also, mein Nachtschweiß, über den wir hier schon gesprochen haben, scheint sich mit dem EBV zu begründen! Hatte im Frühjahr eine fiese vermeintliche Virusgrippe, die sich labortechnisch aber doch als EBV entpuppt hat!! Doc sagt, jetzt geht nix mehr, das kann man nun nicht mehr behandeln. Leukozyten seien noch erhöht, aber aktuell liegt ja keine Erkrankung/Entzündung vor. Soll in 2 Monaten nochmal zur Kontrolle kommen!!
Nun meine Frage: was kennt Ihr über EBV?? Wer hat Tips bzw. kann mir ohne Fachchinesisch genau erklären, was das jetzt wieder für´n Zeuch ist!?!?
wenn du bei google EBV und Drüsenfieber eingibst, dann findest du eine ganze Menge Informationen. Die Erkrankung wird auch als Pfeiffersches Drüsenfieber bezeichnet.
Ich will dich nicht entmutigen, aber nach Erfahrungen in der Bekannt-/Verwandtschaft kann sich das Ganze einige Monate hinziehen. Es ist oft mit Müdigkeit, Erschöpftheit etc. verbunden. Da hilft nur schonen und einen Gang zurückschalten. Über die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten kann ich dir aber leider keine Auskunft geben, ist nicht mein Metier.
leider kann man da gar nichts machen - da es ein Virus ist, kann man nicht mit Antibiotika gegenlenken. Das gesamte Lymphsystem wird vom Virus befallen, geschwollenen Lymphknoten, eine geschwollene Milz und Leber sind die Folge. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, „Grippe“-Gefühl immer wieder und für eine längere Zeit. Auch wenn mal eine Zeit Ruhe war, kannst du plötzlich wieder für einen Tag Fieber bekommen. Es dauert leider manchmal bis zu einem 3/4 Jahr.
Wenn du viel und ausgiebig Sport treibst, solltest du beim Hausarzt einmal deine Milz und Leber per Ultraschall untersuchen lassen. Bei vielen ist die Milz (in der Akutphase) sehr stark vergrößert - ein plötzlicher Druck, Schlag oder Überanstrengung kann sie zum Platzen bringen. OK, kommt sehr selten, aber doch mal vor.
bei mir ging’s im März dieses Jahres los: rasende Kopfschmerzen, höllische Gliederschmerzen - eigentlich tat alles weh. Die Lymphknoten in der Leiste waren geschwollen und schmerzten. Ich lag einen Tag, dann schleppte ich mich zum Hausarzt, welcher das EBV-Virus feststellte. Man konnte medikamentös gar nichts machen - außer abwarten.
Ich lag noch eine Woche, in der ich dachte, die schlimmsten Schmerzen meines Lebens zu haben. Ich konnte mich zu nichts aufraffen, mich weder geistig noch körperlich anstrengen. Davon hatte mir mein Arzt auch dringend abgeraten wegen der (in anderen Postings bereits erläuterten) möglichen Nebenwirkungen wie Milzriss, Hirnhautentzündung und anderer leckerer Sachen.
Nach einer Woche konnte ich schon wieder halbwegs schmerzfrei agieren, jedoch war ich immer noch völlig unkonzentriert und konnte weder privat zu irgend etwas motivieren, noch konnte ich meine Arbeit ordentlich ausführen. Dieses Auf und Nieder (ich hatte ja zwischendurch mal wieder Hochphasen) dauerte ungefähr 3 Monate an. Seit Juni / Juli kann ich sagen, es geht wieder aufwärts und ich bin wieder ganz die Alte. Aber zeitweise hatte ich wirklich das Gefühl, eine Persönlichkeitsveränderung durchgemacht zu haben, was - wie mir bestätigt wurde - wirklich auf diese Krankheit zurückzuführen war.
Ein also nicht ganz so harmloses Virus, mit dem nicht zu spaßen ist!!
Ich wünsche dir alles Gute,
EBV steht für Ebstein-Barr-Virus und gehört zur Gruppe der Herpes-Viren. Das Virus, ein rundes Partikel von ca. 120-300 nm Durchmesser enthält eine lineare, doppelsträngige DNA (172000 Basenpaare) in einem Kapsid mit ikosahedraler Symmetrie aus 162 Kapsomeren. Das Kapsid ist von einer Hülle umgeben. Diese enthält Glycoproteine, die als Spikes aus der Hüllmembran hervorstehen. In unseren Breiten ist fast jeder über 25 Jahren mit EBV infiziert. Das EBV befällt vor allem die B-Lymphozyten. Kommt es zum Ausbruch der Krankheit, spricht man von infektiöser Mononukleose oder vom Pfeifferschen Drüsenfieber.