Liebe WWW-ler!
Seit März diesen Jahres habe ich ordentlichen Haarausfall, richtig büschelweise. Selbstverständlich bin ich als erstes zum Hautarzt gegangen und dann die ganzen Fachärzte durch. Keine wirklichen Ergebnisse (Ferritin zu niedrig, TSH an der Obergrenze, Androgene leicht erhöht, aber angeblich alles nicht so, dass es diesen massiven Haarausfall rechtfertigen würde). Nun nehme ich bereits seit Monaten Eisen, habe Vitamin B12 Spritzen bekommen, Zink sowieso. Da das Problem einige Monate nach einer Übersiedlung begonnen hat, habe ich sogar eine teure Hausstaubuntersuchung machen lassen - aber kein Ergebnis. Ausserdem hatte ich letztes Jahr zwei Trennungen, die ich sehr schlecht überstanden habe. Ich habe auch das Haarefärben fast ganz eingestellt, eine Pilzuntersuchung machen lassen (negativ), auf Schwermetalle untersuchen lassen (Quecksilber etwas erhöht, das wars aber auch schon Jahre vor dem Haarausfall). Mir fällt nichts mehr ein, und nachdem mir der (dritte) Hautarzt auch schon gesagt hat, das ist psychisch bedingt, habe ich den Ärztemarathon aufgegeben (war beim Endokrinologen, Gynäkologen, Dermatologen, Internisten. Ich habe auch auf Autoimmunerkrankungen, Borreliose, HIV testen lassen). Bis jetzt habe ich meinen Haarausfall nicht in den Griff bekommen. Die Haare sind auch sehr brüchig, ebenso die Fingernägel. Auch die Haut ist unrein. Ein Grossteil der Haare, die ich verliere, sind einfach nur abgebrochen. Das ganze ist diffus über dem Kopf verteilt. Ich bin weiblich, 39 Jahre alt, ohne irgendwelche Glatzköpfe auf väterlicher oder mütterlicher Seite. Fällt jemandem noch was ein? (ach ja, voriges Jahr wurde ich mehrere Monate lang mit Antidepressive behandelt - da hatte ich aber noch keinen Haarausfall. Diese habe ich seit Juni vorigen Jahres aber angesetzt). Ich bitte um Vorschläge! Vielen Dank.
Hi,
als ich Dein Posting gelesen habe ist mir spontan das Schmermetall Thallium eingefallen. Aber das wurde bei der Schwermetalluntersuchung wahrscheinlich schon überprüft?
Der zweite Gedanke ist der an Alopozie - Haarausfall in Kombination mit Hautproblemen. Im Alopezie-Forum
http://www.alopezie.foren24.com/website/
gibt es eine Seite die sich mit der psychischen Komponente des Haarausfalls beschäftigt.
http://www.alopezie.foren24.com/website/index.php?mo…
Es wird auch eine Studie der Berliner Charite zu dem Thema zitiert. Hier wurde im Tierversuch bewiesen, dass Stress Stoffe freisetzt die sowohl Haarausfall verursachen als auch die Qualität der Haare verschlechtern.
Vielleicht kann man Dir da weiterhelfen?
Viele Grüße - Sue
Mir fällt nichts mehr ein, und nachdem mir
der (dritte) Hautarzt auch schon gesagt hat, das ist psychisch
bedingt, habe ich den Ärztemarathon aufgegeben. Die Haare sind auch sehr brüchig, ebenso die
Fingernägel. Auch die Haut ist unrein.
Hallo Sue,
danke für die Antwort. Thallium wurde (auf meinen Wunsch hin) mituntersucht und ist auch vorhanden. Allerdings laut untersuchendem Spitalm Mass, dass es noch keine Vergiftungssymptome produzieren sollte. Ausserdem ist mir nicht klar, wo es herkommen sollte. Habe lange die Wohnung verdächtigt, in die ich gezogen bin, aber Thallium ist ja in Rattenvertilgungsmitteln enthalten und ich wohne im 2. Stock und nicht in einem Keller. Von der Nahrung her ist es mir auch nicht klar. Aber trotzdem nochmals danke für den Hinweis, der mir selbst auch gleich anfangs gekommen ist.
Hallo shewolf,
eine sorgfältige Auflistung von Vorgeschichte und Symptomen, wie du es hier machst, ist entscheidend für die wirkliche Ursachensuche, da man sich nicht mehr mit bereits Ausgeschlossenem verzettelt.
Zunächst einmal gelten Hormonstörungen unterschiedlicher Art zu den häufigsten Ursachen von Haarausfällen. Da die bereits untersuchten Kriterien, z. B. Schilddrüse, Androgene (PCO vom Gyn ausgeschlossen), Eisenstatus bei dir grenzwertig sind, können auch sie durchaus am Haarausfall beteiligt sein. Stress, Nikotin u.a. können ebenfalls den Hormonhaushalt verändern.
Biotin hast du noch nicht erwähnt.
Biotinmangel ist beim Menschen zwar äußerst selten. Mangelsymptome sind u.a. Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Glossitis (Zungen-Entzündung), Blässe, trockene, schuppige Dermatitis, Depressionen sowie bei lang dauerndem, schweren Biotinmangel auch Haarausfall (Alopezie). Rohes Eiweiß enthält Averdin, das Biotin zerstört.
Niedrige zirkulierende Biotinspiegel werden auch bei Alkoholikern, Patienten mit gastrointestinalen Störungen, bei Einnahme von krampfhemmenden Medikamenten, festgestellt.
Gruß, Renate
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo! Erst mal muß ich sagen, daß ich nachvollziehen kann, wie Du Dich fühlst…hatte mit Anfang 20 einen ganz schrecklichen Haarausfall, fast 2 Jahre lang überall gewesen und alles untersucht.
Die „netteste“ Antwort bekam ich nach stundenlangem Warten in der Uni-Klinik „Hier haben Sie eine Karte von einem Perückenstudio, das ist
gar nicht so schlimm heutzutage!“ (der Assistenzarzt hat diese Antwort
leider überlebt, weil ich nicht in den Knast wollte!!!) Geholfen hat
mir dann eine Thymus-Spritzenkur beim Heilpraktiker. Ich war total
nicht überzeugt, allein schon weil es teuer war, aber damals war es
das Geld wert. Alle Haare kamen toll wieder, mit Locken und mit Farbe,
hatte jahrelang kaum Erkältungen und meine Allergie war auch über drei
Jahre weg…
Hier jetzt die schnelle, billige Alternative: homöopathische Kügelchen
THALLIUM SULFURICUM D 12 (zwei mal pro Tag 5 Kügelchen)…es hilft
wirklich!!!
Viel Glück…ENNI
Hallo Enni,
vielen Dank für die Antwort! Bin schon am Ausprobieren…Liebe Grüsse, Shewolf