ich wurde am Freitag gegen im Betreff genanntes geimpft und bekam gesagt: ist normal, wenn’s die nächsten Tage bisschen schmerzt.
Aber warum? Was passiert in meinem Arm, das sich in muskelkaterähnlichem Gefühl äußert und druckempfindlich ist wie ein blauer Fleck?
Hallo Leidensgenossin! *grins und versuch mit dem schmerzenden Arm zu winken*
Hab auch grad meine 2. Impfung hinter mir - tut das weeeh! Vor paar Wochen hatte ich die erste - da allerdings ins Gesäß: hab ich kaum gemerkt, dabei waren es zwei Spritzen gleichzeitig (Tetanus).
Zu deiner Frage:
Ich hab das noch so gelernt, daß man lieber in den größeren Muskel spritzt (also Gesäß), weil es sich da was auch immer man spritzt besser verteilen kann und somit weniger Schmerzen und Lokalreaktionen hervorruft. Die Impftante meinte nun, daß man das heutzutage fast nur noch in den Oberarm spritzt, weil da die gewünschte Immunantwort besser zustande kommt (ist mir aber egal - meine nächste, 3. Spritze laß ich mir trotzdem wieder innen Hintern geben ).
Was du beschreibst, faßt man als Lokalreaktionen auf den Impfstoff zusammen. Dabei reagiert der Körper aber weniger auf die abgetöteten Erreger oder Teile des Erregers (die von dir genannten Impfungen sind Totimpfstoffe), als vielmehr auf andere Inhaltsstoffe in der Zusammensetzung, also den Trägerstoff, die „Zubereitung“:
z.B.
Restbestandteile der Züchtungsmedien wie z.B. Hühnereiweiß
Restmengen der Hilfsstoffe von Herstellung (z.B.Antibiotika)
Reste vom Inaktivierungsprozeß (z.B. Phenol, Formalin)
Konservierungsmittel, das Haltbarkeit und Sterilität garantiert (z.B. Merthiolat)
Zusatzstoffe zur Verbesserung der Immunantwort (z.B. Aluminiumhydroxid in sogenannten Adsorbatimpfstoffen)
Der Körper hält diese Zusatzstoffe für Fremdkörper und reagiert mit einer kleinen lokalen Entzündung, was für die Rötung und Schwellung verantwortlich ist.
Gleichzeitig dazu verursacht natürlich auch das Volumen des Impfstoffs eine Schwellung. Dies alles und die Mini-Verletzung durch die Kanüle führt dann auch zu Schmerzen und der von dir beschriebenen Druckempfindlichkeit.
Das sollte aber bald abklingen *auch hoff*
Klingt es nicht ab, wird im Gegenteil noch schlimmer oder tritt ev. Fieber oder andere Symptome auf, sollte man nochmal zum Arzt gehen. Ansonsten helfen kühlende Maßnahmen und ev. entzündungshemmende Medis (z.B. Aspirin).
Gruß,
Sharon
ich wurde am Freitag gegen im Betreff genanntes geimpft und
bekam gesagt: ist normal, wenn’s die nächsten Tage bisschen
schmerzt.
Aber warum? Was passiert in meinem Arm, das sich in
muskelkaterähnlichem Gefühl äußert und druckempfindlich ist
wie ein blauer Fleck?
Nachtrag
Das ist vielleicht etwas mißverständlich:
Dabei reagiert der Körper aber weniger auf
die abgetöteten Erreger oder Teile des Erregers (die von dir
genannten Impfungen sind Totimpfstoffe), als vielmehr auf
Natürlich reagiert der Körper auf die Erreger, sodaß sich auch dadurch die Beschwerden erklären können. Schließlich werden auch die Erreger als fremd erkannt und Abwehr- und Entzündungszellen strömen herbei und rufen örtliche Reaktionen hervor.
Und was ich noch vergaß:
Bei manchen entstehen solche Reaktionen, vor allem, wenn sie überschießend sind, aufgrund von einer Überimpfung. Also, wenn der Körper bereits genug/viele Antikörper hat und die Impfung eigentlich überflüssig war, stürzen sich diese dann auf die Erreger. Das Immunsystem reagiert also dann zu stark.
Hat dann aber auch keine weiteren Konsequenzen: besser einmal zuviel, als einmal zuwenig geimpft.
Zu deiner Frage:
Ich hab das noch so gelernt, daß man lieber in den größeren
Muskel spritzt (also Gesäß), weil es sich da was auch immer
man spritzt besser verteilen kann und somit weniger Schmerzen
und Lokalreaktionen hervorruft. Die Impftante meinte nun, daß
man das heutzutage fast nur noch in den Oberarm spritzt, weil
da die gewünschte Immunantwort besser zustande kommt (ist mir
aber egal - meine nächste, 3. Spritze laß ich mir trotzdem
wieder innen Hintern geben ).
Soweit ich weiss darf man heute gar nicht mehr in den Glutealmuskel (Hintern) spritzen, weil die Gefahr den Nerv zu verletzen größer ist. Zumindest wurde mir das gesagt…
Viele Grüße,
Aureel
Soweit ich weiss darf man heute gar nicht mehr in den
Glutealmuskel (Hintern) spritzen, weil die Gefahr den Nerv zu
verletzen größer ist. Zumindest wurde mir das gesagt…
Davon hab ich nur im Zusammenhang von Impfungen gelesen…
Die Injektion in den Schultermuskel hat den Vorteil, daß da keine soo wichtigen Gefäße und Nerven verlaufen, die man treffen könnte. Im „Hintern“ verläuft dagegen der durchaus wichtige Ischiasnerv. Wenn man die Infektion fachgerecht macht (es gibt da gewisse Techniken) ist die Gefahr eigentlich sehr gering den zu treffen. Nur leider schwören wohl einige alte Hasen auf die aus-2-Meter-Entfernung-ziel-Methode und spritzen irgendwo hin.
(Es gab früher die Empfehlung, in den oberen vorderen Quadranten zu spritzen - ist natürlich nicht sehr genau, aber die heutigen Techniken sind „verfeinert“ ).
Ergo: die fachgerechte Injektion in den Glutealmuskel wird durchaus noch gemacht - von Ärzten und erfahrenem Fachpersonal. Die „Impftanten“ und Co. sollten aber lieber die andere Methode (Schulter) nehmen, bzw. es wird ihnen empfohlen.
Die Injektion in den Glutealmuskel hat den Vorteil, daß der größere Volumen aufnehmen kann und eignet sich daneben auch eher für öligere Stoffe. Bei Impfungen injiziert man ja nicht mehr als 1-2ml und m.W. nach hat der Impfstoff keine ölige Konsistenz.
(Es gab früher die Empfehlung, in den oberen vorderen
Quadranten zu spritzen - ist natürlich nicht sehr genau, aber
die heutigen Techniken sind „verfeinert“ ).
scheint mir bei den unterschiedlich ausfallenden Hinterteilen generell ein Problem zu sein. Ich würde eher annehmen, daß man an der Schulter von weniger Fett ausgeht. Der Impfstoff soll ja i.m. und nicht s.c. gespritzt werden. Und es spart natürlich Zeit, wenn der Patient nicht erst einen Komplettstrip hinlegen muß.
m.W. nach hat der Impfstoff keine ölige Konsistenz.
Öl ist nur üblich bei Depotpräperaten. Bei Impfstoffen wäre sowas vermutlich nicht angesagt *g*.
Oberarm vs Hintern
Hi Enno,
ich denke, du liegst hier ganz richtig:
generell ein Problem zu sein. Ich würde eher annehmen, daß man
an der Schulter von weniger Fett ausgeht. Der Impfstoff soll
ja i.m. und nicht s.c. gespritzt werden.
Dieser Grund wurde mir genannt, als ich (weil für mich angenehmer), eine Impfung ins Hinterteil wünschte.
Im Oberarm kommt man leichter und sicherer wirklich in den Muskel (Impfungen müssen „tief intramuskulär“ gespritzt werden) und im Po müsste man u.U. eine elendslange Nadel nehmen, um durch elendsdicke Fettschichten den Muskel zu erreichen…
außer den schon erwähnten Gründen liegt der Grund für Schmerzen nach einer Impfung (oder i.m. Injektion allgemein) neben einer suboptimalen Injektionstechnik (in den oberen ÄUßEREN Quadranten natürlich) sehr häufig auch am niedrigen pH-Wert der injizierten Lösung, der das Gewebe ziemlich reizen kann. Das ist unangenehm, vergeht aber bald wieder )
Gute Besserung
Heidi
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