Paracetamol vs. ASS vs. Ibuprofen

Hallo,
seit geraumer Zeit beschäftigen mich und meinen medizinisch eher unbelasteten Freundeskreis folgende Fragen:
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Welcher der drei Wirkstoffe ist i.A. der Magenfreundlichste?
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Welcher der WS schädigt die Leber in geringster Weise?
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Welcher der WS ist generell als der Verträglichste für den Organismus anzusehen?
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Wie sieht es mit der Kombination der WS Paracetamol und ASS aus? Welches Verhältnis der Mischung bewirkt welchen Effekt? Ist die Kombination schädlicher als die identische Menge an Einzelwirkstoffen?
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Wenn zu den Wirkstoffen (einzeln oder kombiniert (Thomapyrin, als Beispiel)) Coffein beigesetzt wird, ändert sich die Wirkung wie? Wie sieht es in diesem Fall wiederum mit der Verträglichkeit aus?
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Geehrte Wissende, die Fragen scheinen wenig sinnvoll und überdies recht komplex zu sein - dennoch hoffe ich, dass mir eine Antwort zuteil wird, denn mein Interesse in dieser Hinsicht ist gross.
Nicht, dass ich in irgendeiner Form wirklichen Nutzen aus den zu erhoffenden Antworten ziehen könnte, aber trotzdem ist es wichtig für mich.
Vielen Dank!

Grüße aus dem Süden

formica

Laienantwort
Paracetamol ist für ‚cumulative liver damage‘ bekannt - cumulative soll heissen, dass du deiner Leber nicht nur dann schadest, wenn du über kürzere Zeit (eben bei Krankheit) höhere Mengen an paracetamol nimmst, sondern dass Du quasi sämtliches paracetamol, dass Du je eingenommen hast, berechnet musst. Eh, Laienerklärung.

Ich kann Dir zu den anderen Sachen nichts sagen.
Coffein verändert die Wirkung der Stoffe nicht - ich konnte nie verstehen, warum in Sachen wie ‚Uni Flu‘ (Grippemittel - paracetamol, caffeine, hochdosiertes vitamin c) eben caffeine drin war - aber laut meines Apothekers ist das caffeine einzig und allein dazu da, dem ‚drowsiness‘ effect des paracetamols entgegenzuwirken.
(drowsiness = ??? halt Müdigkeit, wo immer dabei steht 'keine Maschinen betreiben, etc)

Hoffe, Dir wenigstens schon mal in Ansätzen geholfen zu haben.

Gruss, Isabel

Hallo!

seit geraumer Zeit beschäftigen mich und meinen medizinisch
eher unbelasteten Freundeskreis folgende Fragen:
>
Welcher der drei Wirkstoffe ist i.A. der Magenfreundlichste?

Paracetamol

Welcher der WS schädigt die Leber in geringster Weise?

auf jeden Fall nicht Paracetamol. Über die andern habe ich in diesem Zusammenhang nichts gefunden.

Welcher der WS ist generell als der Verträglichste für den
Organismus anzusehen?

??? kommt auf den Organismus an. Ibuprofen wird i.a. besser vertragen als ASS, geht aber auch auf den Magen. Paracetamol sollte nicht bei Patienten mit Leberschäden verwendet werden, ist aber z.B. in der Schwangerschaft das Mittel der Wahl. Diese Frage ist also nicht so einfach zu beantworten…

Wie sieht es mit der Kombination der WS Paracetamol und ASS
aus? Welches Verhältnis der Mischung bewirkt welchen Effekt?
Ist die Kombination schädlicher als die identische Menge an
Einzelwirkstoffen?

Ja. Besonders bei Präparaten mit Wirkstoffkombinationen sind verstärkt Nierenschäden beobachtet worden.

Wenn zu den Wirkstoffen (einzeln oder kombiniert (Thomapyrin,
als Beispiel)) Coffein beigesetzt wird, ändert sich die
Wirkung wie? Wie sieht es in diesem Fall wiederum mit der
Verträglichkeit aus?

Koffein verstärkt die analgetische Wirkung der Wirkstoffe.

>
Geehrte Wissende, die Fragen scheinen wenig sinnvoll und
überdies recht komplex zu sein - dennoch hoffe ich, dass mir
eine Antwort zuteil wird, denn mein Interesse in dieser
Hinsicht ist gross.

tut mir leid, dass meine Antworten so kurz sind (ich bin nun mal Minimalist). ich hoffe, sie haben dir trotzdem ein bißchen geholfen.
Viele grüße,
Aureel

Paracetamol ist für ‚cumulative liver damage‘ bekannt -
cumulative soll heissen, dass du deiner Leber nicht nur dann
schadest, wenn du über kürzere Zeit (eben bei Krankheit)
höhere Mengen an paracetamol nimmst, sondern dass Du quasi
sämtliches paracetamol, dass Du je eingenommen hast, berechnet
musst.

Hallo (Pharma-)Experten!
Mich interessiert die obige Aussage sehr… Kann mir das jemand genauer erklären?
gruss engelsauge

Hallo,
bei zu hoher Einnahme von Paracetamol wird durch ein Abbauprodukt des Wirkstoffes die Leber geschädigt. Das dies irreversibel ist, wie hier angedeutet und das auch im Fall einer Nichtschädigung die _Gesamtmenge_ berücksichtigt werden muß, die man zu Lebzeiten konsumiert hat, halte ich schlicht für falsch (BTW: Was würde mir diese „Gesamtmenge“ eigentlich sagen ?).

Gruss
Enno

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Hi!

Kumulation tritt auf:
„wenn die pro Applikation zugeführte Menge größer ist als die im Applikationsintervall eliminierte Menge“
das heißt:
Gibt man ein Medikament mit einer Eliminationshalbwertszeit (also der Zeit die der Körper braucht um den Stoff zur Hälfte abzubauen) von z.b 4 Stunden um ca 13 Uhr, so hat der Körper um 17 Uhr etwa die Hälfte davon abgebaut. Angenommen man hat z.b 4 mg gegeben, dann ist um 17 Uhr noch etwa 2 mg davon im Körper.
Die „im Applikationsintervall eliminierte Menge“ ist also 2mg.

Gibt man jetzt nochmal 4mg (also die „pro Applikationzugeführte Menge größer als…“), so hat man nun eine Konzentration von 6mg im Körper. Nach weiteren 4 Stunden sind davon noch 3mg übrig und wenn man wieder 4mg dazugibt, hat man dann 7mg… usw.

Kumulation bedeutet also eine Zunahme der Konzentration des Wirkstoffes bei wiederholter („zu früher“) Gabe.

Das hat NICHTS damit zu tun, ob man vor 10 Jahren schon mal dieses Medikament genommen hat!!
(Denn dann ist es schon längst abgebaut!)

Das Risiko für eine Kumulation ist abhängig u.a. von der Halbwertszeit des Wirkstoffes: je länger die Halbwertszeit desto höher das Risiko.

Paracetamol hingegen hat aber eine recht kurze Halbwertszeit von etwa 2-3 Stunden. Die Kumulationsgefahr ist also sehr gering und mir auch bei diesem Medikament nicht bekannt - auch im Netz hab ich nichts dazu gefunden…

Gruß,
Sharon

P.S. Sollte man tatsächlich mal zuviel Paracetamol geschluckt haben, so gibt es ein gutes (freiverkäufliches) Gegengift: Acetylcystein - enthalten z.b in den ACC-Brause-Tabletten (Schleimlöser zum Abhusten).

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Hallo,

„in der Schwangerschaft das Mittel der Wahl…“ Warum das? Wer sagt das und warum?

Es kommt natürlich auch drauf an, wogegen man die Präparate einsetzen will. analgetisch wirken sie alle, wenn auch wohl auf verschiedenen Wirkmechanismen beruhend, Paracetamol aber ist kaum antiphlogistisch, also entzündungshemmend wirksam, dafür aber gut magenverträglich. Nach toxischer Überdosierung (ca. 12 - 15 g) klann evtl. wegen „Verbrauchs:“ des hepatischen Glutathions und Reaktion mit Zellproteinen dr KLeber eine Lebernekrose ausgelöst werden (aber sehr selten) und bei langanhaltendem Gebrauch in therapeutischen Dosen hat man einzelne Leberfunktionsstörungen beobachten können, die jedoch reversibel waren (außerdem ist die Kausalität auch nicht immer so klar bestimmbar)Es gilt aber als gut magenverträglich.
Ebenso ziemlich gut verträglich ist Ibobrufen, ein nicht-steroidales Antiphlogisticum mit guten antiphlogistischen, analgetischen und antipyretischen Wirkungen.m Es hat, wie Paracetamol, eine Kurze Halbwertszeit und wird auch über die Nieren (hauptsächlich jedenfalls) ausgeschieden.

ASS ist auch analgetisch und antipyretisch wirksam, antiphlogistisch erst in höheren Dosen, dazu wirkt es noch als Thrombozytenaggregationshemmer, d.h. die Gerinnungsfähigkeit des Blutes nimmt ab. Das nutzt man häufig therapeutisch, ist aber auch für öfter auftretende Blutungen im Magen-Darm-Trakt mitverantwortlich.
Von Kombinationen mit Z.B. Koffein wird im Allgemeinen abgeraten, auch mit Alkohol sollte man vorsichtig sein, da er häufig noch die unerwünschten Wirkungen verstärken kann.

Viele Grüße
Heidi
Hallo!

seit geraumer Zeit beschäftigen mich und meinen medizinisch
eher unbelasteten Freundeskreis folgende Fragen:
>
Welcher der drei Wirkstoffe ist i.A. der Magenfreundlichste?

Paracetamol

Welcher der WS schädigt die Leber in geringster Weise?

auf jeden Fall nicht Paracetamol. Über die andern habe ich in
diesem Zusammenhang nichts gefunden.

Welcher der WS ist generell als der Verträglichste für den
Organismus anzusehen?

??? kommt auf den Organismus an. Ibuprofen wird i.a. besser
vertragen als ASS, geht aber auch auf den Magen. Paracetamol
sollte nicht bei Patienten mit Leberschäden verwendet werden,
ist aber z.B. in der Schwangerschaft das Mittel der Wahl.
Diese Frage ist also nicht so einfach zu beantworten…

Wie sieht es mit der Kombination der WS Paracetamol und ASS
aus? Welches Verhältnis der Mischung bewirkt welchen Effekt?
Ist die Kombination schädlicher als die identische Menge an
Einzelwirkstoffen?

Ja. Besonders bei Präparaten mit Wirkstoffkombinationen sind
verstärkt Nierenschäden beobachtet worden.

Wenn zu den Wirkstoffen (einzeln oder kombiniert (Thomapyrin,
als Beispiel)) Coffein beigesetzt wird, ändert sich die
Wirkung wie? Wie sieht es in diesem Fall wiederum mit der
Verträglichkeit aus?

Koffein verstärkt die analgetische Wirkung der Wirkstoffe.

>
Geehrte Wissende, die Fragen scheinen wenig sinnvoll und
überdies recht komplex zu sein - dennoch hoffe ich, dass mir
eine Antwort zuteil wird, denn mein Interesse in dieser
Hinsicht ist gross.

tut mir leid, dass meine Antworten so kurz sind (ich bin nun
mal Minimalist). ich hoffe, sie haben dir trotzdem ein bißchen
geholfen.
Viele grüße,
Aureel

Hi, nach ein bisschen googlen hab ich zwar nichts zum cumulative effect gefunden (Suchbegriff: cumulative liver damage through paracetamol), aber vielleicht googlest du ja nochmal selber.

Ansonsten hat Sharon hier toll die Bedeutung von cumulative erklärt.

Hier sind aber noch nen paar Sachen, die ich gefunden habe.

Fazit ist zumindest, dass es, selbst wenn Du keine Alkoholikerin bist, keine gute Idee ist, Deinen Kater mit paracetamol auszukurieren.

Gruss, Isabel

http://www.bsg.org.uk/pdf_word_docs/adult_liver.pdf

‘Indications for referral and assessment in adult liver transplantation: a clinical guideline‘

(…) Paracetamol hepatoxicity is the commonest cause of acute liver failure in the UK. Deliberate self-poisoning with this drug is commonest in young people, usually in the absence of any serious psychiatric morbidity. It is estimated tht 30000-70000 cases of paracetamol overdose reach medical attention and with an estimated case fatality of 0.4% represents approximately 130-270 deaths annually. Community availability of paracetamol is paralleled by ist use in accidental overdoses and attempted suicide. In countries where access is restricted and overdoses involve fewer tablets, a considerably lower rate of fatality has been seen (0.4% risk of death in the UK versus 0.1% in France). An alarming increase in the usage of paracetamol in overdoses has been observed in this country which has prompted a recent review and constraint of marketing and packaging practice. (…)

http://www.blackwell-synergy.com/links/doi/10.1046/j…

http://www.google.com/search?q=cache:svuZot0g0ssJ:we…

Dept of Hepatology, University of Capetown, ZA, 2002 (on ACUTE liver failure)

The alcohol paracetamol interaction.

Paracetamol is metabolised to a toxic intermediate by the same cytochrome P450 isoforms as alcohol.
This enzyme is induced in people who drink regularly. If they then take paracetamol, it is more rapidly metabolised to the toxic product which causes severe hepatic necrosis. This is aggravated by the glutathione deficiency often present in alcoholics. As little as 4g (8 tablets) of paracetamol taken over a period of a few hours may cause acute liver failure in alcoholic subjects. This is often the case when paracetamol is taken not suicidally but to deal with a hangover. The clue is the markedly raised transaminases; these may be 1000 or more which is too high for alcoholic hepatitis. Therapy is with N-acetyl cysteine.

Toxic drug reactions

The most common example of this is paracetamol. It is also occasionally seen with carbon tetrachloride or amanita (mushroom) poisoning. This reaction is predictable and anybody who takes sufficient of the agent will show hepatocyte necrosis, hepatitis and perhaps liver failure.

Paracetamol is metabolised by cytochrome P450 to the toxic intermediate NAPQI. Protection against this is afforded by two mechanisms; conjugation of paracetamol with glucuronide and sulphate to prevent ist metabolism, and complexing of the NAPQI with glutathione to detoxify it. When large amounts of paracetamol are ingested, these safety mechanisms are overwhelmed and severe hepatocyte necrosis occurs.

Typically, hepatitis is noted 48-72 hours after the ingestion of paracetamol. Patients then become jaundiced and very high enzyme levels are noted. The condition may progress to acute liver failure. The best prognostic indicator is the INR; if this continues to increase on day 3, the prognosis is grave.

Whenever significant amounts of paracetamol have been ingested, specific therapy should be provided. Gastric lavage should be performed and charcoal placed in the stomach. Therapy with N-acetyl cysteine should be instituted in all cases where the dose ingested has been significant.
Beware of the drawbacks associated with the use of the action lines for paracetamol. Allow a wide margin of safety; better to treat unneccessarily than too late. Therapy should be instituted no matter how long after the ingestion the patient is seen. Even treatment as long as five days after the ingestion may have some beneficial effect.

Liver transplantation may be lifesaving for severe paracetamol overdose.

Vergiftung gefährlich

P.S. Sollte man tatsächlich mal zuviel Paracetamol geschluckt
haben, so gibt es ein gutes (freiverkäufliches) Gegengift:
Acetylcystein - enthalten z.b in den ACC-Brause-Tabletten
(Schleimlöser zum Abhusten).

Patienten, die durch eine Paracetamol-Überdosierung ein akutes Leberversagen erleiden sind sehr gefährdet und die Wahrscheinlichkeit zu sterben ist sehr hoch, wenn die Behandlung nicht rechtzeitig einsetzt.
Willsagen, eine Überdosierung ist auf JEDEN FALL EIN ZWINGENDER GRUND, sich im Krankenhaus behandeln zu lassen, „ACC-akut“ ist KEINE geeignete Therapie.

Mehr Infos, u.a. zu bisher nicht beobachteten Langzeitschäden, auf

http://www.pharmweb.net/pwmirror/pwy/paracetamol/pha…

Gruss, Dennis

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Hi!

Willsagen, eine Überdosierung ist auf JEDEN FALL EIN
ZWINGENDER GRUND, sich im Krankenhaus behandeln zu lassen,

Wow, da bin ich ja gründlich mißverstanden worden :wink:
Ich sage ja immer, lieber mehrmals zuviel ins Krankenhaus/zum Doc als einmal zu wenig. Und das betone ich hier im Forum auch dauernd. Daß man mit einer Vergiftung, gleich welcher Art, SOFORT ins Krankenhaus geht, dürfte wohl selbst dem größten volltrotteligen Laien klar sein!

„ACC-akut“ ist KEINE geeignete Therapie.

Im Gegenteil, daß ist genau das, was der Doc macht (unter anderem)! Allerdings - um jetzt nicht wieder mißverstanden zu werden - ist das keine geeignete Therapie für zuhause bzw. alleine ohne Doc durchgeführt.
Ich wollte nur auf den interessanten Aspekt hinweisen, daß ein simpler Schleimlöser als Antidot die Leber retten kann.

Gruß,
Sharon

Hallo,

„in der Schwangerschaft das Mittel der Wahl…“ Warum das? Wer
sagt das und warum?

Mein Pharmabuch. Wahrscheinlich weil die säurehaltigen Analgetika als Nebenwirkung das Blut verdünnen und das eine erhöhte Abortgefahr darstellt.
Hab jetzt aber nicht mehr genauer nachgelesen.
Gruß,
Aureel

Schadenfreude… schäm… (offtopic)
Hi Sharon,

nachdem auf mir vor ein paar Wochen so schrecklich rumgehackt wurde, obwohl ich einer Fragestellerin (wohlgemerkt einer MIT Medizinkenntnissen) empfahl, wenn ANDERE Ansätze (wie Vitamin & Mineralmangel, denn es ging um aufgerissene Haut) nicht zu ner Lösung führten, sollte sie doch mal unter…, na Du weisst schon, googlen…

Sharon, nein, Schadenfreude empfinde ich keine.
Ich will nur sagen, ich habe mich damals in dem posting recht vorsichtig ausgedrückt, und dennoch zeterten alle (incl Dir) los.

Du hast Dich in diesem Fall wirklich nicht vorsichtig ausgedrückt, und dennoch behauptest Du hier, MISSVERSTANDEN WORDEN ZU SEIN, und nicht DICH MISSVERSTÄNDLICH AUSGEDRÜCKT ZU HABEN.

Und was ich eigentlich sagen will:

Vielleicht kannst Du das nächste Mal, bevor Du anfängst, Leute unnütz zuz kritisieren, Dich an dies hier erinnern.

Ich mag keine double standards.

Thanks much & nichts für ungut (und bin Dir auch sicherlich nicht wegen ‚damals‘ böse),

Gruss, Isabel

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‚Bisher nicht beobachtete Langzeitschäden‘??? Das

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Möchte dem bisherigen nur noch folgendes Beifügen:

Paracetamol kann den Darm durchlässig machen, was wiederum Nahrungsmittelunverträglichkeiten hervorrufen kann.
Das häufigste Fieberzäpfchen Paracetamol bei Kleinkindern ist deshalb auxch nicht so unbedenklich wie die meisten noch immer meinen

Gruss
Beat

Hi Isabel!

Sharon, nein, Schadenfreude empfinde ich keine.

Im Betreff stehts aber anders *zwinker* Naja, egal…

Und was ich eigentlich sagen will:
Vielleicht kannst Du das nächste Mal, bevor Du anfängst, Leute
unnütz zuz kritisieren, Dich an dies hier erinnern.

Ich schrieb ja damals schon, daß das online dauernd passiert mit dem Mißverstehen - hier im Forum seh ich das auch fast täglich. Warum sollte ich oder jemand anders da eine Ausnahme sein? Und unnütz finde ich Kritik eigentlich nie!

Unnütz ist allerdings, sich ständig darüber aufzuregen. Das Mißverständnis ist klargestellt und damit aus der Welt.
Ich werde auch weiterhin kritisieren, sofern es sinnvoll ist, und bin auch froh, daß auch ich kritisiert werde! Ich fand jedenfalls Dennis’ Hinweis ganz hilfreich und bin ihm keinesfalls „böse“ oder dergleichen. Warum auch?

Sofern man nicht wie du jede Kritik als Angriff und Beleidigung sieht, kann man sogar was daraus lernen…

Ich mag keine double standards.

Und ich mag keine alten Kamellen.
Die damaligen Sachen sind doch schon gegessen, warum wärmst du altes immer wieder auf? Du hattest mit einem anderen Forummitglied eine Auseinandersetzung und hast in späteren Postings - sogar in anderen Brettern, darauf hingewiesen.
Soll ich mich jetzt darauf einrichten, daß mir dasselbe Schicksal droht? *g*

Thanks much & nichts für ungut (und bin Dir auch sicherlich
nicht wegen ‚damals‘ böse),

Dito :wink:

Gruß,
Sharon

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Hallo,

FALLS das eine erhöhe Abortgefahr darstellen würde, warum wäre es denn dann das Mittel der Wahl. Das würde doch nur Sinn machen, wenn es als Abortivum eingesetzt würde? Ansonsten ist doch wohl eher das Gegenteil zutreffend.

MfG
Heidi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

richtig lesen!
Hallo,
ich habe geschrieben, dass SÄUREHALTIGE Analgetika ein erhöhtes Abortrisiko haben (sprich: ASS, Ibuprofen usw.). Paracetamol ist ein Anilin-Abkömmling. Paracetamol hemmt die COX v.a. zentral und hat deshalb keine/kaum Auswirkungen auf die Thrombozytenaggregation.
Aber warum erklär ich das eigentlich einer Ärztin…?
Gruß,
Aureel

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Analgetica NEPHROpathie
Hallo Sharon!

Bei der Analgetika-Niere gibt/gab es tatsächlich diesen Effekt, was einer der Gründe ist, warum die Paracetamol-Vorstufe Phenacetin vom Markt genommen wurde. So kommt es bei Einnahme einer kumulierten Dosis von ab 3kg (möglicherweise Phenacetin??) über >10 Jahre zu irreversiblen Schäden der Niere.
(Nacherzählt nach Küttler & Pschyrembel)

Hier ein bißchen mehr Text:
http://www.dmkg.org/grundla/9811/news7.htm

Hier noch zwei Bildchen:
http://alf3.urz.unibas.ch/pathopic/getpic-fra.cfm?id…
http://alf3.urz.unibas.ch/pathopic/getpic-fra.cfm?id…

Um mal nochmal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: der Kombination von Schmerzmedikament und Coffein wird ein erhöhtes Abhängigkeitspotential nachgesagt und ist deshalb umstritten.

Gruß
Peter

„ACC-akut“ ist KEINE geeignete Therapie.

Im Gegenteil, daß ist genau das, was der Doc macht (unter
anderem)! Allerdings - um jetzt nicht wieder mißverstanden zu
werden - ist das keine geeignete Therapie für zuhause bzw.
alleine ohne Doc durchgeführt.

Das ist jetzt natürlich Klugscheisserei meinerseits, aber vielleicht ist die Info ja doch interessant:
ACC-akut enthält max 600mg Acetylcystein (Tabletten/Pulver) bzw. 300mg (Injektionslösung).
Die bei Paracetamolvergiftung notwendige Dosis liegt für einen 70kg schweren Patienten bei ca. 20g intravenös. Das verwendete Präparat beinhaltet Acetylcystein daher in einer viel höheren Konzentration (5mg/25ml Lösung). Es ist nicht rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Ich wollte nur auf den interessanten Aspekt hinweisen, daß ein
simpler Schleimlöser als Antidot die Leber retten kann.

Das ist ein bisschen wie der Unterschied zwischen 100mg ASS und 1000mg ASS: obwohl es sich um den selben Stoff handelt, verfolgt man mit der unterschiedlichen Dosis auch ganz andere Ziele (Hemmung der Blutplättchenfunktion/Schmerztherapie). Entsprechend sind die 100 mg ASS auch nicht zur Schmerztherapie zugelassen. (ACC akut ist übrigens auch nur zum „Schleimlösen“ zugelassen, nicht als Antidot).

Und warum hab’ ich mich jetzt an so einer Nebensache so abgearbeitet?
Ich fand’ die ursprüngliche Aussage einfach unbeabsichtigt mißverständlich, und da wollte ich sicher gehen, dass das niemand falsch abspeichert: „Is ja gar nich so schlimm…“

Nix für ungut,
Dennis