Hallo!
Mein Vati hat die Information für den Hausarzt erhalten und
kann damit nichts anfangen. Nun kann man die Handschrift vom Arzt
schlecht entziffern und hoffe das es richtig ist:
Diagnose/Status:
Mgeloseoliferatius Syndrom (mischzellige Mgelose)
gramulä.?.. thrombozyten
Milz 6-8 cm vergrößert
Leber 1 cm vergrößert
Leukozyten 20,6 ?
Bemerkung:
Sgrea (oder Syrea) nach Werten derzeit 4x2 Allo…? 100
Was ist das und ist es ernst zu nehmen?
Ist es heilbar? Ist das vererbbar? Ich würde gerne alles darüber wissen wollen. Bitte um nähere Information!
Danke Conni
Myelose oder die Sauklaue der Ärzte…
Hallo Conni,
eine Mgelose gibt es nicht, wohl aber eine Myelose bzw. myelotische Erkrankungen (von Anämie bis Leukämie). Ich werde mich hüten, hier irgendwelche Diagnosen zu stellen, deswegen nur ein wenig Dechiffrierhilfe…
Mgeloseoliferatius Syndrom (mischzellige Mgelose)
Myeloproliferatives Syndrom vielleicht?
gramulä.?.. thrombozyten
Granulozyten?
Sgrea (oder Syrea) nach Werten derzeit 4x2 Allo…? 100
Das ist vermutlich die Dosierung der Tabletten, die Dein Dad bekommt.
Was ist das und ist es ernst zu nehmen?
Eine Blutkrankheit ist immer ernstzunehmen.
Ist es heilbar? Ist das vererbbar?
Es hängt davon ab, was es ist… Auch wenn Du sofort alles wissen möchtest: laß uns erst einmal die Sauklaue des Docs entziffern, dann fällt eine Antwort bzw. gezielte Hilfestellung leichter.
Beste Grüße
Renee
Danke!
Hallo Renee,
die Sauklaue kommt hin,
ich habe es verglichen mit der Information.
Genau dieses Syndrom. Der Arzt meinte auch,
es wäre ein Art Leukämie, aber nicht näheres.
Und nun?
Gruß Conni
körpereigene abwehr & familie
Hallo Conni,
dieses Syndrom. eine Art Leukämie.
wär er auch mit einer leukozytose zufrieden oder ist ihm das nicht existentiell genug?
Und nun?
das gleiche wie bei jedem schnupfen: kuscheln, trösten, bemitleiden und einspannen. zuckerbrot anreich.
Gruß
Sorry, Biggi…
… aber ich frage mich wieder einmal, ob Du noch ganz dicht bist bzw. ob Du inzwischen völlig am Rad drehst. Eine mögliche Leukämie kannst Du nun einmal nicht wegkuscheln!
Gruß
Renee
Hallo Biggi,
ich finde es eigentlich nicht witzig und kann auch das nicht mit einen Schnupfen vergleichen. Eine Art Leukämie meinte der Arzt, deshalb nehme ich an, das diese zu behandeln ist, ich habe keine Ahnung, warum der Arzt nur von einer Art spricht.
Als Tochter mach ich mir ernsthaft Sorgen! Wahrscheinlich hast du nicht den ersten Artikel von mir gelesen.
Conni
Selbstbild & Zäsur
Hallo Conni,
ich kann das nicht mit einen Schnupfen vergleichen.
Was ist anders als sonst?
Eine Art Leukämie meinte der Arzt,
Was ist noch anders, als du es bei deinem Vater gewohnt bist? Er gehört dir nicht. Es ist sein Körper. Und er hat Gespräche geführt, bei denen du nicht dabei warst. Da sind Kontakte entstanden, aus denen er Vertrauen schöpft, das er im Moment zu anderen nicht hat. Dieses Vertrauen ergibt sich aus einem Informationsdefizit über isolierte Einzelmerkmale, die andere an ihm beunruhigen. So beunruhigen, dass sie in seinen Tagesablauf eingreifen, ihn zwingen, auf sie zu warten und ihr Fachchinesisch als Lösungsweg zu akzeptieren, ohne Aussicht auf Einfaches zu geben. So einfach, dass er sich schon bald wieder selbst helfen kann. Das ist ungewohnt und unberuhigend. Mir würde es jedenfalls so viel Angst machen, dass ich frühzeitig ausbrechen würde, um meinen eigenen Weg zu suchen.
deshalb nehme ich an, das diese zu behandeln ist,
Findet er neben dir Ruhe und Schlaf?
ich habe keine Ahnung, warum der Arzt nur von einer Art spricht.
Du bist eine Art Tochter, er hat eine Art Leukämie.
Als Tochter mach ich mir ernsthaft Sorgen!
Ja, du bist seine Tochter. Deine Sorgen sind ihm wichtig. EineArtLeukämie hat der Arzt zwischen Tür und Angel gesagt. Und was hast du davon, wenn dein Vater Leukämie hat? Wem nützt diese Diagnose? Ein Hirn kann „nicht“ nicht denken. Es hat also keinen Sinn, zu denken, dass es keine Leukämie ist. Höchstens das Umbewerten in ähnliche Bilder funktioniert nach dem initialen Schlagabtausch mit einem kompetenten Türsteher mit begrenztem Zeitbudget ohne Nicht-Leukämie-Erfahrung. Einer, der täglich Leukämie behandelt, sieht die überall. Wie ein Jäger, der seine Einzige überall wittert. OK? Falls du deinen Vater tatsächlich suggestiv stützen und nicht noch weiter runter ziehen willst, gib ihm was zum Verwechseln. Schnupfen zum Beispiel. Da kann er sich zwei Woche richtig quälen und hinterher sagen, dass es hart war, aber es ist nach zwei Wochen vorbei. Es sei denn, er braucht außerdem einen knackigen Lungenbefund, um sich neben dir ernst genommen zu fühlen. Monitoring macht´s möglich, kotz. Aber eine Therapie muss (urgs) er trotzdem genauso stereotyp durchziehen, auch wenn es EineArtLeukämie ist. Je später du einen Schnupfen ernst nimmst, umso eher musst du mit seinem Kippen in Extremstress rechnen. Egal welches Targetorgan dein Vater wählt. Ernst genug?
Herzlich,
Myeloproliferatives Syndrom
Hallo Conni,
nun, Renee hat ja schon gut vorgearbeitet. Myeloproliferatives Syndrom halte ich auch für die richtige Interpretation der immer wieder beeindruckenden Grafologie der Kollegen… 
So, die Frage „und nun“ ist berechtigt, aber mal so gar nicht leicht zu beantworten. Denn Myeloproliferates Syndrom bedeutet einen bestimmten Formenkreis aus den Erkranungen des Knochenmarks, wenn man keine eindeutige Diagnose stellen kann. Das zeigt auch schon in Klammern die Sache mit „mischzellige Myelose“, dass die Knochenmarks- bzw. Blutbilduntersuchung eine Veränderung von mehreren Typen der Blutzellen ergeben hat. Also nicht eindeutig die weißen Blutkörperchen wie bei der Leukämie oder nicht eindeutig nur die Thrombozyten (Blutplättchen).
Syrea enthält den Stoff Hydroxycarbamid. Es bekämpft als Zytostatikum überschießendes Wachstum von Zellen, spezialisiert auf Blutzellen. Laut Fachinformation des Herstellers wird es bei chronisch-myeloischer Leukämie, essentieller Thrombozythämie (Vermehrung der Blutplättchen und damit erhöhte Gerinnbarkeit des Blutes) und Polycythämia vera (wo alle 3 Linien der Blutbildung - weiße, rote Blutkörperchen und Blutplätthen vermehrt sind) eingesetzt. Also bei Krankheiten, die Teil des myeloproliferativen Syndroms sind.
Die Nebenwirkungen klingen schaurig, aber hier muss man abwägen, wovon Dein Vater stärker geschädigt wird - von der Grunderkrankung (wenn sie nicht behandelt wird) oder von den möglicherweise (nicht sicher) auftretenden Nebenwirkungen.
Deine Frage bzgl. der Vererbbarkeit ist nicht leicht zu beantworten. Außer für die CML (chronisch myeloische Leukämie) gibt es meines Wissens nach keine eindeutige Genveränderung bei anderen Erkrankungen des myeloproliferativen Syndroms. Natürlich kommen bestimmte Erkrankungen manchmal gehäuft in Familien vor, was die beharrliche Suche der Forscher nach Gendefekten zur „Vorhersage“ erklärt. Aber man kann natürlich nicht sagen, dass Du, Conni, jetzt auch in 20-30 Jahren sicher blutkrank wirst. Jedoch werden die sicher auch abgeklärt haben, ob Dein Vater diesen einen Gendefekt, der bei 80-90% der CML-Patienten auftritt hat, oder nicht und dann lohnt es sich, die Familie mit abzuklären.
Jetzt aber akut gilt es abzuwarten, wie Dein Vater auf die Medikamente anspricht. Gesunde Lebensführung und positives Denken unterstützen natürlich die Therapie. Sollte der Hausarzt noch ein wenig naturkundlich angehaucht sein, wird er sicher noch zu unterstützender Therapie bei chronischen Erkrankungen etwas sagen können.
Alles Gute,
Claudia
Hallo Claudia und Renee,
ihr mir sehr gut weitergeholfen und ich bedanke mich dafür!
Ich wünsche Euch einen guten Rutsch und alles Gute!
MfG
Conni
transaktives konfliktverhalten
Hallo Claudia,
ich finde es riskant, auf eine linksverschiebung primär zytostatisch zu reagieren. noch dazu mit der vermutung eines vorbestehenden, aber bioptisch noch nicht gesicherten herdes. irgendwann beamst du dann sein mark gen null und substituierst es mit fremdgewebe, um die hackordnung intrapersonal zu verändern. es ist sein körper, nicht der eines potentiellen spenders mit attraktiveren merkmalen.
MfG
Connie erbittet um Auskunft von Fachleuten.
Liebe Christine Salzer bist Du wirklich Aerztin ?
Sei mir nicht böse,beim Lesen Deiner Antworten habe ich immer ein unangenehmes Gefühl, wie wenn sich ein Privatmann als Polizist aufspielt.
Nur mit herumschmeissen von Fachausdrücken ist man noch lange nicht Meister.
meint der Handwerker
Fritz
a.d.Uw.