Schlaganfall - autofahren

hallo experten,

mein vati hatte vergangenen sommer einen schlaganfall- hat sich bestens davon erholt - die ärzte rieten ihm ca. 1/2 jahr auf keinen fall autobahn, großstädte oder sonstige ballungszentren selber anzufahren, danach müsse man schauen

das „schauen“ läuft jetzt darauf hinaus das er meint er wäre wieder voll fit - wogegen wir die familie schon defiziete in der reaktion merken und uns diesbezül. gedanken machen

er bringt nicht nur sich und seine frau in gefahr sondern ja auch andere menschen

wie bringt man so einem menschen bei, das er sich frahren lassen soll zumal immer jemand für sollche strecken für die beiden da ist, und sie sogar mit auto an den zielort gebracht werden, damit dort die kurzstrecken selber gefahren werden können

über einen rat in dieser richtung wäre ich sehr dankbar

gruß margret

Hallo,

wie bringt man so einem menschen bei, das er sich frahren lassen soll

überhaupt nicht, wenn er es nicht selbst einsieht. Autofahren ist ein Stück Freiheit/Selbstständigkeit für ihn, daß Du ihm mit vernünftigen Argumenten nicht ausreden wirst. Bleibt zu hoffen, daß der erste Baller, der ihn evtl. zur Vernunft bringt, nur Sachschaden produziert.

Gruss
Enno
*derauchsoeinenFallkennt*

danke Enno - das hoffen und die sorgen bleiben!

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Hi,

schwierig da Argumente zu finden, da er ja selber davon überzeugt ist wieder voll auf der Höhe zu sein.

Vielleicht wäre der Ansatz ihm vor Augen zu führen in welche moralisch, juristisch und finanziell wahnsinnige Situation er sich begibt wenn ein Unfall passiert und er wegen fahrlässiger Tötung / Körperverletzung / Sachbeschädigung vor dem Kadi landet - und nicht nur strafrechtlich belangt wird, sondern auch zivilrechtlich, das bedeutet finanziell, haften muß, denn die Versicherung wird den Schaden nicht regulieren.
Vorraussetzung wäre natürlich daß er „krankheitseinsichtig“ ist, also selber anerkennt daß er nicht fit genug ist um selber ein Auto zu fahren.

Vielleicht ist es hilfreich (und sogar der einzige Weg) daß ihr euch Schützenhilfe von einem Arzt holt. Dieser sollte ihm klar sagen daß er trotz seines subjektiv anderen Empfindens objektiv nicht in der Lage ist ein Auto zu führen.
Vielleicht zieht nach einer solchen Unterredung auch die oben angeführte Argumentation…

Alles Gute,

MecFleih

Hallo margret,

erkundige Dich mal beim Arzt, wo man Reaktionstests machen kann, das muß doch irgendwo machbar sein.

Überzeugen werden wohl nur harte Fakten.

Gruß
mowei

Hi,

erkundige Dich mal beim Arzt, wo man Reaktionstests machen
kann, das muß doch irgendwo machbar sein.
Überzeugen werden wohl nur harte Fakten.

Wobei noch zu bedenken ist, dass ein weiterer Schlaganfall jederzeit möglich ist. Allein dieser Umstand würde mich als Betroffene/n schon vor derartigen (selbst-)mörderischen Unternehmen wie ein Fahrzeug zu „führen“ zurückschrecken lassen…
Gruß,
Anja

Hallo,
ein Schlaganfall ist immer und bei jedem möglich. Wieviel höher die Wahrscheinlichkeit bei einer Person ist, die bereits einen Schlaganfall vor >=1/2 Jahr hatte, vermag ich nicht zu beurteilen, würde es aber intuitiv als unwesentlich gegenüber den offensichtlichen Reaktionsdefiziten einstufen. Mit „Vernunftargumenten“ erreicht man m.M. wenig. Die Person schätzt sich als gesund ein und wird auch einen evtl. schlecht ausfallenden Reaktionstest mit z.B. generellen Altersdefiziten wegdiskutieren. Wenn jmd. ein Patentrezept hat, wie man so jmd. das Autofahren ausredet, wäre ich froh, da ich sagen wir mal im näheren Bekanntenkreis selbst einen Fall habe, der neben der verminderten Reaktionszeit (die evtl. durch Fahrerfahrung und vorsichtigeres Fahren ansatzweise kompensierbar ist), noch krankheitsbedingt Muskelblockaden hat, die es nicht unwahrscheinlich erscheinen lassen, daß in einer kritischen Situation die Bremse nicht mehr betätigt werden kann. Z.Z. versuche ich über den/die EheparterIn Einfluß darauf zu nehmen, daß notwendige Fahrten durch andere erledigt werden - mit bisher sehr mäßigen Erfolg.

Gruss
Enno