Thema Bandscheibenvorfall.
Von: , Frage gestellt am Mi, 11. Feb 2004
Ich habe eine Frage zum Thema Bandscheibenvorfall.
Angenommen wird folgender Unfallhergang:
Ein Person ist auf dem Weg zu seiner Arbeit, beim Verlassen des Hauses, ausgerutscht und die Treppe herunter gefallen. Der Mann versuchte noch den Sturz reflexartig abzufangen, ist dann jedoch ungebremst so stark auf das Gesäß gefallen, dass er sich durch die extremen Schmerzen im Rücken und im rechten Bein lange nicht bewegen konnte. Noch in derselben Woche diagnostizierte der Arzt einen Bandscheibenvorfall.
Laut Aussage des behandelnden Arztes der Berufsgenossenschaft handelt es sich bei dem Bandscheibenvorfall nicht um eine durch den Unfall hervorgerufene Erkrankung, sondern um eine Verschleißerscheinung oder einen genetischen Defekt.
Genetischer Defekt scheidet jedoch unserer Meinung nach aus, da Nachforschungen ergeben haben, dass seit drei Generationen keinerlei Bandscheibenprobleme oder ähnliche Auffälligkeiten in der Familie nachweisbar sind.
Bleiben also nur noch die Verschleißerscheinungen und genau in diese Richtung geht meine Frage:
Kann man bei einem 22 jährigen Mann, der vor dem Unfall keinerlei Beschwerden oder Auffälligkeiten hatte, überhaupt von Verschleißerscheinungen sprechen. Zumal dieser bis ein Jahr vor dem Unfall durch seine sportliche Betätigung unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle stand.
Mit freundlichen Grüßen
R. Rathke
