Schulter/Oberarm

Von: , Frage gestellt am Mi, 17. Dez 2003

Hallo!
Ich habe vor 3 Jahren aufgehört aktiv Tischtennis zu spielen (4-5 x in der Woche). Nun spiele ich nur noch 1 x im Jahr (Weihnachtsturnier). Seid Dez.02 (vorher 1 Jahr Pause)habe ich Schmerzen im Oberarm und diesjahr03 konnte ich nur 3 Spiele machen, danach mußte ich auffhören, weil die Schmerzen stärker wurden. Ein Tag hielt es so an, jetzt ist es wieder so wie vorher, der normale Schmerz. Beim Arzt war ich auch schon, er schickte mich zum Röntgen, weil er Kalkablagerung annahm, dies hatte sich aber nicht bestätigt.
Das Röntgenbild war ohne Befund. Der Arzt meinte das geht von allein weg, nun ist aber schon 1 Jahr vergangen und verändert hat sich nichts. Was kann das sein und wie nun weiter?
Wer kann helfen?
Gruß Conni

14 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 7 Minuten 0 hilfreich
    Re: Schulter/Oberarm

    Hallo Conni,

    Deine Angaben sind sehr vage. Bei Beschwerdepersistenz empfiehlt sich eine Kernspintomographie - möglicherweise und befundabhängig gefolgt von einer Arthroskopie.

    Gruß, Jürgen [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 34 Minuten 0 hilfreich
      Re^2: Schulter/Oberarm

      Hallo!
      Beschwerden: Normale Bewegungen sind o.k., wenn ich den Arm nach oben durchstrecke, wie beim Balleinwurf zieht es im Oberarm, sowie auch seitliches Ausstrecken. Wenn ich Abends auf den Bauch einschlafe mit den Arm nach hinten ausgestreckt, werde ich von den Schmerzen geweckt. Das Anspannen der Muskulatur im Oberarm schmerzt, ähnlich wie beim Muskelkater. Hinter'm Rücken greifen Richtung LWS, zBsp. zum Kratzen, das bereitet mir Schmerzen und es ist immer ein starkes Ziehen, das danach bei normaler Haltung/Ruhigstellung wieder kurz darauf nachlässt. Kernspin kam für mein Arzt bisher nicht in Frage, weil wie schon geschrieben, er meinte es geht von allein weg.
      Gruß Conni

      • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
        Re^3: Schulter/Oberarm

        Hallo Conni,

        ich kann mich hier nur wiederholen - eine Ferndiagnose ist sehr schlecht möglich. Es könnte eine chronifizierte Bursitis, ein muskuläres oder auch ein ossäres Problem sein.
        Was ich nicht ganz verstehe - wenn Du seit 1 Jahr Beschwerden hast, die nicht besser werden, so hätte ich den Arzt (ist es ein Orthopäde ?) schon längst auf eine MRT gedrängt. Nötigenfalls wechsle den Arzt oder lasse den Verhalt stationär abklären.

        Gruß, Jürgen [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Schulter/Oberarm

          Hallo Conni,

          ich kann mich hier nur wiederholen - eine Ferndiagnose ist
          sehr schlecht möglich. Es könnte eine chronifizierte Bursitis,
          ein muskuläres oder auch ein ossäres Problem sein.
          Was ich nicht ganz verstehe - wenn Du seit 1 Jahr Beschwerden
          hast, die nicht besser werden, so hätte ich den Arzt (ist es
          ein Orthopäde ?) schon längst auf eine MRT gedrängt.
          Nötigenfalls wechsle den Arzt oder lasse den Verhalt stationär
          abklären.

          Gruß, Jürgen

          Hallo Jürgen!
          Danke für die Antwort. Ich habe immer vierteljährlich bei mein Hausarzt(Allgem.) der auch gleichzeitig mehr Chiropraktiker ist, ein Termin. Da ich großes Vertrauen in mein Arzt habe, wollte ich nie einen anderen besuchen, ich hatte ihn geglaubt, das die Beschwerden nachlassen. Er erkundigte sich bei jeden Termin auch, ging aber nicht weiter drauf ein, deshalb nahm ich an er wolle noch abwarten. Aber bei meinen nächsten Termin im Januar werde ich es in Angriff nehmen und ihn darauf ansprechen. Kann denn beim MRT z.Bsp. eine Entzündung festgestellt werden?
          Gruß Conni

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^5: Schulter/Oberarm

            Hallo Conni,

            eine Entzündung bietet im MRT ein protonenreiches Echo und kann somit selbstverständlich diagnostiziert werden.

            Das Vertrauen in Deinen Hausarzt wird ja nicht geschmälert und er wird sich auch keinen Zacken aus der Krone brechen, wenn er Dich zum Orthopäden überweist - dafür gibt es schließlich FACHärzte.

            Ich muss aber trotzdem nochmals nachhaken - jeder ist zwar seines Glückes Schmied, doch wenn in der Küche der Wasserhahn tropft, wird sofort repariert bzw. der Klempner gerufen. Wenn es aber um die eigene Gesundheit und das Wohlempfinden geht....Du hast seit 1 Jahr Beschwerden - nur so ein Gedanke.

            Gruß, Jürgen Hallo Jürgen!
            Danke für die Antwort. Ich habe immer vierteljährlich bei mein
            Hausarzt(Allgem.) der auch gleichzeitig mehr Chiropraktiker
            ist, ein Termin. Da ich großes Vertrauen in mein Arzt habe,
            wollte ich nie einen anderen besuchen, ich hatte ihn geglaubt,
            das die Beschwerden nachlassen. Er erkundigte sich bei jeden
            Termin auch, ging aber nicht weiter drauf ein, deshalb nahm
            ich an er wolle noch abwarten. Aber bei meinen nächsten Termin
            im Januar werde ich es in Angriff nehmen und ihn darauf
            ansprechen. Kann denn beim MRT z.Bsp. eine Entzündung
            festgestellt werden?
            Gruß Conni

    • Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
      verständnisfrage

      hallo!

      eines würde mich mal interessieren: wieso wird bei solchen (und
      ähnlichen) beschwerden sehr oft ein teures und aufwendiges verfahren
      zur diagnostik vorgeschlagen (und auch eingesetzt) wenn man weiss
      dass die zuverlässigkeit sehr gering ist?
      eine eingehende klinische untersuchung ist nach wie vor unschlagbar.

      das widerspricht doch den ganzen leitlinien die im gesundheitswesen
      gelten sollten (u.a. wirtschaftlichkeitsgrundsatz).

      tschüss

      matthias

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re: verständnisfrage

        Hallo Matthias,

        wo steht geschrieben und wer hat behauptet, dass eine MRT eine geringe Zuverlässigkeit besitzt ?
        Eine Kernspintomographie ist eines der mächtigsten und aussagekräftigsten Diagnosewerkzeuge - immer vorausgesetzt, der Bediener weiß es richtig einzusetzen und vor allen Dingen richtig zu interpretieren. Stelle Dir doch mal nur die Diagnosemöglichkeiten im Bereich der Neurologie/Neurochirurgie ohne MRT vor - da sähen wir aber ganz schön alt aus.
        Ich will nicht verschweigen, dass wir nicht alles sehen - so sind z.B. kleine Gelenkskapselverletzungen ohne Begleiterscheinung wie Hämatom u.s.w. sehr schwierig zu diagnostizieren und bleiben manchmal verborgen, da man eine dynamische MRT benötigen würde.
        Ich habe auch nirgends behauptet, dass auf die klin. Diagnostik verzichtet werden kann - im Gegenteil. Die MRT erfolgt doch erst NACH der klin. Diagnostik, um diese zu bestätigen oder zu ergänzen.
        Um den Gedanken der Wirtschaftlichkeit aufzugreifen - was ist Deiner Meinung nach teuerer: eine MRT mit meinetwegen nachfolgender OP und Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit des Patienten oder Krankschreibung mit ewig langem ziellosen Herumdoktern, ohne dass der Pat. wieder in den Arbeits- und Sozialprozeß eingegliedert werden kann ? (Beachte auch und vor allem die Volkswirtschaftlichkeit!)
        Ich gebe Dir allerdings in einem Punkt Recht - es ist sicherlich nicht jede MRT notwendig, doch stellt sich das oft erst hinterher heraus. Mir wäre es auch viel lieber, wenn ich mich auf die wesentlichen Fälle konzentrieren könnte.

        Gruß, Jürgen [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^2: verständnisfrage

          Hallo!

          Die geringe Aussagekraft von MRT z.b. bei Schulterproblemen wird hier
          schön dargestellt:
          "Abnormal findings on magnetic resonance images of asymptomatic
          shoulders", J Bone Joint Surg Am. 1995 Jan;77(1):10-5.

          Immer und immer wieder finden sich Untersuchungen an asymptomatischen
          Patienten bei denen man Teilrupturen und andere Veränderungen findet
          die aber eben keine Beschwerden haben.
          In der Praxis erlebt man aber sehr oft dass-sobald Beschwerden
          vorhanden-sind diese mit Auffälligkeiten im MRT gleichgesetzt werden.

          Bei vollständigen Rupturen ist MRT zu 100% zuverlässig; allerdings
          sind solche Rupturen klinisch auch wieder zu testen. Der Unterschied
          sind dann einfach mehrere hundert Euro die zusätzlich ausgegeben
          wurden.

          Da ich eben auch Ärzte kenne die primär die klinische Untersuchung in
          den Vordergrund stellen wundert es mich immer wie schnell manchmal
          zum MRT gegriffen wird nur um nachher irgendeine Auffälligkeit als
          Auslöser der Beschwerden zu erklären.

          Kann es sein dass in der Ausbildung den bildgebenden Verfahren mehr
          Beachtung geschenkt wird?-und wie stark "evidence-based" ist die
          Ausbildung ausgerichtet?

          Tschüss

          Matthias [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

          • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
            Re^3: verständnisfrage

            Hallo Matthias,

            ich will nur kurz auf Dein Posting eingehen, da diese Diskussion doch von der Ursprungsfrage, die Conni gestellt hat, stark abweicht.

            Ich kenne den von Dir u.a. Artikel und möchte nur zu bedenken geben, dass er von 1995 ist. Mittlerweile gibt es 3-Tesla-MRT's im Versuchsstadium und 2-Tesla-Geräte zum Kauf, so dass die Bildqualität um Potenzen besser geworden ist.
            Im wesentlichen bestätigst Du ja das von mir geschriebene, auch wenn Du dich nur auf Rupturen beziehst - es gibt wesentlich mehr, wie Du weisst. Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich jeden Tag Untersuchungen sehe, bei denen ich mich frage, warum diese angefordert wurden. Es mag durchaus so sein , dass es Kollegen gibt, die aus Unsicherheit, fehlender Zeit oder was-auch-immer schnell eine Überweisung ausstellen.
            Ich möchte trotzdem nochmals betonen, dass die klinische Untersuchung (ich kann hier natürlich nur für die Klinik sprechen, in der ich arbeite, bzw. meine pers. Erfahrungen einfliessen lassen) NICHT durch eine MRT ersetzt wird. Gerade im Zuge der Kostenreduzierung im Gesundheitssektor wird es immer weniger (auch notwendige) MRT-Untersuchungen geben. Nehmen wir doch mal an, Conni hätte ein Osteosarkom (Achtung Conni - das ist NUR eine Hypothese und hat mit Deinem Problem nichts zu tun), was ebensolche Beschwerden verursachen würde - was für eine Art der Diagnostik würdest Du vorschlagen ?

            Gruß, Jürgen Hallo!

            Die geringe Aussagekraft von MRT z.b. bei Schulterproblemen
            wird hier
            schön dargestellt:
            "Abnormal findings on magnetic resonance images of
            asymptomatic
            shoulders", J Bone Joint Surg Am. 1995 Jan;77(1):10-5.

            Immer und immer wieder finden sich Untersuchungen an
            asymptomatischen
            Patienten bei denen man Teilrupturen und andere Veränderungen
            findet
            die aber eben keine Beschwerden haben.
            In der Praxis erlebt man aber sehr oft dass-sobald Beschwerden
            vorhanden-sind diese mit Auffälligkeiten im MRT gleichgesetzt
            werden.

            Bei vollständigen Rupturen ist MRT zu 100% zuverlässig;
            allerdings
            sind solche Rupturen klinisch auch wieder zu testen. Der
            Unterschied
            sind dann einfach mehrere hundert Euro die zusätzlich
            ausgegeben
            wurden.

            Da ich eben auch Ärzte kenne die primär die klinische
            Untersuchung in
            den Vordergrund stellen wundert es mich immer wie schnell
            manchmal
            zum MRT gegriffen wird nur um nachher irgendeine Auffälligkeit
            als
            Auslöser der Beschwerden zu erklären.

            Kann es sein dass in der Ausbildung den bildgebenden Verfahren
            mehr
            Beachtung geschenkt wird?-und wie stark "evidence-based" ist
            die
            Ausbildung ausgerichtet?

            Tschüss

            Matthias



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!