Gallen-OP per Laparoskopie

Hallo, mir wurde vor 5 Tagen die Galle entfernt. Ich hatte sehr viele kleine Steine. OP-Methode war Laparoskopie, also ich habe 4 ganz kleine Schnitte. Ich wurde nach 2 Tagen aus der Klinik entlassen. Die Wunden sehen gut aus, aber ich kann bis heute nicht aufrichtig laufen,weil am Nabel der Bauch sehr starke ziehende Schmerzen macht. Habe wahnsinnige Rückenschmerzen und mache mir Sorgen dass vielleicht was nicht so gut im Bauch heilt. Die anderen Patienten konnten schon nach 2 Tagen sogar auf der Seite liegen. Essen kann ich alles, kein Problem, nur nicht so viel auf einmal.

Wer kann mir seine Erfahrungen nach seiner OP schildern.
Danke.
Liebe Grüße
Ulla

Hallo Ulla,

ich habe am 13.01. dieselbe OP hinter mich gebracht. Montags ins Krankenhaus, Dienstags OP, Donnerstag mittag entlassen. Ich habe relativ wenig Schmerzen, am meisten an dem Bauchnabelschnitt, wo meines Wissens der Trokar für das Kohlendioxid und die Optik eingeführt wurde. Dieser Trokar wurde dann vermutlich auch am meisten bewegt, was zu Blutergüssen im umliegenden Gewebe führt. Bei mir war alles um den Bauchnabel herum ganz blau.

Bist Du vielleicht eher schlank? Dann könnte ich mir vorstellen, dass die Wundschmerzen stärker sind als z.B. bei mir (bin eher mollig :wink:.

Die Rückenschmerzen kommen übrigens von dem Kohlendioxid, welches während der OP eingeführt wurde. Dies muss den Körper auf natürlichen Wege wieder verlassen bzw. absorbiert werden. Wenn Du auf dem Rücken liegst, sammelt es sich, und das führt zu Rückenschmerzen. Dass Du aufgrund der Schmerzen am Bauch gekrümmt gehst, führt zusatzlich zu Verspannungen.

Auf der Seite liegen kann ich auch noch nicht, das tut zwar nicht weh, ist aber sehr unangenehm.

Solange Du kein Fieber und keine starken Schmerzen an der (ehemaligen) Gallengegend hast, brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen. Wenn Du besorgt bist, gehe zum Hausarzt und lasse die Blutwerte testen. Daran kann man sehen, ob es eine Entzündung gibt.

Mir hilft am meisten, wenn ich nicht irgendwo rumsitze oder liege, sondern langsam spazieren gehe (habe einen Hund). Leichte Bewegung wirkt entspannend.

Gute Besserung!

Myriam (13 Gallensteine in Erdnußgröße)

Hallo,

Beobachte Deine Narbe am Nabel gut. Sollte sich eine kugelige Ausbuchtung bilden, ist es wohl ein Narbenbruch, wie er bei mir nach der gleichen OP-Methode auftrat, bei einer Gebärmutterentfernung. Dann müßtest Du baldigst zurück zum „Verursacher“ und es begradigen lassen.
Bücke Dich nicht, geh nur in die Knie, hebe vorerst nichts und pflege Dich unbedingt. Gönne Dir aus der Apotheke eine große Pack. Enzyme, Wobenzym oder besser noch Phlogenzym Drg. Sie lösen die inneren und äußeren Blutergüsse schneller auf durch Blutverflüssigung, sind entzündungshemmend und gut für das Immunsystem, auch wenn sie leider teuer sind.
Melde Dich gegebenenfalls.
Gute Besserung und beste Grüße

Rosa

mir wurde vor 5 Tagen die Galle entfernt. Ich hatte

sehr viele kleine Steine. OP-Methode war Laparoskopie, also
ich habe 4 ganz kleine Schnitte. Ich wurde nach 2 Tagen aus
der Klinik entlassen. Die Wunden sehen gut aus, aber ich kann
bis heute nicht aufrichtig laufen,weil am Nabel der Bauch sehr
starke ziehende Schmerzen macht. Habe wahnsinnige
Rückenschmerzen und mache mir Sorgen dass vielleicht was nicht
so gut im Bauch heilt. Die anderen Patienten konnten schon
nach 2 Tagen sogar auf der Seite liegen. Essen kann ich alles,
kein Problem, nur nicht so viel auf einmal.

Wer kann mir seine Erfahrungen nach seiner OP schildern.
Danke.
Liebe Grüße
Ulla

Hallo Rosa,
ich habe diese Verdickung am Nabel bekommen. War heute beim Arzt und der hat mir gesagt, alles in Ordnung.
Bin dir sehr dankbar für deine Tips. Ich werde mich danach richten und beobachten was kommt.
Vielen herzlichen Dank.

Liebe Grüße
Ulla

Danke Myriam,

ich bin schon viel ruhiger geworden. Habe von dir mehr erfahren als von meinem Arzt. Alles ok und auf Wiedersehen. So läuft das in den Praxen.

Ja, ich bin sehr schlank. Habe schon im Krankenhaus gemerkt, dass die zwei anderen Frauen die in meinem Zimmer waren, viel schneller auf den Beinen waren als ich. Die beiden sind recht kräftig. Und ich obwohl sportlich und durchtrainiert, kam mir wie eine alte Oma vor. Aber es geht von Tag zu Tag besser.
Nur die Verspannungen nehmen zu. Das ist so wie du beschrieben hast. Ich muss trotz Schmerzen versuchen mich zu entspannen.

Danke für alle Tips und Anregungen. Ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut.

Ich war zwei Tage im Krankenhaus. Am dritten Tag entlassen. Nun bin ich eine Woche Krankgeschrieben worden. Mein Chef möchte dass ich dann arbeiten komme. Hoffentlich geht es mir bis dahin gut. Und wenn nicht muss ich wahrscheinlich noch eine Woche zu hause bleiben. Ich merke zwar dass es besser wird, aber ich bin relativ schnell erschöpft wenn ich was gemacht habe.

Ich laufe auch gern, das tut gut.

Noch eine Frage habe ich. Die Fäden zu ziehen, ist das schlimm???

Liebe Grüße

Ulla

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Hallo Ulla,

bin zwar nicht Myriam, aber bei deiner letzten Frage
bezueglich dem Faedenziehen kann ich dich beruhigen.
Ich bin meine Galle nun schon seit 9 Monaten los.
Ich hatte einen RIESENstein (walnussgroesse), weshalb meine
obere Narbe recht gross ausgefallen ist (irgendwie musste
das Ding ja rauskommen :wink:.

Vorm Faedenziehen hatte ich auch ziemlich Bammel (trotz
gegenteiliger Erfahrung von einer frueheren Laparoskopie her),
aber das ist wirklich unnoetig. Ziepen, wirklich ein ganz
leichtes Ziepen, ist das einzige, das man spuert. Ich hab
der Krankenschwester, die das gemacht hat, gesagt, dass ich
ein bisschen Angst haette, und sie hat mich beruhigt und
ich konnte gucken, und es ist wirklich ganz schnell vorbei
und tut NICHT weh.

Zu deinen anderen Fragen hast du ja schon gut Auskunft gekriegt.
Ich gehoerte auch zu den gluecklichen, die sich recht schnell
wieder okay gefuehlt haben. Aber wenn du dich noch nicht fit
fuehlst, dann lass dich bloss nicht von deinem Chef rumkriegen und
geh ja nicht zu frueh wieder in die Arbeit. Besser ist, du
kurierst dich vollstaendig aus, als dass du dann wochenlang
so halb krank bist. Wenn du ihm das richtig erklaerst, muesste
er das verstehen (schliesslich ist er Zahnarzt, wenn ich deine
Vika richtig lese).

Gute Besserung noch,
Elke

am,

ich bin schon viel ruhiger geworden. Habe von dir mehr
erfahren als von meinem Arzt. Alles ok und auf Wiedersehen. So
läuft das in den Praxen.

Ja, ich bin sehr schlank. Habe schon im Krankenhaus gemerkt,
dass die zwei anderen Frauen die in meinem Zimmer waren, viel
schneller auf den Beinen waren als ich. Die beiden sind recht
kräftig. Und ich obwohl sportlich und durchtrainiert, kam mir
wie eine alte Oma vor. Aber es geht von Tag zu Tag besser.
Nur die Verspannungen nehmen zu. Das ist so wie du beschrieben
hast. Ich muss trotz Schmerzen versuchen mich zu entspannen.

Danke für alle Tips und Anregungen. Ich habe mich wahnsinnig
darüber gefreut.

Ich war zwei Tage im Krankenhaus. Am dritten Tag entlassen.
Nun bin ich eine Woche Krankgeschrieben worden. Mein Chef
möchte dass ich dann arbeiten komme. Hoffentlich geht es mir
bis dahin gut. Und wenn nicht muss ich wahrscheinlich noch
eine Woche zu hause bleiben. Ich merke zwar dass es besser
wird, aber ich bin relativ schnell erschöpft wenn ich was
gemacht habe.

Ich laufe auch gern, das tut gut.

Noch eine Frage habe ich. Die Fäden zu ziehen, ist das
schlimm???

Liebe Grüße

Ulla

Hallo Ulla,

ich habe am 13.01. dieselbe OP hinter mich gebracht. Montags
ins Krankenhaus, Dienstags OP, Donnerstag mittag entlassen.
Ich habe relativ wenig Schmerzen, am meisten an dem
Bauchnabelschnitt, wo meines Wissens der Trokar für das
Kohlendioxid und die Optik eingeführt wurde. Dieser Trokar
wurde dann vermutlich auch am meisten bewegt, was zu
Blutergüssen im umliegenden Gewebe führt. Bei mir war alles um
den Bauchnabel herum ganz blau.

Bist Du vielleicht eher schlank? Dann könnte ich mir
vorstellen, dass die Wundschmerzen stärker sind als z.B. bei
mir (bin eher mollig :wink:.

Die Rückenschmerzen kommen übrigens von dem Kohlendioxid,
welches während der OP eingeführt wurde. Dies muss den Körper
auf natürlichen Wege wieder verlassen bzw. absorbiert werden.
Wenn Du auf dem Rücken liegst, sammelt es sich, und das führt
zu Rückenschmerzen. Dass Du aufgrund der Schmerzen am Bauch
gekrümmt gehst, führt zusatzlich zu Verspannungen.

Auf der Seite liegen kann ich auch noch nicht, das tut zwar
nicht weh, ist aber sehr unangenehm.

Solange Du kein Fieber und keine starken Schmerzen an der
(ehemaligen) Gallengegend hast, brauchst Du Dir keine Gedanken
zu machen. Wenn Du besorgt bist, gehe zum Hausarzt und lasse
die Blutwerte testen. Daran kann man sehen, ob es eine
Entzündung gibt.

Mir hilft am meisten, wenn ich nicht irgendwo rumsitze oder
liege, sondern langsam spazieren gehe (habe einen Hund).
Leichte Bewegung wirkt entspannend.

Gute Besserung!

Myriam (13 Gallensteine in Erdnußgröße)

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Hallo nochmal,

auch von mir nochmals die Bestätigung: Fäden ziehen ist nicht so schlimm, es ziept nur ein bißchen und ist in wenigen Minuten erledigt. Ich war gerade beim Arzt und habe es machen lassen, alles ist OK.

Ich muss morgen wieder arbeiten (also genau 13 Tage nach der OP), fühle mich aber schon seit Mitte letzter Woche völlig OK. Ich habe die Narkose scheinbar sehr gut vertragen und hatte wie gesagt auch kaum Schmerzen. Bei Dir scheint das ja etwas anders zu sein. Wenn Du noch schlapp bist, gönne Dir noch ein paar Tage mit Entspannung und leichter Bewegung an der frischen Luft.

Nochmals gute Besserung!

Myriam

Hallo Elke,
ich bedanke mich bei dir für den lieben Eintrag. Wenn ich mir überlege wie viel Angst mir diese Korespondenz mit Euch allen hier nimmt. Das macht richtig Mut. Die Seele und der Kopf spielen eine große Rolle im Heilungsprozeß.

Ich bin vor allem froh, dass ich hier so viel Hilfe bekomme, weil mein Arzt etwas schweigsam zum Thema ist. Auf der einen Seite will er nicht beunruhigen auf der anderen Seite braucht man doch die Aufklärung.

Noch mals DANKE!!!
Liebe Grüße
Ulla :smile:

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Hallo Fraukenstein,

danke für den Tip mit dem Archiv. Irgendwie interessiert mich momentan alles zu diesen Thema.
Es tut sooooooooooooooo gut zu lesen, wie es dir ergangen ist, denn dann fühle ich mich nicht so alleingelassen mit diesem Problem.
Die Familie kümmert sich um mich, aber keiner kann nachvollziehen was ich gerade durchmache. Und rumjammern will ich auch nicht.

Ich wünsche dir alles gut und noch mal DANKE!!!

Liebe Grüße
Ulla

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OP-Informationen
Hallo Ulla,

Die Seele und der Kopf
spielen eine große Rolle im Heilungsprozeß.

Ich bin vor allem froh, dass ich hier so viel Hilfe bekomme,
weil mein Arzt etwas schweigsam zum Thema ist. Auf der einen
Seite will er nicht beunruhigen auf der anderen Seite braucht
man doch die Aufklärung.

Ich wollte noch mal kurz auf dein Posting eingehen. Es freut mich
echt, dass dir die Erfahrungsberichte von uns anderen Patienten
helfen.
Ich hab frueher mal im Krankenhaus als freiwillige Helferin gearbeitet.
Wir haben Kinder kindgerecht auf OPs vorbereitet. Bei der Ausbildung
haben sie uns eine Studie zum Lesen gegeben, in der festgestellt wurde,
dass bei Kindern, die eine Mandeloperation hatten, der Heilungsprozess
(also rein die koerperliche Heilung der Wunden und die Vernarbung) besser
verlief, wenn die Kinder wussten, was auf sie zukommt. Leider hab
ich keine Quelle dafuer. Aber mir hat das damals sehr dramatisch gezeigt,
wie wichtig Aufklaerung ist und dass die Folgen messbar sind.
Das wollt ich dir nur noch schreiben, damit du siehst, wie richtig deine
eigenen Gefuehle in dieser Sache sind.

Liebe Gruesse, Elke

Hallo Ulla!

Habe Deine Antwort gelesen und freue mich, Dir behilflich sein zu können. Ich möchte nicht, daß es Dir so ergeht wie mir, Du Dir das Punktieren sparen kannst mit der nervlichen Anspannung und Du ggf. sofort rechtzeitig im Krankenhaus Hilfe bekommst.
Meine Ausbeulung sah so aus, als wenn ich eine Haselnuß verschluckt hätte, die unter der Haut liegt und noch dazu sehr druckempfindlich war. Es folgte 3 x Punktieren, was nichts half, Blutuntersuchung (Leukozythen stiegen rasend schnell an 13OOO - 15OOO), doppeltes Antibioticum und wieder Aufschneiden (ambulant per Einspritzung mit einem Lokalanästheticum), davon spürt man nichts und auch danach halten sich die Schmerzen in Grenzen, dadaß ein Schmerzmittel nicht erforderlich ist, mit Mull ausstopfen und am Folgetag Entfernung desselben. Das Entfernenen war schmerzvoll. Die Wunde mußte allein ohne Nähen zuheilen.
Gib mal Erfolsmeldung!
Gute Genesungswünsche schickt Dir
Rosa

mir wurde vor 5 Tagen die Galle entfernt. Ich hatte

sehr viele kleine Steine. OP-Methode war Laparoskopie, also
ich habe 4 ganz kleine Schnitte. Ich wurde nach 2 Tagen aus
der Klinik entlassen. Die Wunden sehen gut aus, aber ich kann
bis heute nicht aufrichtig laufen,weil am Nabel der Bauch sehr
starke ziehende Schmerzen macht. Habe wahnsinnige
Rückenschmerzen und mache mir Sorgen dass vielleicht was nicht
so gut im Bauch heilt. Die anderen Patienten konnten schon
nach 2 Tagen sogar auf der Seite liegen. Essen kann ich alles,
kein Problem, nur nicht so viel auf einmal.

Wer kann mir seine Erfahrungen nach seiner OP schildern.
Danke.
Liebe Grüße
Ulla