Halswirbelsäule die II

Hi nochmal,

weiter unten habe ich schon die Probleme meiner Mutter geschildert - jetzt habe ich die genaue Diagnose vorliegen und wollte die nochmal hier einstellen, um vielleicht noch mehr drüber erfahren zu können.

Interessant sind wie gesagt eigene Erfahrungsberichte, vielleicht Hinweise auf Selbsthilfegruppen etc…

Also, es handelt sich hier um:

Discogen ossäre Spinalkanalstenose HWK 5/6, geringergradig auch HWK 6/7, einschließlich degenerativer Formalstenosierungen, bei HWK 5/6 weitgehend aufgebrauchter perimedullärer Liquorraum.

Sagt mir so nicht besonders viel, aber die „übersetzte“ Version habe ich ja unten schon geschildert, und vielleicht erkennt ja jemand was wieder?

Schmerzen hat sie momentan nicht, auch keine Ausfallerscheinungen, aber von heute auf morgen mit dieser Diagnose konfrontiert zu werden, versetzt einen Schock, und man hat dann Angst, was Falsches zu tun - nur weiß man nicht, was alles „Falsch“ und gefährlich sein kann…

Vielen Dank weiterhin für Eure Hilfe!

LG,

Cess

Hallo!

Irgendwie komm ich nicht ganz mit: du schreibst von schockierender Diagnose, etc.-aber gleichzeitig hat deine Mutter keine Probleme und Ausfallerscheinungen?

Auf Röntgenbildern, etc. sieht man vieles-das geht von Frakturen, Einengungen bis Muskelrissen, …-und das bei völlig beschwerdefreien Probanden.
Es gibt keinen einzigen Menschen über 70 der nicht irgendwelche Veränderungen aufweist.
Auch bei 20jährigen findet man schon jede Menge „Auffälligkeiten“ die im Laufe des Lebens ja auch meist nicht weniger werden.

Es wäre daher ganz gut die Sache vom anderen Ende her anzugehen: warum war sie überhaupt beim Arzt? Waren etwa schonmal Probleme da?
Dann kann man eher sagen welches Vorgehen anzuraten ist.

Panik als erste Reaktion auf eine Diagnose ist deutlich übertrieben-das kann man bei Bedarf später immer noch nachholen. :wink:)

Tschüss

Matthias

urlaubsstress?
hi du,

sind ihre schultern so entspannt wie sie mag? wobei werden ihre hände besonders schnell warm? woran denkt sie, wenn sie spontan tiefer luft holt?

herzlich,

galle & schulterhochstand
ok, es war wieder so kurz, dass es frustriert. entschuldige. nach dem, was du schreibst, hab ich auf ein schulter-arm-syndrom getippt, für das der auslöser gesucht wurde. da di ehalswirbelsäulenveränderungen oft nur in sehr losem zusammenhang zu den jeweils vom betroffenen selbst erlebten beschwerden stehen, würde ich alles, was die schulterregion entspannt, fördern. von der verstärkten bauchatmung bis zum autogenen training zur verstärkten handdurchblutung. da du sie schlecht permanent daran erinnern kannst, tief luft zu holen, ohne sie zu nerven, ist es vielleicht einfacher, ihr das im gespräch anzubieten, wobei sie automatisch tiefer atmet. sonst glaubt sie vielleicht noch, du willst sie schikanieren, weil du eins ihrer wehwehchen kennst. manchmal ist es aber auch nur, dass ihr grad die galle überläuft. da hast du auch einen relativen schulterhochstand. und den würde sie dann mit gallenfreundlicher kost ohne ausufernde diagnostik beherrschen. weihnachten ist ja zum glück vorbei.

knuddel,

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ok, es war wieder so kurz, dass es frustriert. entschuldige.

Weniger, daß es frustriert, als daß es Assoziationen weckt. Bei diesem Posting hier sehe ich jedoch keine Ähnlichkeiten zu formalen Denkstörungen.

O.W.

wer
hat dich denn weichgespült, grusel

Hi,

Irgendwie komm ich nicht ganz mit: du schreibst von
schockierender Diagnose, etc.-aber gleichzeitig hat deine
Mutter keine Probleme und Ausfallerscheinungen?

naja, schockierend allein deswegen, weil ihr irgendwann wohl die OP bevorsteht und weil sie von jetzt auf gleich Dinge nicht mehr tun darf, die sie sehr gerne gemacht hat, joggen etc…, und sich permanent total einschränken muss, damit eben nichts passiert. Sie muss z.B. mit dem Auto zur Arbeit fahren, aber jedes plötzliche Bremsen ist nach Aussage des Arztes schon sehr gefährlich.
Das empfände ich persönlich als durchaus schockierend!

Auf Röntgenbildern, etc. sieht man vieles-das geht von
Frakturen, Einengungen bis Muskelrissen, …-und das bei
völlig beschwerdefreien Probanden.
Es gibt keinen einzigen Menschen über 70 der nicht
irgendwelche Veränderungen aufweist.

Ja, aber sie ist grade mal 49!

Auch bei 20jährigen findet man schon jede Menge
„Auffälligkeiten“ die im Laufe des Lebens ja auch meist nicht
weniger werden.

Richtig, ich bin auch krumm und schief und habe schon eine Hüft-OP hinter mir, trotzdem kann ich weiter - ganz blöd gesagt: „rumtoben“ wie mir der Sinn danach steht. Das fällt für sie ab jetzt aber flach!

Es wäre daher ganz gut die Sache vom anderen Ende her
anzugehen: warum war sie überhaupt beim Arzt? Waren etwa
schonmal Probleme da?

Ja, hin und wieder hat sie wohl starkes Kribbeln in den Armen, außerdem Verspannungsschmerzen im Nacken (weshalb sie auch zum Arzt gegangen ist), so was halt.

Ach ja, außerdem wurde bei der Kernspin ein alter Bandscheibenvorfall entdeckt, der wohl verköchertr ist, auch in der HWS.

Dann kann man eher sagen welches Vorgehen anzuraten ist.

Panik als erste Reaktion auf eine Diagnose ist deutlich
übertrieben-das kann man bei Bedarf später immer noch
nachholen. :wink:)

Na wie gesagt, Panik in dem Sinne, dass ihr von so ziemlich jeder Bewegung mit dem Kopf abgeraten wurde, von Sportarten, die sie bisher betrieb usw., sprich, von jetzt auf gleich muss sie sich komplett umstellen, ohne genaue Anleitung, wie sie das inklusive Job bewältigen soll!

Danke für die Antwort,

Cess

Hi Biggi,

ok, es war wieder so kurz, dass es frustriert. entschuldige.

vielen Dank für die dann doch noch ausführlichere Antwort! :smile:

LG,

Cess

Hallo!

Ich habe selbst jemanden in der Familie der mit Mitte 50 gerade mal
noch 100m gehen kann und dann wegen totaler Gefühllosigkeit in den
Beinen einfach umfällt-kann also schon verstehen wie man da als
Angehöriger betroffen ist.

naja, schockierend allein deswegen, weil ihr irgendwann wohl
die OP bevorsteht und weil sie von jetzt auf gleich Dinge
nicht mehr tun darf, die sie sehr gerne gemacht hat, joggen
etc…, und sich permanent total einschränken muss, damit eben
nichts passiert. Sie muss z.B. mit dem Auto zur Arbeit fahren,
aber jedes plötzliche Bremsen ist nach Aussage des Arztes
schon sehr gefährlich.
Das empfände ich persönlich als durchaus schockierend!

Das ist es auch-wenn man denn den ganzen Sachen Glauben schenkt.
Wenn ich davon ausgehe „was“ passieren kann dann darf ich morgens
nichtmal mehr aus dem Bett aufstehen.
Dann wäre ja sogar das husten und niesen ab sofort verboten-denn
dabei wird ja auch der Kopf durch die Gegend geschleudert. Wurde
darauf auch hingewiesen?
Und was passiert denn wenn man den Kopf nicht mehr bewegt?
Dann wird er in so kurzer Zeit so steif dass er sich bald überhaupt
nicht mehr bewegen lässt.
Autofahren ist immer mit einer gewissen Rotation verbunden; Rotation
ist aber auch schon wieder gefährlich.
Wenn deine Mutter also mit steifem Kopf fährt erhöht sie das
Unfallrisiko ja selber weil sie sich verkehrsgefährdend verhalten
würde.
Und was bitteschön hat joggen damit zu tun???

Lasst euch nicht verrückt machen!
Sicher ist es ratsam gewisse Belastungen sein zu lassen-aber das
bitte nicht unter dem Leitsatz „ich darf nicht mehr“ und „ich kann
nicht mehr“.
Das stürzt einen nämlich direkt in eine wunderschöne Depression,
Passivität und noch mehr Schmerzen und Probleme.

Auf Röntgenbildern, etc. sieht man vieles-das geht von
Frakturen, Einengungen bis Muskelrissen, …-und das bei
völlig beschwerdefreien Probanden.
Es gibt keinen einzigen Menschen über 70 der nicht
irgendwelche Veränderungen aufweist.

Ja, aber sie ist grade mal 49!

Ich bin 30 und habe mehrere Wirbel die renovierungsbedürftig
aussehen. Mir wurde mal von einer freundlichen Ärztin im Alter von 16
gesagt ich hätte eine Wirbelsäule wie ein 70jähriger.
Wundere mich nur immer wieder dass ich keine Schmerzen habe.
Sicher ist sie ein bisschen früh dran; aber der ganze Prozess kann ja
auch aufhören bzw. sich so verlangsamen dass es nicht zu mehr
Problemen kommt.

Na wie gesagt, Panik in dem Sinne, dass ihr von so ziemlich
jeder Bewegung mit dem Kopf abgeraten wurde, von Sportarten,
die sie bisher betrieb usw., sprich, von jetzt auf gleich muss
sie sich komplett umstellen, ohne genaue Anleitung, wie sie
das inklusive Job bewältigen soll!

Wie gesagt-ohne Bewegung bekommt sie die Verspannungen des
Jahrhunderts (incl. weiterer Beschwerden).

Ich hatte schon einige Patientinnen mit ähnlicher Diagnose. Bei jeder
war eine Linderung möglich-auch langanhaltend.
Man muss in so einem Fall die HWS „entlasten“, d.h. ihr zusätzliche
Arbeit ersparen.
Dazu braucht man eine gut funktionierende BWS-denn wenn die sich gut
drehen lässt muss das nicht die HWS machen.
Zusätzlich eine gut funktionierende HWS Muskulatur-da bietet sich
wieder mal Feldenkrais an.
Auch tapen der Nackenmuskulatur hilft sehr gut.
Für die Arme noch zusätzlich Nervenmobilisation.
Dazu noch auf die Haltung im Alltag aufpassen (u.a. auch Auto)-und
schon hat man was für die HWS getan.

Wenn man damit früh anfängt kann man eine OP hinauszögern-sie sich
vielleicht sogar sparen?-und hat auch einigermassen Sicherheit nach
der OP gut zurechtzukommen.

Also: tief durchatmen und das ganze nochmal überdenken.

Tschüss

Matthias

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… den Tag nicht vor dem Abend loben.

Bei Dir ist Hopfen und Malz verloren. :wink:

*kopfschüttel*

O.W.

Ok,

danke, ich für meinen Teil fühl mich schon eine ganze Ecke ruhiger - ich habe meiner Mutter einen Link zum Artikelbaum geschickt, vielleicht kann sie sich auch ein wenig entspannen, wenn sie Deine Antwort liest!

Kann ich vielleicht eine Mail schicken, wenn ich Genaueres vom Neurophysiologen weiß? Du kennst die Problematik jetzt, dann muss ich hier nicht immer wieder einen neuen Artikel beginnen!

LG,

Cess

Hallo!

Kannst mich gerne per Mail auf dem laufenden halten-solche Fälle
interessieren mich immer sehr.

Ich kann natürlich nur Tips und Anregungen geben-wie die Sachen
umsetzbar sind hängt immer vom Einzelfall ab.

Tschüss

Matthias

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hallo cess!

nachdem ich mir nun beide postings durchgelesen habe…und auch einige antworten bei denen es mir die sprache fast verschlagen hat, habe ich folgendes zu sagen:

zum einen sehr gut das deine mutter noch keine ausfallserscheinungen hat und ich hoffe das bleibt auch lange so. wenn die stenosierung aber fortschreitet und auf das rückenmark drückt ( das immerhin bis zum 12 brustwirbel geht) können ausfallserscheinungen auftreten, sowie schmerzen.
also ist es auch logisch das du & deine ma erstmal geschockt waren.

es gibt zwar die möglichkeit, daß man operieren kann ( bei zu großer einengung tut man dies auch).diese operationen werden von neurochriurgen durchgeführt.

ich würde euch empfehlen, daß ihr euch mit neurochirurg. und neurologischen kliniken kurzschließt, um euch genauestens beraten zu lassen.
die adressen der kliniken, sowie addresen einer selbsthilfegruppe kann euch entweder die krankenkasse vor ort geben( das kann auch eine sein bei der ihr kein mitglied seid), oder das zuständige gesundheitsamt eurer stadt.

es wäre evtl sinnvoll von einem zweiten facharzt die meinung einzuholen, um festzustellen, ob das risiko bei deiner mutter wirklich schon so hoch ist. versteh mich nicht falsch, aber manchmal sehen vier augen mehr als zwei und zwei gehirne, kommen schneller und besser ans ziel als eines.

die frage ist, warum die hws nach innen stenosiert. haben sie dafür schon eine antwort?

gruß
natascha