Dr. rath´s heilmittel gegen krebs

oh mann,
nachdem ich in den medien in letzter zeit immer mal wieder von einem arzt gehört hab, der vitamine (superteuer) gegen die metastasen bildung (und für die rückbildung!!!)empfiehlt, seh ich heut bei meinem opapa ne dose mit nem psychofoto von eben diesem dr.rath drauf und erfahr, dass die dose 160 euro(kann das wirklich sein-oder hab ichs nich richtig verstanden?) gekostet hat!

ihm wurde von einer pflegerin empfohlen, die sich um meine großmutter kümmert, die gegen seinen lungenkrebs einzusetzen!!!

ich war voll shocked, hab aber nich weiter diskutiert…
(1. weil opa eh alles besser weiß und ich keinen streit wollte, aber vor allem, weil 2. ich gar nichts genaues weiß!)

habt ihr was davon gehört?
lieg ich recht in der annahme, dass das ein scharlatan ist!?
darf die schwester ihm die empfehlen und sogar besorgen!?!?

fänds klasse n paar stellungnahmen zu bekommen…

claudi!
mit lieben grüßen

Hi claudi,

  1. ist das Zeug, wie Du schon vermutet hast, genauso wirksam wie geschredderte Affensch###

und

  1. würde ich mit dem/der Pflegedienstleiter/in sprechen. Wenn vermeindliches Fachpersonal so ein Zeug empfielt ist das schon ein Ding.

Wenn 2. nichts bringt, gibt es sicher ein Aufsichtsorgan, aber das wissen andere sicher beser als ich.

Gandalf

Hallo Claudia,
Dieser Dr. Rath ist nicht unumstritten, hat aber einige Erfolge aufzuweisen. Zur Unterstützung einer Krebstherapie sind bestimmte (nicht alle) Vitamine in hoher Dosierung durchaus sinnvoll.
Wenn ich mich recht entsinne, dann setzt Dr. Rath auch Lysin und andere Stoffe ein.
Da ich nicht weiss, was nun in den Pillen für deinen Opa drin ist, kann ich zum Preis nichts sagen.
Da die etablierte Schulmedizin gegen den Lungenkrebs eh nicht viel ausrichten kann, würde ich als Patient auch alles versuchen, was
meine Chancen evtl. verbessern könnte.
Lass also deinem Opa die Pillen, wenn sie für ihn wichtig sind und versuche auch nicht mit ihm darüber zu diskutieren.
Natürlich darf die Krankenschwester den Patienten Ratschläge geben.
Solange sie den Patienten die Pillen nicht selber mit Gewinn verkauft, sehe ich kein Problem.
Gruß
KH

Hi claudi, Hi Gandalf,

  1. ist das Zeug, wie Du schon vermutet hast, genauso wirksam
    wie geschredderte Affensch###

Ich kann nur zustimmen (und ein *chen vergeben)

und

  1. würde ich mit dem/der Pflegedienstleiter/in sprechen. Wenn
    vermeindliches Fachpersonal so ein Zeug empfielt ist das schon
    ein Ding.

Exakt da liegt das Nagetier im scharfen Gewürz.
Das was der liebe Herr Doktor Rath vertreibt ist nämlich ein Heilmittel, keine Nahrungsergänzung. Und Heilmittel bedürfen in D der Zulassung. Die hat Dr. Rath aber nicht. Also nutzt er eine rechtliche Grauzone um seine IMHO illegalen und moralisch verwerflichen geschäfte mit Schwerkranken zu machen. Guckst Du hier:
http://www.krebs-netzwerk.de/wunder/rath.html
Der „Pfelgedienst“ überschreitet seine Kompetenzen und ich würde sogar von Mißbrauch einer Vertrauensstellung sprechen. Tip: Mal bei der Kranken- bzw. Pflegekasse hinterfragen, könnte mir vorstellen, daß man da schnell reagiert auf solche Scharlatane.

Wenn 2. nichts bringt, gibt es sicher ein Aufsichtsorgan, aber
das wissen andere sicher beser als ich.

Google sagt:
http://home.t-online.de/home/ekert/ra2.htm
http://www.netdoktor.de/topic/rath_vitamine/thesen.htm

Gruß
Bernd

Herr Rath vertreibt seine Produkte aus dem Ausland (Holland), da er dies in Deutschland nicht tun dürfte. Mal abgesehen davon, dass das Zeug natürlich überteuert und wirkungslos ist, müsste er Zulassungsstudien hierzu machen. Er behauptet ja frech, dass die Pharmalobby die Anwendung der ach so gesunden Vitamine verhindert…

Es gibt wohl einen sog. Strukturvertrieb. D.h. die Produkte werden für den „Eigenbedarf“ an Rath-Verschworene abgegeben. Diese allein versuchend dann nach dem Multilevel-Prinzip die Präparate zu verscherbeln. Damit ist Rath bzw. sein Imperium mehr oder weniger nicht haftbar zu machen, da man es ja jeweils mit den kleinen Fischen zu tun hat.

Ich fände es aber auch bedenklich, wenn nun so eine Hobby-Vitamintante im Pflegedienst oder so arbeiten würde und ihren Schutzbefohlenen so einen Unsinn andreht. Das ist mehr oder weniger wie das Sparbuch klauen, nur scheinbar eleganter.

Andererseits wird man es kaum verhindern können, dass Leute auf Rath und Co hereinfallen. Es ist geschickt gemachte Propaganda und die Leute haben auch ein gewisses Recht sich für dumm verkaufen zu lassen und dafür bitter zu bezahlen.

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Hallo Claudia,

wenn du nicht dem Rat von Gandalf folgst und die Krankenschwester zur Rede stellst (oder besser noch den Chefarzt), sondern KH’s Vorschlag favorisierst, deinem Opa die vermeintliche Hilfe zu gönnen, dann würde deinem Opa Traubenzucker und Vitamin C als Plazebo geben und das gesparte Geld sinnvoller anlegen.

Solange sie den Patienten die Pillen nicht selber mit Gewinn
verkauft, sehe ich kein Problem.

Das sehe ich nicht so. Die Krankenschwester hat eine gewisse fachliche Verantwortung und kann einem Patienten nicht alles raten, was zB. eine Nachbarin beim Kaffeeklatsch erzählt! Eine Medikation dieser Art bzw. eine Empfehlung hierzu übersteigt ihre Kompetenz. Sie muß sowas zumindest mit dem behandelnden Arzt absprechen. Das hat sie sicher nicht.

Gruß,
Jochen

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Hallo!

Letzte Woche ist bei uns im ORF-Fernsehen eine Konsumentenberatungssendung gelaufen, unter anderem ist auch über besagte Dr.-Rath-Vitaminpräparate diskutiert worden. Durch den Versand von Holland aus umgeht er jegliche Kontrolle, die er für den Verkauf in D oder Ö bräuchte, d. h. was die Leute da einnehmen, wurde nicht getestet, so wie andere Medikamente getestet werden müssen, vor sie verkauft werden dürfen. Dann wird die bis zu 20fache Vitaminmenge der empfohlenen Tageshöchstmenge eingenommen, was sich über lange Zeit nicht nur positiv auswirken kann (einige Leiden werden durch Vitamin-Überversorgung ausgelöst). Meine Arbeitskollegin nimmt das Zeug auch seit Jahren, zur Vorbeugung, wie sie sagt. So krank, blass und schwächlich wie sie aussieht und sich fühlt, kann das niemals die besagte Wunderwirkung haben. Ich jedenfalls hätte Bauchweh dabei, wenn ich dieses Zeug nehmen müsste. Gruß, Colette

Im Prinzip habe ich gegen Dr. Raths Kampf gegen den Leer(!)satz der Pharmalobby, dass ein höher dosiertes Vitaminpräparat als Heilmittel einzustufen sei, nichts einzuwenden. Bei Ascorbinsäure ist es den Verbänden noch nicht gelungen, dieses „hochdosierte Heilmittel“ aus den Regalen der Supermärkte zu verbannen. Freilich könnte man auch alternativ 2 Zentner Orangen mampfen. In Wirklichkeit geht es doch - gerade in Deutschland - um wirtschaftliche Interessen. Und wer nun der größere Abzocker ist, Rath oder unsere Apotheken, sollten man mal lieber dahingestellt lassen. Nicht umsonst verseht der Volksmund unter Apotehkenpreise Mondpreise.

Herr Rath vertreibt seine Produkte aus dem Ausland (Holland),
da er dies in Deutschland nicht tun dürfte. Mal abgesehen
davon, dass das Zeug natürlich überteuert und wirkungslos ist,
müsste er Zulassungsstudien hierzu machen. Er behauptet ja
frech, dass die Pharmalobby die Anwendung der ach so gesunden
Vitamine verhindert…

Frech hin, frech her: Rath ist immerhin Mediziner wie Du auch, und war Schüler von Linus Pauling, einem Nobelpreisträger, wie Du nicht. Nicht Alles ist Käse, was er schreibt. Und was von der deutschen Alopatrottologie in Sachen Krebs zu erwarten ist, außer Stahl, Strahl und Chemie (alte Kamellen) steht auf einem anderen Blatt. Es gibt nur ganz wenige Lichtblicke in der Onkologie, wie z.B. Gleevec bei CML (80% Erfolgsquote), alles Andere basiert eher auf Vorsorge. Und da schaden Vitamine garantiert nicht.

Es gibt wohl einen sog. Strukturvertrieb. D.h. die Produkte
werden für den „Eigenbedarf“ an Rath-Verschworene abgegeben.
Diese allein versuchend dann nach dem Multilevel-Prinzip die
Präparate zu verscherbeln. Damit ist Rath bzw. sein Imperium
mehr oder weniger nicht haftbar zu machen, da man es ja
jeweils mit den kleinen Fischen zu tun hat.

Meines Wissens hat er die MLM-Masche so gewaltig eingeschränkt, dass sich kaum noch Vertreter finden, sondern nur noch Konsumenten selbst. Wenn ich in den Drogeriemarkt um die Ecke gehe und mir dort von Abtei die Präparate kiloweise reinziehe, regt sich auch niemand auf. Alles endet bei der Frage der Dosierung: oh hehre Pharma-Lobby!

Ich fände es aber auch bedenklich, wenn nun so eine
Hobby-Vitamintante im Pflegedienst oder so arbeiten würde und
ihren Schutzbefohlenen so einen Unsinn andreht. Das ist mehr
oder weniger wie das Sparbuch klauen, nur scheinbar eleganter.

Naja, der Vergleich hinkt aber gewaltig: Sparbuchklau und Vitamine schlucken, die ggf etwas billiger als in der Apotheke sind?

Andererseits wird man es kaum verhindern können, dass Leute
auf Rath und Co hereinfallen. Es ist geschickt gemachte
Propaganda und die Leute haben auch ein gewisses Recht sich
für dumm verkaufen zu lassen und dafür bitter zu bezahlen.

Also lassen wir uns von der Pharma-Industrie veräppeln; denn die beliefern Beide: unsere Apotheken und Dr. Rath, marketingmäßig nennt man das dann Diversifikation.

Ich will ja nun für keinen Partei ergreifen, aber wenn es um die Kohle der Patienten geht, verlieren doch gerade bei Privatpatienten die honorigsten Doctores ihr Gewissen. Privatpatienten kriegen sogar vom Professor persönlich schleimende Briefe, damit sie wiederkommen. Frag mal einen 5-Minuten-Kassenpatienten danach.

Gruß Richard

Hallo,

mit Interesse habe ich die unten aufgeführte Diskussion gelesen.

Allerdings werden m.E. zu viele Dinge vermischt. Es werden mindestens drei Problemkreise berührt, die man getrennt betrachten sollte:

  1. Hat ein kranker Mann das Recht über die Verwendung seines eigenen Geldes zu bestimmen ?

Die Antwort kann eigentlich nur JA sein. In diesem Sinne sind alle Diskussionen, das es vernünftiger wäre, ihm billiger Mittel zu kaufen und das ersparte Geld anders zu verwenden ohne jeden Belang (wenn das auch für die Erben bitter ist).

  1. Helfen Dr. Raths Mittel gegen Krebs oder andere Erkrankungen ?

Das wird man nicht so einfach beantworten können. Aber der gesunde Menschenverstand sollte aus mehreren Inzizien schlussfolgern können:
Gibt es wissenschaftliche, nachprüfbare Nachweise: Nein
Gibt es althergebrachte Erfahrungswerte (Empirie): Nein
Ist es homöopathische Medizin: Nein
Ist es ein Naturheilmittel : Nein

  1. Können Dr. Raths Mittel schaden ?

Überdosierung von Vitaminen kann schaden.

Zusammenfassend kann man also sagen: Der Nachteil der Mittel von Dr. Rath überwiegt. Man sollte es dem Kranken versuchen zu erklären, aber auf keinen Fall würde ich es ihm wegnehmen oder streiten. Eventuell sollte man aber seinen Arzt über die Einnahme des Mittels in Kenntnis setzen, so dass eventuelle zusätzliche Schäden frühzeitig erkannt werden und nicht eine Abklärungs- und Behandlungslawine in Gang setzen. Eventuell kann sich der Arzt auch mit der Leitung des Pflegeheims über die Empfehlung dieser Mittel durch Personal des Hauses ins Benehmen setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. J. Sauer
http://www.kolo-proktologie.de

Hallo,

grundsätzlich stimme ich Dir in allen Punkten zu, eine gute Zusammenfassung.

  1. Hat ein kranker Mann das Recht über die Verwendung seines
    eigenen Geldes zu bestimmen ?

Das war, so habe ich das verstanden, gar nicht der Punkt in der Diskussion unten. Dort ging es vielmehr darum, ob eine Krankenschwester das Recht hat, einem Patienten auf eigene Faust fragwürdige Mittel zu empfehlen. Du als Mediziner hast da sicher einen besseren Einblick in die rechtlichen Grundlagen. Darf sie oder darf sie nicht? IMHO darf sie das nicht, aber ich kenne mich in den Gesetzten nicht aus. Sollten wir mal einen Juristen fragen?

Grüße,
Jochen

Soweit ich weiss ist Pauling als Verfechter einer Hochdosis Vitamin C
Anwendung gegen Krebs im hohen Altern an Krebs verstorben… Seinen
Nobelpreis hat er nun ganz sicher nicht dafür erhalten.

Leider schliesst Du dich der allgemeinen Mischpropaganda von Rath an,
der mal so locker eine allgemeine Medizinkritik, die Verschwörungen
der Pharmalobby, Mondpreise der Apotheker und Raffgier von Ärzten in
einen Eimer wirft. So nach dem Motto, da wird schon ein Hauch von
stimmen…

So mag ich nicht gerne argumentieren, da es dann nach meinen
Erfahrungen nicht mehr um Argumente oder Wissenschaftlichkeit,
sondern um Glauben oder sog. „Erfahrungsmedizin“ genannt…
Hier wird dann fälschlich davon ausgegangen, dass es schon nicht
schädlich sein wird, auch wenn es vielleicht keinen Erfolg hat… Das
ist eine sehr bedenklich Verkehrung …

Rath wird von den Fachgesellschaften mit Recht scharf kritisiert. Es
ist eben gerade so, dass er seine Stellung als Mediziner für seine
Geschäfte missbraucht.

Es ist schlicht unzutreffend, dass es in der Krebsforschung keine
Fortschritte und Entwicklungen gibt. Genau deshalb bin ich auch gegen
Raths Quatsch. für die meisten Krebsarten existieren heute sehr
wirksame und vergleichsweise nebenwirkungsarme Behandlungsmethoden,
die die Lebenserwartung der Patienten deutlich verbessern bzw. sogar
eine Heilung ermöglichen. Gerade in der Onkologie werden häufig sehr
standartisierte Regieme angewendet, wobei aus den hieraus statistisch
ermittelten Ergebnissen sehr wertvolle neue Erkenntnisse für weitere
Verbesserungen gezogen werden. (P.S. : ich bin zwar Arzt, aber eher
Psychotherapeut und nun alles andere als ein Pharmalobbyist… Wenn
schon, dann wirft man mir dies bei anderen Präparaten vor…).

Vitamine schaden nicht. Man sollte sich gesund ernähren. Es ist nur
schädlich, diese als Nahrungsmittelergänzungsstoffe bzw. in diesen
hohen Dosierungen einzunehmen. Das ist nun hinlänglich dargestellt
worden. Ich plädiere nicht dafür in der Drogerie Vitamin-Tabletten zu
kaufen, sondern zum Wochenmarkt zu fahren… Wenn, wäre ich also ein
Lobbyist der Bauern-Lobby. Muss ich aus deiner Schilderung darauf
schliessen, dass die Bauern gemeinsame Sache mit der Pharmaindustrie
machen?

Und nun noch mal zu den bösen Ärzten… Schau Dir mal die
Gebührenordnung für Ärzte an und vergleiche diese Gebühren mal bei
Gelegenheit mit denen Deines Klempners, der Autoreperatur. Nicht zu
reden von Beratern oder Heilpraktikern… Aber das ist ein völlig
anderes Thema und hat nichts mit Rath zu tun…

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Hi,

so weit ich das gelesen habe, handelt es sich um eine Altenpflegerin in einem Altenheim. Also weder eine Krankenschwester noch ein Patient, sondern eine Altenpflegerin und ein Heimbewohner. Hier besteht das Problem, daß teilweise sehr schlecht qualifiziertes Personal in Altenpflegeheimen eingesetzt wird. Wenn sie gegenüber einem Heimbewohner einen allgemeinen Ratschlag zu einer vorbeugenden Einnahme von Vitaminpräparaten gibt, kann man ihr sicher kein Fehlverhalten anlasten, auch wenn diese Vitaminpräparate des Dr. Rath wohl eher schädlich als nützlich sind, in jedem Fall aber überteuert.

Ein Altenheim hat normalerweise keine ärztliche Leitung, es sei denn, es ist z.B. ein gerontopsychiatrisches Heim. Also kann man auch die ärztliche Leitung nicht ansprechen. Die pflegerische Leitung des Heimes würde ich aber informieren, sie könnte in Personalbesprechungen oder in einem Einzelgespräch auf das Verhalten des Pflegepersonals einwirken.

Gruß

Yoyi

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Hallo Yoyi,

so weit ich das gelesen habe, handelt es sich um eine
Altenpflegerin in einem Altenheim.

Ja, richtig. Das habe ich verwechselt, danke für den Hinweis. Im Heim sind die Betreuer ja nicht notwendigerweise speziell ausgebildetes Krankenpflegepersonal. Damit entfällt mein Argument. Der Rat des Pflegers ist hier wohl ähnlich zu werten wie der Tipp eines Bekannten.

Trotzdem interessierte mich, _ob_ eine Krankenschwester (also ausgebildetes Fachpersonal) das _dürfte_. Dazu habe ich mit einigen Ärzten gesprochen, die mir das aber auch nicht sagen konnten. Der Tenor war: Moralisch ist sowas in jedem Fall verwerflich, rechtlich hat keiner eine Ahnung.

Die
pflegerische Leitung des Heimes würde ich aber informieren,
sie könnte in Personalbesprechungen oder in einem
Einzelgespräch auf das Verhalten des Pflegepersonals
einwirken.

Das finde ich auch. Egal, wie’s rechtlich aussieht, wie Du und die Mehrheit der von mir befragten meinen: „Dumm“ ist das verhalten allemal, darüber hinaus auch moralisch verwerflich. Daher sollte man was dagegen tun.

Grüße,
Jochen

Hallo,

es wäre in diesem Zusammenhang wichtig, ob der Opa das Mittel über die Pflegerin bekommen hat. In diesem Fall lässt sich auf Grund der beschriebenen Vertriebsmethode vermuten, dass die Pflegerin dafür etwas bekommt. Sollte das zutreffen, wäre mit Sicherheit rechtlich dagegen vorzugehen.

Gruss, Niels

Eine differenzierte aber andere Sicht als bisher
hallo liebe gesundheits-gemeinde,

Möchte aufgrund der einseitigen Berichte der unten aufgeführten Meiniungen zum ausgleich etwas duie andere seite beleuchten.

Was Rath macht gehört zur Orthomolekulare Medizin, auch wenn er es bewusst (?) anders nennt und diesen Ausdruck quasi patentiert.

Das Immunsystem ist die Körpereigenen Kraft und Selbstheilung. Damit es dies wahrnehmen kann, muss es mit genug Vitalstoffen versorgt sein. Die orthomolekulare Medizin geht meines Erachtens grösstenteils richtig davon aus, dass Vitalstoffe auf der Zellebene wichtig oder sogar entscheidend für den „Informationsaustausch“ der Zellen und so des Immunsystems ist. (Das dieses zB durch eine Schwermetallbelastung gestört sein kann, geht Dr. Rath (bewusst’) leider nicht ein.) Trotzdem kann eine gute Versorgung mit Vitalstoffen das Immunsystem und alles andere stärken und die Selbestheilungskräfte aktivieren. Der Glaube genug Vitalstoffeinnahmen gleich genug Vitalstoffe im Körper ist aber leider falsch, da die Absorption des Körpers eine (manchmal DIE) entscheidenede Rolle spielt. Die Aufnahme von Vitalstoffen kann zum Beispiel wegen oxidativen Stress (Stress, Umweltfaktoren, Krankheiten), oder einer anderen belastung wie Schwermetalle oder Darmmykosen etc seeehr stark vermindert sein. In diesen Fällen bekommt man nicht genug Vitalstoffe selbst wenn man sehr gesund isst, was heute ja leider fast nicht mehr möglich ist.
Als Beispiel der auswirkungen möchte ih die zunehmenden ADS Kinder erwähnen, welche oft oder sogar meistens nebst Schwermetallbelastungen und oder Darmabnormalitäten wie Hefepilz Candida, zb in 90% der Fälle zu niedrige Magnesiumwerte haben, der Zink und Omega 3 (Fettsäure die leider in Rath-Produkten nicht integriert ist) Level im Schnitt einen Drittel tiefer ist und fast immer viel zu tiefe Vitamin B6 Levels haben, am häufigsten Vitamin B6). Übrigens für die Wirksamkeit von hochdossierten Vitamin B6 Abgaben bei solchen kinder gibt es 12 wissenschaftliche Studien, eine doppelblindkreuzkontrollierte bescheinigte Ihr sogar die gleiche erfolgsquote wie Ritalin (was ich nebenbei aus eigenenr Erfahrung mit meinen kind bestätigen kann).
Im weiteren sind wasserlösliche Vitamine praktisch völlig ungefährlich. Nicht Wasserlösslich sind (gklaube ich) nur die Vitamine A, D.
Dies die andere Sicht (die mindestens ebenso richtig wie die bisherigen Sichten ist), ohne das ich abschliessend Stellung beziehen kann und weiss was in Deinem Fall richtig ist. Würde wen ich Dich wäre die Oma sein lassen, sofern sie sich nicht grad verschulden muss wegen den Vitaminen :smile:, denke es besteht eine (kleine) Möglichkeit das es Ihr hilft und so teuer ist die ganze Sache glaube ich auch nicht.
Interessant ist das die Pharma und Ärzte übrigens Ihre hochdossierten Vitamine aus der Apotheke bisher nie kritisierte, aber wenns ein andere macht ists natürlich was anderes…

Gruss
beat