Re^2: Lymphknoten am unteren Ende des Kehlkopfes?
OK, vielen Dank... Eingebildet ist der Schmerz natürlich nicht. Er ist deutlich zu spüren, bei jedem Schlucken. Aber recht hast Du natürlich mit der Aussage, daß man durch die ständige Konzentration auf den Schmerz das Ding noch schlimmer werden läßt. Sagt die Logopädin auch. OK, ich werde mal gucken, ob ich das ständige Schlucken (meist sogar ein Kontroll-Schlucken so nach dem Motto: "Na, tut's vielleicht ausnahmsweise mal NICHT weh?") abstellen kann...
Danke!
Donovan
Ich habe meine Anatomie-Atlanten zwar verlegt, aber ich denke
nicht, dass Lymphknoten die Schluckstörung bedingen. Wenn,
müssten diese erstens vergrössert bzw. verhärtet sein und
würden dann nicht nur isoliert an einer Stelle vergrössert
sein. Man müsste dann doch schon von einem Tumor bzw. Lymphom
ausgehen, was zu ganz erheblichen Problemen führen würde. Wäre
es ein Tumor des Kehlkopfes hätte der Arzt dies entdeckt.
Es gibt schon eine Reihe von organischen (körperlichen)
Ursachen von Schluckstörungen bzw. Globusgefühl
(Fremdkörpergefühl). Aber längst nicht soviel, wie immer
angenommen wird. Die meisten kann man vergleichsweise einfach
erkennen. Und weit mehr sind durch psychogene Faktoren
(möglicherweise bei Vorliegen einer organischen
Krankheitsfaktors) bedingt.
Es ist eher ein Problem der Selbstbeobachtung bzw.
Unsicherheit im Umgang mit der Aussage des/ der Ärzte. Wenn
ein Arzt sagt : "Ich kann da nichts finden2 (andere
Umschreibung für o.B. = ohne Befund) heisst dies natürlich nie
mit 100% Sicherheit, dass da nichts ist. Aber die Patienten
(und einige Ärzte) machen aus dieser Restunsicherheit einen
Elefanten. Sie hören da heraus : "Oh, das ist so gefährlich
und selten, dass sogar mehrere Ärzte es nicht finden
können"...
Sowas mag bei einem technischen Defekt eines Autos vielleicht
gelten, in der Medizin ist dies trügerisch. Körperliche
Beschwerden werden meist im Gehirn wahrgenommen. Die Bewertung
einer körperlichen Veränderung als "pathologisch" bzw.
gefährlich hängt aber eben nicht nur mit der tatsächlichen
Bedrohung für den Körper zusammen. Allein die Besorgnis oder
die ständige Beschäftigung mit einer störenden Veränderung
kann zu einem Aufschaukeln führen.
Ein Beispiel : Wenn man einen kleinen Stein im Socken hat,
kann dies vielleicht bei einem Spaziergang mit mehreren Leuten
garnicht weiter auffallen. Man registriert ihn kaum, bzw. die
(vorhandene) Wahrnehmung am Fuss wird im Gehirn weggefiltert.
Anders mag dies Aussehen, wenn nun eine Tänzerin kurz vor dem
Auftritt im Ballett so einen Stein bemerken würde. Sie würde
mit ziemlicher Sicherheit darauf achten. Gerade dann, wenn sie
das eigentlich kleine Problem nicht abstellen kann (z.B. weil
es Mitten in einer Aufführung wäre). Dann würde die gleiche
Störquelle wahrscheinlich ganz anders wahrgenommen.