Staphylokokkus aureus nach OP
Von: , Frage gestellt am Di, 2. Mai 2000
Hallo Leute,
meine Freundin hat sich nach einer OP (Abzess im Hals nach Paradontosebehandlung)
auch noch einen Staphylokokkus aureus geholt.
Die im Krankenhaus haben zuerst die Panik gekriegt, sie isoliert und verdächtig schnell, ohne weitere Behandlung, Überweisung zu einem Labor, Spezialisten etc. nach Hause geschickt. Sie versucht jetzt einen Arzt zu finden, der sich der Sache annimmt, weitere Laborteste macht und den Erreger nötigenfalls behandelt. Was man so im Internet oder in den Medien darüber erfahren kann, ist nicht gerade mutmachend (s.a. Beitrag auf ZDF/Frontal v. 4.4.).
Bisher hat sie keinen Arzt gefunden, der sich der Sache annimmt. Eher wird es von allen verharmlost. Auf Ihrem "vorläufigen" Krankenhausentlassungsbericht steht: MRSA, Kontakt mit gesunden Menschen unbedenklich. Ein Antibiogramm hat sie auch mitbekommen. Daraus konnte ich nur entnehmen, dass es Antibiotika gibt auf die der Erreger nicht resisten ist. Z.Zt. bekommt sie aber keine Antibiotika, d.h. eigentlich überhaupt nichts gegen den Erreger.
Jetzt meine Fragen:
1) Wie gefährdet sind die kranken Menschen in ihrem Umfeld? Sie hat einen Krebskranken und einen Neurodermitiker in der Familie?
2) An welchen Facharzt soll sie sich wenden, denn: das Krankenhaus hat sie im Stick gelassen, der Hausarzt ist damit überfordert, hat keine weiteren Teste mehr gemacht und nur gemeint, das wäre schon ok, wenn das KH meint, dass sei unbedenklich und ausserhalb der KH würde der Erreger sowieso nicht überleben. (Ich bin ja kein Medinziner, aber das scheint mir etwas weit hergeholt.)
3) Ist das wirklich so harmlos und bauschen es die Medien nur auf oder hat sich das KH - wie's mir scheint ihr gegenüber nicht korrekt verhalten? (unterlassene Hilfeleistung? Gefährdung anderer Leute durch Aufhebung der Isolation?
3) Ich habe sie öfters im KH besucht, sie auf die Wangen geküsst, ihr erlaubt, vom meiner Lippencreme mit dem Finger etwas abzustreichen um ihre trockenen Lippen einzucremen. Natürlich habe ich die Creme weiterhin normal, wie einen Lippenstift benutzt. Auch habe ich eine komisches Ekzem (Pilzbefall, Allergie, Psoriasis?) in Nacken schon sein längerer Zeit. Besteht nun die Gefahr, dass ich mich über den Lippenstift, die Haut oder sonstwie auch mit diesem Erreger infiziert habe? Wie kann ich Gewissheit bekommen? Muss ich auf akute Symptome warten oder tut das ein gezielter Test?
Wer kann mir da ein paar gute Ratschläge, gerne auch per e-Mail, geben?
Vielen Dank im Voraus.
Ama
