3te Mittelohrentzündung nun Polypen OP ?

Hallo WWW- Experten,

unsere kleine Tochter 3 1/4 Jahre hat nun schon zum dritten Mal innerhalb 3 Monaten eine Mittelohrentzündung. Ausserdem hat sie derzeit einen schlimmen Husten und ist natürlich erkältet.Zweimal erhielt sie bereits Antiobiotika (im Dezember 2003) und im Moment geben wir ihr bei Bedarf lokales Antibiotika direkt in Salbenform in das kranke Ohr. Bisher haben wir das Ohr nur einmal gesalbt. Wir mögen ihr nicht schon wieder ein Antibiotikum geben, war aber laut Facharzt (Hals-Nasen-Ohren) auch im Moment nicht nötig. Obwohl die derzeitige Erkrankung viel schlimmer ist als die beiden Entzündungen vorher.

Nun wurde uns dazu geraten die Polypen bei Ihr zu entfernen. Da die Polypen nun schon mit Abwehrgewebe überwuchert seien und es deswegen laut Facharzt immer wieder zu Mittelohrentzündungen kommt. Und da im Kindergarten jeden Tag ein anderes Kind erkältet ist und unser Kind jede Erkältung aufschnappt…

Meine Frage ist nun habt Ihr Erfahrungen mit dieser 10 minütigen ambulanten OP und wie ging es Eurem Kind danach? Hatte es dannach noch Probleme mit Mittelohrentzündungen?

Wie ausser mit täglich frischem gekochtem Essen zumeist vegetarisch m. Kartoffeln + Gemüse (immer vom Markt) und mit viel frischem Obst (Äpfel, Ananans, Banane, Orangen) + täglichen Spaziergängen an der frischen Luft, können wir unseren Schatz weiter aufbauen? Wie können wir die Abwehrkräfte unseres Kindes mobilisieren/weiter aufbauen, damit sie nicht jeden Infekt aufschnappt der „rumfliegt“???

Lieber Gruss
Daniela, Burkhard und Jolina

unsere kleine Tochter 3 1/4 Jahre hat nun schon zum dritten
Mal innerhalb 3 Monaten eine Mittelohrentzündung. Ausserdem
hat sie derzeit einen schlimmen Husten und ist natürlich
erkältet.Zweimal erhielt sie bereits Antiobiotika (im Dezember
2003) und im Moment geben wir ihr bei Bedarf lokales
Antibiotika direkt in Salbenform in das kranke Ohr. Bisher
haben wir das Ohr nur einmal gesalbt. Wir mögen ihr nicht
schon wieder ein Antibiotikum geben, war aber laut Facharzt
(Hals-Nasen-Ohren) auch im Moment nicht nötig. Obwohl die
derzeitige Erkrankung viel schlimmer ist als die beiden
Entzündungen vorher.

Hallo Daniela

versuchs doch mal mit „Rebstockwasser mit Olivenöl“ aus der Hildegardmedizin. Gibts auf Bestellung in Apotheken. Es wird außen ums Ohr und in die Ohrmuschel aufgetragen, am Anfang in halbstündigen Abständen. Nicht ins Ohr hineinträufeln, obwohl das auch keine Schaden anrichten wird, wenn mal was reinkommt.

Hintergrund bei mir: Ich habe mich auch mal monatelang mit einer Mittelohrentzündung rumgeschleppt und wiederholt Antibiotika bekommen. Eines Samstags Nachmittag sind mir die Antibiotika ausgegangen und die Schmerzen sind immer schlimmer geworden. Da habe ich dann einfach mal das Rebstockwasser ausprobiert, das mir meine Schwester ein paar Wochen zuvor schon empfohlen und mitgebracht hatte. Nach dem Motto: wenns doch nicht hilft, wird es schon nicht schaden. Nach einer halben Stunde war ich zum ersten Mal seit Monaten schmerzfrei. Seitdem verwende ich das immer bei Ohrenschmerzen und es hat jedesmal geholfen.

Mein Sohn spricht auch sehr gut darauf an, und wir konnten selbst eine eitrige Mittelohrentzündung damit kurieren, bei der der Arzt unbedingt Antibiotika verordnen wollte.

Bei meiner Frau wirkt es aus irgendeinem Grund nicht. Also es klappt offenbar nicht immer. Aber ein Versuch wären die ca. 12,- EUR schon wert.

Gruß
Michael

Hallo!

Polypen waren bei mir mit 4 fällig.
Hab meine Mum gefragt. Sie sagt, ich habe den ersten Tag nur gejammert und geschlafen, und am Tag danach mit meinem Opa ein Flugzeugmodell (für die sicher nicht vorhanden gewesene Tapferkeit) gebaut.
Seitdem waren auch meine ständigen infekte und…Mittelohrentzündungen weg.

Liebe Grüße,

Marcus

Polypen
Hallo Daniela!

Die Operation ist ein kleiner Eingriff. Bei Bedarf (Ergüssen) kann sie mit Schnitten ins Trommelfell kombiniert werden.

Die meisten Kinder profitieren nicht nur bezüglich der Mittelohrentzündungen sondern auch mit oft niedrigerer Erkältungsneigung, besserem Schlaf usf.

Die Kinder sind eigentlich recht zügig wieder fit, Komplikationen, (Nachblutung) selten. Übelkeit und Erbrechen durch Narkose und verschlucktes Blut allerdings kommen vor. Wenn die OP ambulant erfolgt, sollte man sich sicher sein, daß man bei Problemen auch einen Ansprechpartner hat.

Manchmal bleibt der Erfolg leider aus, wenn zum Beispiel sehr große Gaumenmandeln auch nach oben drücken oder der Rachen sowieso sehr eng ist, außerdem können die Dinger nachwachsen…

Bei Interesse hab ich unten mal noch bißchen was zum Wirkprinzip der Polypen aufgeschrieben, so daß hoffentlich etwas klarer wird, wie’s kommt, daß die OP auch dem Ohr hilft.

Gruß Peter

Mit Polypen bezeichnet man landläufig die Rachenmandel oder Adenoide, die am Übergang Nase/Nasenrachen am Dach sitzt. Sie gehören zum Lymphgewebe des Rachens. Ihre Vergrößerung ist häufig und kann Probleme mit sich bringen:

  • Verlegung der Nasenatmung, deshalb ständige Mundatmung mit Infektneigung, Schnarchen wie Holzfäller und schlechter Schlaf.

  • Verhinderung des Druckausgleiches des Mittelohres durch Verlegung der Ohrtrompete (die seitlich mündet) zum einen, zum anderen ist die Rachenmandel meist leicht entzündet und die Schwellung greift auf die Öffnung der Ohrtrompete über, weshalb der Druckausgleich und die Belüftung des Ohres noch schlechter gehen…

Das Mittelohr neigt durch Umwandlung seiner Schleimhaut nun zur Bildung von Ergüssen und ist anfälliger für Mittelohrentzündungen…

Die Ergüsse verschlechtern übrigens auch das Hören. Durch Entfernung der Rachenmandel wird (meist)die Belüftung des Mittelohres verbessert, deshalb geht die Neigung zur Mittelohrentzündung zurück.

Das Schnarchen übrigens bildet sich meist erst im Lauf von Wochen zurück…