Wurzelbehandlung u.a. - Kosten?

Hallo Maria,

das klingt alles irgendwie etwas dubios…
An Deiner Stelle würde ich mich an die Krankenkasse wenden und mich dort informieren.
Deine Sachbearbeiterin kann Dir ganz genau sagen was bezahlt wird und was nicht.
Gerade wenn Du Studentin bist treffen für Dich wahrscheinlich andere Bemessungsgrenzen zu als für „Normalverdiener“.

Auf die Angaben der Zahnärzte kann man sich nicht immer verlassen.
Vielleicht solltest Du auch einen zweiten Arzt aufsuchen, sehen was der vorschlägt.

Viele Grüße

Sue

Hallo Maria,
ich schlage Dir auch vor, zunächst zur Krankenkasse zu gehen und zu klären, was denn nun bezahlt wird und was nicht.
Früher waren Studenten mit Bafögbezug von der Zuzahlung z.B. bei Kronen (wenn notwendig) befreit! Ob das heute, nachdem wir ja nun die tolle Gesundheitsreform haben, noch zutrifft, weiss ich nicht. Die Krankenkasse müsste Dir aber genaue Auskunft geben können. Ausserdem würde ich auch den Zahnarzt nochmal auf Deine offenen Fragen (Brücke) ansprechen. Wenn der nicht in der Lage ist, Deine Fragen klipp und klar zu beantworten, würde ich nochmal einen anderen Zahnarzt aufsuchen.
Tust mir echt leid! Grad was Zahnärzte betrifft, weiss man oft wirklich nicht, was nun wahr ist und an wen man sich wenden soll, um das für sich selbst (und nicht für den Zahnarzt und dessen Geldbeutel) beste Ergebnis zu erreichen.
Viele Grüße und gute Besserung
Jens

Hallo Maria,

da ich nicht in einer GKV bin, kann ich Dir zu den Kosten nichts sagen, aber eine sogenannte Wurzelspitzenresektion ist eigentlich relativ problemlos machbar. Dabei wird nur die Wurzelspitze entfernt, der Zahn selbst kann bleiben, da es durch den Kiefer und nicht durch den Zahn selbst erfolgt. Das Problem ist nur, wenn Du eine schöne Entzündung hast, dürfte die Betäubung nicht sonderlich wirken, das kann man aber u. U. vorher mit Antibiotika behandeln.

Ich nehme aber schwer an, daß das auch im Sinne der Krankenkasse sein sollte, da die Erhaltung des Zahns immer die beste Lösung ist und ein fehlender Zahn immer irgendwann Folgekosten nach sich zieht (entweder Brücke/Implantat oder bei Lücke Lockerung der Nachbarzähne und des Gegenspielers). Ich schließ mich den anderen an: Frag bei Deiner Krankenkasse nach und wechsel vielleicht den Zahnarzt. Ob die Kasse das übernimmt, sollte nicht an der Wurzelform, sondern an der Notwendigkeit der Behandlung generell entschieden werden.

Ansonsten weiß ich aus eigener (einmal sehr schmerzhafter Erfahrung), daß diese Entzündungen meistens an Zysten entstehen, zu denen wurzelbehandelte Zähne recht gerne neigen. Aber ich habe die Wurzelspitzenresektion zweimal hinter mich gebracht und habe beide Zähne noch. Keine Panik!

Gute Besserung
mowei

Hallo Maria,

bin kein Zahmediziner, kann aber vielleicht doch etwas beitragen:
Wenn der eigene Zahn durch eine Wurzelbehandlung erhalten werden kann - und das ist aus fachlicher Sicht heute in den meisten Fällen möglich - ist das allemal besser als ihn zu ziehen und ihn durch eine Brücke zu ersetzen.
Aber: Die Krankenkassen bezahlen tatsächlich nur eine Wurzelbehandlung relativ mäßiger Qualität. Und sie bezahlen sie nur dann, wenn der Zahn sehr gute Chancen hat, erhalten zu werden.
Wenn der Zahnarzt eine hochqualitätive Wurzelbehandlung machen will und / oder der Zahn nur mäßige, aber immerhin vernünftige Chancen hat, erhalten zu werden, entspricht eine Behandlung nicht mehr den Kassenrichtlinien. In diesem Fall gibt es nur die Möglichkeiten:

  • Zahn extrahieren
    oder
  • Zahn wurzelbehandeln, aber gegen Privatrechnung.
    Ein Zahnarzt, der die Privatbehandlung dann vorschlägt, ist in den meisten Fällen kein Halsabschneider - er weiß vielmehr um die Mögichkeiten, die es heute in der Endodontie gibt, will sie auch anwenden, aber kann seine Behandlung dann eben nur privat berechnen.

Mein Fazit: Die Wurzelkanalbehandlung lohnt sich in den meisten Fällen - später bist Du wahrscheinlich mal froh, noch einen Zahn mehr zu besitzen.

Lieben Gruß
Dantis

DDas Prob

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Hallo Maria,

lass dir vom Zahnarzt einen unverbindlichen Kosten- und Heilplan aufstellen, mit dem du dann persönlich bei deiner Krankenkasse vorstellig wirst.
Normalerweise werden dir als Studentin 100 % der Kosten ersetzt, es sein denn, du hast erhebliches Einkommen, welches über den Freibeträgen liegt. Einkommensnachweise nimmst du am besten gleich mit!

Mir hat meine Krankenkasse grad 100% gezahlt, obwohl eine teure und aufwendige Komplettsanierung dran war und ich Einkommen habe. Da ich aber zwei Kinder habe, lag ich noch so eben unter der Härtefallgrenze :o)

Viel Erfolg!

Gruß, Ironlady

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