Hi!
Ich hab ein kleines Problem… und zwar hab ich mal wieder eine Mittelohrentzündung, und hab vom Arzt neben dem Antibiotika Ohrentropfen (auch mit Antibiotika) verschrieben bekommen.
Nun meint ein Freund von mir, der selbst schon eine Menge Mittelohrentzündungen hatte, dass man in dem Fall auf keinen Fall Ohrentropfen nehmen soll, weil es möglich ist, dass das Trommelfell reisst, die Ohrentropfen dann sehr unangenehme Folgen hätten. Das habe er von HNO-Spezialisten erfahren, und er meint, dass Hausärzte da keine Ahnung haben und den Fehler öfters machen.
Stimmt das? Sollte ich die Tropfen wirklich besser nicht nehmen? Eigentlich hab ich noch bei jeder Mittelohrentzündung zusätzlich Ohrentropfen bekommen…
ratlose grüsse,
Michèle
Hi Michèle!
Tatsächlich ist der Nutzen von Ohrentropfen bei einer Mittelohrentzündung sehr gering und steht in keinem Verhältnis dazu, wieviele Patienten sie verwenden. Das Geld in Schmerzmittel zu investieren wäre wahrscheinlich sinnvoller.
Eigentlich bringen die Tropfen nur was, wenn das Trommelfell unter der Entzündung ein Loch entwickelt hat, und die Flüssigkeit aus dem Mittelohr nach außen abläuft. Dann verhindern sie nämlich, daß man sich eine zusätzliche Entzündung des Gehörganges zuzieht.
Die unangenehme Wirkung mancher Ohrentropfen bei einem Loch im Trommelfell besteht darin, daß sie schädlich für das Innenohr sind. Das sind die heute gängigen Präparate aber nicht mehr.
Ich würde Dir bei einer Mittelohrentzündung ein Nasenspray empfehlen, da es durch die Verbesserung der Belüftung des Mittelohres über den Nasenrachen die Entzündung schneller ausheilen läßt. Bei einer Neigung zur Mittelohrentzündung empfiehlt sich auch mal eine Untersuchung gerade des Nasenrachen, um zu sehen, daß dort alles in Ordnung ist.
Gruß & gute Besserung
Peter
Hallo Michelle
Wenn Du und Dein Freund öfter Mittelohrenentzündungen habt, dann könntet Ihr entweder ein schwaches Immunsystem haben (wenn ihr auch sonst oft krank seid) oder wahrscheinlicher eunter einer Lactoseintolleranz leiden. wÜRDE DIES MAL ABKLÄREN LASSEN
gRUSS
bEAT
Hi Peter!
Vielen Dank für deine Antwort!
Ich kann die Tropfen ja dann trotzdem nehmen, auch wenn sie nicht viel bringen. Mein Ohr ist nämlich „zugeeitert“, so dass ich nur noch wenig auf dem Ohr höre im Moment. Und etwas Flüssigkeit find ich dann nicht schlecht, damit das ganze nicht eintrocknet. Ich spüre es so, als hätte ich einen riesigen Stopfen im Ohr.
Das mit der zusätzlichen Entzündung des Gehöhrganges klingt gut, nur ist es dafür sicher schon zu spät. Denn auch die Ohrmuschel tut mir weh, sowie mein Kiefer.
Meine Nase ist im Moment übrigens frei.
gruss,
Michèle
hallo michèle,
zu den tropfen kann ich nichts sagen, aber ich hätte da ein „altes hausmittel“, das ich bei meiner otitis-geplagten tochter bisher immer(!) erfolgreich angewendet habe.
nimm etwas watte und ziehe sie flach auseinander; presse ein kleines stück rohe zwiebel durch die knoblauchpresse auf die watte (zwiebelbrei und saft), forme daraus ein kleines päckchen und lege dies IN die ohrmuschel. darüber kommt ein kleines stück frischhaltefolie (am besten helfen lassen!) und fixiert wird die ganze chose mit einem pflaster.
gegenüber den herkömmlichen zwiebelsäckchen hat dies den vorteil, daß es nicht so furchtbar stinkt. okay, du riechst am nächsten tag aus dem ohr 
wie schon geschrieben, bei uns liegt die erfolgsquote bei 100 %!
gute besserung 
igorella
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Hallo Igorella!
Entschuldige bitte, aber wenn die Schmerzen wie im Moment so schlimm sind, dass nichtmal 4g Paracetamol da irgend eine Besserung bringen (wieso verschreibt ein Arzt da eigentlich nie was stärkeres?? Sie wissen doch auch, dass das echt weh tut), dann trau ich mich nicht so richtig, auch noch Hausmittel auszuprobieren. Ich werd aber drauf zurückkommen, wenn ich das nächste Mal auch nur glaube, dass ich wieder Ohrschmerzen bekomme.
gruss,
Michèle
Hi,
Paracetamol und auch Novalgin ist bei einer Mittelohrentzündung absolut ungeeignet. Mit 4 gramm näherst Du Dich auch schon der Tageshöchstdosis
von 5 gramm an.
Was man hier braucht ist nicht nur ein Schmerzmittel sondern ein Medikament
dass entzündungshemmend und abschwellend wirkt. Dazu noch - wie schon geschrieben - abschwellende Nasentropfen um die Eustachische Röhre freizumachen.
Wenn es noch nicht so schlimm ist --> Aspirin
und wenn das nicht mehr wirkt Ibuprofen, Voltaren etc.
Hausmittel wie Zwiebelsäckchen oder lokale Wärme/Kälte kannst Du immer
anwenden. Sie untersützen die Wirkung der Medikamente.
Auf dieser Seite ist ein Bild auf dem man die Verbindung zwischen Mittelohr und Nase gut erkennen kann.
http://www.lifeline.de/cda/page/center/0,2845,8-1224…
Alles Gute
Sue