ein Bekannter von mir (älterer Jahrgang) hat also einen Harnblasentumor nach Blut im Urin per Elektroschlinge „weggezwickt“ bekommen, und nun geht es um die Frage der zweiten TUR-Operation, der Nachresektion:
Ein hier nicht genannter Mediziner vertritt die Meinung, dass diese Nachresektion nicht erfolgen sollte, wenn die Blutungen zum Stillstand gekommen sind (sind sie auch), zumal der gute Mann schon weit über die 80 ist. Die TNM-Klassifikation war pT1,G2
Andererseits wird von den Krankenhausmedizinern im Allgemeinen die Nachresektion für notwendig gehalten. Was meint Ihr dazu?
zumal der gute
Mann schon weit über die 80 ist. Die TNM-Klassifikation war
pT1,G2
Bin zwar kein Urologe (möchte auch keiner sein), aber als Mediziner wissen wir ja, dass Krebserkrankungen bei Leuten weit über 80 oft nicht mehr zum Tode führen, weil die (Krebs-)Zellen so langsam wachsen und der Mensch oft eher an was anderem stirbt im hohen Alter. Aber grundsätzlich würde ich mich da auf die individuelle Spezialisten-Betreeung verlassen oder aber eine zweite Spezialisten-Meinung (am Patienten, nicht hier im Brett) einholen.
Gruss, Branden
Bin zwar kein Urologe (möchte auch keiner sein), aber als
Mediziner wissen wir ja, dass Krebserkrankungen bei Leuten
weit über 80 oft nicht mehr zum Tode führen, weil die
(Krebs-)Zellen so langsam wachsen und der Mensch oft eher an
was anderem stirbt im hohen Alter.
Schon richtig bzw. meist richtig. Die Frage ist nur: falls es bösartig ist, verbreitet man dann nicht durch rumfummel, stechen und schneiden ggf. Krebszellen in den Blutstrom, die sich dann woanders festsetzen können. Falls es aber gutartig ist, macht man auch nichts verkehrt, wenn man nichts unternimmt.
Aber grundsätzlich würde
ich mich da auf die individuelle Spezialisten-Betreeung
verlassen oder aber eine zweite Spezialisten-Meinung (am
Patienten, nicht hier im Brett) einholen.
Auch das ist wiederum als Privatpatient ein Problem: Rein kassentechnisch wollen die Alle rumschnippeln, am liebsten sofort und in möglichst 100 Teiloperationen. Umgekehrt rümpft man bei Kassenpatienten die Nase. Am liebsten würde ich ihm ja Paris empfehlen, weil die ein anderes Abrechnungsverfahren und auch die besseren Ärzte haben.