meine Freundin ist Migräne"geplagt" (Bis zu drei Migräneanfälle pro Woche). Teilweise starke Kopfschmerzen die jede Migräneattacke begleiten sind hier nicht mitgerechnet. Ein stationärer Aufenthalt in der Schmerzklinik Kiel bei Prof. Göbel sowie ambulant bei ungezählten anderen Ärzten (Orthopäden, Neurologen etc.) brachte wie auch eine Riboflavintherapie keinen Erfolg. Jetzige Medikation beim Migräneanfall: 2 Tbl. Naramig und 1 Tabl Vioxx dolor in Verbindung mit MCP gegen Übelkeit. Migräne kann wohl durch alles ausgelöst werden, deshalb ist ein Finden des oder der Migräneauslöser(s) wohl nicht sehr wahrscheinlich. So bleibt derzeit nur der „workaround“ (quasi so leben das möglichst selten ein Anfall entsteht).
Nachdem wir bislang keine Tätigkeit oder etwas Sonstiges mit einem Migräneanfall in Verbindung bringen konnten, ist uns jetzt aufgefallen: meine Freundin bekommt nach dem Essen ständig Kopfschmerzen (leichte bis teilweise auch sehr starke, jedoch keine Migräne).
Kann einer von Euch einen Zusammenhang herstellen? Es wäre schön wenn Ihr einen Tip für uns hättet. Ich (als Medizinlaie) vermutete schon einen Blutmangel (quasi zuwenig Liter), so das bei Essen zuviel Blut aus wichtigen Regionen abgezogen wird. Kann das jemand bestätigen? Wie findet man sowas heraus?
Hallo,
wie schnell nach der Nahrungsaufnahme tritt das Problem denn auf ? Reagiert sie z.B. unterschiedlich auf zuckerbetonten Speisen gegenüber Nahrung, deren Kohlenhydrate langsamer vefügbar werden ? Ich könnte mir im Hinblick der Rolle von Serotonin bei Migräne auch einen Zusammenhang mit der Insulinfreisetzung vorstellen.
Hallo,
wie schnell nach der Nahrungsaufnahme tritt das Problem denn
auf ?
Ca. 15-20 min. nach dem Essen
Reagiert sie z.B. unterschiedlich auf zuckerbetonten
Speisen gegenüber Nahrung, deren Kohlenhydrate langsamer
vefügbar werden ?
Stark zuckerhaltige Nahrung wird schon seit Jahren sehr eingeschränkt, daher ist das schwer zu sagen. Eher ist kein Unterschied zu erkennen.
Die Kopfschmerzstärke nimmt eher proportional zur Nahrungsmenge zu. Wenn sie viel isst, kann es auch eine Migräneattacke auslösen, höre ich gerade.
Ich könnte mir im Hinblick der Rolle von
Serotonin bei Migräne auch einen Zusammenhang mit der
Insulinfreisetzung vorstellen.
Lt. Google ist eine erhöhte Neurotransmitterausschüttung (Serotonin u.a.) für Heisshunger kurz vor einer Migräneattacke verantwortlich.
Diesen hat meine Freundin mir bestätigt. Dadurch das ihr jedoch schon übel wird, traut sie sich kaum etwas zu sich zu nehmen.
Hallo Jürgen,
Multiple Nahrungsmittelallergien bzw -unverträglichkeiten können durchaus über die enterale Freisetzung von Histamin eine Migräneattacke auslösen.
Gruß
KH
zwei verschiedene Allergieteste bei unterschiedlichen Ärzten ergaben ausser einer Hausstaub- und Waschmittelallergie sowie einer Allergie auf Pennicilin und Paracetamol keine weiteren Allergien. Insbesondere Nahrungsmittelallergien wurden ausgeschlossen.
zwei verschiedene Allergieteste bei unterschiedlichen Ärzten
ergaben ausser einer Hausstaub- und Waschmittelallergie sowie
einer Allergie auf Pennicilin und Paracetamol keine weiteren
Allergien. Insbesondere Nahrungsmittelallergien wurden
ausgeschlossen.
Nahrungsmittelallergien gibt es kaum; es handelt sich hier meist um Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die massive Symptome auslösen können, aber mit Allergietests nicht nachweisbar sind, weil es nun mal keine klassischen Allergien sind.
Gruß
KH
Bin zwar keine Medizinexpertin, habe jedoch jahrelang selbst unter Migräne gelitten.
Losgeworden bin ich sie, nachdem ich (vor gut 15 Jahren) auf Anraten eines Heilpratikers mit Schwerpunkt „Chinesische Medizin“ das Salz aus meiner Ernährung fast vollständig gestrichen habe. Wieviel Salz ich mit z.B. Wurst, Käse, (Halb-)Fertigprodukten, Naschwerk und Bäckerbrot da so täglich zu mir nahm, war mir vor der Beratung gar nicht klar. Entsprechend hart kam mich zunächst auch die „Entwöhnung“ an. Nach wenigen Wochen allerdings hatte ich mich daran gewöhnt.
Ob die Wirkung nun Zufall war und/oder damit zu tun hatte, dass ich seitdem bewusster auf meine Ernährung achte (wenig Fleisch, viel gedünstetes Gemüse, selbstgebackenes salzfreies Brot) oder ob was anderes den Ausschlag gab, vermag ich nicht zu sagen. Der Ratschlag hat jedenfalls geholfen — die Migräne bin ich seitdem los — und nur das zählt. Schlage ich heute mal salzmäßig über die Stränge, bekomme ich das schnell zu spüren >> ich krieg’ böses Kopfweh mit Druck hinter den Augen und meine Oberlider schwellen an.
Positive Nebeneffekte des erlernten Salzverzichts:
a) ich weiß heute, wie überraschend einfach es ist, Brot daheim selber zu backen
b) die Lust auf Süßes (Schokolade, Kuchen usw.) ist nach ein paar Monaten einfach von selbst verschwunden.
Falls du oder deine Freundin weitere Infos zur Chinesischen Medizin (Schwerpunkt Ernährung & Fünf Elemente) haben möchten, dann mailt mich an.