Lymphknoten am unteren Ende des Kehlkopfes?

Von: , Frage gestellt am Fr, 27. Feb 2004

Hallo Mediziner,

ich bin Laie und habe folgende Frage: Gibt es am unteren Ende des Kehlkopfes, und zwar ungefähr da, wo die Speiseröhre anfängt, Lymphknoten oder nicht?

Hintergrund der Frage ist eine myofuntionelle Schluckstörung mit Globusgefühl auf Höhe des "Adamsapfels" (in Verbindung mit einer bereits vorhandenen hyperfunktionellen Dysphonie, also einer Stimmstörung mit Fehlfunktion der Stimmlippen), und zusätzlich am Ende eines jeden Schluckvorganges lymphknotenschmerzähnliche Schmerzen unterhalb des Kehlkopfes rechts und links von der Mitte (einen Tag rechts, einen Tag links). HNO-Arzt (Kehlkopfspezialist) hat mehrmals Lupenlaryngoskopien gemacht, daruter auch eine ziemlich gründliche bis runter in die Speiseröhre, hat aber nichts gefunden. Das hinter dem Adamsapfel vorhandene Globusgefühl beim Schlucken führt er auf eine Verkrampfung der Kehlkopfmuskulatur in Verbindung mit der Stimmstörung zurück.

Also, die Frage ist eigentlich nur: Könnten diese Schluckschmerzen unter dem Kehlkopf, etwa 1-2 cm über dem Schlüsselbein, von Lymphknoten kommen oder von was sonst?

Vielen Dank!

Donovan

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 6 Minuten 0 hilfreich
    Noch eine Zusatzinfo

    Der HNO-Arzt hat auch die Schilddrüse und diese eine daumendicke Vene untersucht und mir die Abzüge gezeigt: Alles OK. Dies hat er dann als Ursache für diese Schluckschmerzen ausgeschlossen...

    • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
      Wie groß war die SD denn ?


      Hallo Donavan,

      hast du die Sonobefunde in Kopie bekommen, wenn nicht, kann ich dir nur raten, sie dir zu besorgen;
      Zusammen mit beispielsweise einer Fehlstellung der HWS kann dies schon mal Probs machen.

      Es sind aktuell aber auch wieder jede Menge Viren im Umlauf, die derartige Beschwerden machen.

      Hast du denn Fieber dabei oder fühlst dich krank ???

      lieben Gruß Sonja

  2. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Lymphknoten am unteren Ende des Kehlkopfes?

    Ich habe meine Anatomie-Atlanten zwar verlegt, aber ich denke nicht, dass Lymphknoten die Schluckstörung bedingen. Wenn, müssten diese erstens vergrössert bzw. verhärtet sein und würden dann nicht nur isoliert an einer Stelle vergrössert sein. Man müsste dann doch schon von einem Tumor bzw. Lymphom ausgehen, was zu ganz erheblichen Problemen führen würde. Wäre es ein Tumor des Kehlkopfes hätte der Arzt dies entdeckt.

    Es gibt schon eine Reihe von organischen (körperlichen) Ursachen von Schluckstörungen bzw. Globusgefühl (Fremdkörpergefühl). Aber längst nicht soviel, wie immer angenommen wird. Die meisten kann man vergleichsweise einfach erkennen. Und weit mehr sind durch psychogene Faktoren (möglicherweise bei Vorliegen einer organischen Krankheitsfaktors) bedingt.
    Es ist eher ein Problem der Selbstbeobachtung bzw. Unsicherheit im Umgang mit der Aussage des/ der Ärzte. Wenn ein Arzt sagt : "Ich kann da nichts finden2 (andere Umschreibung für o.B. = ohne Befund) heisst dies natürlich nie mit 100% Sicherheit, dass da nichts ist. Aber die Patienten (und einige Ärzte) machen aus dieser Restunsicherheit einen Elefanten. Sie hören da heraus : "Oh, das ist so gefährlich und selten, dass sogar mehrere Ärzte es nicht finden können"...

    Sowas mag bei einem technischen Defekt eines Autos vielleicht gelten, in der Medizin ist dies trügerisch. Körperliche Beschwerden werden meist im Gehirn wahrgenommen. Die Bewertung einer körperlichen Veränderung als "pathologisch" bzw. gefährlich hängt aber eben nicht nur mit der tatsächlichen Bedrohung für den Körper zusammen. Allein die Besorgnis oder die ständige Beschäftigung mit einer störenden Veränderung kann zu einem Aufschaukeln führen.

    Ein Beispiel : Wenn man einen kleinen Stein im Socken hat, kann dies vielleicht bei einem Spaziergang mit mehreren Leuten garnicht weiter auffallen. Man registriert ihn kaum, bzw. die (vorhandene) Wahrnehmung am Fuss wird im Gehirn weggefiltert. Anders mag dies Aussehen, wenn nun eine Tänzerin kurz vor dem Auftritt im Ballett so einen Stein bemerken würde. Sie würde mit ziemlicher Sicherheit darauf achten. Gerade dann, wenn sie das eigentlich kleine Problem nicht abstellen kann (z.B. weil es Mitten in einer Aufführung wäre). Dann würde die gleiche Störquelle wahrscheinlich ganz anders wahrgenommen. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Lymphknoten am unteren Ende des Kehlkopfes?

      OK, vielen Dank... Eingebildet ist der Schmerz natürlich nicht. Er ist deutlich zu spüren, bei jedem Schlucken. Aber recht hast Du natürlich mit der Aussage, daß man durch die ständige Konzentration auf den Schmerz das Ding noch schlimmer werden läßt. Sagt die Logopädin auch. OK, ich werde mal gucken, ob ich das ständige Schlucken (meist sogar ein Kontroll-Schlucken so nach dem Motto: "Na, tut's vielleicht ausnahmsweise mal NICHT weh?") abstellen kann...
      Danke!
      Donovan Ich habe meine Anatomie-Atlanten zwar verlegt, aber ich denke
      nicht, dass Lymphknoten die Schluckstörung bedingen. Wenn,
      müssten diese erstens vergrössert bzw. verhärtet sein und
      würden dann nicht nur isoliert an einer Stelle vergrössert
      sein. Man müsste dann doch schon von einem Tumor bzw. Lymphom
      ausgehen, was zu ganz erheblichen Problemen führen würde. Wäre
      es ein Tumor des Kehlkopfes hätte der Arzt dies entdeckt.

      Es gibt schon eine Reihe von organischen (körperlichen)
      Ursachen von Schluckstörungen bzw. Globusgefühl
      (Fremdkörpergefühl). Aber längst nicht soviel, wie immer
      angenommen wird. Die meisten kann man vergleichsweise einfach
      erkennen. Und weit mehr sind durch psychogene Faktoren
      (möglicherweise bei Vorliegen einer organischen
      Krankheitsfaktors) bedingt.
      Es ist eher ein Problem der Selbstbeobachtung bzw.
      Unsicherheit im Umgang mit der Aussage des/ der Ärzte. Wenn
      ein Arzt sagt : "Ich kann da nichts finden2 (andere
      Umschreibung für o.B. = ohne Befund) heisst dies natürlich nie
      mit 100% Sicherheit, dass da nichts ist. Aber die Patienten
      (und einige Ärzte) machen aus dieser Restunsicherheit einen
      Elefanten. Sie hören da heraus : "Oh, das ist so gefährlich
      und selten, dass sogar mehrere Ärzte es nicht finden
      können"...

      Sowas mag bei einem technischen Defekt eines Autos vielleicht
      gelten, in der Medizin ist dies trügerisch. Körperliche
      Beschwerden werden meist im Gehirn wahrgenommen. Die Bewertung
      einer körperlichen Veränderung als "pathologisch" bzw.
      gefährlich hängt aber eben nicht nur mit der tatsächlichen
      Bedrohung für den Körper zusammen. Allein die Besorgnis oder
      die ständige Beschäftigung mit einer störenden Veränderung
      kann zu einem Aufschaukeln führen.

      Ein Beispiel : Wenn man einen kleinen Stein im Socken hat,
      kann dies vielleicht bei einem Spaziergang mit mehreren Leuten
      garnicht weiter auffallen. Man registriert ihn kaum, bzw. die
      (vorhandene) Wahrnehmung am Fuss wird im Gehirn weggefiltert.
      Anders mag dies Aussehen, wenn nun eine Tänzerin kurz vor dem
      Auftritt im Ballett so einen Stein bemerken würde. Sie würde
      mit ziemlicher Sicherheit darauf achten. Gerade dann, wenn sie
      das eigentlich kleine Problem nicht abstellen kann (z.B. weil
      es Mitten in einer Aufführung wäre). Dann würde die gleiche
      Störquelle wahrscheinlich ganz anders wahrgenommen.

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