muskuläre Verspannungen - Schmerzmittel?

Hallo,

bei muskulären Verspannungen mit Schmerzmitteltherapie, sollte man:

1.die Höchstdosis des Schmerzmittels nehmen - 2-3x tgl.
2.die normale Dosis nehmen und alle ca. 4 Std. eine neue Pille einwerfen?
3.die normale Dosis nehmen und erst bei stärkeren Schmerzen eine weitere Pille einwerfen?

Anmerkungen zu den einzelnen Dosierungen:
zu 1.
Ziel wäre die Schmerzen erst gar nicht im „Schmerzgedächtnis“ zu etablieren - sozusagen gleich „im Keim zu ersticken“.
zu 2.
Ziel wäre die Schmerzen auf einem erträglichen Level zu halten.
zu 3.
Ziel wäre die Schmerzen akut zu bekämpfen und die Nebenwirkungen zu reduzieren.

Mich interessiert/interessieren:
-der aktuelle Stand der Wissenschaft
-der allgemeingültige, praktizierte Standard
-die Erfahrungsberichte von Anwendern von Schmerzmitteln

Vielen Dank!

Gruß
karin

Hallo!

Die Etablierung im „Schmerzgedächtnis“ passiert innerhalb 24 Std.; je
nach Stärke der Symptome sogar innerhalb weniger Minuten.
Medikamente die das unterbinden können sind Opiate (zumindest hat man
es bei denen nachgewiesen).

Die Verspannungen sind ein Versuch des Gehirns den Schmerz von selbst
zu unterdrücken-funktioniert leider nicht auf lange Zeit.
Schmerz bleibt nach wie vor „nur“ ein Symptom-d.h. bei vielen steigen
die Dosierungen im Laufe der Zeit um den selben unterdrückenden
Effekt zu erzeugen.

Tschüss

Matthias

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Hallo Matthias,

Die Etablierung im „Schmerzgedächtnis“ passiert innerhalb 24
Std.; je
nach Stärke der Symptome sogar innerhalb weniger Minuten.

hab’ ich nicht gewusst, dass Das so schnell passiert.

Die Verspannungen sind ein Versuch des Gehirns den Schmerz von
selbst
zu unterdrücken-funktioniert leider nicht auf lange Zeit.

Ich hatte eigentlich gedacht, dass sich die Muskeln durch Fehlbelastung „verhärten“ und dadurch einen Teil ihrer Funktionstätigkeit einstellen, was widerum Schmerz verursacht.
Dieser Schmerz ist dann ein Warnsignal, der dem Körper suggeriert, dass man bei bestimmten Bewegungen aufpassen muss, damit sich nicht ein dauerhafter Körperschaden einstellt.
Die Nebenwirkung, die sich allerdings ergibt, ist dann eine Schonhaltung des Körpers, die sich negativ auf andere Muskelgruppen auswirkt.
Um diese Schonhaltung zu vermeiden, sollte man dann Schmerzmittel benützen - natürlich in dem Bewusstsein, dass ein unterdrückter Schmerz auch die Gefahr des Verdrängens der Ausgangsfehlbelastung zur Folge hat.

Schmerz bleibt nach wie vor „nur“ ein Symptom-d.h. bei vielen
steigen
die Dosierungen im Laufe der Zeit um den selben
unterdrückenden
Effekt zu erzeugen.

Das ist mir bewusst. Man sollte die Ausgangsfehlbelastung analysieren und entweder dieselbe Situation vermeiden oder sich einen stabileren Stützapparat, im Sinne von Muskelaufbau, antrainieren.

Du bist aber auf diesem Gebiet der Profi!

Vielen Dank für Deine Antwort!

Gruß
karin