Salopp gesagt, handelt es sich wohl um Altersdemenz.
Danke euch für die Tipps und die Ermutigung. Meine Mutter ist mit 92 noch ganz gut zuwege, auch körperlich. Der schleichende geistige Verfall ist wohl die "normale" Altersdemenz, laut Aussage des Arztes, kein Alzheimer (soweit man das eben sicher feststellen kann). Man unterhält sich mit ihr sehr schön, verabschiedet sich und sie bekennt, zart errötend: "Nun habe ich schon wieder ganz vergessen, worüber wir gesprochen haben..." :-) Sie hat Schwierigkeiten, ihre Kinder und Enkelkinder zu sortieren, zuzuordnen, auseinanderzuhalten, vergisst ganze Abschnitte ihres Lebens, immer wexelnd, und bevorstehende Ereignisse, z.B. Friseur gehen, Besuch einer Adventsfeier, vergisst sie fast noch während man davon spricht. Morgens ist sie meistens recht klar, zum Abend hin wird sie immer verwirrter, sie hat auch Tage, da wirkt sie vollkommen hilflos und desorientiert. Es ist sehr kräftezehrend, sie sozusagen aufrechtzuhalten. Manchmal ist mir, als nährte sie sich - unabsichtlich und unbewusst natürlich - von meiner eigenen Lebenskraft. Na ja, noch geht's, aber ihr Zustand wird ja eher schlechter als besser, und das macht mir etwas Sorge...
Gruß,
Eva