Ich habe bis vor einiger Zeit Leistungssport betrieben (Laufen auf Langdistanz, 6x die Woche Training) und war sehr dünn (63kg bei 1.83m). Aufgrund meines Studiums musste ich damit aufhören und ich dachte mein Gewicht würde sich auf ein normales Maß einpendeln. Das tat es aber nicht, ich wiege noch genauso viel (gut, ein bisschen mehr), obwohl ich meine Ernährung beibehielt. Mein damaliger Sportarzt sagte, ich sei vom Körpertyp Ektomorph, d.h. von Natur aus mit wenig Körperfett ausgestattet und daher dünn. Nun hörte ich von einem Bekannten, dass es auch an einer Überfunktion der Schilddrüse liegen kann. Nun bitte ich euch um eure Meinung. Wie kann man herausfinden, woran es wirklich liegt, denn ich möchte diesen Zustand gern ein wenig ändern. Grundumsatzuntersuchung, Schilddrüsenfunktionstest?
Ich danke schon im voraus.
MfG Dirk
Hallo,
sicher kann es mit der Schilddrüse zusammenhängen und das zu überprüfen ist ebenfalls nie verkehrt (Hausarzt, Blutbild, ggf. Überweisung an Facharzt). Allerdings kenne ich genügend Leute die gesund und ähnlich schwer/groß sind wie Du - ohne sportliche Betätigung. Ursache ist - soweit ich das in diesen Fällen überschaue - vor allem unregelmäßige Nahrungsaufnahme und generell kein übermäßig ausgeprägtes Hungergefühl. Zunehmen macht nur Sinn, wenn die Zielsetzung dabei ist Muskeln aufzubauen. D.h. stemm Gewichte, stell’ Dir einen Ernährungsplan zusammen oder laß Dir diesen erstellen. Der ganze Ekto-/Endo-/Mesomorph Quatsch ist ein Produkt der Nahrungsmittelergänzungsindustrie, die damit für den Endkunden leicht vermittelbar Produkte anbieteten kann. Ich habe selbst vor Jahren als ich Langstreckenlauf gemacht habe, vergleichbare Werte wie Du gehabt. Heute liege ich via Kraftsport deutlich über der 100kg Marke. Dein Körper paßt sich der neuen Belastung an, Nahrungsaufnahme und Hungergefühl ändern sich - m.M. ist praktisch nichts beim Menschen unveränderbar.