was halten sie von einer dauerhaften einnahme von aspirin? ich habe gehört, daß menschen mit (schlechtem) cholesterin problemen hier gut mit bedient sein sollen - stimmt das?
was für voteile würden sich aus einer dauerhaften einnahme ergeben und ist dies überhaupt ratsam - gibt es nachteile bis auf die finanzielle seite?
Hallo,
Von einer dauerhaften Einnahme von Aspirin ist dringend abzuraten. Bei Dauereinnahme kann es zu Blutungen im Magen-Darmbereich kommen. Weltweit sterben tausende Menschen an den Nebenwirkungen von Aspirin und es ist völlig unverständlich, dass Aspirin weiterhin freiverkäuflich ist (In den USA sterben ebensoviel Menschen am Aspirin, wie an Aids).
Bei uns wurde z.B. Kava Kava unter Rezeptpflicht gestellt, weil der Verdacht bestand, dass 1 Mensch davon eventuell einen Leberschaden erlitten haben könnte.
Über die Aspirintoten in diesem Land regt sich niemand auf.siehe auch hier:
[http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/…](http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_1999/SWB03_99/AspirinNebenwirkung/aspirin nebenwirkung.html)
Gruß
KH
was halten sie von einer dauerhaften einnahme von aspirin? ich
habe gehört, daß menschen mit (schlechtem) cholesterin
problemen hier gut mit bedient sein sollen - stimmt das?
Aspirin 100 ist eine alte Therapie für Herzinfarktgeschädigte oder Menschen mit schon verengten Gefäßen. Das Blut gerinnt langsamer und damit kommt es später oder gar nicht erst zu Verstopfungen.
Ich nehme seit 10 Jahren Aspirin, kenne Leute, die nehmen es seit 25 Jahren. Ohne Nebenwirkungen. Es muß bei Aspirin 100 bleiben. Eine höhere tägliche Dosierung kann den Magen schädigen. KANN ? Muß aber nicht!
bis
auf die finanzielle seite?
Aspirin ist so billig!!! Aber - nur nehmen, wenn der Arzt es anordnet. Hoher Cholestrin ist nicht automatisch eine Herzinfarktgefahr.
Gruß Max
was halten sie von einer dauerhaften einnahme von aspirin?
Wie schon geschrieben, kommt es auf die Dosis an. 100mg pro Tag sieht man heute als ok an. Zusätzlich kann man (ist aber in dem Falle übertrieben) zum SChutz der Magenschleimhaut Protonenpumpenblocker nehmen (z.b. Antra ® - Omeprazol; Pantozol). Manche der ASpirintabletten sind zudem mit einem Überzug versehen, damit die Magenschleimhaut nicht angegriffen wird (die Tablette löst sich später bzw. langsamer).
Außerdem kann man bei Unverträglichkeit auf Clapidogrel umsteigen, was ähnlich wirkt, welches aber wesentlich teurer ist.
siehe zu pro und contra: http://www.cardiovasc.de/index.htm?/hefte/2001/02/8.htm
ich
habe gehört, daß menschen mit (schlechtem) cholesterin
problemen hier gut mit bedient sein sollen - stimmt das?
Jein.
Gegen den hohen Cholesterinspiegel nutzt Aspirin rein gar nichts! Andere Medikamente sind dafür vorgesehen. Außerdem kann man auch anders den CHolesterinspiegel senken (z.b. Ernährung!).
Aber:
CHolesterin lagert sich an den Arterien ab (bzw. genauer das LDL) und bildet somit Unregelmäßigkeiten oder bildhaft gesagt „Haken und Vorsprünge“ aus, an denen die Blutplättchen haften bleiben und es somit zu einem Verschluß des Gefäßes kommen kann.
Aspirin verhindert daß sich die Blutplättchen daran festkleben und beugt somit einem Thrombus oder Embulus vor, die dann zu Schlaganfall oder Herzinfarkt oder… führen.
Ergo:
Aspirin ist durchaus sinnvoll, da es vor einer Gefahr schützt. Aber es bekämpft nur die Folgen des hohen Chol.-Spiegels und beseitigt das Problem nicht an der Wurzel.
Sinnvoll ist es, den CHolesterinspiegel mit anderen Mitteln, Medikamente oder andere Maßnahmen, zu senken und solange er ncoh hoch ist derweilen zum SChutz Aspirin geben. Ist das Ziel erreicht, kann und sollte man Aspirin absetzen.
Die alleinige Gabe von Aspirin ist also unzureichend.
Auch wenn ich dir zustimme, so wollte ich doch anmerken, daß diese Zahlen über die USA mit Vorsicht zu geniessen sind. Leider wird in dem Artikel nciht darauf hingewiesen (wissentlich?), aber die Amerikaner nehmen meist eine höhere Dosis täglich ein!
Es war schwer, einen Hinweis darauf im Netz zu finden, aber hier ist einer: http://www.dgn.org/127.0.html
Da der Artikel sehr lang ist, hier der Auszug: Während in Nordamerika Dosen über 900 mg favorisiert wurden (Dyken et al., 1992) , war in Europa in der Regel eine Dosis um 300 mg als ausreichend angesehen worden (Patrono Roth, 1996) (etwa zum oberen Drittel scrollen)
Einigen Quellen zufolge, ist aber die GEfahr für Blutungen unter ASS-Therapie nicht ganz so hoch: Unter ASS/NSAR-Behandlung ist die Wahrscheinlichkeit mit 0,43 ca. 3-mal und unter niedrigdosierter ASS (R 100 mg) mit 0,32 immerhin ca. 2-mal so hoch wie bei Patienten ohne diese Vorbehandlung (0,15). Für obere gastrointestinale Blutungen zeigte diese Studie, dass die Blutungs-Wahrscheinlichkeit bei symptomatischen internistischen Krankenhauspatienten bei 0,15 liegt. Wenn die Patienten ASS oder NSAR eingenommen haben, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 0,24 und ist über 3-mal so hoch wie bei den nicht vorbehandelten Patienten (0,07). Auffällig war, dass die Blutungs-Wahrscheinlichkeit in der ASS R 100 mg-Gruppe mit 0,19 auch fast 3 mal so hoch war wie die in der non-ASS/NSAR-Gruppe.
aus: http://www.aeksh.de/shae/200005/h005041a.htm
es handelt sich bei der Dauereinnahme von Aspirin immer um eine Risikoabwägung. Aspirin senkt das Infarktrisiko, dafür erhöht es das Risiko von Schäden an Magen und Niere. Bei Menschen mit einem sehr hohen Infarktrisiko (z.B. nach bereits erlittenden Infarkt) ist es normalerweise eine eindeutig gute Sache, das haben große Studien gezeigt. Aber bei Menschen, die noch keinen Infarkt hatten, ist dies Ansichtssache. So auch bei der Darmkrebsprophylaxe, die in den USA eine größere Bedeutung hat.
Wichtig ist noch ein Einnahmehinweis: Magensaftresistentes Aspirin ist immer nüchtern zu nehmen (entgegen der Angabe in den alten Packungsbeilagen). Allerdings schädigt auch dieses den Magen (von der „Blutseite“ her nämlich.
Übrigens ist auch eine Einnahme von 100 mg alle zwei Tage möglich und nahezu genauso effektiv bei weniger Nebenwirkungen.
Alternativen wäre die Mittel Plavix oder Iscover, diese sind genausogut, machen weniger Magenprobleme und sind erheblich teurer.
Hallo Sharon,
Du hast recht. In den USA werden höhere Dosen konsumiert. Aspirin ist dennoch mit Vorsicht anzuwenden, denn neben den bekannten Nebenwirkungen gibt es noch weitere, weniger bekannte. So sollten Allergiker und Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten sehr vorsichtig sein und die ototoxische Wirkung von Aspirin ist bei Menschen mit Tinnitus durchaus bekannt.
Ich bin der Meinung, dass angesichts der potentiellen Gefährlichkeit von Aspirin eine Verschreibungspflicht angemessen wäre, aber Bayer wird dies mit Sicherheit verhindern.Ist es nicht seltsam, dass andere Medikamente mit weitaus geringerem Risikopotential verschreibungspflichtig sind?
Gruß
KH
Dem hab ich nichts mehr hinzuzufügen
Wenn du das so stehen läßt, bin ich ganz deiner Meinung.
Dein Anfangsposting hatte nur auf den ersten Blick etwas dramatisch geklungen
hallo mschinenraum,
abgesehen von sinn und/oder unsinn von aspirin-dauereinnahme wäre es schon sinnvoll zu wissen, was du unter HOHEM cholesterin verstehst… allein hier wäre wohl eine grundsatzdiskussion fällig, wobei du nie allein das gesamt-chol betrachten solltest, sondern immer hdl und ldl-werte mit in die betrachtung einbeziehen solltest.
also, wie „hoch“ ist denn das cholesterin, dass es dir therapiebedürtig erscheint??
gruss karin