Fragen zu Diabetes Typ II

Hallo liebe Mitmenschen und Diabeteskenner,

vor kurzem wurde bei mir Diabetes Typ II festgestellt. Ich bin aber nicht Insulinpflichtig, sondern nehme morgens eine halbe Tablette
Glib-ratiopharm S 3,5 ein.

Muss zu meiner Schande gestehen, dass ich alle klassischen Beikrankheiten habe, z.B. Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, außerdem rauche ich seit 40 Jahren - ca. 1 1/2
Schachteln pro Tag.
Bitte keine Moralpredigten über den unsoliden Lebenswandel.
Wenn ich mich persönlich wieder im Griff habe,werde ich auch etwas gegen die Diabetesauslöser tun, versprochen!

Nun meine Frage, woran erkenne ich genau eine Unterzuckerung und
evtl. auch, wann der Zucker zu hoch ist?
Und was kann ich als Sofortmaßnahme tun?

Des öfteren habe ich Kopfschmerzen und mir ist schwindlig.
Manchmal habe ich Schweissausbrüche, nicht sehr stark aber vorhanden,
schnelleren Herzschlag und leichte bis mittlere Übelkeit.
Ich kann die Symthome nicht einordnen.

Meine behandelnde Internistin fragte ich nach einer Überweisung für eine Diabetikerschulung, doch sie sagte, so schlimm sei es bei mir noch nicht, dass ich da hin müsste.

Übrigens waren meine Zuckerwerte nüchtern 230.
Nach ca. 14 Tagen Medikamenteneinnahme 158.
Die HBA1 war 8,3.

Viele Grüße und Danke für Eure Bemühungen.

Hannelore

Hallo Hannelore,

Hallo liebe Mitmenschen und Diabeteskenner,

vor kurzem wurde bei mir Diabetes Typ II festgestellt. Ich bin
aber nicht Insulinpflichtig, sondern nehme morgens eine halbe
Tablette
Glib-ratiopharm S 3,5 ein.

Muss zu meiner Schande gestehen, dass ich alle klassischen
Beikrankheiten habe, z.B. Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte
Cholesterinwerte, außerdem rauche ich seit 40 Jahren - ca. 1
1/2
Schachteln pro Tag.
Bitte keine Moralpredigten über den unsoliden Lebenswandel.
Wenn ich mich persönlich wieder im Griff habe,werde ich auch
etwas gegen die Diabetesauslöser tun, versprochen!

Nun meine Frage, woran erkenne ich genau eine Unterzuckerung
und
evtl. auch, wann der Zucker zu hoch ist?
Und was kann ich als Sofortmaßnahme tun?

Des öfteren habe ich Kopfschmerzen und mir ist schwindlig.
Manchmal habe ich Schweissausbrüche, nicht sehr stark aber
vorhanden,
schnelleren Herzschlag und leichte bis mittlere Übelkeit.
Ich kann die Symthome nicht einordnen.

Das klingt schon sehr stark nach Unterzuckerung (Hypoglykämie)!

Meine behandelnde Internistin fragte ich nach einer
Überweisung für eine Diabetikerschulung, doch sie sagte, so
schlimm sei es bei mir noch nicht, dass ich da hin müsste.

Geh zu einem anderen Arzt, gerade bei Dir macht eine Schulung Sinn, denn Du musst erstmal lernen, wie das alles abläuft, auf was Du achten musst, Du musst lernen, eine Unterzuckerung zu erkennen etc.
Ich würde sogar darauf drängen, dass Du in eine Diabetesklinik gehen kannst, dort wird Dein Blutzucker eingestellt, Du lernst kochen für Diabetiker, hast „Vorlesungen“ über diverse Diabetikerthemen (z.B. Fußpflege, Folgeschäden), lernst spritzen (auch wenn es noch nicht nötig sein sollte), undsoweiter…

Übrigens waren meine Zuckerwerte nüchtern 230.
Nach ca. 14 Tagen Medikamenteneinnahme 158.
Die HBA1 war 8,3.

Viele Grüße und Danke für Eure Bemühungen.

Aber gerne doch, bei weiteren Fragen kannst Du mir gerne eine Mail schicken!
Grüße
Nicky

hallo hannelore,
ich kann nicky nur beipflichten… wechsele umgehend den arzt/die ärztin… DIE kannste in der pfeiffe rauchen! 230 nüchtern bei DEINEN begleitumständen (übergewicht, erh. chol. erh. blutdruck, rauchen…) NOCH NICHT SO SCHLIMM… hallooo???
ok, wir sollen uns die moralpredigten verkneifen, aber der ansatz ist falsch… ERST den zucker in den griff zu bekommen und dann ans grundübel, parallel solltest du anfangen!
kennst du das buch FIT WIE EIN DIABETIKER von hans lauber… guck mal rein, ich denke der mann gibt gute tips
viel erfolg
karin

Hallo Hannelore,
unabhängig von der Beurteilung aller anderen Punkte rate ich Dir dringend, ein eigenes Blutzuckermeßgerät zu kaufen. So etwas gibt es als Komplettset (Gerät, Piekser, Nadeln, einige Teststreifen) schon unter 20,- Euro.
Schweißausbrüche können sowohl bei Unter- als auch bei Überzuckerung auftreten, genau wie auch Kopfschmerzen und Schwindel. Am besten testest Du Deinen Zuckerwert immer, wenn Du Dich „anders“ fühlst. So erkennst Du schnell, welches Symptom bei Dir ein Zeichen für Über- bzw. Unterzuckerung ist.
Am besten eingestellt bist Du als Diabetiker mit Insulin und nicht mit Tabletten. Unser alter Professor früher sagte immer, daß derjenige, der mit Tabletten einstellbar sei, auch bei einer vernünftigen Diät keinen zu hohen Zuckerspiegel habe.
Der Besuch eines Diabetologen ist auf jeden Fall sehr wichtig für Dich, um eine 2. Meinung einzuholen. Meint der auch, Tabletten seien ok, kannst Du Dir ja auch Rat holen, wie Du Deine Ernährung am besten (um)gestalten kannst.
Schöne Grüße
Sabine

Hi Sabine,

unabhängig von der Beurteilung aller anderen Punkte rate ich
Dir dringend, ein eigenes Blutzuckermeßgerät zu kaufen.

Da hast Du Recht! Dieser Tip wäre eigentlich schon Sache dieser überaus fähigen Ärztin gewesen.

So etwas gibt es als Komplettset (Gerät, Piekser, Nadeln, einige
Teststreifen) schon unter 20,- Euro.

Wobei Hannelore sich die Teststreifen verschreiben lassen sollte, da 50 Stück schon mit ca. 30 Euro zu Buche schlagen. Die paar in den Komplettsets sind schnell verbraucht.

Schweißausbrüche können sowohl bei Unter- als auch bei
Überzuckerung auftreten, genau wie auch Kopfschmerzen und
Schwindel.

Stimmt, deshalb empfahl ich auch eine Schulung, um diese von Mensch zu Mensch doch oft unterschiedlichen Symptome erkennen und deuten zu lernen.

Am besten testest Du Deinen Zuckerwert immer, wenn
Du Dich „anders“ fühlst. So erkennst Du schnell, welches
Symptom bei Dir ein Zeichen für Über- bzw. Unterzuckerung ist.
Am besten eingestellt bist Du als Diabetiker mit Insulin und
nicht mit Tabletten. Unser alter Professor früher sagte immer,
daß derjenige, der mit Tabletten einstellbar sei, auch bei
einer vernünftigen Diät keinen zu hohen Zuckerspiegel habe.
Der Besuch eines Diabetologen ist auf jeden Fall sehr wichtig
für Dich, um eine 2. Meinung einzuholen. Meint der auch,
Tabletten seien ok, kannst Du Dir ja auch Rat holen, wie Du
Deine Ernährung am besten (um)gestalten kannst.

Der Diabetologe ist schonmal ein guter Anlaufpunkt. Trotzdem würde ich, falls irgendwie möglich, so schnell wie möglich in eine Klinik gehen, da Hannelore hier erstmal eine Rundumbetreuung bekommt. Evtl auch psychologisch, da die Diagnose Diabetes auch nicht mal eben so zu verdauuen ist, vor allem auch, wenn es ans spritzen, abnehmen und Rauchen aufgeben geht. Ihr BZ wird unter Kontrolle eingestellt, sie wird schon im Krankenhaus an die Diabeteskost herangeführt und anfangen abzunehmen. Nur zum Diabetologen finde ich in dieser Phase etwas heikel, da ihre Einstellung zu schlecht ist, und sie wohl keinen Ansprechpartner hat, den sie schnell mal anrufen kann, falls es Probleme gibt.

Ebenfalls viele Grüße,
Nicky

Hallo an alle Antwortgebenden,

recht herzlichen Dank für Eure Antworten und Hinweise.
Heute werde ich zu meiner Ärztin gehen und alles mit Ihr besprechen wie es weitergehen soll.

Nochmals Danke und einen schönen Wochenanfang

Hannelore

Hallo!

das wichtigste ist eigentlich schon gesagt.
Bitte achte darauf, daß Du Blutzucker immer in Abhängigkeit von Störfaktoren messen kannst.
Eine Aspirin, eine Paracetamol, Kaffee oder Orangensaft können die Messung erheblich beeinträchtigen.
Besonders die Geräte von Bayer und BD sind da empfindlich.
Wir haben gerade erst im Rettungsdienst Geräte eingeführt.
Infolge dessen habe ich hier noch diverse Testgeräte rumliegen.
Wenn Du eines möchtest, mail mir.
Ist neu, mit Originalverpackung und Zubehör und kostenlos. Natürlich unbenutzt.
Sonst liegen die Dinger hier rum.

Liebe Grüße,

Marcus