Ich habe neulich gehört, dass man sehr wohl verdursten kann, obwohl man schnee ist (z.B. bei Lawinwenunglücken). Weiss jemand ob das stimmt, und wenn ja, warum das so ist???
danke schon jetzt für Aufklärung dieser Annahme
der NF
Ich habe neulich gehört, dass man sehr wohl verdursten kann, obwohl man schnee ist (z.B. bei Lawinwenunglücken). Weiss jemand ob das stimmt, und wenn ja, warum das so ist???
danke schon jetzt für Aufklärung dieser Annahme
der NF
hallo,
soweit ich weiss besteht schnee aus destilliertem wasser, das keine mineralien mehr hat.
das problem mit dem trinken von destilliertem wasser verursacht die osmose der zellen. und genau da komme ich ins schleudern mit der begründung:
es geht dabei um die halbdurchlässigen zellwände, die zwar wasser durchlassen, aber die mineralien nicht. da mineralien immer danach streben, sich zu verdünnen, müssten die zellen sich eigentlich voll wasser pumpen. soweit ich weiss ist aber der effekt genau umgekehrt: das wasser geht aus den zellen raus.
ohjee! das profunde halbwissen…
vielleicht kann da mal jemand versierteres die begründung liefern…?
liebe grüße
von
burkhard
soweit erstmal danke für die Antworten, wobei ich mir die Begründung mit dem destiliierten Wasser nur schwer vorstellen kann. Es hiess ja, dass man dennoch verdursten kann, aber mineralienentzug ist ja nicht gleich „verdursten“, oder??
naja, vielleicht schaut ja auch mal ein mediziner ins forum
so long
NF
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Ich habe neulich gehört, dass man sehr wohl verdursten kann,
obwohl man schnee ist (z.B. bei Lawinwenunglücken).
Also: Genickbruch, Inneres Verbluten, Ersticken und Erfrieren und ähnliches kann einem in einer Lawine schon passieren. Aber Verdursten??? Dazu müßte man ja erst einmal paar Tage in der Lawine überleben …
Siehe dazu auch:
"Bei einer vollständig verschütteten Person beträgt die Überlebenswahrscheinlichkeit nach 15 Minuten noch 92 Prozent. Die übrigen Opfer sterben an mechanischen Verletzungen. Zwischen 15 und 35 Minuten reduziert sich die Überlebenswahrscheinlichkeit auf 30 Prozent. Als Faustregel gilt, dass nach 30 Minuten mindestens die Hälfte der Verschütteten tot ist. Nach 45 Minuten dürften mindestens dreiviertel tot sein. Die Verschütteten ersticken, sofern sie sich keine Atemhöhle schaffen konnten.
90 Minuten nach der Verschüttung lebt nur noch, wer eine Atemhöhle hat.
Nach 120 Minuten sterben fast alle Opfer an Unterkühlung und langsamen Ersticken. "
(http://www.ifyouski.de/avalanche/nivologie/)
Das mit dem Verdursten in der Lawine halte ich für ein Märchen. Ansonsten: Natürlich kann man von Schmelzwasser leben. Woher sollte man im Winter im Gebirge das Wasser sonst hernehmen?
Ciao R.
Nachtrag
soweit erstmal danke für die Antworten, wobei ich mir die
Begründung mit dem destiliierten Wasser nur schwer vorstellen
kann.
geht mir genauso. Hast Du schon einmal mit Schmelzwasser gekocht? Von „destilliert“ kann da keine Rede sein …
Ciao R
lawinenopfer
hallo,
interessant ist, dass die leute in der lawine wohl völlig die orientierung verlieren und sich teilweise, wenn sie denn in der lage dazu sind, nach unten buddeln statt nach oben.
grüße
burkhard
danke christian,
sehr interessant!
gruß
burkhard
interessant ist, dass die leute in der lawine wohl völlig die
orientierung verlieren und sich teilweise, wenn sie denn in
der lage dazu sind, nach unten buddeln statt nach oben.
Deswegen sollst du auch erst einmal spucken, um zu sehen, wohin die Sache fliegt - und da ist dann unten! 
Gruß
Falke
hi…
also ich kann mir erstens mal nicht vorstellen, dass schnee aus destilliertem wasser besteht, da es solches ja in der natur nicht gibt, oder warum stellt man das dann extra für industrie etc her?! sollte ich jetzt immer schnee schmelzen für mein bügeleisen?! egal…zum zweiten nimmt man extrem wenig wasser auf, wenn man schnee ist…taut mal einen eimer voll schnee da bleibt nur sooooooo wenig wasser übrig…
trotz alle dem denke ich auch, dass lavinenopfer wohl eher an anderen dingen sterben als an exsikose d.h. vertrocknung…
gut, dass wir mal drüber gesprochen haben 
lieben gruß
YVE
Hi Burkard,
interessant ist, dass die leute in der lawine wohl völlig die
orientierung verlieren und sich teilweise, wenn sie denn in
der lage dazu sind, nach unten buddeln statt nach oben.
da könnte man doch ein nicht ganz mit Wasser gefülltes und verschlossenes Röhrchen mitnehmen und an Hand der Oberfläche (die, wie der Name ja sagt, immer oben ist) feststellen, in welche Richtung man buddeln muss. Oder irre ich?
grüße
burkhard
zurück,
Anja
soweit erstmal danke für die Antworten, wobei ich mir die
Begründung mit dem destiliierten Wasser nur schwer vorstellen
kann.geht mir genauso. Hast Du schon einmal mit Schmelzwasser
gekocht? Von „destilliert“ kann da keine Rede sein …
Bevor mir jemand unterstellt, ich würde dieser Meinung sein: Ich bin nur auf die Sache verdursten mit aqua dest. angesprungen.
Meine Erfahrungen bzgl. negativer Folgen durch Verzehr von Schnee beschränken sich auf das Wissen, das ich als fünfjähriger erwarb: Iß niemals Schnee von Kuhweiden und wenn sie noch so verschneit sind 
Gruß,
Christian
hallo yve,
also ich kann mir erstens mal nicht vorstellen, dass schnee
aus destilliertem wasser besteht,
müsste aber eigentlich. der schnee ist doch kondensierter wasserdampf, ist er nicht? beim destillieren bringt man doch eine flüssigkeit zum verdampfen, kühlt den dampf ab und das, was sich niederschlägt ist das destillat… wenn im schnee mineralien drinne sind, dann vielleicht durch die luft, durch die die schneeflocken nach unten sinken oder durch die der wasserdampf nach oben steigt.
andererseits bin ich ethnologe und kein physiker. ich lasse mich da gerne belehren…
grüße
burkhard
Forscher Shackelton überlebte fast 2 Jahre lang ohne Verbindung zur Außenwelt am Pol - und hat sich und seine Männer nur mit geschmolzenem Schnee ernährt!
„Der Norweger Amundsen hatte gerade den Südpol erreicht und damit das britische Empire beschämt. Shackleton wollte, um die Ehre der Krone wiederherzustellen, als erster Mensch den gesamten antarktischen Kontinent überqueren. Doch das Schiff „Endurance“, das Shackelton und seine zwei Dutzend Begleiter zur Antarktis bringen sollte, fror unterwegs ein und wurde vom Eis zerquetscht. Ein zweijähriger Kampf ums Überleben begann.“
Also sooo giftig kann der Schnee nicht sein - wenn auch in unseren Breiten wohl mehr Dreck drin sein durfte, als Wasser! 
Gruß
Falke
hallo falke,
Deswegen sollst du auch erst einmal spucken, um zu sehen,
wohin die Sache fliegt - und da ist dann unten!
unten könnte auch das gesicht sein… aber in dem moment ist einem der schnodder im gesicht vielleicht nicht ganz so wichtig…
denkt sich
burkhard
hallo anja,
da könnte man doch ein nicht ganz mit Wasser gefülltes und
verschlossenes Röhrchen mitnehmen und an Hand der Oberfläche
(die, wie der Name ja sagt, immer oben ist) feststellen, in
welche Richtung man buddeln muss. Oder irre ich?
müsste hinhauen, wenn das wasser nicht im röhrchen gefriert. vielleicht eine salzlösung oder so nehmen.
das gleiche soll übrigens auch für das tauchen gelten. wo man doch immer denkt, man merkt, wo oben ist.
grüße
burkhard
hallo falke,
Forscher Shackelton überlebte fast 2 Jahre lang ohne
Verbindung zur Außenwelt am Pol - und hat sich und seine
Männer nur mit geschmolzenem Schnee ernährt!
sie werden aber wohl was zu futtern gehabt haben, oder? vielleicht pinguin an see-elefantenragout oder walzunge im möwenmantel. (nord- oder südpol?)
manche leben sogar von luft und liebe…
grüße
burkhard
Iß niemals Schnee von Kuhweiden und wenn
sie noch so verschneit sind
Darauf sag ich nur: Mahlzeit!
)
Gruß
Falke
Hallo Anja!
Ich fürchte, daß es da unten ganz „schön“ dunkel ist… Ob Du da Dein Röhrchen richtig siehst wage ich zu bezweifeln!
Gruß Peter
Hi
da könnte man doch ein nicht ganz mit Wasser gefülltes und
verschlossenes Röhrchen mitnehmen und an Hand der Oberfläche
(die, wie der Name ja sagt, immer oben ist) feststellen, in
welche Richtung man buddeln muss. Oder irre ich?
Tja, du kannst Dir auch in die Hose pinkeln. Dann weisst Du auch, dass dort wo das Ganze hinläuft, unten ist. Wenn Du Dich dann auch noch bewegen kannst, dann bist Du sowieso ziemlich nah an der Oberfläche. (Unter einer dicken Schneeschicht buddelt sich niemand mehr selbst frei. Du kannst dann froh sein, wenn Du noch atmen kannst.)
Ein weiterer Vorteil dieser Orientierungsmethode: Ein Suchhund tut sich leichter. Daher kommt auch der Rat, den man beim „Lawinentraining“ erhält, als Retter nie und nimmer auf das Lawinenfeld zu pinkeln - und wenn es noch so dringend ist 
Ciao R.