Bis zur welcher Grenze gelten Extrasystolen noch als physiologisch/normal?
Also Häufigkeit, Dauer, Frequenz etc.
Finde dazu leider nix konkretes in meinen Büchern bzw. online…
Hintergrund:
Hatte schon seit längerem hin und wieder „Herzklopfen“, hauptsächlich in Ruhe, also wenn ich abends im Bett liege. Das war ja noch normal.
Aber seit einer Woche hab ich es jetzt dauernd, auch tagsüber. Zudem habe ich das Gefühl, daß es in den letzten Tagen zunehmend schlimmer wurde. Der Puls ist etwas unregelmäßig und teilweise treten regelrechte Couplets bzw. Salven (3-4 ES aufeinanderfolgend; zentral auskultiert natürlich) mit gelegentlicher leichter Tachykardie (ca 100 bei sowieso hohem Ruhepuls von ca 84) auf, die aber von einer Sekunde auf die andere in die normale Frequenz umspringt.
Keine Ahnung, wie oft am Tag die Pulsfrequenz so umspringt, ich messe ja nicht dauernd. Die Extrasystolen merke ich aber auch so bzw. hab dann das typische Gefühl des Herzklopfens. Der Blutdruck ist dabei rel. normal mit ca 125/80, wobei ich eher zu niedrigem Blutdruck neige normalerweise.
Das Ganze ist zwar soweit nicht schlimm, aber dieses unangenehme Gefühl hindert mich stark am einschlafen - hab seit Sonntag insgesamt etwa 13 Stunden geschlafen! *gäääääääääääääääähn*
Ach ja, falls es relevant ist: sollte das pathologisch sein, vermute ich die Ursache in der Schilddrüse, weil da eine unklare Raumforderung vor einem Jahr festgestellt worden ist. Ich sollte wohl mal wieder zur Kontrolle *g*
Aber eigentlich interessiert mich nur die am Anfang gestellte Frage
alles, was Du schilderst, deutet auf ein psychosomatisches Problem hin. Gesundheitlich völlig ungefährlich - aber im Einzelfall oft von einem starken Krankheitsgefühl, oft auch von Angst, begleitet. So schlimm scheint es aber bei Dir nicht zu sein.
Wenn es Dich sehr quält, dann geh zu einem Internisten und vielleicht anschließend zu einem Psychotherapeuten. Aber nur, wenn es Dich über längere Zeit hin sehr stark beunruhigt.
Freundlichen Gruß, Infotalk
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alles, was Du schilderst, deutet auf ein psychosomatisches
Problem hin.
Genau das habe ich befürchtet )
Nee, ich habe keine „Herzangst“ und Co. Das einzige was ich mir vorstellen könnte aus dem Gebiet wäre Streß als Ursache. Aber der war diese Woche eher im Rahmen des Normalen.
Nach einer Ursache wollte ich eigentlich weniger fragen, weil wie gesagt ich den Auslöser eher in der Schilddrüse vermute. Vermutlich bin ich irgendwie in eine hyperthyreotische Phase gerutscht (Raumforderung = produzierender Knoten/Adenom?). Das empfinde ich aber nicht als dramatisch, schließlich brauch ich dann ja nur Pillen einzuschmeißen und alles ist wieder gut.
Gesundheitlich völlig ungefährlich
In dem Fall schon
Für den Laien gilt aber weiterhin, daß man Herzrhythmusstörungen immer abklären sollte (für die interessierten Mitleser *g*).
aber im
Einzelfall oft von einem starken Krankheitsgefühl, oft auch
von Angst, begleitet. So schlimm scheint es aber bei Dir
nicht zu sein.
Nein, Angst hab ich nicht. Tagsüber stört es auch nicht, außer daß mir bei Belastung etwas schummrig wird, aber das dauert auch nur paar Sekunden und ist weiter auch nicht schlimm. Bloß nachts kann ich wegen diesem Klopfen nicht schlafen - DAS stört! Und nervt! Schließlich sind 13 Stunden Schlaf über 5 Nächte viel zu wenig!
Wenn es Dich sehr quält, dann geh zu einem Internisten und
vielleicht anschließend zu einem Psychotherapeuten. Aber nur,
wenn es Dich über längere Zeit hin sehr stark beunruhigt.
Werd ich wohl müssen, kann nur leider erst in 2 Wochen. Ich hoffe, ich krieg bis dahin etwas mehr Schlaf ab *brummel*
Vielen Dank für dein Posting, aber meine Frage ist dennoch unbeantwortet geblieben
Finde dazu leider nix konkretes in meinen Büchern bzw.
online…
Tja, wenn man sich eben zu fein ist, den Herold her zu nehmen…
Da sind soo „schöne“ Tabellen drin um die Bleiwüste aufzulockern
Mit Deinen Salven bist Du nach Lown in Klasse IVb! Laß das bloß nie Deine Versicherung wissen!!!
Bei Herzgesunden seien Extrasystolen aber unabhängig von der Klassifikation ungefährlich.
Allerdings empfiehlt er, durch SVES ausgelöste Tachykardien zu behandeln… langfristig wirst Du also um ein EKG nicht herum kommen! Stell’ Dich doch mal in einem Kurs zur Verfügung )
Tja, wenn man sich eben zu fein ist, den Herold her zu
nehmen…
Den hab ich ja genommen, zwar 'ne alte Ausgabe von 2000 aber immerhin *g*
Nur werd ich daraus auch nicht schlau…
Ich vermutete vor deinem Posting nur, daß nach der Lown-Tabelle die Monomorphen VES Grad I und II normal sind (?) bzw. nach der Tabelle davor: die VES mit kompensat. Pause und die interponierten ES (?). Alles andere aber schon pathologisch (?).
Wie gesagt, das wird auch mit dem Herold nicht ganz klar und den Harrison hab ich leider nicht zu hause
Irgendwie hab ich das Gefühl, daß ich die Sache mit den ES entweder völlig falsch oder gar nicht verstanden hab - sonst würd ich auch nicht so dumme Fragen stellen *hihi*
Bei Herzgesunden seien Extrasystolen aber unabhängig von der
Klassifikation ungefährlich.
Genau das will nicht in meinen Schädel rein. Jetzt mal völlig unabhängig von meinem Fall, also rein theoretisch:
ES sind also bei (eindeutig) Herzgesunden IMMER physiologisch?? Ich dachte bislang immer, daß die ab einem gewissen „Schweregrad“ pathologisch werden bzw. daß besonders „schlimme“ ES auch nur bei Herzerkrankungen überhaupt auftreten(?).
Allerdings empfiehlt er, durch SVES ausgelöste Tachykardien zu
behandeln… langfristig wirst Du also um ein EKG nicht herum
kommen! Stell’ Dich doch mal in einem Kurs zur Verfügung )
Ich würde statt „physiologisch“ eher „prognostisch unbedeutend“ sagen, was wohl beim Gesunden der Fall ist.
Interessanterweise habe ich gerade gesehen, daß die Lown-Klassifikation auf Patienten nach Infarkt basiert. Auch diese Autoren vertreten die Auffassung, daß alle Klassen beim normalen Herzen nicht behandlungsbedürftig sind.
warum beschränkst Du Dich denn so sehr aufs Herz alleine? Kann es denn nicht sein, daß du einen fürs Herz relevanten Nährstoffmangel hast? Wie schauts denn aus mit den Mineralien?
Bist Du Dir sicher, dass da alles im Lot ist?
Wie sind denn Deine Essgewohnheiten in letzter Zeit?
Diese ungeklärte Raumforderung an der Schilddrüse…naja…ich würde das wenn ich Du wäre schon gerne geklärt haben.
warum beschränkst Du Dich denn so sehr aufs Herz alleine?
Ich ging nur vom wahrscheinlichsten aus. Ist das ausgeschlossen, muß ich wohl weiterforschen
Kann es denn nicht sein, daß du einen fürs Herz relevanten
Nährstoffmangel hast? Wie schauts denn aus mit den Mineralien?
Bist Du Dir sicher, dass da alles im Lot ist?
Denke ich schon. Ich ernähre mich eigentlich rel. gut.
Wie sind denn Deine Essgewohnheiten in letzter Zeit?
Sogar noch besser als vorher *g*
Hatte vor ca 2 Wochen mal meine tägl. Fettzufuhr zum ersten Mal genauer unter die Lupe genommen und war ziemlich erschrocken, daß ich trotz Vermeidung fettiger Sachen und Bevorzugung von fettreduziertem (z.b. Käse, „Diät“-Margarine etc) dennoch weit über der empfohlenen Menge liege…
Derzeit versuche ich, die Fettmenge auf maximal ca 60g (30% der Kalorien) am Tag zu halten, was mir auch nur so einigermaßen gelingt…*hüstel*
Ansonsten esse ich schon gesund und ausgewogen, bin auch ein Gemüse- und Salate-Fan *g*. Daher halte ich Mangelerscheinungen eher für unwahrscheinlich.
Letztlich wird eh beim Doc ein Bluttest gemacht werden, die Elektrolyte gehören ja zum Standardlabor, dann werd ich es definitiv wissen.
Diese ungeklärte Raumforderung an der Schilddrüse…naja…ich
würde das wenn ich Du wäre schon gerne geklärt haben.
Jo, man hatte mir auch geraten, das unbedingt nach einem halben Jahr zu kontrollieren - aber das hab ich wohl verpennt…
Werd ich jetzt aber auch nachholen!
Denn irgendwie kommt es mir schon komisch vor, daß ich trotz des gravierenden Schlafmangels nicht sooo müde bin wie ich es sein sollte, sondern bin eher ziemlich hibbelig und habe einen Bewegungsdrang, muß dauernd zappeln und so. Das könnte allerdings auch am Adrenalinspiegel liegen *g* - schließlich muß ich ja tagsüber „funktionieren“ - irgendwie…