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Liebe Wissenden,
der Sohn einer Freundin hat ADS.Ich möchte mal ein paar Erfahrungen von Euch hören mit natürlichen Mitteln dieser Sache beizukommen.Wer will seinem Kind schon Retalin geben??
Wo gibts was im Net darüber ??
Liebe Grüße,
Claudia

ADHS ist die häufigste kinder- und jugendpsychatrischste Störung mit
einer Prävalenz von 4-6 %. Zu keiner anderen neurobiologisch
begründeten Störung gibt es so viele wissenschaftliche Erkenntnisse
und langjährige Erfahrungen in der Therapie, die die Notwendigkeit
eines ressourcenorientierten multimodalen Behandlungsansatzes
belegen. Dieser beinhaltet Information (statt Meinungsmache),
Psychotherapie (VT bzw. Coaching), psychosoziale Massnahmen in der
Schule, Familie und Umfeld und wenn notwendig Medikation
(Stimulantien und oder Antidepressiva)

Die Freundin wird sich einer umfangreichen persönlichen
Auseinandersetzung mit dem Thema ADS und einer ausführlichen
Diagnostik des Kindes gestellt haben. Liest man in den Elternforen
oder geht zu einer Selbsthilfegruppe wird man keine Vorbehalte gegen
den Einsatz von Methylphenidat oder Amphetaminsulfat bei ADHS finden.
Die Eltern wissen übrigens, dass es Ritalin und nicht Retalin heisst
(diese Schreibweise stammt überdurchschnittlich häufig aus
Scientology-Kreisen oder ideologischen Homöopathenkreisen).

Niemand will leichtfertig seinem Kind Medikamente geben, aber wenn es
nötig ist, ist es sicher und verbessert die Lebensqualität des Kindes
entscheidend.

Zum Lesen :
www.ads-hyperaktivitaet.de
www.adhs.ch
www.hypies.de
www.adhs-zentrum.de
www.bvah.de
www.auek.de
www.adsev.de
www.juvemus.de

Wenn es denn um die Kritik geht
nicht lesen würde ich www.ritalin-kritik.de (Seite des Scientologen
H. Kaeding) und ads-kritik.de (Seite eines Psychologen, der die
Argumente des Anti-ADS-Netzes Overload Network bzw. Cactus unkritisch
übernimmt).

P.S. Ähnliche Postings wie Deins sind ganz offensichtlich von
Scientology-nahen Kreisen in einige Elternforen gepostet worden.
Ähnlicher Inhalt, ähnlicher Stil (eine Freundin mit…). Ich würde
sehr vorsichtig sein, da Du damit erheblichen Widerstand bei
Betroffenen mobilisierst, denen eine solche Art auf den Keks geht.
Und irgendwie kommt mir der Name irgendwoher bekannt vor…

Liebe Claudia,

eine kleine Ergänzung zu Martins Artikel noch: Ritalin wird in den USA weitaus häufiger (und auch oft mißbräuchlich) verwendet. Daher rührt auch die Kritik an den allzu sorglosen Einsatz dieses an sich sehr hilfreichen Arzneimittels. So ist also die Kritik nicht völlig unberechtigt, aber hier in Europa wird Ritalin eher etwas übervorsichtig eingesetzt. Weiteres Siehe in den von Martin gefundenen links.

Gruß

Michael

Liebe Wissenden,

der Sohn einer Freundin hat ADS.Ich möchte mal ein paar
Erfahrungen von Euch hören mit natürlichen Mitteln dieser
Sache beizukommen.Wer will seinem Kind schon Retalin geben??
Wo gibts was im Net darüber ??
Liebe Grüße,
Claudia

Hallo Claudia

ADS ist eine Stoffwechselstörung. Stoffwechsel hat mit Immunsystem, Darm, Nahrung etc zu tun und dessen Belsatungen nebst der genetik. Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen haben diese Kinder überdurchschnittlich viele Belastungen bzw Defizite, zB Zinkdefizite, Omega3 Säurendefizite, Magnesiumdefizite, Defizite bei den B- Vitaminen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Schwermetallbelastungen. Noch nicht wissenschaftlich abgesichert aber einige Studien und Erfahrungen gibt es, sind Darmabnormalitäten (zB Pilze).

Gebe Dir eine Seite augf der offiziellen schweizer Medizin an, einen klassisch Schulmedizinischen national anerkannten ADS Arztes, der die Kinder alle mit Riitalin behandelt.
www.swiss-paediatrics.org/paediatrica/vol11/n2/huile…
(nur 2. Teil des Artikels ist interessant)

Sogar diese Seite bestätigt, dass einige der erwähnten Sacghen zutreffen und Therapieen zb mittels Vitalstoffen mehr als bisher helfen. In der Zwischenzeit ist die Forschung etwas weiter, die erfahrungen auch und ich könnte Dir weitere Erkenntnisse zumailen.
Nur ein Beispiel, Oligate Diät hilft gemäss gesicherter wissenschaftlichen Studie bei 24 bis 80% der Kinder gemäss Erfahrung von Dr Egger (der ritalin grundsätzlich auch nicht ablehnt) ist es der obere Wert.
link: www.elpos.ch/ERN.HTM, dort findest Du Hintergründe und Studie etc.

Quintessenz, man sollte immer zuerst die Defizite bzw Belastungen finden. Wenn Du möchtest, kann ich dazu einen Fragebogen versenden, der dabei helfen kann, die allfälligen Belastungen defiziten zu erkennen. Du kannst diese dann medizinisch (Labortests) abklären lassen um ganz sicher zu gehen. Eine Behandlung der so herausgefundenen Belastungen/Defiziten hat gemäss meinen Erfahrungen bisher immer geholfen, nicht nur bei meinen Kindern

Gruss
Beat

Hallo Claudia,
Es gibt mehrere naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten bei ADS. Es gibt aber nicht „DAS“ Mittel, das ich dir hier nennen könnte.
Wer seine Kinder nicht dauerhaft mit Ritalin vergiften möchte, sollte sich einen bei ADS erfahrenen naturheilkundlichen Behandler (Arzt oder HP) suchen.
Ich habe durchaus Verständnis für Eltern, die sich nicht mehr anders zu helfen wissen und den Arzt bitten ein Ritalin-Rezept auszustellen, da ich in meiner Zeit als Dipl. Sozialpädagoge einige dieser Kinder erlebt habe. Ich habe aber auch als Heilpraktiker die Erfahrung gemacht, dass mit individuell abgestimmten naturheilkundlichen Behandlungen verblüffende Erfolge zu erzielen sind.
Gruß
KH

Hallo Beat
finde ich interessant.

Kannst du mir bitte auch den Fragebogen schicken?
Danke
KH

Hallo Claudia,

hier gibt es etwas zu den Therapiemöglichkeiten bei ADHD:

http://www.zappelphilipp.de/therapie.htm

Als fragwürdige oder unspezifische Therapieformen werden die ADHD-Diäten (Feingold-Diät, Hafer-Diät, oligo-antigene Diät), homöopathische Behandlung und Bachblütentherapie bezeichnet.

Gruß,

Oliver Walter

Formulierung

Hallo KH,
darf ich mich ein bisschen an deiner Formulierung
stossen:

Ich habe durchaus Verständnis für Eltern, die sich nicht mehr
anders zu helfen wissen und den Arzt bitten ein Ritalin-Rezept
auszustellen,

Das klingt, als ob Ritalin nur auf Wunsch von
(bemitleidenswuerdigen)Eltern verabreicht wird.
Das Bild ist genauso falsch, wie das von dem
verschreibungswuetigen, gewissenlosen Arzt, der
alle lebhaften Kinder mit Ritalin ruhig stellen
laesst.

Wer seine Kinder nicht dauerhaft mit Ritalin vergiften möchte,

Dagegen verwahre ich mich. Die meisten Eltern, die ich kenne,
die einer Ritalin-Therapie ihrer Kinder zugestimmt haben,
sind verantwortungsvoll und haben sich sehr ausfuehrlich
ueber das Medikament und die Nebenwirkungen informiert.
Bei anderen Medikamenten mit Nebenwirkungen redet man auch
nicht von ‚vergiften‘.

Gruesse, Elke

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Hallo Martin,
welcher Name kommt dir irgendwie bekannt vor? Ich stelle hier eine Frage und werde jetzt mit Scientology in Verbindung gebracht?!? Manchmal wundere ich mich wirklich was alles aus einer Frage herausgelesen wird…oder verstehe ich das jetzt alles falsch ?
Es geht hier einfach nur darum einer Freundin zu helfen, die mich auf dieses Thema angesprochen hat.Also bitte keine abstrakten Schlüsse ziehen!!
Liebe Grüsse,
Claudia

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Claudia !
Ich will dich nicht in die Nähe von irgendeiner Ecke stellen, sondern
hatte nur darauf aufmerksam gemacht, dass diese Art von Fragen
derzeit inflationär auftauchen. Es wäre ja schön, wenn sich Leute
über ADHS informieren. Und es ist leider eine Tatsache, dass
Naturheilverkäufer z.T. bei Scientology organisiert sind bzw. es
Netzwerke zwischen einzelnen Nahrungsergänzungsverkäufern und sehr
ideologisch gefärbten Anti-ADHS-Kreisen gibt. Womit ich dich aber
nicht in diese Nähe stellen möchte. Es lohnt sich aber mal auf Seiten
von www.ingo-heinemann.de da sich schlauer zu machen.

Was wundert : Wenn es die Mütter, Väter, Lehrer etc. selbst wären,
die die Frage in dieser Art stellen… Selber betroffene Eltern
schreiben meist anders und stellen sich und die Problematik vor,
schreiben was schon alles versucht wurde, wie sie lange auf Hilfe
gewartet haben, welche Diäten oder sonstigen Sachen wie Afa-Algen sie
schon probiert haben…
Aber es sind immer wohlmeinende Freundinnen oder es geht um die arme
Nichte oder den Neffen. Und das vielschichte Thema ADHS wird allein
auf die Medikamentenfrage reduziert. Da frage ich mich, warum sich
die lieben Verwandten oder Freunde nicht erst wirklich sachkundig
machen und nach einem Tag ihre Besorgnis gegen „Retalin“ äußern
müssen. Sorge ist auch o.K. und Du willst Dich ja ganz
offensichtlich informieren. Wenn ich also mich im Ton vergriffen
haben sollte, entschuldige ich mich dafür. Vielleicht hängt dies
damit zusammen, dass eben in etlichen Foren ähnliche „Fragen“
auftauchen und die Leute dann sofort wieder abtauchen.

Kein Verständnis habe ich aber für Homöopathen, die wider besseren
Wissens alle möglichen Theorien zu ADHS und noch verrücktere
Empfehlungen geben. Ich wäre auch sehr für naturheilmedizinnische
Alternativen. Aber weder ist ADHS durch Pilze, Nahrungsmittel oder
sonstige Umwelttoxikologie zu erklären, noch helfen die angepriesenen
Behandlungen oder Diäten einer nennenswerten Gruppe von Patienten
(nur den Anpreiser selber). Das ärgert mich halt, da praktisch alle
Eltern erstmal solchen Angeboten nachlaufen und dann enttäuscht
werden.

Es ist aber wirklich nicht leicht, dies in kurzen Sätzen zu
beschreiben. Wenn Du Dich informieren willst, liess ein wenig in den
von mir empfohlenen Seiten (insbesondere auch in deren Archiven, um
z.B. die Erfahrungen von hunderten von Eltern mal zu überblicken).
Wenn Du andere Sichtweisen von ADHS als eine Ressource oder Stärke im
Leben auch kennenlernen möchtest, würde ich dir Bücher von Thom
Hartmann („Eine andere Art die Welt zu sehen“) empfehlen.

MFG
Martin Winkler

Hallo Martin,

welcher Name kommt dir irgendwie bekannt vor? Ich stelle hier
eine Frage und werde jetzt mit Scientology in Verbindung
gebracht?!? Manchmal wundere ich mich wirklich was alles aus
einer Frage herausgelesen wird…oder verstehe ich das jetzt
alles falsch ?
Es geht hier einfach nur darum einer Freundin zu helfen, die
mich auf dieses Thema angesprochen hat.Also bitte keine
abstrakten Schlüsse ziehen!!
Liebe Grüsse,
Claudia

ADHS ist die häufigste kinder- und jugendpsychatrischste
Störung mit
einer Prävalenz von 4-6 %. Zu keiner anderen neurobiologisch
begründeten Störung gibt es so viele wissenschaftliche
Erkenntnisse
und langjährige Erfahrungen in der Therapie, die die
Notwendigkeit
eines ressourcenorientierten multimodalen Behandlungsansatzes
belegen. Dieser beinhaltet Information (statt Meinungsmache),
Psychotherapie (VT bzw. Coaching), psychosoziale Massnahmen in
der
Schule, Familie und Umfeld und wenn notwendig Medikation
(Stimulantien und oder Antidepressiva)

Die Freundin wird sich einer umfangreichen persönlichen
Auseinandersetzung mit dem Thema ADS und einer ausführlichen
Diagnostik des Kindes gestellt haben. Liest man in den
Elternforen
oder geht zu einer Selbsthilfegruppe wird man keine Vorbehalte
gegen
den Einsatz von Methylphenidat oder Amphetaminsulfat bei ADHS
finden.
Die Eltern wissen übrigens, dass es Ritalin und nicht Retalin
heisst
(diese Schreibweise stammt überdurchschnittlich häufig aus
Scientology-Kreisen oder ideologischen Homöopathenkreisen).

Niemand will leichtfertig seinem Kind Medikamente geben, aber
wenn es
nötig ist, ist es sicher und verbessert die Lebensqualität des
Kindes
entscheidend.

Zum Lesen :
www.ads-hyperaktivitaet.de
www.adhs.ch
www.hypies.de
www.adhs-zentrum.de
www.bvah.de
www.auek.de
www.adsev.de
www.juvemus.de

Wenn es denn um die Kritik geht
nicht lesen würde ich www.ritalin-kritik.de (Seite des
Scientologen
H. Kaeding) und ads-kritik.de (Seite eines Psychologen, der
die
Argumente des Anti-ADS-Netzes Overload Network bzw. Cactus
unkritisch
übernimmt).

P.S. Ähnliche Postings wie Deins sind ganz offensichtlich von
Scientology-nahen Kreisen in einige Elternforen gepostet
worden.
Ähnlicher Inhalt, ähnlicher Stil (eine Freundin mit…). Ich
würde
sehr vorsichtig sein, da Du damit erheblichen Widerstand bei
Betroffenen mobilisierst, denen eine solche Art auf den Keks
geht.
Und irgendwie kommt mir der Name irgendwoher bekannt vor…

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Hallo KH

finde ich interessant.

Ist es auch, aber wenn ich (als Vater) nicht selbst betroffen wäre und entsprechende Verbesserung feststellen konnte, hätte ich den ganzen Aufwand des Begreifens, lesens etc nicht auf mich genommen

Kannst du mir bitte auch den Fragebogen schicken?

Klar

Danke

Bitte

Beat

Hallo Martin

Schütte doch nicht das Kind mit dem Bade aus. Hömopathie und zielloses Versuchen von irgendwelchen behandlungen nach dem Motto eine Krankheit eine Therapie ist ebenso verwerflich, wie Erfolge und wissenschaftliche Studien7Indizien und Erkenntnissen inkl praktische Erfahrungen nicht wahrhaben zu wollen .

Ich wäre auch sehr für
naturheilmedizinnische
Alternativen. Aber weder ist ADHS durch Pilze, Nahrungsmittel
oder
sonstige Umwelttoxikologie zu erklären, noch helfen die
angepriesenen
Behandlungen oder Diäten einer nennenswerten Gruppe von
Patienten
(nur den Anpreiser selber).

Stimmt einfach nicht, siehe:

-www.swiss-paediatrics.org/paediatrica/vol11/n2/huile…
(nur 2. Teil des Artikels ist interessant)
Eine gesicherte Quelle als die offizielle swiss-paediatrics gibt es wahrscheinlich nicht. Dort sthet ganz klar, Vitalstofftherapieen helfen bei entsprechenden Defiziten und dies ist wesentlich mehr als bisher angenommen der Fall.
Und wie sieht es mit der Betroffenheit aus? Liess bitte sehr hier:

  • Mangel an essentielle Fettsäuren.
    …Jungen mit niedrigen Omega-3 Fettsäuren-Werten im Blut hatten eine vergrößerte Wahrscheinlichkeit für Lernprobleme und niedriger allgemeine akademische und mathematische Fähigkeiten, als Kindern mit höheren essentiellen Fettsäure-Werten.
    Stevens,LJ and Burgess J. Omega-3-fatty acids in boys with behavior, learning, and health problems. Physiology Behavior 1996; 59: 915-920.

  • Zinkmangel
    …Kindern mit AD(H)D hatten deutlich niedrige Zinkniveaus, als die Kontroll-Kinder. 30% der Kindern mit AD(H)D hatten äußerst defizite Werte. Es ist möglich, dass niedrige Zink-Werte zu der unterdrückten Herstellung von Melatonin und Serotonin im Gehirn führen kann, und dadurch manche Symptome des AD(H)Ds verursachen.
    Toren P. et al. Zinc deficiency in attention deficit hyperactivity disorder. Biological Psychiatry 40: 1308-1310,1996.

  • …Affen mit gemäßigte Zinkmangel zeigten Beeinträchtigung in Sehaufmerksamkeit und bei kurzfristige Gedächtnisaufgaben.
    Golub MS et al. Modulation of behavioural performance of prepubertal monkeys by moderate dietary zinc deprivations. Am J Clin Nutr 60:238-243,1994.

-Vitamin B-6 Ergänzungen verursacht eine Umkehrung in AD(H)D
Die Ergebnisse der Studie indizieren, dass eine Dosis Vitamin B-6 zwischen 15-30 mg/kg Körpergewicht genau so wirksam war wie Ritalin bei der Behandlung von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom-Hyperaktivitätsstörung.
Coleman M. et al. A preliminary study of the effect of pyridoxine administration in a subgroup of hyperkinetic children: a double blind crossover comparison with methylphenidate. Biological Psychiatry 14: 741-751,1979.
Zu B6 gibt es übrigens 12 Studien die positive Wirkungen aufzeigen

  • Dazu noch eine Studie die bei 90% einen Magnesimmangel feststellt. Leider habe ich diese gerade nicht zur Hand, aber kann die auf Wunsch nachliefern, inkl Referenznummer etc wie bei den obigen.

Gemäss offizieller swiss-pädric helfen also bei all diesen Kindern entsprechende Vitalstofftherapieen und eben bei allen anderen nicht, weshalb zielloses probieren von irgendwelchen Therapieen eben meist nicht hilft. Diese Therapie wie andere auch, einfach also wirksam oder unwirksam für (alle) ADS Betroffene zu bezeichnen ist deshalb falsch.

Im weiteren steht dort das Hilfe durch mystopische Therapieen weder bewiesen sind noch Gegenbeweise bestehen (sonst gib mir eine Gegenbeweisstudie bitte) Nebst zu wenig abgesicherten Studien habe ich diesbezüglich viele sehr gute Erfahrungen gemacht, nicht nur bei einem meiner Kinder

Der Artikel in swiss-pädrics ist übrigens alt, in der Zwischenzeit sind weitere Studien erschienen.
Oligate Diät hilft gemäss gesicherter wissenschaftlichen Studie bei 24 bis 80% der Kinder gemäss Erfahrung von Dr Egger (der ritalin grundsätzlich auch nicht ablehnt) ist es der obere Wert.
link: www.elpos.ch/ERN.HTM, dort findest Du Hintergründe und Studie etc.
Im gegensatz zur der langezeit vertretenen auschliesslicghen Phosor- und anderen Diäten die nur einer kleiner minderheit gemäss wissenschaftlichen studien halfen, ist die Wirksamkeit oligate Diät bewiesen. Der staatlichen Kinder und Jugendpsychiatrischen Dienst Bern hat dies aufgrund der vorliegenden Studien bestätigt (ähnliche Wirksamkeit wie Ritalin)

Einige Studien dazu (gibt glaube ich sogar schon nocch bessere) Bitte sehr

  • Topographisches Mapping von elektrischer Gehirnaktivität bei Kindern mit durch Nahrungsmittlenverursachter Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung.
    …Diese Untersuchung ist die Erste, die eine Verbindung zwischen elektrischer Gehirnaktivität und der Aufnahme von provozierenden Nahrungsmitteln bei Kindern mit Nahrungsmitteln verursachter Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung zeigt. ABSCHLUSS: Diese Daten unterstützen die Hypothese, dass in einer Subgruppe von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, bestimmte Nahrungsstoffe nicht nur klinische Symptome verursachen, aber auch die elektrische Gehirnaktivität ändern können.
    Uhlig T, Merkenschlager A, Brandmaier R, Egger J Eur J Pediatr 1997 Jul;156(7):557-61 Institute for Child Health Research, Clinical Sciences Division, West Perth, Australia.

  • Kontrollierte Probe auf Oligoantigen-Behandlung bei hyperkinetischem Syndrom.
    76 ausgewählten hyperkinetische Kindern wurden mit einer oligoantigenischen Diät behandelt, 62 verbesserten sich und es gelang 21 davon Verhalten im normalen Bereich zu erreichen.
    ….Die Symptome wie Kopfschmerzen, Darmschmerzen und Anfälle waren oft auch verbessert. Von den Kindern die sich ganz verbesserten, führten 28 eine doppelblind placebo-kontrollierte Kreuzprobe durch, in der Nahrungsmittel, die im Verdacht standen Symptome zu provozieren, wieder in der Diät eingenommen wurden. Die Symptome tauchten wieder auf oder waren verschlimmert viel häufiger, wenn die Patientin diese Nahrungsmittel einnahmen als bei den Placebos. 48 Nahrungsmittel waren belastet. Künstliche Farbstoffen und Konservierungsmitteln im Nahrstoffen waren die häufigsten provozierenden Mittel, aber kein Kind war nur zu diese allein empfindlich.
    Egger J, Carter CM, Graham PJ, Gumley D, Soothill JF. Lancet 1985 Mar 9;1(8428):540-5

-Kontrollierte Probe bei Kindern von Hyposensibilisierung auf nahrungsmittelinduziertem hyperkinetischem Syndrom.
Nahrungsmittelintoleranz scheint als eine sehr wichtige Ursache von hyperkinetischem Syndrom zu sein, aber eingeschränkte Diäten sind teuer, sozial problematisch und oft nährstoffarm. Enzympotenzierte Desensibilisierung (EPD) kann diese Schwierigkeiten überwinden. EPD wurde in einer doppelblind placebo-kontrollierten Studie von 40 Kindern mit nahrungsmittelinduziertem Hyperkinetischsyndrom untersucht. Insgesamt 185 Kindern mit etablierte hyperkinetischem Syndrom wurden vier Wochen lang oligoantigenischen Diäten unterzogen. Darunter waren 116, deren die provozierende Nahrungsmitteln identifiziert waren bei der sequenziellen Einführung von diesen. Die Nahrungsmittel, die reproduzierbar hyperkinetisches Verhalten provozierten wurden vermeiden. 40 Patienten, die eingleladen waren an der Hyposensibilisierungsprobe teilzunehmen, wurden willkürlich eingeschrieben als Kontroll- und Behandlungsgruppe. Die behandelten Patienten bekamen dreimal eine Dosis EPD (Beta-Glukuronidase und eine kleineren Menge von Nahrungsmittelantigenen) intradermal in Abständen von zwei Monaten. Die Kontrollgruppe bekam nur Puffer. Danach wurde den Patienten erlaubt, die Nahrungsmittel zu essen, die bekannt waren als provozierende Nahrungsmitteln. Von den 20 Patienten, die aktive Behandlung erhalten haben, sind 16 tolerant zu den provozierenden Nahrungsmitteln geworden, in Vergleich zu 4 von 20, die Placebo (p weniger als 0.001) bekamen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass EPD Kindern mit Hyperkinetischsyndrom ermöglicht, Nahrungsmittel, die früher als verantwortlich für ihre Symptome identifiziert wurden, zu essen. Diese Ergebnisse unterstutzen die Annahme, dass Nahrungsmittelallergien ein möglicher Mechanismus für hyperkinetisches Syndrom ist.
Egger J, Stolla A, McEwen LM. Lancet 1992 May 9;339(8802):1150-3
University Children’s Clinic, Munich, Germany.

  • …Diese Studie demonstriert eine funktionales Verhältnis zwischen der Einnahme eines künstliche Farbstoffs (Tartrazn) und Verhaltensänderungen in 24 atopischen (allergischen) Kindern, mit auffälligen Reaktionen auf alle Dosis-Ebenen vom Farbstoff-Anforderung. Wenn sie auf künstliche Farbstoffe (in der Nahrung) reagierten, weinten die jüngeren Kinder ständig, und hatten u.a. Wutanfälle, Gereiztheit, schwere Schlaffstörungen und waren außer Rand und Band, leicht zerstreut und reißbar und ‚high as a kite’.”
    Rowe K and Rowe K. Synthetic food coloring and behavior: A dose response effect in a double-blind, placebo-controlled, repeated measures study. J. Pediatrics 125: 691-698,1994.

Das ärgert mich halt, da praktisch
alle
Eltern erstmal solchen Angeboten nachlaufen und dann
enttäuscht
werden.

Ja, kenne einige davon, all das erwähnte hilft nicht oder nur wenig, wenn man nicht darunter leidet, oder wenn man es isoliert tut und andere defizite Belastungen nicht auch behandelt.
Die Eltern die mitr bekannt sind und genau die inmdividuellen Defizite/Belastungen (nicht mehr und nicht weniger) behandelten waren noch nie (nie!!) enttäuscht, da sich immer Besserungen einstellten.

Es ist aber wirklich nicht leicht, dies in kurzen Sätzen zu
beschreiben.

Das stimmt

Wenn Du Dich informieren willst, liess ein wenig
in den
von mir empfohlenen Seiten (insbesondere auch in deren
Archiven, um
z.B. die Erfahrungen von hunderten von Eltern mal zu
überblicken).

Wie wärs mal mit den Erfahrungen anderer Eltern? Wenn Erfahrungen gelten, dann kann ich Dir mehrere Angeben, denen zb eben auch eine Antipilzbehandlung geholfen hat (Möchte nochmals klarstellen, Antipilzbehandlung hilft fast immer, wenn man Pilze hat, aber ist völlig unwirksam wenn man sie nicht hat, womit sich meine Aussage schliesst)

Zum Schluss, das wissenschaftlich Bewiesene hat Vorrang vor allem was Du oder ich meinen. Das wissenschaftlich Bewiesene das etwas nicht hilft ebenso.
Aber wenn etwas noch nicht wissenschaftlich bewiesen ist, heisst dies nicht das es nicht hilft. Alles in der Medizin hat zuerst geholfen, bevor man es entgültig mit teuren placebokoontrollierten Studien auch wissenschaftlich bewiesen hat. Deshalb ärgern mich Aussagen wie Antipilzbahandlung hilft nicht, da es keine Gegenbeweise gibt, hingegen einige wissenschaftliche Indizien und viele positiven Erfahrungen

Gruss
beat

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Wenn Du andere Sichtweisen von ADHS als eine Ressource oder
Stärke im
Leben auch kennenlernen möchtest, würde ich dir Bücher von
Thom
Hartmann („Eine andere Art die Welt zu sehen“) empfehlen.

Hallo Martin.
Ist das Buch für Erwachsene geschrieben oder eignet es sich auch als Vorleselektüre für betroffene Kinder?
gruss engelsauge

Nun, eigentlich war es die Grundidee von Thom Hartmann die ungehobelte „Aufklärung“ eines Arztes bei der Diagnosestellung seines Kindes zu entschärfen. Er hat damals den Vergleich zwischen Jägern und Farmern (oder aber unterschiedlichen Indianerstämmen) als Erklärung für die individuellen Unterschiede von Menschen mit oder ohne ADHS-Veranlagung gebraucht. Das ist zwar nicht unumstritten, aber durchaus ein hilfreicher Ansatz. Dennoch ist das Buch aus meiner Sicht nicht gerade ein Vorlesebuch für Kinder oder Jugendliche. Eher eine Anregung in Sachen ADHS-Sichtweisen.

Besser geeignet ist das Buch von Felix Dietze, der aus der Sicht eines Jugendlichen ADHS erklärt (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3404615239/elt…).

Martin

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Vergiften ?
Hallo KH,

da Du Dich angeblich so gut auskennst, weißt Du sicherlich, dass nur ein sehr geringer Teil der diagnostizierten ADS-Patienten Medikamente bekommt, und dies dann auch meist nur phasenweise, meistens über ein paar Monate, längstens ein paar Jahre. Lebenslange Medikation findet meines Wissens nach so gut wie gar nicht statt.

In vielen Fällen reichen eine Verhaltenstherapie sowie Elterntraining aus.

Ich bin seit langem „im Thema“ und kenne sehr viele andere Betroffene, Erwachsene und Kinder.

Es gibt schwere Fälle, da geht es einfach nicht mehr ohne Medikamente.

Sicher, es handelt sich ja nicht um eine lebensbedrohliche Krankheit. Selbstmorde, Depressionen, Angstzustände und was es noch alles als Folgeerscheinungen von unbehandeltem ADHS gibt, wollen wir jetzt ignorieren, oder ???

In einem schweren Fall aus ideologischen Gründen keine Medikamente zu geben, ist unterlassene Hilfeleistung.

Von Eltern zu reden, die ihre Kinder „vergiften“, ist schlicht eine bodenlose Frechheit. Als Sozialpädagoge bist Du eben doch nur ein Laie, und dann noch einer mit einem ganz ungesunden Halbwissen !

Kopfschüttelnd,

Inselchen

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Hallo,

Martin Winkler sprach davon, daß die Thesen von Hartmann nicht unumstritten sind. Zur Vollständigkeit hier eine kritische Stellungnahme, die Hartmanns Sichtweise als „nette Story und nichts dahinter“ kennzeichnet:

http://www.opti-mind.de/news/barkley_12_07_99.html

Gruß,

Oliver Walter

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