Darmkrebs - Was tun nach der OP ?

Bei einem nahen Verwandten ist Darmkrebs festgestellt worden, der ca 2 cm groß etwa 11 cm vom After entfernt sitzt (und wohl auch nur dort lokal). Dieser soll jetzt operativ entfernt werden. Die Hoffnung ist, dass mit der OP alles entfernt ist. Die Voruntersuchungen haben auch keinen Hinweis auf Metastasen in anderen Organen ergeben.

Hat jemand Erfahrungen mit der Nachbehandlung eines solchen Eingriffs ? Ich habe gehört, dass man auf jeden Fall Chemo + Bestrahlung nutzen sollte, um (trotz der bekannten Nebenwirkungen der Medikamente) alle Risiken eines erneuten Ausbruchs auszuschliessen.

Gibt es spezielle Untersuchungen, die nicht standardmäßig von den Ärzten für Kassenpatienten angeboten werden ?

Gibt es spezielle Methoden / Ärzte / Medikamente, nach denen ess sich lohnt zu fragen ?

Wie kann man als Aussenstehender dem Patienten sonst noch helfen ?

Wie sieht es mit Sport aus ? Da gibt es wohl im Rahmen der Reha „Altengymnastik“. Sollte man mehr machen (Fahrradtraining oder ähnliches) ?

Danke schon einmal für Eure Hilfe.

Hi,

schau doch mal hier rein:
http://www.darmkrebs.de/

Das ist die Homepage der Burda - Darmkrebs - Stiftung. Du findest da eine Fülle an gut aufbereiteten Informationen und ein Forum für Patienten und Angehörige.

Viele Grüße - Sue

Hallo,

bei der beschriebenen Konstellation wird ein Teil des Mastdarms und des Dickdarms entfernt, in dem der Krebs sitzt. Das geschieht mit Sicherheitsabstand, um wirklich alles zu entfernen. Zusätzlich werden die Lymphknoten dieses Darmbereichs entnommen. Das ganze Material wird untersucht. Wenn es ein relativ früh entdeckter Krebs ist (keine Ausdehnung durch die gesamte Darmwand und kein Lymphknotenbefall) wird keine Strahlen- oder Chemotherapie vorgenommen. Bei einem ausgedehnteren Befall der Darmwand wird eine Strahlen- und Chemotherapie durchgeführt. Wenn der Tumor noch nicht so gross ist, aber schon befallene Lymphknoten vorliegen, wird nur eine Chemotherapie empfohlen. Sie sehen also, es hängt wirklich von der Ausdehnung des Tumors ab und die kann man erst nach der feingeweblichen Untersuchung genau festlegen.
Wahrscheinlich wird bei der Operation ein künstlicher Darmausgang angelegt, um Komplikationen zu vermeiden, in den meisten Fällen kann dieser Ausgang nach einer gewissen Zeit (8-12 Wochen) wieder zurückverlegt werden. Gelegentlich ist das aber nicht möglich. Auch das stellt man endgültig erst während der OP fest.
Ein spezielles Krankenhaus ist nicht nötig für die Behandlung. Die Operature sollten aber mit dieser Art Darmkrebs einige Erfahrung haben, um die während der Operation nötigen Entscheidungen schnell und sicher treffen zu können.
Behandlungen, die die Kasse nicht zahlt, gibt es viele. Keine dieser Behandlungen konnte jedoch bisher bei Krebs ihre Wirksamkeit beweisen. Sie sollten also genau überlegen, wofür sie zusätzlich Geld (und meist ist es nicht wenig) ausgeben.
Mit den besten Wünschen

Dr. J. Sauer
http://www.kolo-proktologie.de

Hallo,
ein sehr gutes Forum für Krebspatienten und deren Angehörigen ist der
Krebs-Kompass. Adresse http://www.krebs-kompass.de
Hier findet man alle Arten und Erfahrungsberichte von Krebspatienten. Rechtliches, Erfahrungen mit Chemo und Bestrahlung und so weiter.
Es gibt ein Leben nach den Krebs und dann merkt man, dass viele unserer sogenannten wichtigen Angelegenheiten nichts gegen das sind, was uns das Leben zu bieten hat.
Ich wünsche dem Betroffenen die Kraft zum Kämpfen, denn Krebs ist kein Todesurteil.
Gruß Peter

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