auch selbst ADD. Sehr viele
interessante Berichte ueber Erwachsene, deren Lebensqualitaet
durch Ritalin SEHR verbessert wurde. Aber auch sonst sehr,
sehr interessant zu lesen.
In Deutschland darf Ritalin Erwachsenen nicht verschrieben werden. Und das ist auch gut so, sonst hätten ja auch viele Deutsche plötzlich ADD 
Viele Grüße
Stefan
Mit ADD kenne ich mich nicht aus. Die Psychologin hat mir
erklärt, dass nach ein paar Jahren Ritalin-Gabe mein Sohn
geheilt sein würde. Ansonsten müsste ich warten, in der
Pubertät ginge ADS von alleine weg.
Und Du behauptest oben, Du hättest Dich gründlich über ADS informiert?? ADD ist nur eine der englischen Abkürzungen für ADS!!! Komm mir nicht damit, daß Du Dich informiert hättest, wenn Du Dich nicht informiert hast.