narkose-nachtrag :-)

Von: , Frage gestellt am Do, 20. Apr 2000

hallo!

So, da bin ich wieder. hatte vor etwa einer Woche einen eintrag geschrieben mit der Frage, was ihr empfehlen würdet- Vollnarkose oder Spinal-Anästhesie bei einer Arthroskopie.
Kurz gefasst, die Ärztin hat mich gar nicht vor die wahl gestellt, sondern nur von Vollnarkose geredet. Auf mein Nachfragen meinte sie, dass das Kopfschmerzrisiko bei jungen Leuten so hoch sei, so dass sie eine spinale A. ablehnt, aber wenn ich unbedingt will, ginge das natürlich auch. habe dann aber abgelehnt, da meine insulinpumpe bei der Op so oder so abgelegt werden sollte (die war sich zu unsicher, die Frau, udn hat sich mit diabetes auch ncith sonderlich ausgekannt :-(..)
Ende der geschichte: Trotz Zusage habe ich während der OP _KEIN_ Insulin bekommen (sollte laut absprache über perfusor kommen)...ausser Blutzuckerwerten über 300mg/dl hatte dies aber zum Glück keine Nachwirkungen. leider habe ich keinen Arzt mehr "erwischt", mit dem ich reden konnte deswegen (hat mich sauber geärgert, denn ich habe sowieso stark mit dem Zucker zu kämpfen)...und zugegebenermassen bin ich auch ein ziemlich schüchternes wesen...
Ansonsten, die OP (war wegen Plica-syndrom (schleimhautfalten behindern die Bewegung der Kniescheibe)) ist gut verlaufen, alles heilt so wie es soll, und das erleichtert mich sehr, gerade weil ich leider unter leichten (?) Wundheilungsstörungen zu leiden habe...

Lou *die mit krücken durch die welt humpelt*

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 9 Stunden hilfreich
    Re: narkose

    Hi Lou :o)

    Schade daß ich deine Frage verpaßt habe. Ich hatte auch eine Arthroskopie, konnte aber die Anästhesistin von der Sinnhaftigkeit eines Blocks überzeugen. Also keine spinale, keine Vollnarkose, sondern die gezielte Injektion eines Anästhetikums-Depots in die Markscheide des versorgenden Nervs. Vorteil: Das andere Bein war voll bewegungsfähig und ich hatte null Schmerzen, da das Depot 6 Stunden vorhielt. Das Setzen des Blocks war ein bißchen unangenehm, zuerst kam eine kleine lokale Anästesie knapp unter dem Po, dann wurde mit einer Hohlnadel der Nerv gesucht. In der Nadel war eine kleine Elektrode, sodaß das Erreichen des Nervs mit einem kleinen Stromstoß überprüft werden konnte. Wenn die Nadel richtig sitzt zappelt dann das Bein :o). Durch die Nadel dann das Depot gespritzt und fertig. Und ich konnte auf dem Monitor zusehen wie das Innere meines Knies repariert wurde und ergriffen den Kommentaren des Chirurgen lauschen °grins°

    Aber vielleicht sind wir hier in Österreich ein bißchen weiter °kicher°

    °wink°

    Tiger

  2. Antwort von nach 8 Tagen hilfreich
    Re: Spinalanästhesie - Die ganze Wahrheit ;-)

    Kurz gefasst, die Ärztin hat mich gar
    nicht vor die wahl gestellt, sondern nur
    von Vollnarkose geredet. Auf mein
    Nachfragen meinte sie, dass das
    Kopfschmerzrisiko bei jungen Leuten so
    hoch sei, so dass sie eine spinale A.
    ablehnt, aber wenn ich unbedingt will,
    ginge das natürlich auch.
    Hatte zufällig auch vor paar Tagen eine OP. Mir hat der Anästhesist Spinal empfohlen. Hatte auch keinerlei Kopfschmerzen oder ähnliches. Der Arzt meinte bei der Vollnarkose wäre das Risiko höher, da sie beatmen müssten. Also habe ich Spinal genommen und würde es jederzeit wieder tun!
    Vorteile:
    - Man ist nicht müde danach. Man kann sofort wieder trinken und essen. Man bekommt keine Infusionen (ausser während der OP).
    - Man sieht den OP mal von innen und kann entspannende Musik dabei hören.
    - Man braucht weder Herz- noch Kreislauf-Monitoring.
    Nachteil:
    - Im Aufwachraum ist es irre langweilig, da man ja eigentlich wach ist.

    Das mit dem Wasserlassen ist übrigens auch kein Problem. Bei der Narkose entsteht eine Lähmung des Blasenmuskels. Erst nach etwa 5-6 Stunden (wenn die Beine wieder kribbeln) muss man auf die Toilette.

    Fazit: Keine Angst vor Spinal! Wenn ordentlich gemacht, ist es wirklich entspannend!

    Ciao
    Kaj

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