Rauchen in der schwangerschaft

hallo liebe www’ler,

meine schwester ist mal wieder schwanger (*freu*) und hat nun eine frage, die ich für sie stelle.
meine schwester raucht, aber sie reduziert das in der schwangerschaft drastisch.
so richtig aufhören, das gelingt ihr nicht.
nun ihre frage:
ab wann ist das rauchen in der schwangerschaft so RICHTIG bedenklich?
sie raucht manchmal eine zigarette am tag, manchmal nur zwei, drei züge pro tag und manchmal auch einen tag lang garnicht.
wenn nun jemand zu ihr sagen würde: „eine zigarette pro tag ist ok“, dann würde sie auf keinen fall zwei rauchen und vielleicht lieber zwei halbe pro tag. oder vielleicht sind ja auch 2 bis 3 zigaretten pro tag noch akzeptabel???
(ich möchte anmerken, daß meine schwester seit 13 jahren pro tag ca. 1/2 bis 1 schachteln raucht und ich es gut finde, daß sie sich überhaupt so im griff hat und ich möchte hier auch keine antworten in form von: „am besten soll sie es ganz lassen“ hören, denn das ist immer leichter gesagt als getan). mir ist wichtig, zu erfahren, ob es einen grenzbereicht gibt in dem sich sich bewegen kann ohne riesige gefahren für das kind einzugehen. gibt es hier irgendwelche erfahrungswerte?

liebe grüße
yvi

Hi Yvi,

Da du nur nach den Auswirkungen des Rauchens gefargt hast, und nicht nach meiner Meinung :wink:

mußte für meine letzte Klausur lernen:
statistisch gesehen führt der Konsum von bis zu 5 Zigaretten am Tag zu keinen nachweisbaren Konsequenzen für das Kind.

Hier mußt du aber beachten, dass es „statistisch“ gesehen ist. Es gibt also welche bei denen schaden 10 Zigaretten nicht, andere haben schon bei einer Probleme…
Ausserdem denke ich, wenn du den Zigarettenkonsum deiner Schwester „legalisierst“, in dem du sagst, dass es ja nicht schlimm ist 2 Zigaretten zu rauchen, werden es schnell wieder mehr werden… Denn es ist ja nicht so schlimm…

Lieber ganz lassen würde ich sagen

lg
m.
die wohl aufhört zu rauchen, wenn sie dann mal schwanger ist :wink:

Liebe Ivy,

ich werde dir hier keinen Freifahrtschein ausstellen (bzw. deiner Schwester)

Bin selbst starke Raucherin 30 St. am Tag, starke Marke…

Habe es trotzdem während beider Schwangerschaften geschafft, aufzuhören.

Davon ab, dass mein Partner es NIEMALS akzeptiert hätte, wäre ich NIEMALS damit fertig geworden, hätte meinem Zwerg auch nur die kleinste Kleinigkeit gefehlt.
Nicht auszudenken, es wäre mit einem Herzfehler o. ähnl. zur Welt gekommen. Das hätte nicht mit dem Rauchen zusammenhängen müssen - aber den Vorwurf hätte ich mir zeitlebens gemacht! (Meine Familie mir dann übrigens auch)

Ich finde den Anblick rauchender Schwangerer einfach nur ekelhaft. Und es gibt keine Entschuldigung fürs Nichtaufhören, wenn es um ein neues Leben geht!

Gruß, ironlady

P.S. Zur fachlichen Seite: gib doch bei google einfach mal „Schwangerschaft und Rauchen“ ein. Das sollte genügen…

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Hallo:yvi
Na, da lehnen wir uns aber genüßlich zurück, rauchen eine und warten alle darauf, was Oliver-Michael dazu (sein Lieblingsthema) zu sagen hat…
Gruss, Branden

Hallo,

als Heilpädagogin kenne ich mich (etwas) mit vorgeburtlichen Risikofaktoren aus, und wage deshalb eine Antwort:

1 - 2 Zigaretten pro Tag können den Kind aller Wahrscheinlichkeit nach nicht schaden.

Jetzt kommen mehrere große „aber“
starkes Rauchen generell (auch vor der Schwangerschaft) kann die Zellteilung stören, und die Versorgung des Säuglings in der Gebärmutter verschlechtern. Vor allem, da es meist ein paar Wochen dauert bis Frau weiß, dass sie schwanger ist.
Aber die Phase ist ja bei deiner Schwester eh vorbei, das könnte vielleicht fürs nächste Kind zu denken geben

starkes Rauchen nach der Entbindung schadet natürlich dem Säugling, wenn er den Rauch einatmen muss.(mehr Allergien, mehr Asthma, mehr Hyperaktivität)

Starkes Rauchen während der Stillzeit: habe ich leider keine Info, ist aber sicher nicht zuträglich.

1 - 2 Zigaretten schaden WAHRSCHEINLICH nicht. 100 prozentig ist es aber bei so etwas kompliziertem wie dem menschlichen Organismus nicht auszuschließen.

und fast das wichtigste:
sollte dem Kind irgendetwas fehlen, wird deine Schwester sich sicher, wie alle Eltern, fragen: Habe ich etwas falsch gemacht? Die wenigen Zigaretten die sie geraucht hat werden ihr dann „schwer im Magen liegen“, auch wenn sie wahrscheinlich mit der Erkrankung des Kindes gar nichts zu tun haben. Ob sie mit diesem (zugegenben kleinen) Risiko leben kann, muss deine Schwester selbst entscheiden.

Gruß Martina

Hallo,

sicher gibt es keine Alles-oder-Nichts-Schwelle, so nach dem Motto: bis zu x Stück am Tag ist’s ok. Es ist tatsächlich nie ok. Das Risiko für das Kind steigt aber mit der Zahl der Zigaretten. Unten wurde ja schon gesagt, daß statistisch gesehen 5 Zigaretten/Tag einen nachweisbar schlechten Einfluß auf das Kind haben. Blöd halt, daß das „statistisch“ ist. Ein Risiko besteht immer, und deine Freundin bekommt nicht 1000 Kinder, mit denen sie statistische Erhebungen machen kann, sondern sie bekommt ein Kind. Tja, und wenn das nicht gesund ist, was dann?

denn das ist immer leichter gesagt als getan.

Aber es ist leichter getan als hinterher mit Selbst-(und Fremd-)vorwürfen und einem kranken/behinderten Kind zu leben. Sein Leben lang.

gibt es hier irgendwelche erfahrungswerte?

Der Erfahrungswert ist: Je mehr, desto schlimmer.

Übrigends zählt Passivrauchen mit!

Viele Grüße,
Jochen

hi Yvi
das ist lächerlich!
wenn sie es schon geschafft hat, auf ein paarzüge am tag zu reduzieren, na aber hallooooo… dann kann sie ja wohl auch ganz aufhören!!!
ich weiss wovon ich rede, rauchte 1-2 schachteln pro tag und hörte bei meiner (zwillings-)schwangerschaft natürlich sofort auf… man trinkt ja schliesslich auch keinen alk, oder???
jegliches gift kann das kind schädigen und wie soll man damit ein leben lang klarkommen???
drück euch die daumen, dass es klappt
karin

Hallo Yvi,

als meine Tante mit ihren Kids schwanger war, hat man ihr gesagt sie solle nicht sofort mit dem Rauchen aufhoeren weil das mehr dem Kind sschadet als das reduzieren der Glimmstengel pro Tag. Ich weiss allerdings nicht ob das tatsaechlich so ist. Abgesehen davon, dass ihr aeltester hyperaktiv ist, sind alle vier Kids voellig gesund. Meine Mutter hat extrem geraucht waehrend ihrer Schwangerschaften und ich hatte bei der Geburt Untergewicht und etliche Infektionen im Mundbereich die Tage nach meiner Geburt.

Ich weiss Du moechtest sowas nicht hoeren… Aber, wenn sie es schon schafft mal einen Tag lang nicht zu rauchen, dann koennte sie es ja als Anfang zum aufhoeren nehmen.
Ich rauche selber nicht und weiss nicht wie schwer oder leicht es ist aufzuhoeren, ich fand es immer sehr leicht dem Kram zu wiederstehen:smile:)
Wuensche Deiner Schwester aber viel Glueck egal wie sich letztendlich entscheidet und wuensche ihr eine tolle Zeit (Schwanger und auch spaeter mit dem Kind).

Alles Gute
Stefanie

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Hallo ivy,
es gibt keinen solchen definierten Grenzbereich wie du ihn gerne hören möchtest. Jeder Mensch reagiert individuell auf zugeführte Gifte, manche Ungeborene überstehen rauchen, saufen und ähnliche Exzesse der werdenden Mütter völlig unbeschadet, andere tragen extreme Behinderungen davon, kein Arzt wird diesen Freifahrtschein ausstellen können, da jedes Individuum von einer anderen Menge Schadstoff geschädigt werden kann. Erwiesen ist, dass plötzliches Rauchen aufhören im 1. Drittel der Schwangerschaft zu Fehlgeburten führen kann, erwiesen ist auch, dass Neugeborenen,Säuglinge und auch Ungeborene unter Entzugserscheinungen nach einem Nikotinentzug leiden. Welche Risiken Rauchen in der Schwangerschaft birgt sind hinlänglich bekannt, vor allem bei Rauchern.
Diesen Gewissenskonflikt wirst du deiner Schwester nicht abnehmen können.
Gruß
Iris (selbst Raucherin, Mutter von 2 gesunden Söhnen, die so eklig war in beiden Schwangerschaften zu rauchen, und bei jeder Zigarette Schuldgefühle hatte, was einen Gutteil der Schwangerschaft versaut hat!!)

Hallo,
unabhängig von den Risiken frage ich mich, wo der Vorteil des „Minimalrauchens“ gegenüber dem Nichtrauchen für den einzelnen liegen soll. Was bringt es einem Raucher mit z.B. 30 Kippen pro Tag plötzlich nur noch 1-2 zu rauchen ? Die hat er sich ja früher bereits vor dem Frühstück zum „warmwerden“ reingezogen.

Gruss
Enno

hallo enno,

ich als nichtraucherin kann das auch nicht verstehen.
ich verstehe nur so viel, daß rauchen eine sucht ist
und meine schwester einfach ab und zu an einer kippe ziehen MUSS.
und wenn sie sich vornimmt, nur eine am tag zu rauchen,
oder nur ein paar züge zu nehmen, „wenns unbedingt sein muss“, dann weiß ich, daß sie das nur dann macht, wenns unbedingt sein muß
und das „gönnt“ sie sich dann und freut sich drauf.
ich weiß nicht, ob es mir leicht fallen würde, in der schwangerschaft KEINE schokolade zu essen oder ob ich nicht fragen würde: „kann ich nicht ein stück pro tag essen“ und dann würd ich mich immmer auf dieses stückchen freuen. ich vergleiche das immer mit „meiner schokolade“. ich wollte auch nicht komplett darauf verzichten.
ich habe ja einigen antworten bekommen,
die ich meiner schwester weitergeleitet habe und nun ist es an ihr, sich zu überlegen, was sie machen soll und will.
die unterschiedlichkeit der antworten war interessant, fand ich.

danke an dieser stelle für alle postings.

gruß yvi

Bin selbst starke Raucherin 30 St. am Tag, starke Marke…

Habe es trotzdem während beider Schwangerschaften geschafft,
aufzuhören.

Glückwunsch, aber du scheinst dich auf dieser Leistung ganz schön auszuruhen! Das sage ich deshalb so aggressiv, weil du deinen Ton selbst so aggressiv hältst! Das ist ja wirklich schon eine schöne Leistung, aber dass du deine beiden Kinder tagtäglich zuqualmst ist jetzt egal, oder wie???

Ich finde den Anblick rauchender Schwangerer einfach nur
ekelhaft. Und es gibt keine Entschuldigung fürs Nichtaufhören,
wenn es um ein neues Leben geht!

Ich finde den Anblick rauchender Menschen, in deren Umfeld sich Kleinkinder oder auch größere Kinder befinden auch ekelhaft!! Das sind echt die besten -finde ich- hören mal kurzzeitig auf, berufen sich auf Moral, Standhaftigkeit etc, und finden sich dann ein Leben lang toll…
Sorry
Gruß
Jeanny

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