Hallo,
in einen kürzlich erschienenen Spiegel Artikel
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,295…
wird ein Bezug zwischen Insulin und dem Alterungsprozeß erwähnt. Wer kann das etwas näher ausführen ?
Gruss
Enno
Hallo,
in einen kürzlich erschienenen Spiegel Artikel
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,295…
wird ein Bezug zwischen Insulin und dem Alterungsprozeß erwähnt. Wer kann das etwas näher ausführen ?
Gruss
Enno
Hi Enno,
endlich konnte ich mal für dich googeln 
gefunden habe ich:
„Unsere Studien legen den Schluss nahe, dass insulinähnliche Peptide die Produktion eines Steroids anregen, das die reproduktive Entwicklung und kürzere Lebensspanne fördert. Bei Nahrungsmangel ist die Hormonproduktion jedoch unterdrückt, was zu Diapause und längerer Lebensspanne führt. Aufgrund nahrungsbedingter Reize regulieren somit evolutionär konservierte neuroendokrine Netzwerke die Programme einzelner Stadien, wie auch die Lebensspanne als Ganzes. Es handelt sich hier um medizinisch relevante Erkenntnisse im Hinblick auf unser Verständnis von Diabetes, Fettleibigkeit und Alterung.“
auf der Seite: http://www.mpg.de/cgi-bin/mpg.de/orgEinheit.cgi?pers…
ausserdem noch:
http://www.pr.uni-freiburg.de/prmit_layout_alt/prmit…
http://www.sciencenews.org/articles/20030802/bob9.asp
Ich weiß nicht, ob es das ist was du wissen wolltest, aber eine der Kontaktpersonen auf den Seiten sollte deine Frage beantworten können 
Grüssle
m.
Hallo,
danke, das klärt den Bezug schon deutlicher. Insbesondere den Bezug zu IGF-1 finde ich aus sportlicher Sicht interessant. Diesbzgl. wären einige Sportarten in dieser eingeschränkten Betrachtung lebensverkürzend.
Gruss
Enno
Sport ist Mord
Diesbzgl. wären einige Sportarten in dieser eingeschränkten
Betrachtung lebensverkürzend.
ich wußte es immer 
Hallo Ennno,
Diesbzgl. wären einige Sportarten in dieser eingeschränkten
Betrachtung lebensverkürzend.
Das brauchst du nicht mal eingeschränkt zu sehen. Es gibt eine ganze Reihe von Untersuchungen, die zeigen summarisch, daß Kalorienverbrauch und mittlere Lebensspanne antiproportional sind.
Man kann noch eine Stufe weitergehen und mutmaßen, daß der oxidative Streß (durch reaktive Sauerstoffspezies [ROS], die besonders bei der zellulären Energiebereitstellung gebildet werden) Zellschädigungen zur Folge hat, die letzlich den Alterungsprozeß ausmachen.
Meiner Kenntnis nach sind alle beschriebenen „Altersgene“, welche die Alterung genetisch steuern sollen, letzenendes direkt oder indirekt beteiligt an einer dieser Prozesse:
Hohe Stoffwechselraten, wie sie beim Sport auftreten, verursachen höhere ROS-Produktionen, damit schnellere Zellschädigung und damit schnelleres Altern.
Am Menschen ist das noch nicht gezeigt, aber einen Anhaltspunkt hat man: Die geringere mittlere Lebensspanne des Mannes im Vergleich zur Frau paßt sehr gut zum höheren mittleren spezifischen Grundumsatz beim Mann.
Ich kann und will hier nicht alle Punkte diskutieren, die in diesem Zusammenhang durchaus diskussionswürdig wären, aber auf Nachfrage können wir das gerne vertiefen.
Abschließend will ich aber noch sagen, daß Aktivität in Maßen wichtig ist, weil bei zu geringem Energieumsatz sekundär Schäden auftreten, welche die Lebensqualität und die Lebenserwartung verringern. Extremsport tut das auch, und zwar sowohl durch ROS als auch durch sekundäre Effekte (Verschleiß). Wie überall: Die Dosis macht das Gift.
Gruss
Jochen
Hallo,
danke - ich hatte das schon gehört aber bisher waren die Begründungen diesbzgl. wenig plausibel. Persönlich werden solche Resultate allerdings kaum Einfluß auf mein Sportverhalten haben.
Gruss
Enno