Schlaganfall - Diagnose

Hallo Experten

Ich habe hier im Forum schon einiges über Schlaganfälle gelesen, aber meine Frage konnte dadurch noch nicht beantwortet werden.

Ich habe den Verdacht, daß ich letztes Jahr einen Schlaganfall hatte. Symptome gab es recht viele.
An einem Abend war kurzzeitig mein linker Arm und die Hand gelähmt. Am nächsten Tag mußte ich feststellen, daß ich aus den Ohren leicht geblutet hatte (nicht sehr stark) und plötzlich hatte ich Schwierigkeiten mit manchen Wörtern. So habe ich z.b. „von“ mit „f“ geschrieben, als wenn ich es schon immer so gemacht hätte. Mir war es zwar bewußt, aber es ging automatisch. Ebenso muß ich seit der Zeit manche Wörter immer wieder nachgucken, die eigentlich selbstverständlich sind. Z.B. wird Hals jetzt mit s oder z geschrieben? Allmählich mit h oder ohne? usw. Es ist als wenn mir ein Teil der früher selbstverständlich für mich war, auf einmal weg wäre.
Es sind zwar nur viele kleine solche Dinge, aber sie traten gehäuft auf. Ich habe mir erst nichts dabei gedacht, hab es auf Stress oder ähnliches zurückgeführt.
Aber im Laufe der Zeit mußte ich feststellen, daß sich dadurch einiges an meiner Persönlichkeit geändert hat. Ich war früher ein As in Rechtschreibung und Ausdruck. Konnte schnell lernen und hatte eine gute Konzentration und ein gutes Gedächtnis.
Seit der Zeit kann ich mich kaum auf eine DIN A4 Seite konzentrieren und schreibe vieles falsch. Bei gesprächen verliere ich oft den Faden etc. bzw.
Ich muß vieles wieder neu lernen.
Das alles hat mich und mein Leben in letzter Zeit schon sehr belastet und daher auch viel Unsicherheit ausgelöst.
Seit einigen Monaten hab ich auch ziemlich schlimme KOpfschmerzen, aus denne ich mir bisher auch nicht gemacht habe, weil ich viel KOpfschmerzen habe, aber die sind anders.

Vorbelastet bin ich auch. Mein opa ist nach einem stillen Schlaganfall gestorben, mein Vater hatte schonmal Thrombose und meine Oma was mit den Nieren usw.

Ich hab mich schon sehr lange davor gedrückt, das mal abchecken zu lassen, weil ich Angst davor habe, was mir der Arzt sagt (auch wegen KOpfschmerzen usw).
Aber da ich vorhatte mich irgendwann mal selbständig zu machen und das ganze mir eh schon mein Leben schwer macht, bleibt mir wohl jetzt nichts anderes übrig, als mich dem zu stellen.

Jetzt frage ich mich auch, ob man das überhaupt noch nach einem Jahr nachweisen kann, daß man einen Schlaganfall hatte. Auf entsprechenden Fachseiten (im Internet) für Schlaganfälle habe ich nichts gefunden und auch in den Foren nicht.
Ich würde damit wenn zu einem neurologischen Arzt gehen, bei dem ich früher wegen meiner Kopfschmerzen war, oder ist der nicht dafür zuständig?

Wäre nett wenn mir hierzu jemand was sagen könnte.

LG
Sybille

Hi,

eine Diagnose übers Internet ist natürlich nicht zuverlässig machbar, deswegen versuch ich es auch gar nicht. Was ich dir aber sagen kann, ist, daß das Symptome sind, die auf eine neurologische Krankheit bzw. ein Syndrom hindeuten. Also ist der Gang zum Neurologen ganz richtig, der ist der zuständige Facharzt.

Und keine Angst vor der Diagnose, denn das ist der erste Schritt zur Heilung bzw. Rehabilitation!

Gruß

Yoyi

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Ja!
Hallo Sybille!

Ja, je nachdem, was das damals war, kann man noch was nachweisen, zum Beispiel im Computertomogramm
Ja, der Neurologe ist zuständig und ich würde zügig hingehen!

Gruß Peter

HI

. Was ich dir

aber sagen kann, ist, daß das Symptome sind, die auf eine
neurologische Krankheit bzw. ein Syndrom hindeuten.

Das hört sich ja noch schlimmer an.
Was kann man sich darunter vorstellen?

Noch eine Frage. Ich habe gelesen, daß es bei vielen nach nicht mal einem Jahr zum Tode kommt. Gilt das bei jedem Verlauf? Ich meine mal angenommen es war ein Schlaganfall. Muß ich jetzt befürchten, daß ich einfach so umkippe, obwohl ich eigentlich noch gut davon gekommen bin?

Und keine Angst vor der Diagnose, denn das ist der erste
Schritt zur Heilung bzw. Rehabilitation!

Naja das ist leicht gesagt, aber seit ich gerade den Termin beim Neurologen gemacht habe, bin ich noch mehr fertig, als das ganze letzte 3/4 Jahr.
Irgendwie wirken die symptome und die Folgen von dem was es auch immer war, jetzt noch viel realistischer und schlimmer.
Leider ist der Termin erst am 18.3. :frowning:
Die Frau am Telefon meinte etwas von eeg, aber ist das nicht für das Herz? Was hat das denn mit der Sache zu tun?

Vielleicht kann mir hier auch jemand was zu sagen.

unsichere Grüße
Sybille

Hi,

Leider ist der Termin erst am 18.3. :frowning:

Sei froh, das ist sogar ziemlich schnell, normalerweise haben Neurologen ellenlange Wartezeiten, jedenfalls bei uns in der Umgebung.
Wenn Du aber denkst, daß Eile geboten wäre…dann geh ins Krankenhaus…ich wäre glaub ich schon dort gewesen, auch wenn ich Angst hätte.

Die Frau am Telefon meinte etwas von eeg, aber ist das nicht
für das Herz? Was hat das denn mit der Sache zu tun?

Vielleicht kann mir hier auch jemand was zu sagen.

Nein nein, EEG ist schon richtig, das mißt die Hirnströme. EEG: Elektro-Enzephalographie, während EKG die Untersuchung des Herzens ist (Elektro Kardiogramm)

EEG:
http://www.netdoktor.de/ratschlaege/untersuchungen/e…
EKG:
http://www.m-ww.de/enzyklopaedie/diagnosen_therapien…

LG
Maja

Hi,

EEG ist eine Gehirnstrommessung („Elektro-Enzephalographie“), nichts schlimmes, du wirst nicht mal gepiekst :smile:. Der Arzt kann sogenannte „Herdbefunde“ erheben, er erkennt, ob in bestimmten Regionen auffällige Veränderungen der Hirnstromwellen auftreten, daraus kann er schließen, ob du einen Schlaganfall hattest.

Gruß

Yoyi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Das meiste ist ja shcon beantwortet worden, nur eins noch:

Noch eine Frage. Ich habe gelesen, daß es bei vielen nach
nicht mal einem Jahr zum Tode kommt.

Ich habe zwar keine Zahlen dazu, aber es kommt auf die SChwere des SChlaganfalls an und dein Alter. Die meisten Schlaganfälle ereignen sich im höheren Lebensalter und wenn es einen älteren Menschen trifft, endet der dann je nach schwere als Pflegefall. Bettlägerigkeit führt gerade bei älteren häufig und schnell zu Komplikationen. Das ist meist der Grund (neben erneuten Schlaganfällen), warum sie innerhalb kurzer Zeit versterben, das beobachtet man aber auch bei anderen Erkrankungen, wie z.B. bei Schenkelhalsbruch.

Da du aber noch relativ glimpflich davon gekommen und noch jung bist, glaube ich nicht, daß dies dein Schicksal sein wird :wink:

Ich wünsche dir alles Gute!

Gruß,
Sharon

Hi Yoyi

Ja das hat man schonmal bei mir gemacht, mit dem ollen Ding auf dem Kopf…
Ich hab es nur mit dem EKG verwechselt :smile:

Danke

Gruß
Sybille

Don’t Panic!
Hallo Sibylle

Noch eine Frage. Ich habe gelesen, daß es bei vielen nach
nicht mal einem Jahr zum Tode kommt. Gilt das bei jedem
Verlauf?

Das ist Humbug. Ich habe auch mal gehört: „Wenn man einen Schlaganfall bekommen hat, dann kriegt man nach 7 Tagen oder nach 7 Wochen oder nach 7 Jahren wieder einen.“ Das scheint mir ebenso Folklore (Zahlenmystik) wie Humbug zu sein.

Ich meine mal angenommen es war ein Schlaganfall. Muß
ich jetzt befürchten, daß ich einfach so umkippe, obwohl ich
eigentlich noch gut davon gekommen bin?

JA!!! Denn ein Schlaganfall entsteht durch kaputte Gefäße. Und die sind ja wohl nicht besser geworden im Lauf der Zeit. Aber: Durch entsprechende Medikamentierung (bspw. Lorzaar / Diuretikum / ASS etc.), Gewichtsreduktion und Ernährungsumstellung kannst du die Risokofaktoren entscheiden verbessern. Daher halte dich ran, zum Neurologen zu gehen.

Aber du kannst auch vorher zum AllgemeinDoc oder Internisten gehen und die Risikofaktoren (Blutdruck, Cholesterin etc) abchecken und behandeln lassen.

Alles Gute,

Bernhard