Hallo Enno,
Hunger ist die Empfindung, die da ist, wenn ich nachweislich längere Zeit nichts gegessen habe. Dann setzt man sich zum Tisch (oder auch nicht) und isst. Dann achtet man nicht auf "Gelüste" sondern stillt seinen Hunger. Punkt.
Appetit ist etwas, das sich einstellt, wenn es von irgendwoher herrlich nach Essen riecht. Dann bekomme ich Appetit, obwohl ich vorher grad was gegessen habe. Ich "dürfte" ja gar keinen Hunger haben, hab ich auch nicht, aber ich hab einfach Appetit auf dieses oder jenes, nach dem es gerade so duftet.
(man kann es vielleicht auch das Nicht Funktionieren der natürlichen Nahrungsaufnahmeregulation nennen).
Unterfraktionen davon sind: Frustfresserei, Heißhunger, komische Gelüste, z.B. Schokolade, gleich darauf Salami und zum Drüberstreuen ein Stück Kuchen, daraufhin vielleicht ein Gulasch usw. "Appetit" auf alles mögliche ohne zwingende Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme zwecks Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen.
Wenn ich z.B. krank bin (oder Kummer habe), dann bin ich manchmal schon ganz schwach und zittrig und weiß (aus Erfahrung) ich sollte jetzt "eigentlich" etwas essen, aber mir schmeckt absolut nichts, es reizt mich nichts = ich habe keinen Appetit.
Die "gesündeste Variante" ist: Hunger mit einem gesunden Appetit. Mein Magen ist leer, ich setz mich zum Essen und erfreue mich an wohlschmeckendem Essen, esse es mit Genuss und Freude und sage nachher: Das hat mir jetzt geschmeckt.
Ich hoffe, ich konnte das halbwegs klar rüberbringen.
Grüße
Irene
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