Gyn-Vorsorge ausreichend?

Hallo ihr Experten,

was sollte ein Gynäkologe alles untersuchen, damit ich „sicher“ sein kann, dass bei mir alles okay ist (bin 38)?

Ich habe wieder mal wegen Umzug den Arzt wechseln müssen und er war so schnell mit mir fertig, dass ich nach 10 Minuten wieder gehen konnte. Ich hatte keine Beschwerden, es war nur zur Vorsorge.

Was er gemacht hat?

  • zwei Abstriche
  • Tastuntersuchung
  • reingeguckt
  • Brust abgetastet

Früher gabs mindestens noch Ultraschall, aber das muss frau ja jetzt selbst bezahlen. Ist das anzuraten, auch wenn die Tastuntersuchung nichts Auffälliges ergeben hat?

Grüße
Trilli

Ultraschall
Hallo Trilli,
Ultraschall was?
Unterleib? - wurde bei mir noch nie ohne Grund gemacht.
als Ersatz fuer Mammographie (als Roentgenstrahlen)? Kenn mich bei deutschen
KVs nicht so aus, aber dachte, dass wurde auch erst ab 40 oder 45 bezahlt.
Gruesse, Elke

Hallo Trilli,

bin zwar kein Experte, aber ich hatte mich dasselbe gefragt und einfach meine Frauenärztin darauf angesprochen. Die sagte mir, die Krankenkasse hätte das Ultraschall bei der normalen Vorsorge noch nie bezahlt.

Sie hat dann aber einen Ultraschall mit mir gemacht, einfach so, nur, weil ich gefragt hab. Frag doch einfach mal nach bei Deinem neuen Arzt, vielleicht hast Du ja Glück!!

Ob das medizinisch notwendig oder sinnvoll ist, weiss ich aber leider auch nicht!!

Schöne Grüße,
Tonyfost

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Hallo zusammen! Als regelmäßige, in kurzen Intervallen zwangsläufig beim Gyn. auftauchende Pat. kann ich dazu nur sagen, dass das für mich völlig normal erscheint. Die übliche, jährlich von der gesetzl. Krankenkasse bezahlte Vorsorge sieht wirklich nicht mehr vor. Es sei denn, der Gyn. entdeckt bei der Tastuntersuchung einen Befund, den er dann mittels Ultraschall abklärt. Diese Ultraschalluntersuchung ist durch den Befund gerechtfertigt und wird ebenfalls von der KK übernommen. Dasselbe gilt für die Brustuntersuchung. In Deinem Alter wird eine Mammographie bzw. Mammasonographie nur dann übernommen, wenn der Arzt einen weiter zu verfolgenden Befund erhebt. Wenn der Abstrich eine bestimmte Pap-Stufe (nach seinem Erfinder Papanicolaou) übersteigt, wird der Arzt ebenfalls weiter tätig werden.In wieweit Du das (für Dich) auf Privatrechnung untersuchen lassen kannst, müßtest Du mit dem Arzt besprechen. Angelika
Mehr zum Pap: http://www.netdoktor.de/ratschlaege/untersuchungen/z…

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hi trilli,

es ist richtig, dass die ultraschalluntersuchung noch nie bestandteil der vorsoge war.
ich kenne ärzte, die meinen, dass sie die gebärmutter nicht gut tasten können (besonders bei frauen, deren gebärmutter nach hinten gekippt ist - normale variante, nix krankhaftes) und machen daher immer anstatt der tastuntersuchung die ultraschalluntersuchung.
es ist außerdem klar, dass man eine gebärmutter nie so gut durch tasten untersuchen kann, wie man das mit dem ultraschall kann. die frage ist, muss man das. wenn man beschwerden hat, unterleibstumoren in der familie hat oder einfach angst davor hat, ist es sicher sinnvoll. diese art der untersuchung schädigt nicht und hat viel aussagekraft (vorrausgesetzt es handelt sich um vaginalen ultraschall).
brustuntersuchung ist am sinnvollsten, sie selbst immer durchzuführen (nach anleitung durch den arzt), da man dann die eigene brust und ihre knotigkeit z.B. vor der Regel und andere macken kennt, kein arzt kann von seinen pat. die brüste kennen. klar wenn der tumor schon sehr groß ist, dann kann auch er ihn tasten.
wichtig finde ich bei einem gynäkologen auch, dass er raum gibt für persönliche frage und probleme, auch regelmäßig blutdruck mißt (frau geht ja in dem alter nicht ständig zum hausarzt blutdruck messen) und in der eingangsuntersuchung rötelntiter, Hb und vielleicht Eisenwerte mal bestimmt (im gebärfähigen alter).

lieben gruß
YVE

ich werde immer geultraschallt
Hallo,

sollte es am Ende daran liegen, dass ich privat versichert bin (danke, Papa), dass ich bei jeder Untersuchung ganz selbverständlich auch eine Ultraschalluntersuchung bekomme? Das wär ja mal wieder krass…

Gruß,

Wendy

Ja! owt
Gruß
mowei

Dankeschön!
Hallo Yve,

danke, das ist ja mal wirklich eine umfassende Antwort. Was ich sehr bemerkenswert finde, im Nachhinein, die haben mir auch Blutdruck gemessen, was meine Hausärztin, zu der ich mehrmals im Jahr gehe, nie macht (gehört das nicht zum Standard?). Aber die muss ich jetzt auch wechseln, weil ich ja in einer anderen Stadt wohne.

Grüße
Trilli

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hi,
schön, dass es dir weitergeholfen hat.
die hausärzte bekommen ein pauschalpreis für den kontakt zum patienten, in dem dann gespräch (bis 10min) und mal auf die lunge hören und in den hals schauen usw. mit drin ist. meines erachtens ist die blutdruckkontrolle wichtiger bestandteil und sollte schon mind. einmal im jahr vom hausarzt mit gemacht werden, pflicht ist das allerdings nicht. wenn man danach fragt, dann wirds bestimmt auch gemacht.
lieben gruß
YVE

Hallo,

aus eigener Erfahrung würde ich dir raten 1x im Jahr einen Ultraschall auf eigene Kosten machen lassen. Bei mir wurde das nicht regelmäßig gemacht: im März war ich damals zur Vorsorge, hopplahopp, das übliche Getaste, alles ok,…im August wurde ich an fortgeschrittenem Eierstockkrebs operiert.
Ich will niemandem Angst machen, aber so schnell kann’s gehen. Vielleicht wäre der Tumor 5 Monate vorher entdeckt worden.
Gruß
Ute

Dachte ich bisher auch. Jetzt bin ich seit einiger Zeit aber nicht mehr privat versichert. Trotzdem macht mein Gyn. jedesmal bei der Vorsorge einen Ultraschall. Vielleicht, weil ich mal über Beschwerden geklagt habe?

Gruß
Aia

privat versichert
hi,
in letzter zeit war es noch so, dass bei den privat versicherten ziemlich alles gemacht wurde, was man so machen und abrechnen kann. so auch natürlich ein vaginaler ultraschall, aber z.B. auch ein abstrich auf papillomaviren. papillomaviren (typ 16 und 18) können auslöser eines vaginalen- und gebärmutterhalskrebses (Zervixcarzinom)sein. diese untersuchung bezahlt die gesetzliche kasse nicht. und das „schönste“ bei der ganzen sache ist ja, dass die privat versicherten niedrigere beiträge zahlen, als die gesetzlich versicherten. aber genug geheult.
wie gesagt, es gibt viele gynäkologen, die, um selbst auf der sicheren seite zu stehen, auch ohne abrechnung einen ultraschall machen, also glück gehabt.
lieben gruß
YVE

Hallo Ute! Leider ist ein Ultraschall dabei auch keine wirkliche Garantie. Ovarial-Carcinome sind eine sehr hinterhältige Krebsart, denn sie werden auch bei sorgfältigster Untersuchung meistens erst dann erkannt, wenn die Patientin Beschwerden bekommt. Oder aber, als Zufallsbefund bei einer laufenden Operation. Angelika

patientenrecht & stress
Hallo,

aus eigener Erfahrung würde ich dir raten 1x im Jahr einen
Ultraschall auf eigene Kosten machen lassen. Bei mir wurde das
nicht regelmäßig gemacht: im März war ich damals zur Vorsorge,
hopplahopp, das übliche Getaste, alles ok,…im August wurde
ich an fortgeschrittenem Eierstockkrebs operiert.

hattest du im august den gynäkologen gewechselt? hast du die originalpräparate oder nur ihre schriftliche pathologische befundung? die unterstellung krebs ist ja doch sehr weitgehend. sogar bei schnellschnitt-intention.

Ich will niemandem Angst machen, aber so schnell kann’s gehen.

fließbänder haben ihre eigne geschwindigkeit. was hat sich in deinem leben so verändert, dass ein informationsdefizit von zelle zu zelle a la krebs so katastrophale folgen hatte? manchmal verändert sich ja auch „nur“ das konfliktverhalten so sehr, dass jeder arztbesuch zum biographischen supergau wird.

Vielleicht wäre der Tumor 5 Monate vorher entdeckt worden.

vielleicht gab es den tumor fünf monate vorher noch nicht.

Gruß.