Schmerzen im Muskel oberhalb der linken Gesäßhälfte, strahlt gelegentlich in den linken Oberschenkel, lässt sich durch auch Vordrücken des Beckens hervorrufen. Tritt zumeist nach längerem Sitzen auf. Gelegentlich auch nach rechts strahlend, aber dort kaum spürbar. Ab und an ist das linke Bein gefühlsmässig anders als das rechte ( Taubheitsgefühl ). Lendenwirbelbereich dann auch schmerzhaft bei Dehnbewegungen. Ist auch selten morgens nach dem Aufstehen da.
Untersuchungen: eigentlich alles incl Kernspi., ohne zielführenden Befund, Bandscheibenvorfall ist auszuschließen.
Massnahmen: Fango, Massage, Strom, Krankengymnastik, ohne Besserung.
Wer weiß Rat?
Hallo Günter,
auch wenn ich keine Ferndiagnosen stelle, so sieht das doch nach einer sog. pseudoradikulären Schmerzsymptomatik aus. Möglicherweise noch ergänzt durch eine Blockade des ISG-Gelenkes.
Bei erstgenanntem ist es eine degenerative Veränderung der sog. Facettengelenke. Dies sind die Gelenke der Wirbelkörper untereinander. Hier hilft eine Injektion (ebenso wie in das ISG-Gelenk -der Übergang von Wirbelsäule zum Becken-) mit Lokalanaesthetikum mit Corticoid.
Gruß, Jürgen
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Hallo!
Was hältst Du in so’nem Fall von Chiropraktik?
Gruß Peter
Hallo Peter,
nix 
Ich denke, zum überwiegenden Teil sind es hier die pseudoradikulären Beschwerden und hier schadet die CP mehr, als sie nutzt.
Bei einer echten Blockade (und NUR einer Blockade) kann man dies probieren, aber bei einem degenerativen Prozeß -> s.o.
Gruß, Jürgen
Hallo!
Was hältst Du in so’nem Fall von Chiropraktik?
Gruß Peter
Hallo!
Bei degenerativen Gelenkbeschwerden, auch im Bereich der LWS, kann man einiges mit Akupunktur hinbekommen.
Viele Krankenkassen zahlen das inzwischen.
Liebe Grüße,
Marcus
Tipps/Erfahrungswerte zu ISG-Beschwerden
Hi Günther.
Das sieht bei Dir nach ISG-Beschwerden aus - ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe eine ähnliche Symptomatik.
Das ISG (Ileosacral-Gelenk) ist der Übergang des Kreuzbeines zum Dambein. Es ist ein so genanntes „rudimentäres“ Gelenk - soll heißen, in der Funktion soll es eine starre Verbindung bilden (die Gelenkflächen sind aufgerauht). Ganz verknöchert ist es nicht, da bei Gebährenden sich dieses Gelenk etwas weiten kann. Man hat also normalerweise minimal Spiel in diesem Gelenk.
Bei einseitiger Fehlbelastung, bedingt durch Humpeln z.B. oder durch eine Beinlängendifferenz und damit einhergehenden Beckenschiefstandes (es gibt das auch nach vorn oder nach hinten!!!) werden diese Beschwerden ausgelöst. Vor allem auch im Winter, da sich die sehr starken Muskeln an dieser Stelle gerne mal in Verbindung mit einer temporären Fehlbelastung verkrampfen.
Ich habe vier Tipps für Dich:
a) Wenn Du keinen Druckschmerz an dieser Stelle hast, sondern nur einen ausstrahlenden Schmerz, papp Dir ein ABC-Pflaster ‚drauf und gehe ca. 1-1,5Std. spazieren. Dabei solltest Du auf ein Gangbild achten, bei dem die betroffene Seite gestreckt wird. Hmmm … so ähnlich wie Models auf dem Cat-Walk.
b) Besorge Dir eine vernünftige Diagnose. Es muss bei Dir ausgeschlossen werden, dass Du eine anatomisch bedingte Beinlängendifferenz und/oder Beckenschiefstand hast; degenerativ scheint bei Dir ja nichts in gange zu sein.
c) GANZ wichtig!!! Gehe zu einem Krankengymnasten/Physiotherapeuten (die können auch gute Diagnosen stellen).
Denn gemäß dem Grundsatz „Bei Kampf zwischen Knochen und Muskel siegt immer der Muskel“ sind Deine Beschwerden mit hoher Sicherheit krankengymnastisch behandelbar(Ärzte haben meiner Erfahrung nach das ISG gar nicht so richtig auf der Pfanne, sie vernachlässigen es).
d) Was hast Du in letzter Zeit vorwiegend für Bewegungen gemacht?
Mach‘ Dir Gedanken darüber und sag’ das dem Krankengymnasten/in.
Vielleicht bist Du ja auch innerlich verkrampft? Stress? Wäre auch eine Möglichkeit.
Fazit:
Du bist sehr wahrscheinlich in einem Schmerzkreislauf, der möglichst bald durchbrochen werden sollte, damit die Verkrampfungen nicht chronisch werden. Wärme ist daher gut (im Winter und bei nicht-entzündlichen Vorgängen), eine gleichförmige Bewegung (am besten in Kombination) und einfache krankengymnastische Übungen.
Das alles gilt nur DANN, wenn bei Dir sicher andere, krankhafte Veränderungen ausgeschlossen werden können!!!
Ich bin keine Ärztin, sondern „NUR“ Patientin.
ISG-Beschwerden sind im Winter aber nicht selten.
Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen.
Ahoi
Claudia
Zusatz: Tipps/Erfahrungswerte zu ISG-Beschwerden
Achso, nochwas.
Spritzen können helfen, kurzfristig den Schmerzkreislauf zu durchbrechen.
Allerdings solltest Du mittel- und langfristig Übungen machen, sonst treten die Beschwerden nach einiger Zeit wieder auf.
Also solltest Du auf jeden Fall Deinen Lebenswandel in Bezug auf körperliche Aktivitäten kritisch unter die Lupe nehmen.
Claudia
Danke für die Hinweise.
Ich habe auch unter www.biokinematik.de weitere Hinweise gefunden.
Stress ist auszuschließen, da es auch in völlig ausgeglichenen Situationen aufgetreten ist.
Spritzen lassen will ich nur, wenn es sein muß.
KG habe ich angefangen und werde mal einen Physiotherapeuten aufsuchen.
Nochmals danke.