Re: Folgeprobs bei Herpes Zoster
hallo karin,
das ist ein wichtiges problem, das du da ansprichst. die große gefahr bei der zoster neuralgie ist nämlich, dass es chronisch wird.
von homöopathischen mitteln halte ich dabei nicht so viel, dass mag daran liegen, dass ich nicht so gut informiert darüber bin.
zum ersten:
bei neuralgien (nervenschmerzen) wirken KEINE üblichen Schmerzmittel (Paracetamol, Aspirin, Novalgin, d.h. sogenannte periphere Analgetika)
bei der Postzosterneuralgie (der Nervenschmerz bei/nach Gürtelrose):
setzt man eine 3er Kombination folgender Wirkstoffe ein:
1.) Amitriptylin (z.B. Amineurin, Novoprotect,...)
2.) Gabapentin (zB. Neurontin)
3.) Opioid (z.B. Tramadol am besten in Kombination mit MCP-Tropfen gegen die begleitende Übelkeit)
die Therapie sollte 6-12 Monate durchgeführt werden.
Das ist die Empfehlung der Schmerztherapie (ich hatte erst vor kurzen diese Therapieempfehlung von einem Schmerztherapeuten der Charite bekommen.
Jetzt wirst du sicher denken, das ist ja ne chemische Keule. Recht hast du, die Frage ist nur, will man das Risiko auf sich nehmen bzw. erhöhen, den Schmerz nie mehr loszubekommen. Sicher ist nämlich auch, desto länger nach dem Abklingen der Bläschen der Schmerz bleibt, desto schwieriger wird es ihn zu therapieren...
die Entscheidung kann dir niemand abnehmen, besprich das nochmal mit deinem Arzt.
gute besserung
YVE