Check up, Blutuntersuchungen, was wird noch gezahl

Zuerst wurde nur über die Praxisgebühr geredet, dann kamen immer mehr Änderungen ans Licht, wie z.B. die Arzneien, die nicht mehr bezahlt werden. Und jetzt weiteres:
Alle 2 Jahre ließen wir bisher einen Check up beim Hausarzt machen. Es wurden die Blutwerte (gr. Blutbild, Blutsenkung, usw.)überprüft,Reflexe, abhorchen, mehrere Fragen, Ruhe-EKG und Ultraschall, da ich mehrere Gesundheitsprobleme haben. Im Herbst der Hinweis vom Arzt, im Frühjahr machen wir den nächsten Check-Up. Nun bei der Anmeldung die Auskunft: Es werden von der Krankenkasse nur noch 2 Blutwerte gezahlt, Ultraschall gar nicht mehr. Wenn ich Wert darauf lege, muss das alles privat gezahlt werden, die Preise wurden gleich genannt. Ich fass es nicht. Ist das richtig? Bald werden überhaupt keine Vorsorgeuntersuchungen mehr gezahlt. Beim Augenarzt wurde gekürt, beim Frauenarzt gekürzt, was kommt als nächstes?
Wütend, Klaus

etwas offtopic - oder nicht?
Hi!

Ich fass es nicht. Ist das richtig? Bald werden
überhaupt keine Vorsorgeuntersuchungen mehr gezahlt. Beim
Augenarzt wurde gekürt, beim Frauenarzt gekürzt, was kommt als
nächstes?

Ganz einfach:
die teuren OP’s müssen demnächst selbst bezahlt werden. Es bietet sich an, ständig paar 10.000 Euronen täglich mit sich zu führen - man kann ja nie wissen, wann man einen Unfall hat…

Aber mal ehrlich, kennst du den Spruch: „Seehofer war ein übler Schnupfen, aber die Ulla ist dagegen ein Krebsgeschwür“?

Die grundsätzliche Idee, das Gesundheitssystem zu entlasten ist ja völlig richtig, aber die Umsetzung… no comment…

Klar! Die billigen Vorsorgeuntersuchungen kürzen, damit man dann die Folgen teuer bekämpfen muß - ähm, hallo?!
Naja, Hauptsache, die Kassen können ihre Mitarbeiter beschäftigen und finanzieren…

Gruß,
Sharon

P.S: tja, momentan bleibt dir nix anderes übrig, als selbst zu zahlen, wenn dir deine Gesundheit was wert ist. Aber sammle dazu die Belege und Rechnungen - wer weiß, vielleicht ändert sich das ja doch noch und dann könnte man es zurückfordern…

Hallo Sharon,
Tatsache ist, dass unser krankes Gesundheitssystem nicht mehr zu finanzieren ist, wenn nicht radikale Veränderungen vorgenommen werden. Bisher sind die Kosten permanent gestiegen und der Beitragssatz der Versicherungen hat Ausmaße angenommen, die nicht mehr zu vertreten sind. Das paradoxe an der Situation ist, dass trotz ständig steigender Ausgaben im Gesundheitssystem , die Bevölkerung immer kränker wird.
Auf die Gesundheitsministerin zu schimpfen ist einfach, trifft aber die falsche Person, denn sie ist nicht für die Kostenexplosion verantwortlich.
Was man der Ministerin vorwerfen kann, ist eher Feigheit, denn sie hat sich, wie ihre Vorgänger an die wirklichen Kostenverursacher nicht herangetraut.
Hätte sie die Kassenärztlichen Vereinigungen aufgelöst und ein für die Patienten transparentes Abrechnungssystem für die Ärzte eingeführt, wäre schon viel gewonnen.
Solange sich im Gesundheitssystem in großem Stil kriminelle Elemente hemmungslos bei den Kassen und somit beim Beitragszahler bedienen und die Krankenkassen nach Belieben ausplündern, wird sich grundlegend nichts ändern und da Beitragserhöhungen kaum noch durchzusetzten sind, wird dann eben bei den Leistungen gekürzt.
Die höhere finanzielle Belastung für die Patienten hat aber auch positive Aspekte.
Die Menschen laufen nicht mehr mit jeder Bagatelle gleich zum Arzt. Dies wirkt sich positiv für die Krankenkassen und für die Gesundheit der Patienten aus, denn jeder Arztbesuch ist eine potentielle Gefahr (Fehldiagnosen, Nebenwirkungen von Medikamenten, iatrogene Erkrankungen, Ansteckungsgefahr im Wartezimmer etc.)
Vielleicht ändert sich ja auch ein wenig die Einstellung zur eigenen Gesundheit in Richtung mehr Eigenverantwortung.
Gruß
KH

Hi!

Danke, deine Worte sind etwas klarer als meine. Genau das wollte ich eigentlich sagen, aber das Thema berührt einen wunden Punkt bei mir und wenn ich mich aufrege, krieg ich nix vernünftiges raus *gg*

Dies wirkt sich (…) für
die Gesundheit der Patienten aus, denn jeder Arztbesuch ist
eine potentielle Gefahr (Fehldiagnosen, Nebenwirkungen von
Medikamenten, iatrogene Erkrankungen, Ansteckungsgefahr im
Wartezimmer etc.)

Naja, das hätte ich zwar nicht gesagt, aber ansonsten stimm ich mit dir überein :wink:

Gruß,
Sharon
*die sich bei den Reformen am meisten über die Studiengangsänderungen ärgert, aber das ist ein anderes Thema…*

Hallo,

Ich fass es nicht. Ist das richtig? Bald werden
überhaupt keine Vorsorgeuntersuchungen mehr gezahlt. Beim
Augenarzt wurde gekürt,

Welche Vorsorgeuntersuchungen machst Du beim augenarzt und was wurde da gekürzt?

beim Frauenarzt gekürzt,

Was genau?

Ganz einfach:
die teuren OP’s müssen demnächst selbst bezahlt werden.

Achso.

P.S: tja, momentan bleibt dir nix anderes übrig, als selbst zu
zahlen, wenn dir deine Gesundheit was wert ist.

An welchen Laborwert denkst Du eigentlich, der „nr mal so“ beim Check-Up abgenommen werden soll? Auch wenn Blutabnehmen beim Arzt ein liebgewonnenes Ritual ist, sollte man es zumindest einmal hinterfragen.

Sebastian

interessanter gedanke
kannst du das untermauern?

Die Menschen laufen nicht mehr mit jeder Bagatelle gleich zum
Arzt. Dies wirkt sich positiv für die Krankenkassen und für
die Gesundheit der Patienten aus, denn jeder Arztbesuch ist
eine potentielle Gefahr (Fehldiagnosen, Nebenwirkungen von
Medikamenten, iatrogene Erkrankungen, Ansteckungsgefahr im
Wartezimmer etc.)