Verhütung mit Spirale

Hallo Wissende,

nach Besuch bei meiner Frauenärztin war ich zunächst mal überzeugt davon, mir die Spirale einsetzen zu lassen. Technisch kein Problem, meinte die Ärztin nach Untersuchung.

Da ich mich gegen die Pille ausgesprochen hatte, weil ich nicht unbedingt meinen Körper mit Hormonen vollschütten will, wurden mir ausserdem als Alternativen mir ein Hormonring („lokale Wirkung“) oder ein Hormonpflaster (sehr viel schwächer) angeboten.

Habe mich dann bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) schlaumachen wollen und finde da die Information, dass es durch die Spirale ein erhöhtes Unfruchtbarkeitsrisiko gibt.

Jetzt bin ich verunsichert: davon hatte meine Ärztin nichts gesagt, nur von eventuell verstärkter Periode und etwas mehr Schmerzen bei der Periode.

Ist das Risiko, unfruchtbar zu werden, denn so hoch? Gibt es das auch bei den anderen Verhütungsmitteln? Wieso habe ich von dem Hormonpflaster und -Ring nichts in der Broschüre der BZGA gefunden? Was gibt es dazu zu sagen?

Freue mich über jede brauchbare Antwort, die bei einer Entscheidung weiterhelfen könnte.

Schöne Grüße aus Belgien
Uli

P.S.: 29, noch keine Kinder, aber durchaus irgendwann gewollt

Hallo Uli,

hier ist eine übesichtliche Infoseite zum Thema: http://www.m-ww.de/sexualitaet_fortpflanzung/verhuet…

Dort wird auch als Nebenwirkung der Spirale Unfruchtbarkeit genannt. Aus meiner eher beschränkten persönlichen Erfahrung im Umfeld kenne ich es so, daß die Spirale eher als Vehütungsmittel für Frauen, die bereits geboren haben, in Frage kommt.

Viele Grüße
Diana

Hi,

da die Spirale ein Fremdkörper ist und das Rückholfädchen aus dem Muttermund herausragt, kann es zu Infektionen kommen, die dann zu Unfruchtbarkeit führen können. Ich weiß nicht wie hoch das Risiko einer Infektion und anschließender Unfruchtbarkeit ist, denke aber, daß es bei regelmäßiger Kontrolle gering sein müßte.

Eine Spirale legt man lieber Frauen, die schon Kinder hatten, weil sie die besser vertragen (keine Schmerzen, verstärkte Blutung, etc.) und sie auch einfacher zu legen ist.

Ich hatte eine Spirale und war sehr zufrieden.

Gruß Julia

Spirale ist nicht gleich Spirale
hi,

also es gibt prinzipiell verschiedene arten der spirale.
die „alten“ modelle sind z.B. mit kupferdraht umwickelt und wirken u.a. dadurch, dass sie das milieu dort in der gebärmutter reizen und durcheinander bringen und die einnistung eines evtl. befruchteten eies verhindern. bei dieser art der spirale beobachtet man auch häufiger eine stärkere und schmerzhafte blutung.
die „neue“ spirale ist aus kunststoff und mit einem hormondepot.
diese spirale wirkt wie die die minipille (nur progesteron), aber nur lokal. bei dieser art der spirale kann es zum ausbleiben der regelblutung kommen, bzw. zu einer sehr schwachen. diese spirale ist teuerer als die herkömmliche, kann aber auch 5 jahre liegen bleiben (die andere sollte man nach 3 jahren entfernen)

was mir allerdings auch etwas komisch vorkommt: bisher kenne ich es auch nur so aus der praxis, dass frauen, die bereits geboren haben eine spirale empfohlen bekommen. schon allein aus dem grunde, dass der muttermund sehr straff ist und das einsetzen der spirale sehr schwierig sein kann.
vom hormonpflaster bin ich nicht so überzeugt, v.a. hast du ja die systemische hormongabe wie bei der pille auch.
was man oft nicht glaubt, ist, dass die „natürliche“ Verhütungen fast so gut wie die pille und um einiges besser als kondome verhüten, vorrausgesetzt man ist sehr konsequent für führt ein „geregeltes“ leben. die methoden sind sehr aufwendig. aber wenn man knaus-origo-, die zervix-schleim- und temperaturmethode kombiniert, kann das durchaus sicher sein.
ansonsten gibt es ja noch diaphragma und portiokappen.
drei-monats-spritze, implantate usw. wirken aber auch wieder über hormone.
tja ja, wer die wahl hat…
lieben gruß
YVE