seit ich im Oktober 2002 auf einem durchgehenden Pferd
gesessen habe, habe ich Schmerzen im unteren
Wirbelsäulenbereich. Mein Orthopäde meinte, es handele sich um
das Ilio (oder Ileo)-Sakral-Gelenk, das sich ausgerenkt habe.
Er hat mir Übungen gezeigt und Krankengymnastik verschrieben.
Leider haben die Übungen und auch die Übungen meiner Schwester
(die das gleiche Problem seit der Geburt ihrer zweiten Tochter
hat) bisher keine Besserung gebracht. Die Krankengymnastin hat
alles mögliche von Massagen bis zu Übungen versucht, aber auch
dies war nicht erfolgreich. Einzig eine spezielle Massage, in
der mein Beckenkamm leicht gegen die Wirbelsäule verschoben
wurde, hat Linderung gebracht.
Außerdem hatte ich eine zeitlang den Eindruck meine
Fahrradfahrerei (täglich ca. 2 Stunden zur und von der
Arbeit…) wäre ganz gut für den Rücken. Dann habe ich mir
aber neulich ein Mietauto genommen und bin eine längere
Strecke gefahren. Ich erlebte einen totalen Rückfall und das
Fahrrad fahren hat seitdem auch nicht wieder zur Besserung
beigetragen.
Ich kann damit leben, aber es ist schon recht unangenehm.
Längere Zeit in einer Position sitzen geht nicht ohne
Schmerzen und ich fühle mich total eingesteift.
Hat von Euch jemand noch eine gute Idee oder gute Erfahrungen
mit einer Methode gemacht?
Für jeden Hinweis dankbar
ist
Burkhard
Sehr geehrter Herr Leber,
Ich habe in solchen Fällen sowohl persönlich als auch von Patientenseite her sehr gute Erfahrungen mit einer Behandlung gemacht, die sich *OSTEOPATHIE* nennt.
Wenn Sie diesen Begriff in eine Internet-Suchmaschine eingeben, werden Sie genügend Websites der entsprechenden Fachgesellschaften mitsamt einer Liste von qualifizierten Therapeuten finden.
Dort werden Sie die Methode auch besser erklärt bekommen als ich es in diesem Rahmen kann.
Dieselbe Empfehlung gilt übrigens auch für die unter der Ihren stehende Anfrage von Wölkchen hinsichtlich eines „knackenden Kiefergelenks“.
Die Osteopathie ist in Ländern wie den USA, England, Frankreich, Holland und Belgien seit Jahrzehnten weit verbreitet und gut anerkannt (in Amerika führen z.B. viele Ärzte nicht den Titel „M.D.“ - = Medical Doctor -, sondern „D.O.“ - = Doctor of Osteopathy -; in Europa bedeutet „D.O.“ allerdings meines Wissens „Diplom in Osteopathie“).
In Deutschland hingegen gibt es erst seit wenigen Jahren entsprechende
Schulen für Ärzte und Physiotherapeuten, und die Methode ist noch nicht so sehr allgemein bekannt.
Auf jeden Fall sollten Sie daher bei der Auswahl eines Behandlers darauf achten, daß er seine Ausbildung bei einer qualifizierten Schule absolviert hat und z.B. den Titel „D.O.“ verliehen bekommen hat.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Stefan Müschenich