Nase ist dicht

Von: , Frage gestellt am So, 21. Mär 2004

Hallo,

komme immer so schlecht von Nasentropfen wieder los, wenn ich se einmal benutzt hab (Schnupfen). Nehme die dann manchmal wochenlang, weil beim absetzten odet wenn die Wirkung nachläßt, alles wieder zuschwillt :-((
Please keine Kommentare dazu - ich weiß daß das net so gut ist *g*

hab schon einiges probiert - inhalieren, nur in jeweils ein Nasenloch reintun, salzspray - nix hilft. Dazu muß ich sagen daß irgendwas in der Nase zu eng ist - laut HNO. Jedenfalls reicht schon geringes anschwellen und ich kreig keine Luft mehr!

wer-weiss-was?

Danke schon mal!

Lieben Gruß,
Jadis

20 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Stunden 1 hilfreich
    Re: Nase ist dicht

    Hallo Jadis!

    Unangenehmes Problem, ich denke aber nicht, dass Deine Nase "zu eng ist" - die Schleimhaut hat sich an die Nasentropfen gewöhnt, ist "süchtig". Nach einem langen Winter mit zahlreichen Erkältungen hatte ich dasselbe Problem und ich habe wie Du auch alles ausprobiert, um die Nase anders frei zu bekommen. - Keine Chance! Letztenendes habe ich alles weggelassen, da war die Nase scheinbar ewig zu und ich habe sehr schlecht geschlafen aber ganz langsam erholte sich die Schleimhaut und nach ein paar Wochen (!) habe ich keine Tropfen mehr gebraucht - und seither nie wieder genommen!

    Deine einzige Hilfe- der "kalte Entzug" für Deine Schleimhaut.

    Gruß, Cath

    • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Nase ist dicht

      Hallo Cathriona,

      Danke schonmal für deine Antwort :-)
      Unangenehmes Problem, ich denke aber nicht, dass Deine Nase
      "zu eng ist"
      hat der HNO aber gesagt. Er stocherte mit so einem Sondendings drin rum und fragte mich dann, ob ich mir schon mal die Nase gebrochen hätte - weil da alles so eng drin war... Entweder ist da zuviel Knorpel oder Knochen oder zu dicke Wände, genau weiß ichs nicht...

      Problem ist halt daß auch schon wenn der Schnupfen erst losgeht, die Schleimhaut also noch nicht ganz sondern nur bisschen anschwillt, dann ist direkt alles zu :-/ - die Schleimhaut hat sich an die Nasentropfen
      gewöhnt, ist "süchtig".
      Das auch *grins und seufz*

      Letztenendes habe ich alles weggelassen, da war die Nase scheinbar ewig zu und ich habe
      sehr schlecht geschlafen aber ganz langsam erholte sich die
      Schleimhaut und nach ein paar Wochen (!) habe ich keine
      Tropfen mehr gebraucht - und seither nie wieder genommen!
      Ganz ohne gehts nicht...den Schnupfen überleb ich sonst nicht *gg*
      Bloß danach wieder von dem Zeugs wegkommen ist halt schwer :-( Deine einzige Hilfe- der "kalte Entzug" für Deine Schleimhaut.
      hab ich auch schon paar Mal versucht - war dann für paar Tage nicht zu gebrauchen weil ich dann drei/vier tage net geschlafen hab :-(((

      Hüülfeee!

      Lieben Gruss,
      Jadis

  2. Antwort von nach 10 Stunden 1 hilfreich
    Re: Nase ist dicht

    Hallo,
    ging mir über Jahre genauso. So ab 1994 war die Nase immer mehr zu; wenn ich in die Studentenbude kam, gab's tränende Augen und schniefende Nase (war vermutlich irgendeine Staub/Schimmelbelastung). So ab 1998/99 deutlich dicht, ging so bis 2002, dann hatte ich die Nase voll :-) Habe auch immer schlechter geschlafen, trockener Mund etc. Eine Computertomografie hat gezeigt, dass ich Nasenpolypen hatte, also gutartige Auswachsungen der Schleimhäute - im zentralen Nasengang und in den Nebenhöhlen. Ich habe mich nach langer Zeit dann zu einer OP durchgerungen und in der Uniklinik Erlangen machen lassen. War weniger wild als erwartet, insgesamt 8 Tage Krankenhaus. Danach hatte ich noch kurzfristig etwas Ärger mit Entzündungen im Nasenraum (ca. 3 Wochen), dann war der Fall erledigt. Die Atmung ist wieder total frei und es gibt kein Zuschwellen mehr.
    Die OP ist bei diesem Krankheitsbild heute eigentlich Routine und wird an vielen Orten ausgeführt. Mir wurde die Uniklinik aber als relativ kompetent in diesem Bereich genannt und ich bin deshalb dorthin. Abends nichts mehr essen, ab 10.00 ins OP, 14.00 wieder igendwie aufgetaut, 16.00 Uhr relativ gut wach, nur Kreislauf im Keller. Nach der OP sabbert die Nase halt noch von innen, geht aber vorbei. Man muss noch einige wenige Wochen spülen und Tropfen benutzen. Komplikationen sind wohl sehr selten, aber nicht auszuschließen; schließlich ist Chirurgie in diesem Bereich auch eine Art Handwerk.
    Zunächst ist aber eine Diagnose wichtig, spekulieren kann man viel. Wenn die Nase wirklich zugewuchert sein sollte, helfen angeblich auch keine Cortisonbehandlungen mehr (hatte ich nicht gemacht). Zudem stellt sich die Frage, ob die Schwellung immer besteht oder nur in bestimmten Situationen, Räumlichkeiten oder dergleichen?
    Wenn's Polypen sind: weg damit, Kampf der Rüsselpest!

    Christian

    • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Nase ist dicht

      Hallo Christian,

      Danke auch für deine antwort :-) ging mir über Jahre genauso. So ab 1994 war die Nase immer
      mehr zu; wenn ich in die Studentenbude kam, gab's tränende
      Augen und schniefende Nase (war vermutlich irgendeine
      Staub/Schimmelbelastung).
      achja: Stauballergie hab ich auch, ist aber nicht so schlimm: nur wenns völlig verstaubt ist muß ich paarmal niesen, hält sich aber in Grenzen... So ab 1998/99 deutlich dicht, ging
      so bis 2002, dann hatte ich die Nase voll :-)
      *lol*

      Habe auch immer schlechter geschlafen, trockener Mund etc. Eine
      Computertomografie hat gezeigt, dass ich Nasenpolypen hatte,
      also gutartige Auswachsungen der Schleimhäute - im zentralen
      Nasengang und in den Nebenhöhlen. Ich habe mich nach langer
      Zeit dann zu einer OP durchgerungen und in der Uniklinik
      Erlangen machen lassen. War weniger wild als erwartet,
      hatte als Kind mal Polypen, kamen auch raus. Letztes Jahr (da war ich beim HNO) hatte ich zwar keine aber er hat auch keine Tomografie gemacht, sondern nur reingeguckt. Sollte vielleicht nochmal hingehen *g* nicht gemacht). Zudem stellt sich die Frage, ob die Schwellung
      immer besteht oder nur in bestimmten Situationen,
      Räumlichkeiten oder dergleichen?
      Schwellen auch sonst schon mal an. In Räumen mit Klimaanlage oder sowas, das geht aber meist schnell wieder weg sobald ich da raus bin.
      Problem ist halt nur für mich wenn die Nasensprays nicht mehr wirken nach paar Stunden weil dann die Schleimhaut nicht nur wieder anschwillt, sondern sogar noch mehr als vorher!!

      blöderweise muß ich aber Nasensprays nehmen weil ich sonst gar nicht schlafen kann :-((( und wenn ein Schnupfen oder ähnlliches zwei Wochen dauert, dann schlaf ich ja zwei wochen lang kaum, das geht ja auch nicht... :-(( Wenn's Polypen sind: weg damit, Kampf der Rüsselpest!
      Jawoll, Sir! *salutier*

      Lieben Gruss, Jadis

      • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Nase ist dicht

        Hi,
        kurzer Nachtrag (und wie alles angefangen hat ...)
        Zu Anfang oft nur heftiges Niesen und Naselaufen, wenn ich in mein Zimmer gekommen bin - mindestens ein Stofftaschentuch war dann durch - danach ging es aber oft besser bzw. "trocknete ab".
        Bei heftigem Schnäuzen leicht rötliche Fussel im Nasenschleim (vermutlich kleinste Blutspuren aus der Nasenschleimhaut). Dies hat irgendwann wieder aufgehört, als die Nase stärker zu war.
        Bei sportlicher Belastung war die Nase wieder einigermaßen frei (vermutlich wegen des Adrenalins, könnte eine biologische Kampf-/Fluchthilfe sein).
        Derweil sind die Polypen aber wohl immer weiter gewachsen, ganz unmerklich. (Haben, wie schon einer meiner Nachredner oben erwähnt, nichts mit den Rachenpolypen zu tun).
        Nasenspray habe ich versucht selten zu nehmen (obwohl zu Anfang eher noch naiv-häufig). Hier mein Tipp: den Spray nur abends benutzen, um wenigstens ruhig zu schlafen und tagsüber den Spray Spray sein lassen und durch den Mund atmen (auch wenn es keinen Spaß macht).
        Irgendwann hat auch der Spray nicht mehr recht geholfen. Die Schwellungen waren auch immer dann stark, wenn ich Alkohol getrunken habe (vor allem bei Bier, weniger bei Wein, z.B. 1 Literchen Bier im Biergarten auf runde 95 kg). Dieser Effekt tritt auch heute noch auf, muss also "normal" sein.
        Den tödlichsten Schniefanfall hatte ich in einem Haus in der Norddeutschen Tiefebene, daher interessant als es keinen Keller hatte und die Fundamentplatte sehr feucht war. Ich hatte dort auf dem Boden genächtigt (Isomatte) und war nahe an den Fliesenfugen, die ebenfalls minimal feucht und teils wohl angeschimmelt waren (klingt ungeputzt das Haus, war es aber überhaupt nicht; nur solchen Schimmel kriegt kaum noch einer weg, leider (außer der Fliesenleger)). Am nächsten Morgen Schniefen und Tränen ohne Ende.
        Also: Diagnose abwarten, und falls größere OP, bitte in einer anerkannten Klinik mit Intensiv-Möglichkeit in der Nähe (wegen der Risiken und Nebenwirkungen). Wegen möglicher Spray-Abhängigkeit bin ich der falsche Ansprechpartner.
        Viel Erfolg und guten Mut.
        Christian

  3. Antwort von nach 13 Stunden 2 hilfreich
    Re: Nase ist dicht

    Hallo Jadis!

    Nasentropfenentzug geht am sichersten, indem man nur eine Seite tropft, bis auf der Gegenseite die Schleimhaut sich wieder erholt hat und dann die Tropfen ganz weg läßt. So hat man immer eine Seite frei, das ganze kann sich aber über einige Zeit hinziehen.

    Du hast geschrieben, daß Du das versucht hast, ohne wesentlichen Erfolg. Sinnvoll wäre also, Deine Nase nochmal zu begutachten lassen. Gängig sind folgende Ursachen für Dein Problem:

    1. Vergrößerte Schwellkörper der Nasenseitenwand (=Muschelhyperplasie)
    2. Verkrümung der Nasenscheidewand (=Septumdeviation)
    3. Polypen der Nase
    (die "Polypen", die man im Kindesalter 'rauskriegt sind fast immer die Rachenmandeln und haben mit der Nase selbst wenig zu tun.)

    In dieser Reihenfolge verhält sich auch die Schwere der problemlösenden OP

    Von Deinen bisherigen Angaben der Untersuchung würde ich auf eine Kombination von 1 + 2 tippen, da Polypen, die für die Nasenatmung bedeutsam gewesen wären vom HNO-Arzt mit seiner Untersuchung erkannt worden wären.
    Bekommst Du durch die Nasentropfen ausreichend Luft, kann man durch operative Verkleinerung der Nasenmuscheln ungefähr diesen Effekt erreichen. Problem ist, daß dies manchmal je nach zustand der Nasenscheidwand technisch alleine nicht zu machen ist oder keinen ausreichenden Effekt bringt und deshalb gleichzeitig die Korrektur der Nasenscheidewand mit durchgeführt wird.
    Die OPs sind theoretisch ambulant durchführbar, unangenehm ist, daß hinterher das Näschen zutamponiert ist. Wenn Du die OP stationär machen läßt, muß man für die Muscheln alleine ca 5 Tage, für die Scheidewand 8 Tage, je nach Haus einplanen, die Nachbehandlungsdauer ist aber etwas länger.

    Es empfiehlt sich für Dich also, einen aktuellen Status erheben zu lassen und mit dem Arzt eine evtl OP zu besprechen.
    Als konservativen Therapieversuch könntest Du auch ein kortisonhaltiges Spray ausprobieren.

    Gruß

    Peter

    • Antwort von nach 13 Stunden 0 hilfreich
      Nachtrag

      Hallo!

      Das mit der OP-Schwere ist mißverständlich:
      1 ist die einfachste OP
      3 die aufwendigste

      Peter

    • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
      Nachfrage

      Hi!

      Erst mal: toller Beitrag! ;-)
      Aber da ich unter einem ähnlichem Problem leide (und nebenbei grad auch HNO lerne *ggg*), würde mich noch was interessieren: Als konservativen Therapieversuch könntest Du auch ein
      kortisonhaltiges Spray ausprobieren.
      Wie lange darf man das denn einsetzen?
      Kommt es nach Absetzen hier nicht auch zu einer Rebound-Rhinitis?
      Oder kann man damit tatsächlich in einigen Fällen "Heilung" erwarten?

      Interessierter Gruß,
      Sharon

      • Antwort von nach 16 Stunden 1 hilfreich
        Re: Nachfrage

        Hallo Sharon!

        Zunächst muß ich sagen, daß die Empfehlung zum Steroidspray nicht vollständig im eigentlichen Anwendungsbereich dieser Medikamente liegt. Sie werden ja vorwiegend bei allergischer Rhinitis, hauptsächlich aber bei Nasenpolypen eingesetzt, zum Beispiel um die Zeit bis zu einer Operation hinauszuzögern.
        Als solche sind sie für die Daueranwendung vorgesehen, zumindest eher als die Schnupfensprays. Der Effekt setzt sowieso erst nach einiger Zeit ein. Eine Wirkungsgarantie hat man nicht. Die systemische Wirkung ist ähnlich den Asthmasprays wohl vernachlässigbar.
        Ein Rebound wie bei den abschwellenden Nasentropfen kommt nicht vor. Dieser beruht auf der gefäßregulierenden Wirkung der Schnupfensprays mit folgender reaktiver Durchblutungserhöhung. Es kann aber natürlich sein, daß die Schwellung nach Absetzen des Sprays wieder auftritt.
        Mein Hauptgedanke dabei ist aber, die Entwöhnung von den normalen Schnupfensprays zu erleichtern und bis dahin sollte sich die Nasenschleimhautregulation dann wieder normalisiert haben.

        Gruß
        Peter

        PS: Wo studierst Du denn?



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