'kopf und körper getrennt'

hallo zusammen,

und sorry wegen des blöden titels, aber ich weiß wirklich nicht, wie ich „archivtauglich“ überschreiben könnte…

ein problem ist es nicht, eher eine frage aus interesse:
seit ich mich erinnern kann, habe ich immer wieder phasen, in denen sich mein kopf ‚gefühlsmäßig‘ von meinem restlichen körper trennt. paradebeispiel: ich liege abends im bett und *plötzlich* ist mein körper in mein bett eingesunken, und der kopf befindet ich weit drüber - einen meter und mehr *gefühlt*.
ganz selten passiert das auch am tag.
und ich kenne keine möglichkeit, da rauszukommen. obwohl - aufstehen und rumgehen hilft gegen das „gefühl“, aber trotzdem ist diese erfahrung irgendwie „da“.

vielleicht sollte ich noch sagen, daß ich synästhetikerin (heißt das so?) bin. nicht sehr ausgeprägt: ich sehe lediglich buchstaben und zahlen farbig und räumlich.
kann es da eine verbindung geben?

lieben dank für alle antworten!
miranda

Hallo Miranda!

Für mich sind das Anzeichen der Müdigkeit bzw. des eintretenden Schlafes… ein sehr spaciges Gefühl jedenfalls! Schon mal déjà vue Erlebnisse gehabt?

Gruß Peter

Hi,

mit deiner Synästhesie hat das nichts zu tun, so viel ist sicher.

Was du beschreibst könnte ein dissoziativer Zustand sein, ein teilweiser Verlust der normalen Integration der Wahrnehmung unmittelbarer Empfindungen, vor allem, wenn du berichtest, daß es auch tagsüber auftritt. Das muß aber nicht krankheitswertig sein.

Gruß

Yoyi

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Hallo, vielleicht helfen dir ja ein paar Bücher bei der Entscheidung, ob du zumArzt mußt (Neurologe), wo Fälle beschrieben werden, denen es ähnlich oder doch ganz anders erging. (und noch einige andere Fälle die echt Krass sind)
Oliver Sacks: der TAg an dem mein Bein fortging
Und selber Autor: Der MAnn der seine Frau mit einem Hut verwecheslte.
Der Autor ist PSychiater und Neurologe und hat ach noch mehr geschrieben, zB. Awakenings (gab auch als grandiosen Film)
Solange sich Kopf und Körper wieder zusammenfinden, denke ich nicht, das es krankhaft ist. Schau mal ins Esoterik brett, da sind jede Menge LEute, die sich so eine Erfahrung wünschen…:wink:
Schöne Grüße Susanne

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Hi,

Der Autor ist PSychiater und Neurologe

kleine Korrektur, der gute Mann ist nur Neurologe, kein Psychiater.

Gruß

Yoyi

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Yes, Sir

kleine Korrektur, der gute Mann ist nur Neurologe, kein
Psychiater.

Und das merkt man auch irgendwo, stimmts, Yoyi?!
Irgendwas fehlt da bzw. kommt nur so spektakulär, aber ein bißchen zusammenhanglos rüber, was der schreibt. Eben was für die „Masse“.
Gruss, Branden

hallo miranda

vielleicht sollte ich noch sagen, daß ich synästhetikerin
(heißt das so?) bin. nicht sehr ausgeprägt: ich sehe lediglich
buchstaben und zahlen farbig und räumlich.
kann es da eine verbindung geben?

Nö, hat nix miteinander zu tun. Bin selber reichlich synästhetisch zugange (vgl. frühere Dialoge hier im Brett), habe aber diese Erfahrungen höchstens, wenn ich statt der üblichen zwei Glas Wein fünf getrunken habe. (Auch DAS Phänomen wurde hier schon diskutiert.)
Die Anhänger der Astral-Leib-Theorie (Anthroposophen etc.) werden hierin natürlich schnell einen „Beweis“ für den feinstofflichen Körper finden, der sich in best. Situationen vom „anderen“ Körper trennt bzw. entfernt. Ich denke dabei eher an Entfremdungserlebnisse, wie sie ja bei „frühen Störungen“ (nichts schlimmes!) häufiger zu finden sind.
Gruss, Branden

Hallo,
ich kenne das bei kompletter Erschöpfung. Gefühlsmäßig erlebt man sich oder besser den Körper von sich als dritte Person. Als beunruhigend würde ich es empfinden, wenn es mir unter normalen Bedingungen passieren würde, im Zustand der Erschöpfung sind so ziemlich alle seltsamen Wahrnehmungen möglich, die wohl letzlich darauf zurückzuführen sind, das bestimmte biochem. Prozesse im Hirn „anders“ ablaufen als sonst.

Gruss
Enno

vielen dank euch allen :smile:
und nochmal hallo!

schön zu lesen, daß ich nicht alleine bin mit diesem phänomen.

ein paar anmerkungen hätte ich noch, da ja der eine oder andere von euch noch nachgefragt hat:

  • daß es bei mir mit dem genuß von alkohol zusammenhängt, glaube ich eher nicht. zumindest kann ich da keinen „roten faden“ finden. und wie gesagt, ich habe das „immer schon“; dieses gefühl gehört mit zu meinen frühesten erinnerungen.

  • dieses buch von o. sacks hab ich vor jahren mal gelesen; aber ich wäre nie auf den gedanken gekommen, hier eine verbindung zu sehen :smile:

  • déja-vues habe ich phasenweise sehr häufig. allerdings liegt die letzte „phase“ sicher zwei jahre zurück. schade eigentlich :wink:

und noch was: ich habe tatsächlich nur aus interesse gefragt; sorgen macht mir das nicht. und jetzt kann ich das kind - dank yoyi - auch beim namen nennen: „dissoziativer Zustand, ein teilweiser Verlust der normalen Integration der Wahrnehmung unmittelbarer Empfindungen“.
na, das hat doch was!

lieben dank nochmal
und einen schönen abend!
miranda

Hi Ihr beiden
ISt ja ok, ich hab nicht aufs Buch geguckt, aber auch ein Neurologe sollte ja so ein bisschen wissen, wie der Mensch so tickt, oder.
Ich fand die Bücher jedenfalls ganz interessant und für Laien verständlich. HAb sie im 1. Sem. Psycho. vorgeschlagen bekommen (Als Bettlektüre, nicht wissenschaftlich, aber man sollte als Studi ja auch seine Freizeit sinnvoll nutzen, nicht nur im Partyselbstexperiment „Wieviel Hirnzellen sterben bei exessiven Alkgenuss ab“, DIe Aufgabe wurde anscheinend von einigen da bei der Sem.party auch erfüllt, war zumindest der Kommentar des Dozenten:wink: ).
Der Tag an dem mein Bein fortging iurde hierzulande inzwischen sogar literarisch geadelt, da es bei einer Überraschungs-Theaterlesung (Blinddate- Nur der Ort Bekannt, Texte nicht) vorgetragen wurde, und zwar hier:
www.mpsk.de
Schöne Grüße
Susanne

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